Kostenübernahme KIWUBehandlung Beihilfe

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Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von maya18max 13.04.10 - 19:49 Uhr

Hallo,

ist von euch jemand auch zu 50% privat versichert und bekommt 50 % Beihilfe? Mein Mann ist gesetzlich versichert.

Habe mich nun erkundigt wie es so läuft mit der KIWU Behandlung. Jetzt hat sich herausgestellt, dass die Beihilfe nur bezahlt, wenn noch zusätzlich ein amtsärztliches Gutachten vorgelegt wird. Weiß da jemand Bescheid drüber? Wie funktioniert das? Was gibt es zu beachten? Wann habt ihr das machen lassen? Vor der KIWU oder parallel?

Würde so gern parallel einen Termin machen, weil die Zeit irgendwie total rennt... Aber bringts das wirklich?

Also so insgesamt bin ich schon etwas geschockt darüber, dass wir nun beide zum Amtsarzt maschieren sollen und uns dort noch mal untersuchen lassen sollen.

Da ist man eh schon gestraft und nun sowas... Außerdem sind das alles Beamte, die bekommen ihren Hintern meist eh nicht bewegt :-(

Liebe Grüße
Maya

Beitrag von hasi59 13.04.10 - 19:53 Uhr

Wichtig bei eurer Konstellation ist, wer der Verursacher ist.

Wir haben die selbe Konstellation und sind beide Verursacher. Es war ein harter Kampf, dass mich meine PKV auch als Mitverursacher sieht und meine Kosten übernimmt. Mit der Beihilfe hatte ich keine Probleme. Musste auch nicht zum Amtsarzt. Das stand auch nix von in den Beihilfevorschriften! #gruebel

Wenn allerdings dein Mann alleiniger Verursacher sein sollte, habt ihr ein Problem. Dann wird deine PKV nicht zahlen.


LG
Hasi

Beitrag von maya18max 13.04.10 - 20:12 Uhr

Hallo Hasi,

das stellt sich erst noch raus, ob wir beide Verursacher sind. Ich habe das auch schon gehört, dass meine PKV nichts bezahlt. Bei welcher bist du denn versichert? In den Beihilfevorschriften habe ich nichts gefunden. Habe heute aber folgenden Brief bekommen von der Beihilfestelle:

Die Aufwendungen für Maßnahmen der künstlichen Befruchtung sind unter folgenden Voraussetzungen
beihilfefähig:
Bei homologer Insemination (Befruchtung mit Sperma des Ehemanns) sind die Aufwendungen für
die ärztliche Feststellung der Voraussetzungen und für höchstens 5 Behandlungen beihilfefähig. Die
Beihilfestelle kann bei einer entsprechenden ärztlichen Befürwortung darüber hinaus die Aufwendungen
für weitere 3 Behandlungen als beihilfefähig anerkennen. Bei homologer In-vitro-Fertilisation
(extrakorporal = außerhalb des Körpers) sind die Aufwendungen für die ärztliche Feststellung der
Voraussetzungen und für höchstens 4 Behandlungen beihilfefähig.
Wir bitten um Übersendung einer ärztlichen Bescheinigung, aus der hervorgeht
- Begründung der medizinischen Notwendigkeit für die o.g. Maßnahmen der künstlichen Befruchtung,
- welche der o.g. Befruchtungsmaßnahmen getroffen worden sind und
- in welchem Umfang.
Nicht beihilfefähig sind Aufwendungen für die heterologe Insemination oder heterologe In-vitro-
Fertilisation (Befruchtung mit Sperma eines anderen als des Ehemanns).
Aufwendungen für erforderliche intracytoplasmatische Spermieninjektionen (ICSI) sind dann
beihilfefähig, wenn zuvor durchgeführte herkömmliche Maßnahmen der künstlichen Befruchtung
(homologe Insemination oder homologe In-vitro-Fertilisation) erfolglos geblieben sind bzw. bei deren
Anwendung keine hinreichenden Erfolgsaussichten bestehen. Hierbei sind maximal fünf Behandlungen
beihilfefähig.

