Hallo,frage zur Erziehung,SOhn 4 Jahre

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von mausal-1 14.04.10 - 10:26 Uhr

Hallo
Mein Sohn ist im März 4 Jahre geworden.
Im September kommt er in den Kindergarten.
Er geht aber schon seid er 2 Jahre ist 2 mal in der Woche für 4 Stunden in die Krabbelstube.


Was meine Frage nun wäre,er ist eigentlich ein ganz ein braver ich darf mich echt nicht beschweren.
Aber er versucht halt eben nun schon mal "öfters" seinen Kopf durchzusetzen.

Zb wenn ich sage:Es gibt essen.NEIN ICH WILL NICHT ESSEN ICH WILL TV GUCKEN

Lass uns deine Zähne putzen: NEIN ICH WILL NICHT

Oder er stellt das ganze Zimmer auf den Kopf *gg* dann sag ich er muss aber dann alles alleine aufräumen,selbst das wirkt nicht ,also er räumt nicht auf auch nicht wenn ich ihne dabei helfe.

Ich versucht ihn ja bei jedem NEIN egal zu was ,zb beim Zähne putzen ,ihm zu erklären warum wir das machen.

Soweit so gut das geht ja alles noch und ich weis das das alles normal ist.

ABer er hat jetzt die Art wenn ich mit ihm einkaufen gehe,das will ich und das will ich ,und abhauen oder da rauf steigen,also es ist einfach momentan nicht fein mit ihn einzukaufen gehen(das ist aber nicht immer gleich!)

Und das FRECH sein : *gg*
Also er sagt schon mittlerweile zb : DU DUMME MAMA

also wie handhabt ihr das alles?
Ich sag mal "straft" ihr eure Kinder.Denn hauen will ich nicht,also sagen wir strafen klingt doof so wie zb das er mal Tv Verbot bekommt?

Beitrag von braut2 14.04.10 - 11:34 Uhr

steht doch schon bei "Kindergartenalter"

Beitrag von swety.k 14.04.10 - 11:41 Uhr

Hallo,

Dein Sohn ist vier Jahre alt und sieht fern? Ich finde, in dem Alter sollten Kinder das noch nicht. Da gibt's genug andere Dinge, womit man sie beschäftigen kann. Aber man muß sich halt um sie kümmern, in dem Alter brauchen sie noch sehr viel Anregung.

Natürlich kann er mit vier Jahren noch nicht allein aufräumen, selbst wenn er die Unordnung selbst fabriziert hat. Er ist damit ganz einfach überfordert und weiß vermutlich nicht mal, was Du von ihm willst. Meine große Tochter ist elf und manchmal noch von ihrem eigenen Chaos überfordert. Da muß ich auch noch helfen und ihr sagen, was sie zuerst machen soll. Was willst Du da von einem vierjährigen erwarten?

Was das Einkaufen angeht: Da mußt Du konsequent sein. Wenn er was haben will, was Du ihm nicht kaufen willst, dann gibt es das auch nicht. Und wenn er schreit, dann laß ihn schreien.

Warum läßt Du Dich dumme Mama nennen? Woher kennt er solche Worte überhaupt und woher weiß er, daß man Leute so benennen kann? Mach ihm klar, daß Du solche Worte nicht hören willst und wenn er es weiter macht, dann ignoriere es.

Mit Strafen ist es in dem Alter manchmal schwierig, weil die Kleinen oft noch nicht wissen, worauf sich die Strafen beziehen. Also Fernsehen verbieten, weil er nicht Zähne putzen will, ist Unsinn. Die Strafen müssen sich auf das Fehlverhalten beziehen. Wenn er also nicht Zähne putzen will, dann bekommt er keine Süßigkeiten, weil die ja die Zähne schädigen.

Und: Man muß nicht immer alles erklären. Manchmal muß es reichen, daß er etwas deshalb tut, weil Du es sagst.

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von jazzbassist 14.04.10 - 12:06 Uhr

Also falls es Sie beruhigt - ich finde, dass klingt wirklich ziemlich normal für einen 4-Jährigen. Er ist schon eine eigenständige Persönlichkeit mit einem eigenen Willen, und seine Aufgabe als Kind ist nun einmal, zu erproben, wie seine Umwelt darauf reagiert, wenn er versucht, diesen Willen hin und wieder durchzusetzen. Er versucht also "leidvoll" zu erproben, ob "Wir gehen jetzt Zähne putzen" wirklich: "Wir gehen jetzt Zähne putzen" heißt, oder, ob es da vielleicht nicht doch noch Verhandlungsspielraum gibt.

