Partnermonate

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von sunnyle 14.04.10 - 11:16 Uhr

Hallo zusammen,

ich hätte einige Frage und hoffe, ihr könnt mir etwas weiter helfen bzw. mir sagen, ob ich das richtig verstanden habe.

Ich bin derzeit schwanger und der voraussichtliche Entbindungstermin ist der 11.7.
Nun überlegt mein Mann, 2 Partnermonate in Anspruch zu nehmen.

D.h. wir hatten uns überlegt, dass er während meiner Mutterschutzzeit für die ersten beiden Lebensmonate die Partnermonate und Elterngeld beantragt. Das würde dann ja bedeuten, dass ich das Mutterschaftsgeld für die 8 Wochen nach der Geburt erhalte und zusätzlich würden wir 67% von seinem bisherigen Nettodurchschnittseinkommen der letzten 12 Monate vor der Geburt für den 1. und 2. Lebensmonat bekommen oder?
Für die Lebensmonate 3-12 würde dann für mich der Mindestsatz zur Auszahlung kommen, da ich derzeit geringfügig beschäftigt bin und dies auch während der Elternzeit weiterhin vor habe.

Nun hatte er sich überlegt, dass er während der Partnermonate nicht ganz zu Hause bleibt, sondern seine Stunden für diese 2 Monate auf 30 Std. die Woche reduziert -> würde bedeuten, dass er einen Teilbetrag vom AG bekommt und den Rest dann Elterngeld bis zu diesen 67%?

Muss der AG dem denn überhaupt zustimmen oder könnte der AG auch sagen, dass ist nicht möglich und er soll da dann entweder ganz zu Hause bleiben oder gar nicht?
Sein Vertrag müsste für diese Zeit dann ja geändert werden und dürfte das dann Probleme geben, nach diesen 2 Monaten wieder seine "normale" Vollzeitstelle anzutreten?

Und gibt es vielleicht irgendwo eine offizielle Seite, auf welcher explizit steht, dass ihm das Elterngeld parallel zu meinem Mutterschaftsgeld in den ersten beiden Lebensmonaten zustehen würde?

Irgendwie konnte ich bislang nur finden, dass sich der Erhalt von Mutterschaftsgeld und Elterngeld gleichzeitig ausschließt, allerdings erhält er ja kein Mutterschaftsgeld sondern ich.

Und dann noch meine letzte Frage:
Er muss die Elternzeit 7 Wochen vor Antritt beantragen. Aber wir wissen ja nicht, ob das Kleine pünktlich, zu früh oder zu spät kommt. Müsste er beim Arbeitgeber ein genaues Datum angeben oder reicht es da, wenn er ab Geburt angibt?

Puh, es ist jetzt doch etwas länger geworden. Wie ihr seht, Fragen über Fragen.
Vielen lieben Dank schonmal für eure Hilfe.
Lg Sonja

Beitrag von marion2 14.04.10 - 11:19 Uhr

Hallo,

http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Publikationen/Publikationen,did=89272.html

Der Vertrag deines Mannes bleibt auch in der Elternzeit der selbe.

LG Marion

Beitrag von sunnyle 14.04.10 - 11:23 Uhr

Hallo Marion,

vielen Dank, die Broschüre werde ich mir gleich mal durchlesen.

Wegen dem Vertrag müsste ich jetzt dennoch nochmal genauer nachfragen:
Habe ich das richtig verstanden, der Vertrag würde der selbe bleiben, d.h. er könnte nicht seine Stunden während der Elternzeit auf diese maximalen 30 Std. pro Woche reduzieren oder er könnte reduzieren und dies hätte dann keine Auswirkungen auf seinen Vertrag nach der Elternzeit?

Lg Sonja

Beitrag von lisasimpson 14.04.10 - 13:05 Uhr

der vertrag bleibt der selbe.
er kann beantrage, daß er "teilzeit in elternzeit" arbeiten möchte.
dem muß der Arbeitgeber aber nicht zustimmen. in aller regel wird er das aber tun (ist ja besser der arbeitnehmer kommt noch für 30 statt 40 stunden als gar nicht und für 2 monate lohnt es sich ja meist nicht jemanden einzustellen)!

lisasimpson

Beitrag von lisasimpson 14.04.10 - 13:03 Uhr

Hallo!

