Frage zur Erziehung

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mausal-1 14.04.10 - 10:12 Uhr

Hallo
Mein Sohn ist im März 4 Jahre geworden.
Im September kommt er in den Kindergarten.
Er geht aber schon seid er 2 Jahre ist 2 mal in der Woche für 4 Stunden in die Krabbelstube.


Was meine Frage nun wäre,er ist eigentlich ein ganz ein braver ich darf mich echt nicht beschweren.
Aber er versucht halt eben nun schon mal "öfters" seinen Kopf durchzusetzen.

Zb wenn ich sage:Es gibt essen.NEIN ICH WILL NICHT ESSEN ICH WILL TV GUCKEN

Lass uns deine Zähne putzen: NEIN ICH WILL NICHT

Oder er stellt das ganze Zimmer auf den Kopf *gg* dann sag ich er muss aber dann alles alleine aufräumen,selbst das wirkt nicht ,also er räumt nicht auf auch nicht wenn ich ihne dabei helfe.

Ich versucht ihn ja bei jedem NEIN egal zu was ,zb beim Zähne putzen ,ihm zu erklären warum wir das machen.

Soweit so gut das geht ja alles noch und ich weis das das alles normal ist.

ABer er hat jetzt die Art wenn ich mit ihm einkaufen gehe,das will ich und das will ich ,und abhauen oder da rauf steigen,also es ist einfach momentan nicht fein mit ihn einzukaufen gehen(das ist aber nicht immer gleich!)

Und das FRECH sein : *gg*
Also er sagt schon mittlerweile zb : DU DUMME MAMA

also wie handhabt ihr das alles?
Ich sag mal "straft" ihr eure Kinder.Denn hauen will ich nicht,also sagen wir strafen klingt doof so wie zb das er mal Tv Verbot bekommt?

Beitrag von bine3002 14.04.10 - 10:30 Uhr

Die THEORIE lautet: Es sollte eine LOGISCHE Konsequenz auf sein Verhalten folgen. Logisch bedeutet, dass die Konsequenz nachvollziehbar sien sollte.

Das ist nicht immer ganz leicht, denn beim Thema
Zähneputzen liegt die logische Konsequenz (nämlich Karies) aus Sicht des Kindes in so weiter Zukunft, dass sie zum eigentlichen "Vergehen" (nämlich dem Nicht-Putzen) keinen Bezug mehr hat. Folglich solltest Du eine andere Konsequenz finden. In unserem Fall läuft es abends so ab: Es wird geduscht und dann die Zähne geputzt, anschließend liest einer von uns noch eine Geschichte vor und singt ein Schlaflied. Wenn unsere Tochter beim abendlichen "Pflegeprogramm" Theater macht, dann wird die Gute-Nacht-Geschichte gestrichen mit der (logischen) Begründung, dass dafür dann keine Zeit mehr ist. Kuscheln und Schlaflied bleiben aber IMMER, denn Liebes- und Kuschelentzug sollten niemals Konsequenzen sein.

Ansonsten sollte es grundsätzlich so sein, dass Du vorgibst, was wann getan wird, was eingekauft wird, wie lange ferngesehen wird usw. All das sind Entscheidungen, die man dem Kind nicht überlassen sollte. Nicht, um den Autoritären raushängen zu lassen, sondern weil ein Kind mit solchen Entscheidungen überfordert ist. Beim Einkaufen fahren wir gut damit, dass unsere Tochter sich immer eine Kleinigkeit aussuchen darf. Mal ist es was Süßes, mal eine Zeitschrift, ein Pixi-Buch oder ein Stift. Sie wählt das von sich aus ziemlich ausgeglichen aus, sodass ein gewisser Kostenrahmen im Durchschnitt gewahrt bleibt, der für mich OK ist. Ansonsten müsste ich auch da eine Grenze setzen, wenn sie also z. B. jedes Mal eine Zeitschrift wollen würde. Und dann ist es so, dass sie die Zeitschrift ganz am Anfang bekommt, wir später bei den Süßigkeiten vorbeikommen und sie dann dort manchmal auch noch was möchte. Ich erinnere sie dann an die Zeitschrift und frage sie,m ob sie lieber Zeitschrift oder Ü-Ei möchte. Sie darf dann wählen und gibt dann auch Ruhe. Darüber hinaus gibt es nichts. Fertig. Zwei/drei Mal gab es dann Theater, was ich beende, indem ich androhe, dass es dann eben gar nichts gibt. Das wirkt. Hätte sie nicht aufgehört, würde ich eiskalt sowohl zeitschrift als auch Ü-Ei zurücklegen und den Einkauf auch schreiend fortsetzen. Und so leid sie mir dann auch tut, da bleibe ich hart.

