An alle Häuslebauer mit Zisterne- Würdet ihr es wieder machen??

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von nadjamitronja 13.04.10 - 15:22 Uhr

Hallo erstmal...

Wir wollen demnächste (naja dehnbarer Begriff- wird sich noch etwa 1,5 Jahre hinziehen...) bauen.
Würden das dann gerne mit Zisterne planen- also nicht nur für den Garten, sondern auch für die Toilettenspülung. Hatten uns letztens mit unsrer derzeitigen Vermieterin unterhalten. Sie besitzt eine, allerdings nur für den Garten und da schwimmt allerhand Laub usw. mit in dem Wasser. Sie sagte, sie hätte sich mit Leuten unterhalten, die würden es nicht mehr machen, weil das Wasser immer schmutzig wäre (die benutzen das Wasser wohl auch für die Toilette). Aber man hat doch Siebe, die schonmal den groben Schmutz auffangen und außerdem Filter?! Warum sollte das Wasser dreckig sein?

Ich weiß ja, dass Wasser BISHER noch günstig ist und es sich NOCH nicht wirklich lohnt. Andererseits wirds bestimmt nicht ewig so bleiben...

Wie hoch sind in etwa die Wartungskosten?

LG und #danke für jede Antwort
Nadja

Beitrag von kathrincat 13.04.10 - 16:37 Uhr

für den garten zur bewässerung auf alle fälle. freunde haben es auch fürs klo, klar trinken würde es keiner wollen aber fürs klo reicht es, schmutzig sieht es aber auch nicth wirklich aus.

Beitrag von melli1579 13.04.10 - 17:31 Uhr

Hallo!! Wir sind gerade mitten beim bauen. Und unser Bebauungsplan schreibt eine Zisternenpflicht vor. Min. 5000 Liter. Wir sind ein 5 Personenhaushalt und haben uns gleich ne 7000 Liter geholt, da wir die Toiletten auch damit bedienen wollen. Ich finds super und würde es jederzeit wieder so machen. Unsere Nachbar haben das auch so und sind auch hell weg begeistert.
LG Melanie

Beitrag von twins 13.04.10 - 18:47 Uhr

Hi,
wir haben eine Zisterne für den Garten machen lassen. War zwar recht teuer - auch wenn normales Wasser günstig ist - aber Umweltschutz fängt ja bekanntlich im kleinen an, gell.

WC Spülung haben wir nicht machen lassen, unser Sanitär Mann hat uns abgeraten (Blätter kommen nicht in die Zisterne, da diese ja mit einem Gullideckel abgedeckt ist) da in diesem Wasser ganz andere Bakterien sind, die die Rohre wohl mehr angreifen sollen, bzw. auch die Gummierung, oder ähnliches.

Grüße
Lisa

Beitrag von ina_bunny 13.04.10 - 18:52 Uhr

Hallöchen,

wir haben eine Zisterine für den Garten, Toilettenspülung und Waschmaschine.
Es ist super.
Wir zahlen monatlich nur noch 15 Euro für Frischwasser und Abwasser zusammen.

Mittlerweile nutzen wie sie über 3 Jahre. Das Wasser ist immer sauber. Viele behaupten es würden Dreckränder in der Toilette entstehen, das ist aber totaler Blödsinn. Es sind ja mehrere Filter drin.

Die Pumpe läuft nach über 3 Jahren immer noch einwandfrei.

Bisher wurde da auch noch nichts gewartet.

Ich kanns nur empfehlen. Wir verbrauchen mit Abstand mehr Regenwasser als Frischwasser.
Vom Land gibts ab einer bestimmten Größe auch eine Förderung.

