Wunde Brustwarzen - Abpumpen

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von taschentiger 13.04.10 - 13:35 Uhr

Hallo,
habe folgendes Problem.
Unsere Maus Lea Marie ist nun 8 tage alt und ich habe die ersten 4 Tage voll gestillt. Dann wurden die Schmerzen aber immer schlimmer, da sie schon unglaubliche Kiefermuskeln (auch laut Hebamme) hat, das merkt man besonders wenn sie mal am Finger saugt, der fällt einem fast ab...
Meine Brustwarzen sind jedenfalls blutig und komplett eingerissen gewesen, und als ich es nicht mehr ausgehalten habe, hat die Hebamme gemeint, wir sollten erstmal abpumpen und mit der Flasche geben, bis alles verheilt ist. Das tue ich nun auch seit 4 Tagen, die Brustwarzen sind langsam besser geworden, allerdings immernoch nicht schmerzfrei.
Allerdings will meine Hebamme morgen/übermorgen mit mir den zweiten Versuch starten, und es dann mal mit Stillhütchen versuchen. Ich bin aber irgendwie gar nicht so glücklich, wenn ich mir vorstelle, sie wieder an der Brust zu haben, habe ich jetzt schon Angst vor den Schmerzen...
Wie war es bei euch, hat es bei euch vielleicht in einem zweiten Versuch geklappt oder nicht und fehlt dem Kind wirklich so viel Nähe und Kontakt, wenn man die MuMi mit der Flasche gibt?
Lg, Taschentiger

Beitrag von jennychrischi 13.04.10 - 13:40 Uhr

Du, wenn du dich nicht wohlsühlst und schon jetzt Angst hast, dann sag das deiner hebi ganz klar. Es ist deine Brust und du entscheidest das ganz alleine. Wenn du dich so gut fühlst, wie es bisher ist, dann mach das weiter so. Selbst wenn du ganz auf Flasche umsteigen magst, und das Pumpen aufgibst, dann tu das. Klar, MuMi ist das beste, aber mein kleiner bekommt auch die Flasche, ja und? Ich hab aber auch ganz schön lang gebraucht das so für mich zu akzeptieren und dazu zu stehen. Wenn die Leuten fragten ob ich Stille, dacht ich immer, ich müsse mich rechtfertigen. Und hey, mein kleiner bekommt mindestens genauso viel Liebe und Nähe wie ein Stillkind. Aber ich fühl mich gut beiund das überträgt sich auch auf die kleinen Mäuse. Denk nochmal in Ruhe drüber nach und dann lass dein Herz das selber entscheiden. Und denk bloß nicht, du seist eine schlechte Mama, nur weil du vielleicht lieber die Flasche magst. Das ist nämlich quatsch. Es wird immer die Verteter geben, die total fürs Stillen sind und uns verurteilen weil wirs nciht tun und trotzdem nicht vor schlechten gewissen sterben #liebdrueck Aber da stehen wir doch drüber und knuddeln unsere süßen noch ne extra Runde oder?? ;-)

Beitrag von frechdachs33 13.04.10 - 13:47 Uhr

also wenn du jetzt schon angst hast zu stillen wegen den schmerzen dann sag es deiner hebi denn es keinen so hat sinn

auch mit der flasch kannst du einen guten kontakt auf bauen

aber ich kann dir auch sagen das du mit den stillhüttchen nicht solche schmerzen haben wirst

entscheide am besten für dich selber was gut ist aber angst bei stillen ist nicht der richtige weg

dir alles gute

Beitrag von mauskewitzki 13.04.10 - 13:48 Uhr

Hallo,

habe bei meiner ersten Tochter auch mit Stillhütchen gestillt. Dann tut es überhaupt nicht mehr weh.

Frag deine Hebi mal nach Heilwolle, damit heilen die Brustwarzen ganz schnell wieder.

Verschiedene Positionen zum anlegen helfen auch, dass sie schneller heilen.

LG Julia, die gerade ihr viertes Stillkind hat ;-)

Beitrag von kleiner-gruener-hase 13.04.10 - 13:48 Uhr

Die erste Woche stillen war wieder die Hölle, alles war wund, blutig und verkrustet.
Nachdem das abgeheilt war war es ein Kinderspiel!

Leg dir nach dem Stillen Schwarzteebeutel (kurz mit kochendem Wasser überbrühen und abkühlen lassen) auf die Brustwarzen (ca. 20 Minuten drauflassen und dann vorsichtig abmachen). Dann Traubenzucker auf die Stilleinlage und wieder verpacken.

Hat bei uns Wunder gewirkt.

Beitrag von holunderbluete 13.04.10 - 13:50 Uhr

Hi,
meine Maus ist mittlerweile 4 Wochen alt. Ich habe von Anfang an voll gestillt. Allerdings waren meine Brustwarzen auch blutig, da habe ich im Krankenhaus das Stillhütchen bekommen und damit waren die Schmerzen bei weitem nicht so schlimm.
Sicherlich kannst Du wenn Du zuviel Angst hast weiter Pumpen bzw. die Flasche geben!
Für mich ist es aber schön zu stillen und das Hütchen kannst Du immer mal wieder zwischendurch benutzen, wenn die Brustwarzen zu doll schmerzen. Ich finde das Gefühl mit dem Stillhütchen nur etwas stärker wie beim Abpumpen.

Du kannst es mit dem Hütchen ja einmal versuchen und wenn es nicht klappt bzw. zu doll schmerzt, dann laß es!