Zimmer aufräumen: Das ist etwas, was sie im Kindergarten auch gut lernen. Versuch deinem Sohn beizubringen, erst eine Sache zurückzuräumen, bevor er eine andere Sache aus dem Regal zieht. Außerdem sollte das Zimmer jeden Abend aufgeräumt werden, so wird es zur Routine und ist nicht so viel. Begründung: Kein Platz, Verletzungsgefahr. Er wird aber noch einige Zeit Hilfe dabei brauchen. Trotzdem würde ich immer darauf Wert legen, dass er mit dir zusammen aufräumt und auch darauf bestehen. Mögliche Konsequenz, wenn er es nicht tut: Das Spielzeug wird eine gewisse Zeit lang weggesperrt.

Normalerweise begreifen Kinder das relativ schnell, dass Mama es ernst meint. Und dann wird es auch einfacher.

Wohlgemerkt: Ich finde es nicht wichtig, autoritär zu sein. Ich finde es aber durchaus wichtig, dass Mama jemand ist, den man ernst nimmt. Nur so bekommt ein Kind auch die Sicherheit, dass Mama hinter ihm steht, wenn es darauf ankommt.

Beitrag von bine3002 14.04.10 - 10:45 Uhr

Noch was:
Manchmal ist es besser, es gar nicht erst darauf ankommen zu lassen. Es gibt Dinge, die Kinder nun mal hassen. Als Mama weiß man in der Regel, welche Dinge das sind. Bevor ich mich nun also jeden Tag um das gleiche Thema rumstreite, versuche ich (weil ich ja größer, schlauer und erfahrener bin) diese Situationen geschickt zu "umschiffen", vielleicht ein Spiel daraus zu machen, sie auf eine andere Uhrzeit zu verlegen etc.

Beispiel: Das Kind will sich morgens einfach nicht (alleine) anziehen und trödelt rum.
1. Möglichkeit: Ich ziehe das Kind an bis es 18 ist ;-)
und übe das Alleine anziehen eben am Nachmittag, weil das Kind da besser drauf ist.
2. Möglichkeit: Wir spielen "Anziehpuppe" und das Kind merkt gar nicht, wie es sich alleine anzieht, weil es ins Spiel versunken ist.
3. Möglichkeit (Das macht meine Tochter total gerne): Das Kind spielt Hund und ich kann sie mit Befehlen lenken: "So Lilli (so heißt der Hund), hjetzt mach mal 'sitz' und dann zieh mal deine Pfoten (Socken) an."

Hund spielen klappt bei uns immer und überall: Wenn sie in der Stadt weg läuft, dann geht sie eben 'Bei Fuß'. Wenn sie was holen soll, dann heißt es "Hols Stöckchen". Usw. Klingt sicher seltsam für Aussenstehende, funktioniert aber prima und ohne Schaden für die Seele, weil es ja ein Spiel ist.

Man nennt das "Mary-Poppins-Erziehung". Schau den Film und hol dir Ideen ;-)

Beitrag von mausal-1 14.04.10 - 10:54 Uhr

vielen dank für eure lieben netten ratschläge

also ich mache das ja schon eben so.
das ich ihm auch genau sage warum das zähne putzen so wichtig ist.


also wenn es wieder mal theater gibt dann sag ich einfach ,ok entweder wir gehen jetzt zähne putzen oder es gibt keine gute nacht geschichte mehr???

und wenn er dann sagt ok dann keine geschichte?

zum thema essen ,ist es ganz arg,.
1. kann ich ihn fast immer zum essen zwinge,er isst sehr wenig.....
2.isst er wie ein ferkel *gg* ich denk das wird sich im kiga sicher ändern.

aber ich kann ihn doch nicht das essen weg nehmen wenn er es herum schmeist oder damit spielt?



wie ist es mit tv gucken bei euch?
dürfen sie ? wenn ja wielange und wann?

beim einkaufen mach ich das schon auch so ,das er sich eine kleinigkeit nehmen darf so wie ein Ü-ei zb.