Man kann hier glaube ich keine allgemeingültige Formel geben, wann man als Elternteil mal konsequent sein sollte oder wann man als Elternteil mal ein Auge zudrücken sollte etc. Sie haben ja ein paar Punkte geschrieben, daher kann ich mal schreiben, wie ich sie gelöst hätte.

Zum Thema essen habe meine Frau und ich es immer so gehalten, dass wir bestimmt haben, was und wann gegessen wird und unser Sohn bestimmt hat, ob und wie viel er essen möchte. Essen ist eine Entscheidung, die ein Mensch bereits im Säuglingsalter sicher treffen kann; es ist eines der wenigen Dinge, die auf anhieb klappen und nicht erst erlernt werden müssen. Das lässt sich nicht mehr besser machen - sondern durch Erziehung eigentlich nur noch schlechter, da sie gefahr laufen können, die natürliche Wahrnehmung für "Hunger" zu zerstören. Wir haben den Teller einfach in den Kühlschrank gestellt und wenn er zwischendurch mal Hunger bekam, ihm Obst angeboten. Abends hat er dann den Teller im Kühlschrank bekommen oder normales Abendbrot - je nachdem, was er wollte. Wenn wir mal festgestellt haben, dass er das essen überhaupt nicht mochte, hat meine Frau ihm natürlich auch schon mal Nudeln gemacht. Wie gesagt; sowas ist sicherlich immer eine schwere Gradwanderung.

Zum Fernsehgucken würde ich bei dieser Altersgruppe einfach eine 15-20 Minütige Sendung für ihn raussuchen und die darf er dann täglich gucken und ansonsten gibt es innerhalb der Woche gar kein Fernsehen. Es ist natürlich taktisch unklug, hier dann eine Sendung zu wählen, die mitten in der Essenszeit liegt. Ich würde ein "Ich will Fernsehgucken" also eher als ein "Mir ist langweilig" interpretieren. Ich würde mal darauf tippen, dass, wenn er in den Kindergarten kommt und ein Kind hier mehr Abwechslung bekommt, sich das von selbst regeln sollte. Die kindliche Phantasie ist hier noch viel zu groß, als dass es ein Fernsehgerät bräuchte, um unterhalten zu werden. Ich würde diese Fähigkeit einfach fördern; bieten sie ihm hier lustige Alternativen an.

Das Zähneputzen wäre für mich hingegen ein nicht-diskussionsfähiger Punkt. Ich kann einem 4-Jährigen hier natürlich erklären, warum er täglich so was langweiliges tun muss, aber, man muss hier einfach berücksichtigen, dass sein Verstand es noch nicht zulässt, diese Erklärungen zu verstehen und nachvollziehen zu können. Ich würde es hier eher über die "Du bist doch schon ein großer Junge"-Schiene versuchen. Eigentlich kann er sich die Zähne schon sehr gut alleine putzen - die Mama muss dann natürlich noch mal nachputzen. Versuchen Sie das irgendwie interessant oder spannend zu gestalten - ein kleines Ritual daraus zu machen. Lassen Sie ihn während des Zähneputzens mal ein Lied summen oder lassen sie ihn mal während des duschens Zähne putzen. Es gibt hier unzählbar viele Möglichkeit, dass irgendwie interessant für Kinder zu gestalten. Sie finden in der Apotheke auch Tabeletten zum einfärben der Zähne. Geben Sie ihm doch einfach mal eine davon - so kann er mal sehen, dass das Zähneputzen wirklich was bringt und - wie gut er das bereits alleine kann und warum Mama wahrscheinlich noch nachputzen muss.

