"Geplatze" Lebensträume- wie nehmt ihr "Abschied"?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von bianka33 13.04.10 - 17:25 Uhr

Hallo,

ich weiß, is ne sehr persönliche Frage und vielleicht hier auch die falsche Kategorie.

In meinem Leben gabs zwar schon viele erreichte Lebensträume, aber eben auch solche, die sich wohl nicht mehr erreichen lassen. Ich merke, daß ich an manchen ganz schön lang rumknabbere (hoffe, ihr versteht was ich damit sagen will).

Wie schafft ihr es solche Träume, die Euch wirklich wichtig wären, loszulassen?

Danke für alle ernst gemeinten Antworten!#blume

Bianka

Beitrag von pcp 13.04.10 - 17:37 Uhr

Hallo!

Manche Dinge habe ich einfach nach hinten verschoben (Weltreise, Marathon, Studium, mein internationaler Durchbruch als was weiß ich eh noch nicht, haha...), vielleicht läßt sich ja das eine oder andere noch verwirklichen, wenn die Kinder aus dem Haus sind oder der lang erwartete Lotto-Gewinn eintritt, wer weiß....

Der Wunsch eine große Familie mit 4 Kindern zu haben scheint mir mittlerweile einfach unrealistisch. Bin mit 2 Kindern meist allein, ein drittes wär abgesehen vom finanziellen Aspekt kaum zu bewältigen. Neben Job, Haus, Garten... Daß ich deshalb nie eine Tochter haben werde, daran hatte ich schon zu knabbern, aber je größer die Jungs werden desto weniger schmerzt das.

Im Großen und Ganzen bin ich aber zufrieden, habe mich ausgelebt und viele Erfahrungen gemacht. Habe meine große Liebe geheiratet und zwei wundervolle Kinder. Was hilft es sich wegen verpaßter Chancen zu grämen?

lg
P.

Beitrag von bruchetta 13.04.10 - 17:37 Uhr

Noch mal kurz zum Verständnis, welche Träume lasse sich beispielsweise nicht mehr erreichen?

Beitrag von bianka33 13.04.10 - 17:48 Uhr

Naja, sieht ja bei jedem anders aus,
zb. Kinderwunsch überhaupt, oder eben bgl. weiterem Kind, oder eigenes Haus, oder Verlust der großen Liebe, oder weite Reisen, Traumjob..... eben alles, was man/frau sich sehnlichst gewünscht hat, vielleicht auch damit gerechnet hat (daß es (gut) geht) usw.

Beitrag von bruchetta 13.04.10 - 17:58 Uhr

Ich finde, einiges (eigenes Haus, Reisen, Job) kann sich (oder kann MAN) noch realisieren.
In Deiner VK steht, Du bist Ende 30, da sollte man nicht so schnell die Flinte ins Korn werfen. Wärst Du 85 wäre die Frage schon berechtigter ;-).
Einiges liegt auch nicht in Deiner Macht (s. große Liebe). Aber auch hier findet sich vielleicht eine noch größere.
Du siehst, ich bin Optimist und gebe die Hoffnung nicht auf und arbeite auch an meinen Träumen!
Allerdings muß man Dinge, die man nicht ändern kann, wie bei mir zweites Kind, auch als solches hinnehmen und hinter sich lassen.

Beitrag von gismomo 13.04.10 - 18:28 Uhr

Hallo Bianka,

sehr interessante Frage!

Ich verwende einen Mix aus verschiedenen Strategien, um damit umzugehen:

1. Realistisch sein: Sich bewusst machen, dass man nicht alle Lebensträume verwirklichen kann, und ganz bewusst sehen, warum man den einen Lebenstraum verwirklicht hat, den anderen aber nicht (warum ich z.B. eine Familie und zwei Kinder habe, für die ich viel Zeit investiere - warum ich aber deshalb den Lebenstraum von einer akademischen Karrierre nicht verwirklicht habe, weil ich für beides nicht genug Zeit/Kraft gehabt hätte).

2. Wenn ein Lebenstraum nicht ganz verwirklicht werden kann, nach einem Weg suchen, um einen Teil davon zu verwirklichen: Ich hätte z.B. sehr gerne Literaturwissenschaften studiert und wäre gerne Lektorin geworden - passt aber nicht zu meinem sonstigen Lebensentwurf. Dafür kaufe ich mir im Monat aber mindestens 10 Bücher, ein Großteil meines Gehalts geht dafür drauf, das gönn ich mir!