Also das wort NEIN ist momentan bei ihm sehr groß geschrieben ....

Beitrag von bine3002 14.04.10 - 12:09 Uhr

"also wenn es wieder mal theater gibt dann sag ich einfach ,ok entweder wir gehen jetzt zähne putzen oder es gibt keine gute nacht geschichte mehr???"

Nein, nein. Zähne putzen ist Pflicht. Aber wenn es länger dauert als nötig (weil er verzögert oder zetert oder rumbockt), dann bleibt keine Zeit mehr für die Geschichte. Er lernt so, dass er mit seinem Verhalten das Zähneputzen nicht abwenden kann, wohl aber eine unangenehme Konsequenz zu spüren bekommt.

Thema Essen:
Zwingen bzw. ihm gut zureden würde ich nicht. Ich würde aber darauf achten, dass es nur noch drei Hauptmahlzeiten sowie maximal zwei kleine Snacks gibt. Ein Snack sollte gesund sein, der zweite darf dann auch was Süßes sein. Allerdings in Maßen, also z. B. nur eine Kinderschokolade oder nur ein Eis. Wer zwischendurch Hunger hat, der muss eben bis zur nächsten Mahlzeit warten. Und wer bei der Mahlzeit nicht isst, der lässt es eben und hat dann Hunger. Diesen Zusammenhang begreift ein 4jähriger und er kann ein bissel Hunger auch verkraften, wenn er über den Tag verteit genug Chancen bekommt, seine Energie wieder aufzufüllen. Wir haben diese festen Essenzeiten allerdings auch erst eingeführt als Java in den Kindergarten ging bzw. es hat sich dann erst normalisiert. Phasenweise isst sie heute noch schlecht. Sie weiß aber, dass sie beispielsweise abends essen muss, weil die Zeit bis zum Morgen lang ist und es nach dem Abendessen erst am nächsten Morgen wieder was gibt.

Essen wie ein Ferkel... macht mein Mann heute noch ;-) Es gibt halt solche und solche Esser. Meine Tochter hat sich schon mit 9 Monaten den Mund abgewischt... auch komisch.

"wie ist es mit tv gucken bei euch?"
TV gucken darf meine Tochter schon. Bevor sie in den Kindergarten kam, guckte sie immer morgens, weil sie so ein Frühaufsteher ist und ich sie gerne noch vor dem Fernseher geparkt habe. Nicht pädagogisch wertvoll, aber erholsam... Nachmittags oder abends hat sie noch NIE ferngesehen, das hat sich bei uns nie ergeben. Seit sie in den Kindergarten geht, ist die Fernsehzeit am Morgen besetzt durch Anziehen und fertig machen und somit schaut sie unter der Woche gar nicht mehr fern. Am Wochenende darf sie immer noch morgens schauen und da werden es dann auch schon mal 1,5 Stunden. Da wir in der Regel feste Sendungen aushandeln, z. B. eine DVD ist die Fernsehzeit durch die Dauer der Sendung begrenzt, z.B. 5 Folgen von Mullewapp à 10 Minuten = 1 Stunde. Danach macht sie den Fernseher selbstständig aus und fragt auch nicht mehr danach. Würde sie das tun, würde ich evtl. "Fernsehgutscheine" oder sowas ausgeben, die sie einlösen darf. Sie könnte dann z. B. noch einen 10-Minuten-Gutschein abgeben, der ihr dann in der nächsten Woche fehlt (oder so ähnlich).


"beim einkaufen mach ich das schon auch so ,das er sich eine kleinigkeit nehmen darf so wie ein Ü-ei zb."

Dann kauf das doch ganz am Schluss und nutze es als "Druckmittel". Oder Du kaufst es am Anfang und sagst: "Du hast doch schon ein Ü-Ei." Versuch ihn ansonsten zu beschäftigen: "Hol mir doch mal eine Milch." Einkaufen ist für Kinder immer eine Herausforderung, aber das wird schon noch.