Auch aus dem Aufräumen kann man versuchen, ein spannendes Spiel/Wettkampf zu machen. Wer kann schneller seine "Ecke" aufräumen? Mama oder Sohn? Oder machen Sie eine Art Aufräum-Memory daraus. Er muss sich die Augen zu halten und sie stecken eines seiner Spielzeuge an den richtigen Ort und er muss erraten, welches Spielzeug jetzt "aufgeräumt" ist. Dann ist die Mama dran mit dem Augen zuhalten und ihr Sohn muss ein Spielzeug "aufräumen". Es gibt so viele Möglichkeiten, dass Aufräumen für Kinder interessant im Sinne von spielerisch zu gestalten, dass die gar nicht merken, dass die gerade aufräumen, sondern einfach spielen. Einfacher ist es hier ohnehin, zu versuchen, einem Kind frühzeitig beizubringen, dass es, wenn es mit einem Spiel fertig ist, dieses zuerst wegräumt, bevor es ein neues Spielzeug nimmt. Denn das ist noch etwas, was ein 4-Jähriger überblicken kann. Liegen plötzlich 10 Spielzeuge auf den Boden, ist er neurologisch gar nicht mehr in die Lage, da überhaupt Ordnung zu schaffen. Was ferner helfe kann, ist, aus dem Aufräumen auch ein Ritual zu machen. Wenn Sie z.B. den Zeitplan so ändern, dass z.B. direkt nach dem Abendessen das Kinderzimmer aufgeräumt wird, hat er hier plötzlich die Sicherheit, genau zu wissen, was als nächstes kommt. Dann scheint es nicht mehr wie ein willkürlicher Prozess: "Die Mama hat langeweile und will mich mit Aufräumen ärgern". Da er selbst gar nicht in der Lage ist, Ordnung von Unordnung unterscheiden zu können; da Ordnung nur eine gesellschaftliche Norm ist, die er erst noch erlernen muss, wir das für ihn immer "gemein" sein, aufräumen zu müssen.

Beim Einkaufen würde ich ihn einfach wieder an die Hand nehmen, dann kann er keinen Unfug mehr anstellen. Sie schränken damit natürlich seinen natürlichen Bewegungsradius extrem ein. Darüber sind 4-Jährige eigentlich gar nicht mehr erfreut, da sie viel lieber ihre Umwelt erkunden wollen. Ihr Sohn wird dann also sehr schnell motiviert sein, nicht mehr an ihre Hand gehen zu müssen. Er wird also hier ihre Regel: "Nicht abhauen" akzeptieren, wenn er merkt, dass, wenn er dies nicht tut, er wieder an ihre Hand gehen muss. Sein Abhauen ist nichts, was er absichtlich macht, um sie zu ärgern oder zu provozieren. Nur - ein Supermarkt ist für ein Kind ein sehr interessanter Spielplatz und er muss hier erst mühselig erlernen, ihre fiktive Grenze "Du darfst hier nicht einfach abhauen" zu begreifen. Das geht am besten, wenn die Konsequenz, wenn er sich daran nicht hält, ist, dass es dann eine reale Grenze (festhalten) wird. Das ist also ein ganz normaler und völlig harmloser Erziehungsprozess.

Natürlich sollte man ihm hier auch erklären, warum man ihn gerade wieder an die Hand nimmt. Stellt man hier aber fest, dass diese Erklärung alleine ihn nicht aufhält, abzuhauen (was für das alter wirklich normal ist), sollte man ihm hier wieder kurzzeitig eine Grenze setzen. Zum "das will ich haben, und dass will ich haben" war bei uns immer die einfache Regel: Wir kaufen das, was auf dem Einkaufszettel steht. Lassen Sie ihn doch einfach eine Kleinigkeit aussuchen, bevor sie in den Supermarkt gehen. Eine kleiner Nascherei an der Kasse. Das kann Kinder manchmal besänftigen. Klar ist das manchmal schwierig, wenn ein Kind ein neues Spielzeug entdeckt - es ist sicherlich auch kein Fehler, wenn man hier doch mal ein Auge zudrückt. Man kann Kindern vermitteln, dass sowas einmalige Ausnahmen sind, ob ein Kind diese "einmalige Ausnahme" akzeptiert oder beim nächsten mal - koste es, was es wolle - versucht, wieder ein Spielzeug zu ergattern, hängt rein von der kindlichen Persönlichkeit ab.