Die Aufwendungen für eine ICSI-Behandlung sind regelmäßig der erkrankten Person zuzurechnen.
Sind nach fachärztlicher Äußerung beide Partner erkrankt, so ist hierzu ein amtsärztliches Gutachten
erforderlich. Sollte dieses die fachärztliche Äußerung bestätigen, sind die Aufwendungen grundsätzlich
dem Partner zuzuordnen, bei dem die medizinischen Leistungen erbracht wurden, extrakorporale
Maßnahmen werden in diesem Fall der Person zugeordnet, an die die Rechnung ausgestellt ist.

Irgendwie ist das total deprimierend...

LG und danke für deine Antwort
Maya

Beitrag von hasi59 13.04.10 - 20:16 Uhr

Dann versuch das irgendwie hinzubiegen, dass du auch Verursacher bist um bestmögliche Erstattung zu erhalten.

Mit dem amtsärztlichen Gutachten würde ich nochmal nachfragen. Kenne das so nicht. Bist du Beihilfe Bund?

Ich bin bei der DKV und musste ganz schön mit denen streiten. Erst nach etlichen Schreiben und schlussendlichen Drohen mit dem Anwalt, haben sie eingelenkt.


LG
Hasi

Beitrag von maya18max 13.04.10 - 20:20 Uhr

habe dir gerade noch geschrieben wg. dem "Verursacher".

Nein ich bin beim Land BW und bei der Debeka.

Nachgefragt habe ich schon bei denen bei der Beihilfe, denn ich habe es zuerst so verstanden, dass man das erst braucht ,wenn man IVF oder ICSI macht und die IUI ausgeklammert ist. Aber das ist nicht der Fall. Die haben mir geschrieben, dass das grundsätzlich bei allen Behandlungsformen Voraussetzung ist.

LG Maya

Beitrag von maya18max 13.04.10 - 20:17 Uhr

Hallo,

habe gerade gesehen du hast auch eine SD-Unterfunktion. Reicht das aus um Verursacher zu sein?

LG und ich drück die Daumen für euren Krümel!

Beitrag von hasi59 13.04.10 - 20:20 Uhr

Danke lieb von dir! #freu

Bei mir war PCO und die Unterfunktion der Grund. Allerdings auch nur, weil ich erhebliche Stimuprobleme durch das PCO hatte, was sich auch nachweisen ließ. Sprich mit deinem Arzt in der Kinderwunschklinik. Vielleicht hat er noch eine Idee, wie man dich als Verursacher macht.
Bei Fragen kannst du dich gerne an mich wenden!


LG
Hasi

Beitrag von maya18max 13.04.10 - 20:27 Uhr

Danke das ist lieb. Werde ggf. auf dich zukommen.

Na momentan weiß ich noch nichts von der KIWU klinik. Haben den ersten Termin im Mai. Aber bin momentan im zweiten clomi zyklus und mein FA meinte, dass der letzte nicht unbedingt einen ES hatte, lt Tempikurve (zwar Ansteig, aber nicht sehr steil und ziemlich "zackig" und das erst etwa 3-5 Tage nach dem errechneten ES vom FA).

Gestern ZT 11 war der Follikel nur 11 mm groß. Das war ihm wohl nicht ausreichend. Do muss ich noch mal hin. Er meint, nur um zu schauen, ob es tatsächlich nicht geklappt hat. Heute habe ich aber einen ganz zarten zweiten Strich auf dem Ovu? Weißt du ob das dann auf alle Fälle zum ES führt, wenn der was anzeigt?

Am Mo habe ich dann einen Termin beim Endokrinologen. Am 27.4. dann einen SG Termin... Tja und so geht die Zeit ins Land...

Wie hast du die stessige Zeit überstanden? Und dann heißt es von den Ärzten immer: Machen Sie keinen Stress... Also so einfach finde ich das nun wirklich nicht... :-(

LG Maya

Beitrag von hasi59 13.04.10 - 20:33 Uhr

Der Ovu zeigt nur an, dass du LH (lässt die Follikel reifen) im Körper hast. Erst wenn er richtig positiv ist, kann man davon ausgehen, dass ein ES stattfinden wird. Denn kurz vor ES schnellt das LH in die Höhe. Manche Frauen (so auch ich) hatten immer nen leichten 2. Strich auf dem Ovu. Aber ein Folli mit 11mm ist schon ganz gut. Denke so in einer Woche könnte der ES sein.

