erinnert ihr euch noch? probearbeiten der freundin!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von minniewinnie 14.04.10 - 09:08 Uhr

Hallo

Ich hatte vor 2 wochen hier schonmal gepostet

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2566680&pid=16280527&bid=28

das probearbeiten wurde gestern beendet, meine freundin war natürlich immer pünktlich an ihrem arbeitsplatz, hat sich nix zu schulden kommen lassen und hat nach besten gewissen gearbeitet, hat sich also große mühe gegeben :-) (sie ist gelernte hauswirtschafterin)

gestern hatte sie dann ein gespräch mit der chefin.
die chefin hatte übrigens eine woche urlaub in der zeit wo meine freundin probegearbeitet hat.

die chefin meinte sie sei zu langsam, es würde nicht passen.
meine freundin meinte dann dass sie sicher noch schneller wird mit der zeit.
nein, die chefin meinte sie hat die erfahrungen das man auch mit der zeit nicht schneller wird.

sie hat also keinen vertrag bekommen und tschüss.

:-(

SO, nun bekam ich doch tatsächlich gestern einen anruf von diesem caterin service aus dem altenheim.
ob ich noch auf der suche nach einem nebenjob sei und dass ich heute 16.30 zum vorstellungsgespräch vorbei kommen kann.

ich hatte mich auf die stelle garnicht beworben aber ich hatte mich irgendwann letztes jahr mal dort im altenheim beworben als "pauschalkraft", eben als aushilfe ohne irgend einen schwerpunkt, habe aber nie eine antwort erhalten.

und nun???? ich soll da heute 16.30 hinkommen.
soll ich überhaupt gehen? aber wenn ich nicht gehe, irgendwie ein merkwürdiges gefühl.

ich bin übrigens NICHT gelernte hauswirtschafterin und habe noch nichtmal ein gesundheitszeugniss, das weiß die chefin.

soll ich mir anhören was sie zu sagen hat?
für mich steht jedenfalls fest dort keine 2 wochen unentgeldlich probe zu arbeiten.
probearbeiten ok, aber maximal 2 tage.

nochmal meine fragen: ist es denn tatsächlich in ordnung wenn über die arbeitsagentur 2 wochen kostenloses probearbeiten "benatragt" wird.
man bezeichnet es ja PRAKTIKUM ;-)
ich beziehe keine leistungen von der agentur.

ist es gang und gebe jetzt potenzielle arbeitnehmer vorher ein 2 wöchiges praktikum machen zu lassen?


hat meine freundin jetzt in ihrem fall irgendwelche rechte? auf einen lohn? bestimmt nicht denn es war ja quasi ein PRAKTIKUM was sie gemacht hat ???
ein unbezahltes praktikum was die arbeitsagentur genehmigt hat.

danke !

Beitrag von kruemlschen 14.04.10 - 09:59 Uhr

Hallo,

Du überlegst Dir jetzt doch nicht wirklich ernsthaft ob Du da hingehen sollst, oder? #kratz

Nachdem was dieses Heim mit Deiner Freundin abgezogen hat und Du nun auch selbst gesehen hast, dass das die reine Abzocke war verstehe ich wirklich nicht was Dich davon abgehalten hat der Dame direkt am Telefon zu sagen, dass sie sich für ihre Abzockermasche nen anderen Dummen suchen soll.

Nein, es ist nicht Gang und Gebe seine evtl. potentiellen MA schamlos auszunutzen!

Mir persönlich wäre meine Zeit zu schade um mir in einem Termin deren Mist anzuhören.

Gruß Krüml

Beitrag von minniewinnie 14.04.10 - 19:03 Uhr

ich war dort!

aus neugierde.

die chefin kam mir ganz nett vor, hab 50 min mit ihr geredet.

ich soll 4 tage zum probearbeiten kommen. zwei mal zur frühschicht und 2 mal zur spätschicht.

versteh ich jetzt nicht, wieso es bei mir anders ist??

Beitrag von kruemlschen 15.04.10 - 09:49 Uhr

Und, sollst Du für diese 4 Tage auch entlohnt werden?

Beitrag von minniewinnie 15.04.10 - 12:28 Uhr

nein.

und ehrlich gesagt kenne ich es auch nur so das probearbeiten unentgeldlich ist.


es ist ja quasi eine "probe" ob man den anforderungen entspricht, ob es einem selber zusagt usw.

ich soll zwei mal zurü frühschicht (3 einhalb stunden) und 2 mal zur spätschicht kommen (5 stunden)

Beitrag von sassi31 14.04.10 - 12:44 Uhr

Ich würde mir, wenn ich gerade viel Zeit hätte, auf jeden Fall anhören, was die in dem Gespräch erzählen. Da wäre ich echt neugierig.

Arbeiten würde ich dort allerdings nicht wollen. Und schon garnicht mit einer unentgeltlichen Probezeit von 2 Wochen. Das ist für mich nach wie vor Ausbeutung.

Beitrag von minniewinnie 14.04.10 - 19:04 Uhr

hallo :-)
ich war dort!

aus neugierde.

die chefin kam mir ganz nett vor, hab 50 min mit ihr geredet.

ich soll 4 tage zum probearbeiten kommen. zwei mal zur frühschicht und 2 mal zur spätschicht.

versteh ich jetzt nicht, wieso es bei mir anders ist??