Auch ein "frech" sein hat eigentlich nur etwas mit dem testen von Grenzen zu tun vermischt mit der Unerfahrenheit sozialer Interaktion. Er weiß also noch gar nicht, dass er mit seinen Worten andere Menschen verletzten kann. Auch dies ist etwas, was ein Kind erst erlernen muss. Das geht eigentlich nicht mit Strafen. Wir wollen ja nicht, dass er nicht mehr "Du dumme Mama" sagt, weil er ansonsten Fernsehverbot bekäme sondern wir wollen, dass er das nicht mehr sagt, weil (das nicht sagen) von seinem Herzen kommt. Wenn ein Kind so versucht, seinen "Willen" durchzusetzen: "Du dumme Mama, ich will etwas zu trinken", würde ich das Kind in seiner Wortwahl korrigieren und ihm erst das Trinken geben, wenn er freundlicher fragt. Kinder versuchen so natürlich, Aufmerksamkeit zu erlangen - es funktioniert bei vielen Erwachsenen auch. Daher könnte die Devise hier sein, es einfach zu ignorieren. Dazu gehört natürlich auch, dass, wenn er ganz freundlich fragt: "Bekomme ich bitte etwas zu trinken", sie ihn für diese Freundlichkeit loben, knuddeln und drücken. Wenn ein Kind lernt, dass es viel mehr Aufmerksamkeit bekommt, wenn es freundlich ist anstelle frech, wird ein Kind natürlich freundlich bleiben. Wenn er schlecht gelaunt ist, geht es halt oftmals noch nicht; er hat seine Emotionen oftmals noch nicht so 100%tig unter Kontrolle. Das muss man ihm manchmal einfach noch verzeihen.

Wie verletzend ein: "Dumme Mama" sein kann, dass würde ich einem Kind abends, wenn ich es ins Bett bringe und noch mal ganz lange mit ihm gekuschelt und geschmust habe, in Frieden erklären. Kinder fühlen sich dann ganz automatisch sicher und geborgen und sind in so einer Situation ganz offen, hören zu und nehmen sich das, was sie hören, auch viel schneller zu Herzen. Machen Sie ihm hier einfach keine Vorwürfe oder Anschuldigen; sonst fühlt er sich Angegriffen und wir abwehren (nicht zuhören). Er ist halt noch ein Kind und es gibt viele Dinge - gerade soziale Gefüge - die er noch lange Zeit nicht begreifen wird, sondern mühselig erlernen muss. Sie können ihm dabei helfen - aber nicht mit Strafen.

Strafen gehörten m.E. schon zur Erziehung dazu. Es war für meine Frau und mich aber bisher immer das ultima ratio - also das letzte Mittel, wenn alles andere gescheitert ist. Bei uns hat sich eigentlich fast alles als "kindliche" Phase herausgestellt, die nach 1-2 Wochen - mit leichter Veränderung unseres Verhaltens - von alleine wieder weggegangen ist. Wir haben hier immer in der Küche am Kalender ein Datum ausgedacht, bis wohin wir es mal "friedlich" versuchen wollten; im Sinne von: "Es ist eine Phase, die von alleine wieder verschwindet". Das gab einem einfach die Sicherheit, nicht plötzlich ein 18-Jähriges Kind vor sich zu haben und sich immer noch einzureden: "Das ist nur eine Phase". Wenn es mal nicht von alleine weggegangen ist, haben wir uns eigentlich mit unserem Spatz zusammengesetz und uns gemeinsam eine Strafe ausgedacht, die er über sich ergehen lassen musste, wenn etwas "nochmal" vorkam. Da sind ganz lustige Sachen bei rausgekommen und er war mit vielen - auch dann, wenn er wirklich mal bestraft wurde - damit auch; naja, einverstanden nicht gerade, er hat sie aber friedlich geduldet. Das war aber wirklich die absolute Ausnahme, dass es überhaupt mal so weit kommen musste.

Normal bestraft mit Fernsehverbot/Stubenarrest oder ähnliches hätten wir nur, wenn er eine ganz klare Grenze, von der er genau wusste, dass er die nicht hätte überschreiten dürfen, überschritt. Das wird bei einem 4-Jährigen sicherich nicht vorkommen; bei älteren Kindern sicherlich schon mal. Das wären so Situationen wie: "Kind kokelt im Kinderzimmer" oder andere Sachen, wo Eltern eine Gänsehaus widerfährt. Um dem Kind einfach die Möglichkeit zu geben, erkennen zu können, dass er gerade etwas angestellt hat, was bei weitem schlimmer war, als einfach mal nicht die Zähne zu putzen. Die Strafe hatte bei uns also nie als "Motivator" für unsere Sohn gedient, so etwas kein zweites mal mmehr zu tun. Das konnten wir mit Worten viel besser erreichen. Das ist sicherlich immer eine schwierige Gradwanderung - aber - bei einem 4-Jährigen, der nicht aufräumen will, mit Fernsehverbot zu drohen, wird wenig bringen. Ihm fehlt hier einfach jegliche Vorstellung von Zeit und auch einfachste Ursache-Wirkungszusammenhänge sind ihm fremd. Von daher wäre das keine faire Konsequenz ihm gegenüber, da er sie schlechtweg nicht verstehen kann.