3. Bei Dingen, die nicht in meiner Hand liegen, ganz bewusst Trauer empfinden und diese auch zulassen. Anschließend mir bewusst etwas Gutes gönnen, für den Verlust, den ich empfinde. Beispiel: Ich habe mir immer zwei Töchter gewünscht. Jetzt habe ich zwei Jungs, die ich über alles liebe - der Wunsch nach einer Tochter war dennoch lange Zeit sehr stark, und ich habe richtig getrauert, weil ich nie eine haben werde. Das habe ich mehrmals gemacht, und jedes Mal wurde die Trauer etwas schwächer.

4. Sich daran erinnern, dass selbst erfüllte Träume immer zwei Seiten haben: Ich habe mir Kinder gewünscht und bin überglücklich, dass dieser Traum in Erfüllung gegangen ist. Dennoch bin ich manchmal neidisch auf eine kinderlose Kollegin, die viel auf Reisen geht, sich die tollsten Klamotten kaufen kann und sich über ihre Altersvorsorge keine Gedanken machen muss. Es gibt nichts Absolutes, nicht mal erfüllte Träume sind in der Wirklichkeit absolut nur positiv - das ist bei ausnahmslos allen Träumen so, und das relativiert vieles.

4. Immer wieder bewusst dankbar sein, für die vielen schönen Dinge, die ich habe, und die vielen Träume, die ich verwirkliche konnte. Und immer wieder im Leben reflektieren, ob ich mein Leben in die richtige Richtung lebe.

Im Großen und Ganzen habe ich bisher meine Träume verwirklichen können. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass ich sie ziemlich realistisch gesehen habe: Entweder ich war bereit, den Preis dafür zu zahlen, und habe es nicht bereut. Oder der Preis war mir zu hoch, und ich habe es nicht bereut, sie nicht zu verwirklichen.
Bei Dingen, die nicht in meiner Hand liegen - da muss man loslassen lernen und sich gleichzeitig auf das konzentrieren, was positiv im eigenen Leben ist.

Ich hatte schon immer die feste Überzeugung, dass ich alle Träume, die mir wirklich wichtig sind, auch verwirklichen kann und werde. Wenn ich einen Traum nicht verwirklicht habe dann deshalb, weil ein anderer Traum, der mir noch wichtiger war, dem entgegenstand (siehe berufliche Entwicklung versus Familie). Und manches hat man eben wirklich nicht in der Hand: Schicksalsschläge, Krankheiten... da hoffe ich einfach, dass ich aus allem Negativen auch etwas Positives herausholen kann, und schließlich hat jeder sein Päckchen zu tragen, so ist das Leben.

lg
K.

Beitrag von bianka33 14.04.10 - 20:59 Uhr

Danke für Deine ausführliche Antwort,

ich hab das Gefühl, ich muß mich mal wieder bewußter mit einigen von meinen Träumen auseinandersetzen. Momentan häng ich gedanklich einfach bei dem einen oder anderen, komm aber nicht wirklich weiter.
Wenn ich Deine Liste so lese, dann wird mir bewußt, daß ich mir irgendwie mal wieder Zeit für mich - ganz allein!- freischaufeln sollte, denn das Grübeln macht mich unzufrieden - ganz abgesehen von alltäglichen Problemen-...

Ich hab mich früher ganz gern und öfter mit solchen Dingen befaßt, aber da war es auch einfacher so ohne mann und Kinder, die einen manchmal zu 100 % zu vereinnahmen scheinen.

Ich denke, ich werd mal wieder anfangen mit Tagebuch schreiben, damit ich meine Gedanken dazu besser ordnen kann.. das hat früher ganz gut geholfen...

Lieben Dank für Deine Anregungen #blume
Bianka

Beitrag von clazwi 13.04.10 - 19:14 Uhr

Hallo Bianka,

ich nehme meistens die Dinge so an wie sie sind - ich kann nur schwer beschreiben, wie das passiert.

Bei mir gab es auch immer wieder Wünsche/Träume, die sich nicht erfüllt haben. Ich "klammere" da nicht fest...irgendwie konnte ich schon immer akzeptieren, dass sich nicht alles erfüllen lässt, was man sich wünscht oder wovon man träumt.

LG
Claudia

Beitrag von bianka33 14.04.10 - 21:00 Uhr

Ui, da könnt ich ja fast neidisch werden ;-) , leider fällt es mir nicht immer so leicht.

