Umfrage - Wieviel Einkommen für welchen Haus- oder Wohnungskredit??

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von mausebaer2009 13.04.10 - 12:42 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Ich habe eine kleine Umfrage....wieviel Familieneinkommen habt ihr und wieviel Kredit für Wohnung oder Haus zahlt ihr davon ab?

Hintergund: Wir möchten uns auch gerne etwas eigenes kaufen, aber wohnen mitten im Rhein-Main-Gebiet; heißt unter 250.000 EUR bekommen wir hier weder eine schöne 4-Zimmer-Wohnung noch ein kleines Reihenhäuschen.

Wir haben mom. ca. 3.200 EUR zur Verfügung (2 Personen, 1 Kleinkind) und 20.000 EUR EK aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass wir damit einen seriösen Kredit bekommen würden. Da gehen wir ja nur noch fürs Haus arbeiten...#schwitz

Naja, auf jeden Fall frag ich mich trotzdem immer wie das die vielen vielen jungen Familien machen, die hier in die Neubaugebiete ziehen...mein Mann meint, die hätten bestimmt geerbt oder sind halt Anwälte, Ärzte etc.
Aber das sind ja wohl nicht alle....#kratz

Also, wer Lust hat, kann mir ja mal Auskunft geben! :)

Gruß!

Beitrag von nicole1007 13.04.10 - 12:52 Uhr

Hallo,

wir haben uns letztes Jahr ein Haus (RMH) gekauft...
Wohnen auch im Rhein-Main-Gebiet...

Monatseinkommen: ca. 2900,-
Kredithöhe: 215.000,-
Rate ca. 1200,-
ETW: Müssen noch ca. 200 Euro drauflegen um die Kosten zu decken, wird aber auch weniger

Zur Zeit sind wir 2 Erwachsene und ein KiGa-Kind....
Ab juli kommt noch ein Baby dazu...

Klar ist es nicht einfachdas zu stemmen, aber es ist möglich...
Wir planen über einen Monat was so kommt und wir kommen mit unseren finaziellen Mitteln aus...


Wenn Du Fragen hast, meld Dich

LG
Nicole

Beitrag von johanna1972 13.04.10 - 12:53 Uhr

Hi,


wir wollten vor 2 Jahren das Haus meiner verstorbenen Schwiegermutter kaufen - hierfür hätten wir insgesamt 230T Euro gebraucht (mein Mann hätte seine Geschwister auszahlen müssen). Wir hätten eine monatliche Belastung von 800 Euro auf 30!!!! Jahre gehabt. Es wäre aber nur die Rückzahlung des Kredites gewesen. Du musst auch noch das Geld für Versicherungen, Wasser- und Abwasser, Rücklagen, Müllabfuhr, Strassenreinigung etc. haben - ich glaube wir wären bei knapp 1300 Euro mtl. gewesen mit allen drum und dran. Also mit 3200 Euro meiner Meinung nach durchaus machbar. Wir haben das Haus verkauft und den Erlös in die Altersvorsorge investiert - in 30 Jahren wären sowohl mein Mann und ich schon längst in Rente und es hätte von uns keiner arbeitslos werden dürfen denn es wäre dann mit der Finanzierung sehr sehr eng geworden.

Die Bank sagte uns auch, dass Du ca. 20 % Eigenkapital benötigst um eine gesunde Finanzierung für ein Haus oder eine Wohnung zu haben.

LG Johanna

Beitrag von lisasimpson 13.04.10 - 13:32 Uhr

hm- also im grunde würde ich sagen, daß euer Eigenkapital alleine für die kaufnebenkosten (notarkosten und grunderwerbssteuer), sowie für die kosten draufgeht, die eben so anfallen (umzugskosten, evtl. 1-2 monaten doppelt zahlen,...)
also mußte davon ausgehen, daß ihr also zu 100% finanzieren müßt.
das weiß ich nicht ,ob ds im Mometn die banken überhaupt machen- wenn ja, nur zu eher schlechten konditionen.

aber selsbt wenn die konditionen ganz o.k. wären, du alos z.b. einen zinssatz von 4,3% bekommen würdest, müßtest du bei 250 000€ kredit und 1,5% tilgung über 31 jahre lang montalich 1200€ zahlen.
das halte ich bei eurem einkommen für ziemlich viel (zumindest, wen nman eben auch noch ein leben neben dem haus haben möchte).