Beitrag von wort75 14.04.10 - 12:59 Uhr

hört sich auch im drittletzen abschnitt noch alles ganz normal an. sag ihm, dass er nur noch an der hand sein darf im laden, wenn er abhaut. und dass das für einen grossen jungen sicher peinlich wäre. benimmt er sich an der hand gesittet, darf er wieder neben dem wagen herlaufen.

gib ihm einfache aufgaben, damit er beschäftigt ist: bitte hol mir ein pack unserer milch. bitte leg acht rote äpfel in den früchtebeutel, welche pasta sollen wir nehmen.. etc. du kannst ihm auch kleine kartonkarten machen mit früchten drauf (oder karten aus einem früchte-memory) und die früchte muss er zusammensuchen bis du wieder da bist. so hast du zwar nicth schneller eingekauft, aber er kann helfen.

dann macht es sinn, ganz klar vor dem einkaufen abzumachen, was er erwarten darf. also zB er darf zwischen einem pustefix für 20 cent und einem vollkorngipfel wählen und soll dir das sagen, sobald du im einkaufszenter stehst.

tv verbot etc. ist bei einem grossen kind sinnvoll, weil das auch am abend noch weiss, dass sein ausraster im einkaufszenter dies zur folge hatte. bei kleineren kindern (und deiner gehört dazu) macht es mehr sinn, sofort eine konsequenz zu ziehen. zB. sofort aus dem laden gehen ohne das versprochene pustefix, im restaurant noch gehen, bevor aufgegessen wurde (aber zahlen musst du schon) oder ähnliches. oder eben: sofort an die hand nehmen, weil er sich nicht benehmen oder nciht bei dir bleiben kann.

aber ganz ehrlich: das klingt noch nicht sooo tragisch. einige klare worte und regeln und einige verantwortungsvolle aufgaben wie äpfel auswählen und pasta holen und das wird schon.

Beitrag von metalmom 14.04.10 - 13:11 Uhr

Du postest doppelt, ich antworte doppelt:

"Wegen solchen Dingen die Du da aufgezählt hast, würde ich mein Kind nicht bestrafen. Dazu sehe ich gar keinen Anlass. Ein Kind ist kein Zinnsoldat.
Und mit vier Jahren will ein Kind selber auch mal was bestimmen und nicht auf Kommando gehorchen. Statt zu sagen: "Es gibt Essen!" kündige ich an wenn ich anfange das Essen zuzubereiten und sage ihnen, dass in 10, 15 Minuten gegessen wird. Dann wissen die Kinder Bescheid und können sich drauf einstellen und werden nicht plötzlich aus dem Spiel gerissen.
Wenn Dein Kind beim Einkaufen alles haben will, dann würde ich ihm anbieten sich EINE Sache aussuchen zu können. Wenn es ihm nicht passt, dann gibt`s halt gar nix.
Wenn es wegläuft, würde ich mich irgendwo verstecken wo ich das Kind sehen kann und einfach warten bis bei ihm die Panik kommt. Das wird es sich merken.
Und wenn das Kind ständig Theater macht, dann würde ich ihm sagen, dass ich in Zukunft alleine einkaufen gehe.
Aufräumen muss meine Vierjährige nicht alleine. Ich helfe immer mit. Weigert sie sich komplett, dann räume ich einen Teil auf, gebe ich ihr Zeit bis Abends z.B. damit sie ihren Anteil weg räumt und kündige an, dass alles in den Müllsack kommt, was bis dahin nicht aufgeräumt ist. Das wirkt, denn ich würde und habe es schon mal durchgezogen und das wissen meine Kinder.
"Du doofe Mama" ist meiner Meinung nach nichts Schlimmes. Denn das Kind ist sauer und hat ein Recht drauf. So etwas nehme ich gelassen. "Du doofe Mama" ist nur eine einfachere Aussage als "Ich finde es gemein, dass Du dieses oder jenes verboten hast und bin jetzt enttäuscht." Sowas kannste von einem Vierjährigen nicht erwarten und die Kurzversion ist halt "doofe Mama".
Zähne putzen muss sein und das ist die einzige Sache bei der ich Handlungsbedarf sehe. Zeig ihm im Netz mal ein verfaultes Mundwerk und frage ihn, ob er auch so aussehen möchte.
Alles in Allem würde ich sagen, Du solltest Deinem Kind auch mal die Wahl und kleinere Entscheidungen überlassen. Geh mal Kompromisse ein."
LG,
Sandra