LG
Bianka

Beitrag von fruehchenomi 13.04.10 - 19:43 Uhr

Ich ärgere mich nur über eines...dass ICH jedem einzelnen Familienmitglied die Erfüllung ihrer Träume ermöglicht habe..... Fallschirmspringen, USA-Urlaub, Wasserskifahren, Ballonfahren usw usw - aber keiner von denen hat sich mal den Haxn ausgerissen, um mir mal was zu erfüllen, dabei sind die Träume garnicht sooo groß. Ich möchte EINMAL einen Adler auf meinem Arm sitzen haben - oder mit einem Delphin schwimmen - und als unerfüllbaren Wunsch....eine Kreuzfahrt machen....
Aber verabschieden kann ich mich von ALLEN Wünschen - leider...Ich glaube, die wissen das nicht mal mehr, dass ich davon träume.
Aber was will man machen ? Man MUSS es ja begraben, ob man will oder nicht.
LG Moni

Beitrag von aliciakommt 13.04.10 - 20:14 Uhr

Aber... oje das klingt ja traurig. Warum musst du diese Träume begraben? Sie klingen gar nicht so, als wären sie unerreichbar oder unerfüllbar. Und wieso brauchst du andere dafür?
Entschuldige bitte, wenn ich zu neugierig bin, aber dein Posting macht mich so traurig :-(

Viele Grüße von N.

Beitrag von fruehchenomi 13.04.10 - 22:02 Uhr

Ich "brauche " keine anderen dafür, aber ich dachte halt, weil ich den anderen doch auch alles erfüllt habe, dass da auch mal einer auf die Idee käme - und sie wissen es durchaus, wovon ich träume bzw ich hab es früher oft mal gesagt, als die Kinder auch noch daheim wohnten. Mein Mann hat null Organisationstalent (ist NICHT böse gemeint, nur eine Feststellung) von ihm erwarte ich da garnichts.
Wünsche sind halt schön, wenn sie einem erfüllt werden, selber kaufen .....naja, das kann ich mit nem T-Shirt machen.
Ich bin aber deswegen NICHT für ewig traurig, aber es sind halt auch "geplatzte Träume", deswegen hab ich das geschrieben.
LG Moni

Beitrag von aliciakommt 13.04.10 - 22:11 Uhr

Oh, verstehe.. Ich sehe das- nur für mich!- ein bißchen anders. Für meine Wünsche bin ich verantwortlich, daher erfülle ich sie mir. Sei es ein Fallschirmsprung, ein dreimonatiger Australienaufenthalt, mein Traumberuf..

Aber ich verstehe, was du meinst. Und ich wünsche dir, dass dein Umfeld auf deine Wünsche reagiert #pro

Beitrag von xyz74 14.04.10 - 22:43 Uhr

Hallo Moni,

nicht bös gemeint aber Deine Träume scheinen Dir nicht wirklich wichtig zu sein, sonst würdest Du etwas unternehmen damit sie sich erfüllen.
Ich stelle es mir schrecklich vor irgendwann auf dem Sterbebett zu liegen und zu denken "Hätte ich doch nur..." und dann ist es zu spät.

Beitrag von knutschbacke07 13.04.10 - 20:28 Uhr

Liebe Moni, hast du denen auch gesagt, was du dir wünscht? Meiine Mutter ist eine die nicht so gern den Mund aufmacht. Leider :-( Warts ab, vielleicht ermöglicht dir deine Enkelmaus einer deiner Wünsche #liebdrueck

LG
Melli

Beitrag von fruehchenomi 13.04.10 - 22:04 Uhr

Oh doch, ich habs schon oft gesagt, früher - nun halt nicht mehr.
Mausi ? grins - ogott, bis die soweit ist, bin ich uralt - da klapp ich zusammen, wenn ein Adler auf mir landet.
LG Moni

Beitrag von raena 13.04.10 - 20:33 Uhr

Liebe Moni,

das klingt eigendlich unheimlich verbittert. Etwas was man von deinen Threats sonst nicht kennt.
Aber ich verstehe nicht warum du dir diese Träume nicht selbst erfüllst?
bzgl. Adler, google im Internet wo Adler gezüchtet werden (bei Falken sind es Falknereien aber Adlerei klingt echt komisch ;-)), wo es Greifvogelschauen gibt, Tierparks mit Adlern und schreib sie an oder ruf sie an und erzähl ihnen von deinem großen Traum einen Adler auf deinem Arm zu haben. Bei Falken weiß ich dass es sowas bei Greifvogelschauen immer wieder gibt. Warum nicht auch mit einem Adler.