Selbst bei einem neuen haus fangen nach ca 10-15 jahren die ersten reparaturen, sanierungen, neuanschaffungen an. du mußt also spätestens nach 10 jahren anfangen anzusparen, so daß du heizung, dach, fassade,... irgendwann wieder erneuern kannst.

Wir haben vor 5 jahren ein reihnhaus gekauft (da hatte sich eine der von dir genannten familien wohl uch verrechnet) und sind so recht günstig an ein haus gekommen. wir hatten 60% eigenkapital und wollen das darlehen gerne innerhalb von max. 10 jahren abbzehalt haben. dann wird unser haus 15 jahre alt sein und wir können für die erste phase der moderinsierung ansparen.
wir haben ein höheres einkommen als ihr und haben im Moment (mit erpacht- daher auch recht günstig im ankauf gewesen) ohne nebenkosten 1200€. mehr wäre es mir nicht wert, denn ich möchte trotzdem noch in urlaub fahren können und mic hauch ansonsten nicht groß einschränken müssen, nur wegen eines hauses.

da bei uns die frage nach einem wohnortwechsel gerade aktuell ist und wir evtl. in 1-2 jahren in eine ander stadt ziehen werden, haben wir uns dazu entschlossen lieber zu mieten als zu kaufen, weil wir dadruch erhelblich flexibler sein können. klar kostet das miete- dafür bin ich eben nicht für alles weiter zuständig und kann mit dem geld, daß ich zur verfügung habe machen was ich will oder eben in eine altersvorsorge investieren, die flexibler ist als eine immobilie..

aber ich denke, daß ist wirklich eine bauch-entscheidung und nicht unbedingt eine Kopf-entscheidung:)
lisasimpson

Beitrag von joy1975 13.04.10 - 13:52 Uhr

Ich glaube auch, viele gehen sehr blauäugig an den Immobilienkauf und verschulden sich für 30-35 Jahre.
Meines Erachtens gibt es da dann etliche, die das evtl. nicht schaffen und arge Durststrecken (vielleicht mit Finanzspritzen der Eltern etc.) überwinden müssen.
Leider kann man ja allen immer nur vor den Kopf gucken.

Wir haben 2009 ein Haus gebaut im Düsseldorfer Gebiet (also auch nicht superbillig).
Wir haben davon 150.000€ über Kredit finanziert, der größere Rest war Eigenkapital.
Aus diversen Gründen läuft der Kredit sowie das Haus allein auf mich, es wurden also für alle Berechnungen etc. stets nur mein Verdienst zugrunde gelegt.
Die Rate ist aktuell knapp 900€ bei 3% Tilgung.

Theoretisch könnte ich mehr stemmen (mein Einkommen liegt über eurem Familieneinkommen), aber das stecke ich lieber in Sondertilgungen bzw. will auch noch ein bißchen finanzielles Polster schaffen.
Ich denke, mehr als 1000€ Rate ist bei euch auch nicht drin. Man hat ja auch noch Nebenkosten fürs Haus etc.

Ich denke auch bei vielen, dass finanzielle Unterstützung von den Eltern haben. Bei mir war/ist da leider null zu erwarten. Anders kann ich mir das mit Kindern und durchschnittlichem Einkommen nicht wirklich vorstellen.