Beitrag von nadinsche77 14.04.10 - 10:32 Uhr

Hi du,

meine Kleine ist zweieinhalb und auch oft ziemlich dickköpfig (von wem sie das wohl hat... ;-))

bei uns gibt's einige ganz feste regeln, dazu gehört z.B. dass morgens und abends zähne geputzt werden. ohne diskussion. ohne groß erklärungen. das wird gemacht und basta. das passiert dann auch manchmal trotz gegenwehr. ich bin bei vielen dingen tolerant und lass auch mal was durchgehen oder mache eine ausnahme. nicht beim zähneputzen.

bei anderen sachen versuche ich konsequent zu sein und "regel-verstöße" immer mit passenden konsequenzen zu ahnden:

z.B.: Essen wird auf den Boden geworden: Essen ist weg.

z.B. Sie will keinen Helm fürs Laufradfahren aufsetzen. Laufrad weg.

z.B. Sand wird wild herumgeworfen: Deckel der Sandkiste ist zu.

z.B. sie malt mit ihren Farben den Tisch an: Tisch wird von uns gemeinsam geputzt, Farben weg.

Groß diskutieren bringt - meiner Meinung nach - meistens nicht sonderlich viel. Ich bin auch der Meinung, dass die Kleinen genau merken, ob man hinter Regeln und Konsequenzen steht oder nicht. Und bin außerdem dafür, lieber wenige Regeln, diese dafür konsequent durchzusetzen als ständig zu sagen: Nein, du darfst dies nicht, du darfst das nicht. Manchmal müssen die Kleinen auch ausprobieren dürfen.

LG
Nadine

Beitrag von hanni123 14.04.10 - 11:30 Uhr

Huhu,

mein Sohn ist 3,5 und ich kenne das von ihm auch, dass er immer frecher und aufmüpfiger wird. Hatte letzte Woche auch dazu gepostet. Er will auch gar nichts mehr machen, und manchmal weiss ich nicht mehr, wie ich reagieren soll. Ich drohe Konsequenzen an und ziehe das auch durch, aber das endet immer öfter in einem Wutanfall und nicht in Einlenken. Seufz, eigentlich dachte ich, dass durch Konsequenz die Regeln bald mal eingehalten würden, aber im Moment scheint es eher schlimmer zu werden.

Wenn man mal darüber nachdenkt, ist es ja auch völlig verständlich, dass er zu einem bestimmten Zeitpunkt eigentlich lieber fernsehen als essen möchte. Fernsehen hat auf Kinder eine grosse Faszination und vielleicht hat er auch gerade keinen grossen Hunger. Deswegen ist es ja erstmal OK, wenn er sagt "Nein, ich will jetzt nicht essen."

Andererseits muss natürlich jeder in der Familie Regeln einhalten, und die gelten für alle (OK, für Kinder gelten noch ein paar mehr ;-) ) und da gibt es z. B. eine Regel, dass während des Essens nicht ferngesehen wird oder dass es nur 30 min TV pro Tag gibt. Also könntest Du evtl. zu ihm sagen "Gut, wenn Du keinen Hunger hast, dann musst Du jetzt nichts essen. Aber wenn wir essen, kannst Du auch nicht fernsehen. Und wenn wir mit dem Essen fertig sind, wird abgeräumt." oder "Du hast heute schon 30 min ferngesehen, also kannst Du erst morgen wieder etwas gucken." Das Geschrei musst Du dann aushalten (und das ist das, was ich im Moment echt anstrengend finde).

Zähneputzen mag irgendwie auch kaum ein Kind, wir haben da auch öfter mal eine Auseinandersetzung. Bis zum Aufschrauben und Auftragen der Zahnpaste funktioniert es noch ganz gut, aber dann steht er einfach nur da und lutscht an der Bürste herum. Ansage: "Wir bleiben solange im Bad, bis Du Deine Zähne richtig geputzt hast. Wenn das zu lange dauert, ist es zu spät, um eine Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen." Funktioniert oft, aber immer seltener, da er wohl bemerkt hat, dass die Ins-Bett-Geh-Zeit nicht immer gleich lang ist, z. B. mal wird gebadet, da dauert es sowieso länger. Cleveres Kerlchen.

Also: Nicht sagen, es gibt keine Geschichte mehr, sondern in Aussicht stellen, dass ihr jetzt die Nacht stehend im Bad verbringt. ;-) Solange wird es sicher nicht dauern, im Bad wird es ziemlich schnell langweilig.