Übrigens mit dem Stillhütchen verteilt sich der Druck von den Kiefern etwas besser, daher ist es nicht das gleiche Gefühl wie beim direkten Stillen.

Gruß
holunderbluete

Beitrag von gslehrerin 13.04.10 - 13:54 Uhr

Oh, ich kenne das.
Zur Heilung kann ich dir das empfehlen. Die sind jeden Cent wert!http://www.greenapo.de/epages/61864338.sf/?ObjectPath=/Shops/61864338/Products/2006366&ViewAction=ViewProductViaPortal&Locale=de_DE
oder hier http://www.quick-pharma.de/stilleinlagen-mother-mates-hydrogel-9403.117530.html?p=134217728&utm_source=dooyoo_pixel&utm_medium=cpc&utm_campaign=Preissuchmaschine
Die machen das Gewebe sehr geschmeidig, so dass es nicht mehr zu Rissen kommt.
Ich fand es weniger schmerzhaft, wenn ich erst etwas angepumpt hatte, dann musste das Kind nicht so irre ziehen.
Abpumpen und mit Flasche füttern ist echt zeitintensiv. Ich hab das 9 Wochen gemacht (parallel noch gestillt) und bin dann komplett auf Stillen umgestiegen.

LG
Susanne

Beitrag von bianca2305 13.04.10 - 14:16 Uhr

Hallo Taschentiger,

meine BW sahen vor fast zwei Jahren wohl so ähnlich aus, wie Deine. Ich hatte eine total eingerissen und in der anderen war ein 2Cent großes Loch, alles war komplett eitrig und blutig.
Mein Hebi riet mir auch zum Abpumpen, das habe ich auch gemacht, allerdings wurde es nach zwei Wochen noch nicht besser. Und ich wollte schon abstillen, hab den Stillrhymthmus von 4 auf 6 und dann auf 8 Stunden verschoben, weil ich echt keinen Bock mehr hatte. An das Wunder hab ich nicht geglaubt, aber dann sind die BW verheilt - nach genau 4 Wochen war alles wieder gut. Ich hab dann einen neuen Versuch gestartet, das war ziemlich heftig, da Cara das Brust trinken nicht mehr gewöhnt war und immer schnell müde wurde und laufend eingeschlafen. Aber wir haben es geschafft und ich bin - heute noch - mächtig stolz drauf.
Ich hatte auch keinerlei Schmerzen und konnte 6 Monate voll und ingesamt 10 Monate stillen.
Meiner Meinung hängt viel vom Willen ab, wenn Du es wirklich willst, dann klappt das auch.
Ich drück Dir alle Daumen!!!!!
Ich bin heute noch total froh, dass ich es so gemacht habe und ich glaub mir persönlich hätte was gefehlt.

LG
Bianca
P.S. Bin jetzt in der 36SSW und habe tierisch Angst, dass es bei Wurm Nr. 2 gleich wird und ich wieder so offene BW habe und entsprechende Höllenschmerzen. Mit nem größeren Racker zu Hause weiß ich nicht ob ich das packe, aber ich würde so gerne wieder stillen

Beitrag von tabehaki 13.04.10 - 17:48 Uhr

Hab mit einer Brust genau das Gleiche! Mein Kleiner saugt auch immer mit hohem Unterdruck ;)

Meine Hebi hat mir echt tolle Tipps gegeben:

Brust nach dem Stillen erst trocken lassen, dann mit Lansiloh Wollfett eincremen, aber nicht zu viel. Mit Heilwolle so 2€ großes Stück draufpacken und mit Stillpad abdecken. Die Wolle kann mehrfach verwendet werden (Wollfettwolle Apo!) Die Salbe ist zwar teuer aber sehr gut!Und beim Stillen gibt es dann Stillhütchen, die tun zwar auch weh, aber nicht mehr so dolle. Wenn alles gut verheilt ist- dauert nun mal ein paar Tage - dann kannst du es wieder mal so versuchen, ohne Hütchen. Achte aber auf die richtige Größe, man kann sich schnell vergreifen. M wäre der Durchschnitt!

Also meine Hebi hat damit Super Dienste geleistet. Ich hoffe, ich bekomme die Hütchen irgendwo zu kaufen. Immerhin will ich noch 6 Monate stillen... und ohne Hütchen gibts schnell wieder wunde Stellen.

Alles Gute! :)
Mari + #schrei 14Tage

Beitrag von merced 13.04.10 - 19:33 Uhr

Hallo, mir geht es grade genau gleich, nur dass meine Kleine jetzt schon 4 Wochen alt ist und ich ca. seit 2 Wochen nur noch pumpe, zwischendrin hab ichs nochmal versucht. Meine Hebamme hat auch gemeint dass sie Spannungen im Kiefer hat (die durch die Geburt verursacht sein können) und somit vorn die "Zahnfront" so zusammenklemmt und auch einen ziemlich kräftigen Zug drauf hat.
Sie hat mir empfohlen zu einem Osteopathen zu gehen, der mit Spannungen etc. arbeitet und sie mit ganz einfachen Handgriffen lösen kann (zahlen die meisten Krankenkassen leider nicht).
Ich hab jetzt auch einen Termin ausgemacht, und bin gespannt ob es jetzt wirklich auch was helfen wird. Ich hoffe es so sehr , weil langsam hab ich keine Lust mehr.
Dir alles Gute!