Beitrag von xyz74 13.04.10 - 14:05 Uhr

Hallo Mausebär,

wo im RM-Gebiet wohnt ihr?
Auch hier gibt es ja unterschiede.
Wir suchen zz in Darmstadt und stellen fest, dass wir unter 300.000 (eher mehr) nichts Gescheites finden.
Wir müssen zum Glück nicht knapp haushalten, da wir ein recht hohes Einkommen haben. Ein Kredit wird für uns nicht so das Thema sein.
3200€ Netto(?) finde ich ehrlich gesagt, recht knapp wenn man bedenkt, dass man als Hausbesitzer für alles allein aufkommen muss.
Man muss halt auch damit rechnen, dass was kaputt geht.
Wie soll man von 3200€ neben Kredit noch Rücklagen bilden?
Ich würde dann wohl eher mieten, so muss man wenigstens nicht selber für
zb kaputte Fenster oder Dachrinnen oder was auch immer aufkommen.
Wir stellen gerade fest, dass man echt aufpassen muss, dass man sich nicht verrent.
Wir hatten bereits ein Haus gefunden, dass uns super gut gefallen hat.
Haken ist, dass die Zugangsstraße eine Privatstraße ist und sobald dort etwas gemacht werden muss (Straßenschäden, Telefonleitungen, Abwasserrohre etc.), müssen die Anlieger voll dafür aufkommen.
Das haben zb die jetzigen Besitzers des Hauses überhaupt nicht kapiert.
Die guckten ziemlich sparsam als wir das angesprochen haben.

Beitrag von ricomambo 02.10.14 - 11:58 Uhr

Hallo liebe Forenmitglieder,

ich weiß, dass dieser Thread schon alt. Aber ich habe da ein ähnliches Problem wie mausibaer2009.

Wir würden auch gerne ein Haus Finanzieren. Aber die Berater- und Banken bzw. Anbieter wollen uns gleich bindend machen. Dabei wollen wir nur fragen, wie viel Kredit wir bei unserem Einkommen bekommen würden. Und, ob überhaupt.

Ich habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag als Technischer Mitarbeiter und verdiene 2500€ Netto x 14 im Jahr. (ich hatte die Option 2900€ Netto im Monat zu bekommen, dafür habe ich lieber Urlaubsgeld und Bonusgeld genommen)!

Meine Frau hat eben einen unbefristeten Arbeitsvertrag in einer Buchhaltung und Verwaltung und verdient 800€ Netto x 13 im Jahr(wegen Bonusgeld im Dezember)!!! Sie kann momentan wegen den Kindern wenig arbeiten. Sobald aber die Kinder in die Schule gehen, dann verdient Sie wieder mindesten 1400€ Netto.

Wir haben 2 Kinder. 5 und 3!!! Und wir bekommen dabei ca. 390 € Kindergeld.

Wir haben also im Monat:
2900€ ich
866€ meine Frau
390€ Kindergeld
------------------------
4156 € im Monat

Dabei hätten wir 35000 als Eigenkapital.

Als Sicherheit haben meine Frau und Ich seit über 10 Jahren eine private Rentenversicherung jeweils finanziert und weiterhin werden wir dies auch tun. Beim Erlöst der Versicherung kommen wir da bei 15000€ mit heftigen Verlust raus. Wenn wir aber in die Rente gehen, bekommen wir jeweils 700€ und 800€ monatlich. Wir investieren auch schon mehr als 10 Jahre in die Riesterrente. Ich habe eine Lebensversicherung Risiko 100K€ bei Todesfall bis 70 Jahre Alt.
Meine Töchter haben jeweils 5000€ im Sparbuch. Und es wird fleißig gespart.

Reicht es um eine gesunde Hausfinanzierung bei den gierigen Banken abzuschließen???
Wie ist eure Einschätzung darüber!!!

Momentan zahlen wir 1400€ Miete, Strom, Gas für ein Reihenhaus. Und das schon seit über 4 Jahre. Dieses Geld ist irgendwie keine gute Investition. Aber viele raten mir kein Haus zu kaufen!!! Wir möchten aber schon gerne, dass das Geld nicht nur für die Miete verschwindet.

Vielen Dank!
Viele Grüße
Rico