Beitrag von manavgat 14.04.10 - 13:27 Uhr

Deine Freudin hat ein Recht auf Bezahlung.

Ich würde mich an die zuständige Gewerkschaft wenden und nicht den Lohn einklagen, sondern auch auf Einstellung klagen, da offensichtlich niemand eingestellt wird und auf diese Weise Personalkosten gespart werden sollen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von minniewinnie 14.04.10 - 19:06 Uhr

hi :-)

ich war dort!

aus neugierde.

die chefin kam mir ganz nett vor, hab 50 min mit ihr geredet.

ich soll 4 tage zum probearbeiten kommen. zwei mal zur frühschicht und 2 mal zur spätschicht.

versteh ich jetzt nicht, wieso es bei mir anders ist??

sind die 4 tage ok?

Beitrag von manavgat 15.04.10 - 09:54 Uhr

unbezahltes Probearbeiten ist gesetzlich nicht erlaubt.

Ich würde maximal einen Tag probearbeiten!


Bei uns hier gibt es ein Hotel mit Restaurant. Die Besitzerin lässt jedes Jahr ca. 10 - 15 Jugendliche die auf eine Lehrstelle hoffen, über das Osterwochenende! "probearbeiten". Da wird dann alles gemacht, einschließlich Toilettenreinigung. Eine kriegt die Lehrstelle...

Kein Wunder, dass sie sich das Internat Salem für ihren Sohn leisten kann, wenn sie ihre Mitarbeiter/Bewerber derart ausnutzt. Eine Azubine im dritten Lehrjahr hat mir berichtet, dass es auch in der Lehre genaus so weiterläuft (unbezahlte Mehrarbeit, fachfremde Arbeiten).

Gruß

manavgat

Beitrag von minniewinnie 15.04.10 - 12:27 Uhr

darf ich fragen wo das steht???

ich kenne es ehrlich gesagt nur so das kostenlos probegearbeitet wird.

es geht da doch darum sich zu "beweisen" ob man den anforderungen entspricht und auch für einen selbst, ob der job was ist.

ich soll zwei mal zur frühschicht kommen (3 einhalb stunden) und 2 mal zur spätschicht (5 stunden)

hmmm, eigentlich finde ich das auch ok?

ich meine, ich wäre dann später in der spätschicht alleine und trage da auch verantwortung (jeder bewohner bekommt ja anderes essen....diätkost...pürriert...etc) und da dürfen ja eig keine fehler passieren.


wie gesagt, ich kenne es nur so das man unentgeldlich probe arbeitet.

2 wochen empfande ich ja auch als nicht angemessen aber evtl liegt das an der arge?
weil es ja letztendlich die arge als "engliedrungsmaßnahme" sieht.

bei mir war keine rede von 2 wochen?

Beitrag von manavgat 15.04.10 - 13:38 Uhr

Warum diskutierst Du rum?

Es steht im Arbeitsgesetz, dass Arbeit zu vergüten ist. Ich habe gerade über einen Anwalt Lohn meiner Tochter eingefordert und zwar auch für die angebliche "Probearbeitszeit". Der Gesetzgeber hat hierfür die Probezeit! vorgesehen in der man ohne Angaben von Gründen mit einer 2-wöchigen Frist kündigen kann. Das reicht doch völlig.

Die Unsitte der unbezahlten Probearbeit funktioniert nur, solange sich niemand wehrt!

Gruß

Manavgat

Beitrag von ayshe 15.04.10 - 13:57 Uhr

und das sollten auch echt alle tun!
dann wäre diese ausnutzerei auch endlich mal vom tisch, würde sich gar kein AG mehr trauen.


wie oft man hier von probearbeit liest, das ist absolut übel.

Beitrag von demy 14.04.10 - 16:33 Uhr

Hallo,
deine Freundin war doch sicherlich schon beim Anwalt um das austehende ihr zustehendes Gehalt einzuklagen richtig?

Probearbeiten von 2 Wochen gibt es nicht, das austehende Gehalt steht ihr zu und würde sie vor Gericht auch zugesprochen kommen.

Ebenfalls klopfen dann auch gleich die Sozialversicherungsträger an um ihre austehenden Sozialbeiträge einzufordern.

Ich würde sogar noch fieser sein und mich an ein Probearbeiten gar nicht erinnern, sondern den AG auf Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist von 2 Wochen in der Probezeit verklagen und dazu gleich den ausstehenden Lohn von einem kompletten Monat ;-)

Vor Gericht hat sie keine Chance damit zu argumentieren dass die 2 Wochen ja nur für LAU angestellt war, da bekommt sie vor Gericht gleich ne Anzeige und das geht an die Staatsanwaltschaft wegen Schwarzarbeit/Sozial und Steuerbetrug.

Sollte sie es nicht einklagen, dürfen sich alle anderen für sie stellvertretend bedanken, das unseriöse Arbeitgeber weiter mit so einer Masche durchkommen.

In Frankreich würde das Altenheim wahrscheinlich schon brennen!
Natürlich erst nachdem alle Insassen evakuiert sind, so böse sind die Franzosen (meine Arbeitskollegen) dann doch nicht ;-)

Gruß
Demy