bzgl. Delphin, auch googlen wo es sowas gibt und für den nächsten Urlaub buchst du dann eine Reise dorthin (mit sicherheit in Dubai, da war meine Schwägerin mit Kindern bei den Delphinen schwimmen)

...l. und die sache mit der Kreuzfahrt, naja vielleicht noch ein bißl mehr sparen und mit der Delfinsache verbinden.

Diese Wünsche muss man nicht begraben, die kann man sich selbst erfüllen aber darauf warten das jemand kommt und einen die Wünsche erfüllt kann einen bitter machen.

Alles liebe
Tanja
.... die deine Beiträge immer gerne ließt.

Beitrag von fruehchenomi 13.04.10 - 22:10 Uhr

Neeeee "unheimlich verbittert" bin ich deswegen nicht - es sind halt einfach "geplatzte Träume"......ist mir halt spontan so eingefallen.
Bißchen traurig manchmal - ja, aber verbittert nein.
Vor allen Dingen, weil ich weiß, welch exzellenter und phantasievoller Organisator mein Sohn ist - aber halt eher auf seine Partnerin bezogen - ;-)
Wäre halt schön gewesen, wenn mir Wünsche erfüllt würden von denen, denen ich alles ermöglicht habe.
Ich hab einmal bei einer Greifvogelschau danach gefragt, ob ein Anfliegen durch einen Adler möglich ist, da hieß es strikt NEIN, das brauche wochenlange Vorbereitung. Nur komisch, dass es bei Schauspielern usw immer geht.....
Dubai usw kann ich mir nicht leisten - und Flugangst hab ich auch noch:-p
Nee Gottseidank - verbittert bin ich wirklich noch nicht - da hält mich schon Leonie davon ab, die hält mich schon auf Trab - und zum Lachen bringt sie mich auch reichlich.....
LG Moni

Beitrag von frauke131 14.04.10 - 10:03 Uhr

Warum glaubst Du, werden sich Deine Träume nicht erfüllen? Kreuzfahrten werden auch günstiger;-) vielleicht kannst Du mit dem Schiff zu den Delphinen!

Beitrag von honolulumieze 13.04.10 - 20:38 Uhr

Interessante Frage. Ich habe gar keine Liste von Lebensträumen. Weder habe ich mir einen bestimmten tollen Job gewünscht, noch eine rauschende Hochzeit, noch ein tolles Haus, noch entweder ein Mädchen oder einen Jungen. Ich sehe es so: alles ist vorbestimmt und das, was mir widerfährt, muss ich annehmen. Ich kann nur das Beste daraus machen. Darum habe ich auch an nichts zu knabbern. Natürlich wünsche ich mir oft das ein oder andere. Manches kann ich mir leisten, manches nicht. Aber Lebensträume? Kann ich von mir nicht behaupten.

Beitrag von bianka33 14.04.10 - 21:04 Uhr

Danke für Deine Antwort!
Interessant wie verschieden wir doch alle sind - für mich sind solche Lebensträume schon lange ein Thema/ immer wieder...

Beitrag von lisasimpson 13.04.10 - 22:00 Uhr

oh, das find ich ja ne sehr spannende frage-
ich konnte nur leider mit den antworten bisher wenig anfangen.

Ich bin offenbar noch nicht so geübt im verabschieden von Lebensträumen, komme aber wohl gerade in das alter, in dem ich merke, daß ich wohl dsa ein oder ander wirklich "gehen" lassen muß.
eine wirkliche strategie hab ich leider noch nicht gefunden, aber vielleicht sollte ich mir das als nächste "aufgabe" mal stellen!

vielen dank für diese anregung- werde mir den abend noch mit einigen gedanken darüber vertreiben

lisasimpson

Beitrag von clazwi 13.04.10 - 22:43 Uhr

Hallo Lisa,

versuch's mal ohne "Strategie".
Puh...wie soll ich das erklären? In dem Moment, in dem Du eine "Strategie" entwickelst, befasst Du Dich ja schon wieder mit dem geplatzten Traum.