Beitrag von mausal-1 14.04.10 - 16:47 Uhr

Hallo
also gleich mal sorry,
ich habe erst nachher gesehen das es eine eigene kategorie gibt mit "erziehung" deswegen zweimal.

ich dachte ich könne das erste wieder löschen

danke erstmal für eure antworten
gleich vorweg möchte ich nochmals erwähnen.
das ich mein kind nicht strafen will sondern einfach nur wissen wollte wie ihr in bestimmten situationen reagiert

dann zum thema tv.er guckt auch nur max eine halbe stunde bis 1 stunde!und das aber wiederum auch nur wenn wir nichts vor haben und das wetter regnerisch ist.
ansonsten unternehmen wir sowieso immer was!
zb.park gehen,schwimmen,fahrrad fahren,sand spielen etc gibt ja viele möglichkeiten!!!
und er ist damit absolut ausgelastet!

Wir haben auch unsere festen essenszeiten und auch zu bett geh zeiten!
das weis er auch ! zb weis er er guckt sein sandmännchen und danach geht es ins bad und dann ist bett(natürlich mit einer gute nacht geschichte)

ich erwähne das nochmals weil ich glaube das mich einige falsch verstanden haben.das selbe werde ich in der anderen kategorie auch nochmals posten.

ich lasse ihn auch nicht alleine aufräumen,ich helfe ihn ja dabei das ist mir ja alles klar *gg* das er erst 4 ist!!!


und zum thema dumme mama,irgendwo wurde hier geschrieben das muss er ja irgendwo gehört haben?
sicher nicht von mir,das wollte ich auch nochmals sagen.
er geht ja schon seid 2 jahren 2 mal in der woche in die krabbelstube damit er unter kindern ist,das er nämlich sehr sehr gerne ist.denn immer nur mit MAMA spieln wird mit der zeit ja auch langweilig!
Und er kommt momentan mit all möglichen sachen nach hause. :-)

wie gesagt ich weis das das alles normal ist ,und das das nicht "schlimm" ist ,ich wollte einfach wissen wie ihr das macht und evtl sich den ein oder anderen guten rat holen :-)

danke !

Beitrag von tauchmaus01 15.04.10 - 09:55 Uhr

Ist doch normal,

Fernseher bleibt tagsüber aus, damit ist ein Thema erledigt. Ausnahmen sollten das Wocheende sein und dann gemeinsam einen Film ansehen.
Wer sich nicht die Zähne putzt, bekommt auch nichts süßes mehr, dazu zählt dann auch Marmelade, Kuchen, Kekse usw. Wer sich ein paar Tage keine Zähne putzt muß zum Zahnarzt um nach Löchern zu suchen#cool

ALs Strafe TV Verbot finde ich merkwürdig, schaut er denn so oft das das schon eine Strafe wäre? Ich frage nur so, wir haben keinen TV da.

Meine "Strafen" haben immer einen Bezug zum "Thema".

Ist das Kinderzimmer nicht aufgräumt, kann eben keinen Freundin kommen, wer abhaut kommt an die Hand, da kann getobt werden wie sie wollen (diese Phase ist bei uns schon lange vorbei)
Wenn die Kinder zu mir "Dumme Mama" sagen, dann dürfen sie in ihremm Zimmer verschwinden. ABER.....wenn sie es aus Wut sagen, weil sie etwas unfair fanden, dann versteh ich sie sogar, in dem Moment finden sie es eben "dumm" und lassen so ihre Wut raus.....das überleb ich schon;-) es ändert ja dann nichts an der "Strafe"

Mona

Beitrag von marion2 15.04.10 - 12:50 Uhr

Hallo,

das hast du nun davon ;-) ich erkläre nicht mehr alles.

Versuchs Mal mit "weil das so ist" oder "aber nicht jetzt" oder "heute nicht"

TV-Verbot geht immer #schein macht den Fernseher aber unnötig interessant.

Lass ihn einfach "kaputt" gehen. Stecker raus -> fertig

Oder: Kinderkanäle verstellen - "huch, wo sind die denn hin"

;-)

LG Marion