Das Essen kannst Du ihm sehr wohl wegstellen, wenn er es herumwirft. Ansage "Wer mit Essen wirft, ist sicher schon satt. Dann stelle ich den Teller mal weg." Achte auch mal darauf, ob er zwischendurch öfter mal was Süßes isst, oder viel Apfelsaft trinkt, das hat viele Kalorien und macht satt. Er wird sicher nicht verhungern, wenn er mal eine Mahlzeit auslässt. Aber lass mal die Zwischenmahlzeiten/Snacks weg bzw. biete da nur Obst an, bei meinem Sohn wirkt das Wunder. nachmittags 3 Kekse -> einmal vom Brot abgebissen beim Abendessen. Nachmittags ein Apfel -> abends ein Brot und einen Joghurt.

Bei meinem Sohn ist es so, dass er von alleine zum Tisch kommt, wenn wir da sitzen und essen, weil ihm nämlich sonst langweilig wird. Wenn ich ihn aber auffordere, kommt er erst mal nicht. Das habe ich mir abgewöhnt, ich sage es einmal, stelle das Essen hin, und wenn er während der Essenzeit nicht kommt, wird es wieder abgeräumt. Ist aber bisher nie vorgekommen, nach 2-3 min hat er sich von alleine zu uns an den Tisch gesetzt.

LG

Hanna

Beitrag von bine3002 14.04.10 - 12:14 Uhr

"Funktioniert oft, aber immer seltener, da er wohl bemerkt hat, dass die Ins-Bett-Geh-Zeit nicht immer gleich lang ist, z. B. mal wird gebadet, da dauert es sowieso länger."

Ok, das hatte ich bei meinem Tipp nicht bedacht. Bei uns ist die Bett-Geh-Zeit im Prinzip immer gleich, denn wenn gebadet wird, fangen wir früher damit an. Wir spielen immer nach dem Essen so gegen 18.45 Uhr noch ein Spiel: Ein langes Spiel, wenn nur geduscht oder gewaschen wird. Und ein kurzes Spiel, wenn gebadet wird. D.h. wenn Java baden möchte, dann muss sie das rechtzeitig anmelden, ansonsten verschieben wir es auf den nächsten Tag, wo wir dann kürzer spielen und früher hoch gehen ins Bad. Wenn sie dann verzögert oder rumbockt, dann bleibt einfach keine Zeit mehr für die Geschichte, denn der Tag ist so oder so gegen 20 Uhr beendet. Klingt nach einem straffen Zeitplan, klappt aber alles ohne großartig auf die Uhr zu schauen. Um 20 Uhr schläft sie fast immer.

Beitrag von metalmom 14.04.10 - 12:18 Uhr

Wegen solchen Dingen die Du da aufgezählt hast, würde ich mein Kind nicht bestrafen. Dazu sehe ich gar keinen Anlass. Ein Kind ist kein Zinnsoldat.
Und mit vier Jahren will ein Kind selber auch mal was bestimmen und nicht auf Kommando gehorchen. Statt zu sagen: "Es gibt Essen!" kündige ich an wenn ich anfange das Essen zuzubereiten und sage ihnen, dass in 10, 15 Minuten gegessen wird. Dann wissen die Kinder Bescheid und können sich drauf einstellen und werden nicht plötzlich aus dem Spiel gerissen.
Wenn Dein Kind beim Einkaufen alles haben will, dann würde ich ihm anbieten sich EINE Sache aussuchen zu können. Wenn es ihm nicht passt, dann gibt`s halt gar nix.
Wenn es wegläuft, würde ich mich irgendwo verstecken wo ich das Kind sehen kann und einfach warten bis bei ihm die Panik kommt. Das wird es sich merken.
Und wenn das Kind ständig Theater macht, dann würde ich ihm sagen, dass ich in Zukunft alleine einkaufen gehe.
Aufräumen muss meine Vierjährige nicht alleine. Ich helfe immer mit. Weigert sie sich komplett, dann räume ich einen Teil auf, gebe ich ihr Zeit bis Abends z.B. damit sie ihren Anteil weg räumt und kündige an, dass alles in den Müllsack kommt, was bis dahin nicht aufgeräumt ist. Das wirkt, denn ich würde und habe es schon mal durchgezogen und das wissen meine Kinder.
"Du doofe Mama" ist meiner Meinung nach nichts Schlimmes. Denn das Kind ist sauer und hat ein Recht drauf. So etwas nehme ich gelassen. "Du doofe Mama" ist nur eine einfachere Aussage als "Ich finde es gemein, dass Du dieses oder jenes verboten hast und bin jetzt enttäuscht." Sowas kannste von einem Vierjährigen nicht erwarten und die Kurzversion ist halt "doofe Mama".
Zähne putzen muss sein und das ist die einzige Sache bei der ich Handlungsbedarf sehe. Zeig ihm im Netz mal ein verfaultes Mundwerk und frage ihn, ob er auch so aussehen möchte.
Alles in Allem würde ich sagen, Du solltest Deinem Kind auch mal die Wahl und kleinere Entscheidungen überlassen. Geh mal Kompromisse ein.
LG,
Sandra