Ich weiss nicht, wie ich es bei mir beschreiben kann:
sobald ich merke, dass etwas nicht erfüllbar ist und die Unerfüllbarkeit ANGENOMMEN habe, hat sich das so gut wie erledigt.

Die "kritische"Zeitspanne ist zwischen dem Aufmerken, dass etwas nicht erfüllbar ist und der Annahme dessen.

Ich bin ein recht pragmatischer Mensch - wenn ich merke, dass etwas nicht geht, dann sehe ich keinen Sinn, mich da gedanklich und gefühlsmässig (!) weiter 'reinzuhängen.

Vielleicht klingt das sehr nüchtern, aber mir geht's gut dabei ;-).

LG
Claudia

Beitrag von lisasimpson 14.04.10 - 07:30 Uhr

Hallo Claudia,

nein, nein- da hab ich mich wohl falsch ausgedrückt.
Es war denke ich bisehr so, daß ich eigentlich fast alles erreicht habe, was ich wollte- und auch das gefühl dazu hatte, mir gehöre die welt, ich könnte (mit etwas gutem willen) alles erreichen.
Das ist ein gefühl der jugend (meienr Meinung nach).
nun merke ich aber so langsam, daß ich da "rauswachse", daß manche Ideen oder auch manche "lebensträume" (ist vielleicht ein großes wort, aber umschreibt das glaub ich ganz gut- machne vorstellungen davon, wie bestimmte teile meines lebens ein mal sein werden) einfach nicht mehr erfüllt werden.
bei vielen ist das gar nicht schlimm und die meisten sachen habe ich ja deshalb nicht erreicht (oder werde sie nicht erreichen) weil ich einen ander nweg eingeschlagen habe (und das imemr bewußt und nicht bereut).
manche sachen sind einfach anders gekommen (Keine tochter o.ä.) und wieder ander sachen habe nsich als überhaupt nicht so prickelnd herausgestellt, wie gedacht und ich habe sie wieder sein lassen.

Aber wie geast, ich denke es ist eine lebensphase und auch eine entwicklungsaufgabe, sich damit auseinanderzusetzten, daß manche sachen eben vorbei sind, manche niemals in erfüllung gehen werden oder eben einfach, daß nun nicht mehr "jede möglichkeit" offen steht.

Das ist kein thema, daß ich heute entdecke und morgen abschließe- ich denke, das gehört immer wieder im leben zum prozeß der reife und des älter werdens dazu (wenn man nicht irgendwann "aufwachen und sich in der mitlifecrisis" befinden möchte.

Von daher- wenn ich beim aldi nicht die richtige Buddelhose für die Junges erwischen konnte, wird mich ds nicht lange aufhalten und bedarf keiner "strategie".
die frage zum beispiel, ob ich vielleicht niemals eine tochter haben werde und wie ic hdas gut für mich annehmen kann, die idee, doch nichts aus bestimmten talenten gemacht zu haben, die vor 10 jahren noch gefördert hätten werden könen (heute aber keinen mehr vom hocker hauen:) usw.
das sind themen, die ich gerne gut für mich annehmen möchte und in mein leben integrieren möchte.
vielleicht auch von ein oder andere nrchtig "abschied" nehmen möchte- aber eben auch meine wünsche würdigen möchte, die ich ein mal hatte und die aus unterschiedlichen gründen nicht umgesetzt wurden!

Da ich ja ab und an deine Posts lese kann ich mir gut vorstellen, daß du ein pragmatischer mensch bist (das bin ich übrigends auch)- und daß in deinem Leben vielleicht auch nicht so viel zeit bleibt um sich über nichterfüllte träume zu wundern. daß es bei dir mit der großen aufgabe deiner Pflegekinder oftmals im heute und im jetzt und um die bewältigung von aktuellen aufgaben geht..
ich hoffe, du wirst dennoch ab und an zeit haben um dich über verganenheit und zukunft ganz ohne den druck des pragmatismus auseinander setzten kannst!

Alles Liebe
lisasimpson

Beitrag von clazwi 14.04.10 - 07:37 Uhr

Hallo Lisa,

jetzt bin ich etwas schlauer aus Deinem Posting geworden ;-).

Ich werde Dir auf jeden Fall nochmal "richtig" antworten, vielleicht wird die Antwort ganz interessant für Dich ;-).

Die kommt dann allerdings privat, weil das etwas ist, das ich nicht im öffentlichen Bereich haben will.

Bis später,
lieber Gruß
Claudia

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