beschäftigungsverbot vom arbeitegeber und nicht vom FA?

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von gini86 13.04.10 - 13:42 Uhr

hallo liebe mitschwangeren.

hatte heut normalen vorsorgetermin und hab gleich eine schlechte nachricht bekommen.
mein muttermund ist sehr verkürz und hat einen trichter gebildet.
jetzt hat sie mich auf unbestimmt zeit krank geschrieben.
das problem ist das ich noch in der 1. elterzeit steckke und nur nebenbei arbeite.und somit nach 6 wochen krankschreibung KEINEN cent mehr bekomme.BV wollte sie mir nicht geben,weil es ja ein krankheitsfall sei und von arbeit keine gefahr ausgeht.bin kassierein bei ikea.

jetzt hab ich hier hin und wiedcer gelesen das auch der arbeitgeber ein solches BV aussprechen kann.habe grad mit ihm telefoniert und sie haben gefragt warum die ärztin mir kein BV gibt.

weiß da wer mehr drüber?bin momentan grad ganz schön durch den wind.erst die se ohne hin schon scheiß diagnose und jetzt auch noch die sache mit dem geld.

Beitrag von woelkchen1 13.04.10 - 13:49 Uhr

Das kommt tatsächlich auf den FA an. Manche stellen sich da blöd an, weil es wohl sehr sehr viele Kontrollen gibt, ob das BV zulässig ist- sagte mir mein FA.

Wenn du krankheitsbedingt nicht mehr arbeiten kannst, sollte das BV vom Arzt kommen.

Würd dir ein Schonplatz zukommen, evtl. weil du auf Arbeit auch schwer tragen mußt ect., kann dir der AG ein BV aussprechen! Bzw. muß der AG das machen, deine FA weiß ja nicht, was du auf Arbeit so machst!

An deiner Stelle würd ich auf den BV von der FA bestehen, denn ob du nach 6 Wochen wieder arbeiten kannst, ist wohl fraglich. Sie hat dich ja auf unbestimmte Zeit krank geschrieben- und das ist ein eindeutiger Fall für ein BV.

Stellt sie sich quer, ruf mal beim Gewerbeaufsichtsamt an, und erkundige dich dort!

Beitrag von erdbeerschnee 13.04.10 - 13:50 Uhr

Hallo,

im Prinzip kann ein AG das BV ausstellen - hat meiner auch gemacht weil ich auch "nur" eine Symphysenlockerung habe und das eine Krankheit ist. ABER ich habe auch als Therapeutin in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik gearbeitet und das ist alles andere als ungefährlich.

Ich denke, das dir das keiner ausstellen wird, weil du eine Trichterbildung hast (die auch wieder zurück gehen kann) und an der Kasse bei Ikea arbeitest... da ist nun wirklich keine Gefahr #kratz und das muss ja in einem BV begründet sein, da steht nämlich "Gefahr um das Leben von Mutter und Kind" .

Erdbeerschnee

Beitrag von berry26 13.04.10 - 14:00 Uhr

Hallo,

also ich bezweifle das du ein BV vom AG bekommst, da es ja nichts mit der Arbeit zu tun hat. Es ginge zwar aber ich denke nicht das sich dein Chef darauf einlässt.

In deinem Fall ist das ganz klar Sache der FÄ! Und eine Cervixverkürzung mit Trichterbildung ist keine Krankheit sondern ein typischer Fall von Schwangerschaftsbedingter Komplikation. Genau dafür gibt es ein BV, da das Leben und die Gesundheit deines Kindes auf dem Spiel steht wenn du dich nicht entsprechend schonst.

Wenn du also weder von deiner FÄ noch von deinem AG ein BV bekommst, kannst du dich noch an deinen Hausarzt wenden oder aber den FA wechseln. Dir steht definitiv ein BV zu und keine Krankmeldung!

LG

Judith

Beitrag von gini86 13.04.10 - 14:12 Uhr

wer kann mir den definitiv sagen ob das ein BV fall ist?die fauenärztin meinte es wäre ja krankheitsbedingt und nicht arbeitsbedingt.und somit war der fall für sie erledigt.aber da ich nach den 6 wochen nicht mal die 67% bekomme

aber du machst mir mit deinem beitrag schon etwas mehr mut.als alle anderen :-)

Beitrag von ne-mia-solls-werden 13.04.10 - 14:22 Uhr

ein BV geht doch ebenso über die Krankenkasse und ist dazu da das im Falle dessen das eine Schwangere ihren Job nicht mehr ausführen kann nicht benachteiligt ist und ihr volles Gehalt erhält... der Chef holt sich das Geld dann von der KK... Vielleicht sollte deine FÄ sich mal den Gesetzestext zum BV durchlesen... diese "erkrankung" führt doch bei Dir dazu.... ich versteh deine FÄ nicht...

Beitrag von berry26 13.04.10 - 14:31 Uhr

§ 3 Beschäftigungsverbote für werdende Mütter
(1) Werdende Mütter dürfen nicht beschäftigt werden, soweit nach ärztlichem Zeugnis Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet ist.

Auszug aus dem Muterschutzgesetz! Genau das ist bei dir der Fall, da bei dir eine Frühgeburt im Raum steht wenn du weiter arbeitest!

http://www.gesetze-im-internet.de/muschg/BJNR000690952.html

Hier ist noch was, etwas besser erklärt:

http://www.regierung.unterfranken.bayern.de/imperia/md/content/regufr/gewerbeaufsicht/soz_arbeitsschutz/mutterschutz/merkblatt_indiv_beschaeftigungsverbot.pdf

Beitrag von hardcorezicke 13.04.10 - 14:14 Uhr

Hallo

du solltest dich aber auch schonen. d.h du kannst den ganzen tag tvn ect... dann wird es sich alles wieder bessern :)

Beitrag von ne-mia-solls-werden 13.04.10 - 14:24 Uhr

d.h. es bessert sich dann... dann geht sie wieder arbeiten und nach drei wochen ist sie wieder krank? Versteh ich dich so richtig, sieht die FÄ das deshalb als Krankheit die Kurierbar ist??

:-)

Beitrag von gini86 13.04.10 - 14:33 Uhr

ich denke schon das sie das so sieht.
aber ich glaub auch das durch meine arbeit das immer wieder auftreten kann.oder auch durch anderen streß.
und für mich und meine kleine familie hängt da ja auch noch ne ganze menge mehr dran.

Beitrag von gini86 13.04.10 - 14:28 Uhr

hab ein noch ein kleinkind zuhause.und sie ist im moment ein ziemlicher wirbelwind.ich versuche sie so gut es geht ruhig zu stellen(klingt böse,ich weiß).aber sie will noch ständig hoch und wir wohnen im DG.

Beitrag von ne-mia-solls-werden 13.04.10 - 14:18 Uhr

Hallo gini,

das ist ja totaler Quatsch... gerade durch den verkürzten GMH entsteht doch die Gefahr... und dann beim Tragen stehen usw an der Kasse... also ich weis nicht was manche Frauenärzte davon abhält in solchen Fällen ein BV zu geben. Also ich würde sagen das deine FÄ ein BV geben muss aber dein AG kann das wohl auch, da muss sich quasi dein Chef an die Gewerkschaft oder ähnliches wenden... aber ich selbst weis das auch noch nicht so genau... hab quasi den selben Fall nur kein verkürzten GMH... sondern muss ständig stehen und hab Kreisluf, bin auch schonmal umgefallen auf Arbeit aber meine FÄ sieht auch keine Gründe für BV...

Morgen bei meiner Hebamme erfahre ich mehr über BV vom AG...

mfg Maike