Beitrag von mausal-1 14.04.10 - 16:10 Uhr

hallo,das ist doch auch nicht wirklich strafen würd ich sagen!und ich sagte auch nie das ich ihn strafen will,wollte lediglich wissen wie ihr das macht.das mit dem essen mach ich ja auch so das ich ihm das sage,ihn vorbereite quasi.auch das mit dem einkaufn hab ich schon erwähnt,das er sich ne kleinigkeit aussuchn darf.das mit dem weglaufn und ihn beobachten ist eine gute idee!! Und mit dem aufräumen sagte ich ja auch,das ich das mit ihm mache...

Beitrag von mausal-1 14.04.10 - 16:47 Uhr

Hallo
also gleich mal sorry,
ich habe erst nachher gesehen das es eine eigene kategorie gibt mit "erziehung" deswegen zweimal.

ich dachte ich könne das erste wieder löschen

danke erstmal für eure antworten
gleich vorweg möchte ich nochmals erwähnen.
das ich mein kind nicht strafen will sondern einfach nur wissen wollte wie ihr in bestimmten situationen reagiert

dann zum thema tv.er guckt auch nur max eine halbe stunde bis 1 stunde!und das aber wiederum auch nur wenn wir nichts vor haben und das wetter regnerisch ist.
ansonsten unternehmen wir sowieso immer was!
zb.park gehen,schwimmen,fahrrad fahren,sand spielen etc gibt ja viele möglichkeiten!!!
und er ist damit absolut ausgelastet!

Wir haben auch unsere festen essenszeiten und auch zu bett geh zeiten!
das weis er auch ! zb weis er er guckt sein sandmännchen und danach geht es ins bad und dann ist bett(natürlich mit einer gute nacht geschichte)

ich erwähne das nochmals weil ich glaube das mich einige falsch verstanden haben.das selbe werde ich in der anderen kategorie auch nochmals posten.

ich lasse ihn auch nicht alleine aufräumen,ich helfe ihn ja dabei das ist mir ja alles klar *gg* das er erst 4 ist!!!


und zum thema dumme mama,irgendwo wurde hier geschrieben das muss er ja irgendwo gehört haben?
sicher nicht von mir,das wollte ich auch nochmals sagen.
er geht ja schon seid 2 jahren 2 mal in der woche in die krabbelstube damit er unter kindern ist,das er nämlich sehr sehr gerne ist.denn immer nur mit MAMA spieln wird mit der zeit ja auch langweilig!
Und er kommt momentan mit all möglichen sachen nach hause. :-)

wie gesagt ich weis das das alles normal ist ,und das das nicht "schlimm" ist ,ich wollte einfach wissen wie ihr das macht und evtl sich den ein oder anderen guten rat holen :-)

danke !
ps poste einfach nochmals das selbe wie beim anderen ;-)

Beitrag von mausal-1 14.04.10 - 16:17 Uhr

....das ich das mit ihm mache,aber das klappt meist auch nicht.ich sagte ja im großen und ganzen hab ich ein braves kind! Und naja was heißt kompromisse eingehen?das mach ich auch!!aber nichts desto trotz ,soll man denk ich nicht ich sag mal jetzt schon großartige diskussionen haben mit dem kind.der meinung bin ich halt. Und wenn er was haben will,was machen will,ins schwimmbad will etc,da gehe ich ja natürlich auf seine wünsche ein!

Beitrag von yamyam74 14.04.10 - 18:42 Uhr

Genau aus diesem Grund, nehme ich meinen 4-jährigen nicht mehr mit zum Einkaufen. Punkt. Das ist eine logische Konsequenz auf sein Verhalten beim Einkaufen.

Beitrag von mausal-1 14.04.10 - 20:11 Uhr

naja oft geht es halt nicht anders als mitnehmen gg
aber es ist nicht bei jeden einkauf so muss ich sagen