LG Ina

Beitrag von ela8 13.04.10 - 21:39 Uhr

Hallo,

wir haben kein Zisterne (das nur vorab). Dennoch würde ich dir teilweise abraten (ich habe viele Jahre bei einem Wasserversorger und bei einer höheren Wasserbehörde gearbeitet).
Für den Garten und für die Autowäsche ist das bestimmt eine prima Sache, für den Haushalt ein ganz klares Nein. Zum einen Errechnet sich der Wasserpreis nicht nur aus dem Verbrauch sämtlicher Bezieher, sondern größtenteils aus den laufenden Kosten (Instandhaltung der Netze, Betriebskosten, ...), d.h. je mehr Verbrauch gespart wird desto höher wird der Preis für einen m³ (das bedeutet natürlich nicht, dass man jetzt verschwenderisch mit Wasser umgehen soll:-). Das nur zum Preis. Der andere Punkt ist die Hygiene. Ich, persönlich wollte meine Wäsche nicht mit Regenwasser waschen. Keiner behauptet Regenwasser sei dreckig im Sinne von "ich seh den Schmutz". Die Belastungen von Regenwasser sind aber keinesfalls von der Hand zu weisen und in der heutigen Zeit der Allergien ist das eigendlich recht bedenklich.
Des weiteren ist die korrekte Trennung von Regenwasser zu Trinkwasser einzuhalten (falls euch die Zisterne einmal leerläuft muß eine weitere Versorgung z.B. der Toilette mit Trinkwaser gewährleistet sein) und sollte von Fachleuten instaliert werden, Kosten?.
Ich würde, vor einer Anschaffung genau Überlegen ob sich die Investition lohnt, bzw. ob ihr das möchtet. Für den Garten ist das bestimmt super und hier reicht auch def. ein einfacher Filter zum Entfernen der groben Verschmutzung.
Alles Gute
ela

Beitrag von nadjamitronja 13.04.10 - 22:45 Uhr

Hi Ela,

danke auch für Deine Antwort!
Ich persönlich würde es jetzt auch nicht für die Wama nutzen (wobei man ja sagt, dass die Bakterien z.B. Vogelkot etc. unschädlich machen). Wie gesagt nur für die Toilette. Wenn man bedenkt, dass einige Leute bei einem Pipi (;-)) schon 10 Liter Wasser runterkippen... Ich finde Trinkwasser dafür einfach zu kostbar. Es wird wahrscheinlich kein riesiger Sparfaktor sein... Aber wie gesagt, ich glaube nicht, dass das Wasser ewig so günstig bleibt. Irgendwann-und wenn es erst in 100 Jahren ist- isses sehr kostbar und dann rechnet es sich sicherlich.
Dazu kommt, dass mein Mann alle 2 Wochen etwa 60 Liter Osmosewasser macht (60Liter Osmosewasser = 240Liter 'Abfallwasser'- das braucht er fürs Aquarium). Das wollen wir auch gern mit einspeissen und für die Toilette nutzen. Tut mir zu weh, das gute Wasser einfach in den Abfluss laufen zu lassen. Haben es teilweise mit Eimern aufgefangen und dann ins Klo geschüttet... Das wahre is das natürlich nicht :-)

LG
Nadja

Beitrag von ela8 14.04.10 - 07:18 Uhr

Hallo,

ich finde es total gut, dass du dir so viel Gedanken um Umweltschutz machst, denn leider machen sich das die wenigsten Leute. Wir haben das auch gemacht aber in anderer Form (Erdwärmepumpe, Isolation Haushülle, Heizkamin, Solar), da ich denke, dass diese Varianten sinnvoller sind. Meiner Meinung nach ist ein Anschluß des Regenwassers an die Toilettenanlage (richtig ausgeführt) einfach zu aufwendig und kostenintensiv als dass es sinnvoll ist. Allerdings muß das jeder für sich entscheiden. :-)
Alles Gute und lieben Gruß
ela

Beitrag von minimind 14.04.10 - 22:15 Uhr

Zustimmung für deine Meinung !

Es müssen im Haus zwei getrennte Leitungsführungen gelegt werden, die Pumpe frisst dauerhaft Strom.
Die Zisterne muss sehr großzügig ausgelegt sein um den Wasserbedarf auch an trockenen Tagen zu bedienen und "Abwasser" zahlt man schliesslich auch.

Ich finde es zwar löblich, "kostbares, aufbereitetes" Wasser für die Klospülung einzusparen. Aber auch dieses landet wieder in einem Klärwerk.

Wasser und Energie sparen geht m.E. auch mit anderen Maßnahmen gut, ökologisch sinnvoll und effektiv.

Allerdings: wenn es ein besseres Gefühl gibt und es mehr idealistisch als ökologisch/ ökonomisch betrachtet wird ist das eine tolle Sache.
#blume dafür

lg
Petra

Beitrag von ela8 15.04.10 - 09:48 Uhr

Danke. Genauso habe ich es auch gemeint!
LG
ela