Wie ich das überstanden habe? Keine Ahnung! #gruebel Einfach nie aufgeben und immer weiter kämpfen! ;-)

Beitrag von maya18max 13.04.10 - 20:39 Uhr

Na mein FA war nicht sichtlich begeistert von der geringen Größe des Follikels. Am Do ist dann ZT 14. Dann müsste der Follikel um die 17 mm groß sein. Also noch zu klein um zu springen. Passt dann aber in etwa aber mit dem vorhergegangenen Zyklus, da war der ES, wenn dann auch in dem Zeitraum.

Nie aufgeben und einfach weiterkämpfen... Das sagt sich wirklich leicht oder? ;-)

Beitrag von hasi59 13.04.10 - 20:46 Uhr

Also ich find das ganz gut! Dann könnte der ES so am Zt 17 oder so sein. Ist doch ok. Ab 18 mm ist ein Folli reif!

Klar sagt sich das einfach, aber es ist auch so. Entweder man macht weiter oder man gibt auf! Nur die Harten komm in den Garten! #rofl

Beitrag von maya18max 14.04.10 - 19:53 Uhr

Ich bin mal gespannt. Drück die Daumen, dass es klappt :-)

Du bist schon ganz schön hart drauf ;-) Was hat dich denn wieder nach vorne schauen lassen in der ganzen Zeit? Hast vielleicht ein paar Tipps?

LG Maya

Beitrag von fairysia 13.04.10 - 20:00 Uhr

Hallo Maya,

mein Mann ist als Verursacher 50% PKV und 50% Beihilfe versichert. Wir bekamen schlußendlich von der Beihilfe 1/4 der Gesamtkosten meines Mannes erstattet und das erst nach langem hin und her. Meine Kosten wurden von der Beihilfe komplett abgelehnt.

LG
Conny

Beitrag von maya18max 13.04.10 - 20:14 Uhr

Hallo Conny,

wie bist du denn versichert? In welchem Bundesland lebt ihr denn? Könnte ja auch sein, dass es unterschiedliche Regelungen gibt...

Falls du schauen möchtest, habe oben den Brief von der Beihilfe in den Thread reinkopiert.

LG und Danke
Maya

Beitrag von fairysia 13.04.10 - 20:27 Uhr

Ich bin GKV versichert und wir leben in Niedersachsen.

Beitrag von maya18max 13.04.10 - 20:30 Uhr

schade, noch niemand dabei der beim Land BW ist. :-(

Beitrag von kra-li 13.04.10 - 20:02 Uhr

wenn du beihilfe bekommst bist du doch auch BEAMTE, oder...??

Beitrag von oerre13 13.04.10 - 20:23 Uhr

Hallo,

wir sind seit letztem September in KIWU Behandlung. Ich bin zu 50% privat versichert und zu 50% beihilfeberechtigt, mein Mann ist freiwillig privat versichert. Bisher hat sowohl die Krankenkasse als auch die Beihilfe alles (Labor-/Blutuntersuchungen, Ultraschall, humangenetische Beratung incl. Chromosomenanalyse usw.) gezahlt (da ist auch schon einiges zusammengekommen). Wir sind jetzt mitten in unserer ersten IUI-Behandlung. Im Vorwege hat uns die Uni einen Antrag zur Vorlage bei der Krankenkasse geschrieben. Die Krankenkasse hat uns daraufhin eine Kostenübernahme für IUI in höchstens 6 Zyklen bestätigt. Bei der Beihilfe habe ich nicht extra angefragt, gehe aber sicher davon aus, dass die das -wie bisher- auch übernehmen (ohne amtsärtzliches Attest).

Liebe Grüße
oerre

Beitrag von maya18max 13.04.10 - 20:29 Uhr

Hallo,

das hört sich doch mal total positiv an. Hoffe auch, dass es so problemlos bei uns klappt.

Drücke die Daumen für eure Behandlung!

LG Maya