Also zu frage :"Das würde dann ja bedeuten, dass ich das Mutterschaftsgeld für die 8 Wochen nach der Geburt erhalte und zusätzlich würden wir 67% von seinem bisherigen Nettodurchschnittseinkommen der letzten 12 Monate vor der Geburt für den 1. und 2. Lebensmonat bekommen oder? "

ja- das stimmt so!

ihr könnt immer auch gleichzeit elterngeld beantragen. egal ob während deiner Mutterschutzzeit oder danach.
wir z.B, hatten parallel zueinander je 7 monaten Elternzeit- geht alles!

Wenn dein mann die 30 stunden arbeitet dan nist ads folgendermaßen:
angenommen er hat normalerweise 1000€ Netto (rechnet sich leichter:), dann hätte er 670€ elterngeld. wenn er jetzt 600€ dazuverdient, dann werden 1000€-600€=400€ als bemesungsgrundlage für dsa elterngeld genommen. von diesem Restbetrag bekommt er dann 67% (wären also in dem falle) ca 600€+ 266€=866€

Der Ag muß der elternzeit zustimmen (nicht aber der teilzeit in elternzeit- das ist ja nur evtl. möglich!) dein mann sollte frühzeitig seine nantrag abgeben und "ab geburt" angeben mit ET

lisasimpson

Beitrag von sunnyle 14.04.10 - 13:18 Uhr

Vielen lieben Dank! :-)

Das würde dann ja so gesehen sogar bedeuten, dass unterm Strich, wenn er diese 30 Stunden arbeiten dürfte, sogar mehr rausbekommen würde, als wenn er komplett daheim bleiben würde.

Und einen wirklich großen Verlust hätten wir auch nicht, da wir dann die 2 Monate in welchen er sozusagen die Partnermonate in Anspruch nimmt seine 67% erhalten von der Differenz des Dazuverdienstes + Dazuverdienst und das Mutterschaftsgeld. Das ist ja eine tolle Neuigkeit :-)

Vielen Dank, du hast mir wirklich sehr weiter geholfen.
Dann werde ich ihm heute mal die neusten Erkentnisse vorlegen, dass er das mit unserem AG absprechen kann.

Lg Sonja

Beitrag von lisasimpson 14.04.10 - 13:26 Uhr

ja- also das stimmt soweit auf jeden fall.
habe mir grad noch überlegt, ob dan nauch die "unter 1000€" regelung noch greift.
denn ist das elterngeld unter 1000€ wird pro 20€ um 1% aufgestockt. so hätte z.b. jemand, der 670€ elterngeld bekäme (rein rechnerisch) doch einiges mehr, da er nicht 67% eG bekäme sondern 730€.
kann also sein, daß in eurem falle dann, wenn durch die differnz ja dann unter 1000€ reines ELTERNGELD rauskäme das auch noch aufgestockt würde.

ich denke hier:
http://www.elterngeld.net/elterngeldrechner.html
kannste das mal ausrechnen lassen

lisasimpson

Beitrag von sunnyle 14.04.10 - 14:44 Uhr

Vielen Dank nochmal.

Ich habe das jetzt mal über den Elterngeldrechner der BMFSFJ berechnet, bei dem Rechner von dir hatte ich wohl irgendetwas falsch angegeben, denn der brachte mir immer, dass mein Mann vor der Geburt nur 280 Euro rausbekommen würde. Und das ist nicht der Fall ;-)
Aber die Berechnung sieht gut aus.

Also wenn das klappen würde mit den 30 Stunden dann wäre das wirklich toll.

Vielen lieben Dank für deine Hilfe du hast mir sehr weiter geholfen #blume

Lg Sonja

Beitrag von lisasimpson 14.04.10 - 15:09 Uhr

gerne geschehen.
ich persönlich würde euch dennoch empfehlen, euch so viel zeit wie möglich zu gönnen- also so wenig arbeit nebenbei wie´s geht:)

Genießt die zeit
lisasimpson

Beitrag von susannea 14.04.10 - 16:12 Uhr

Nee, die greift nicht. Die %-Zahl bleibt die, wie vor der Berechnug der Differenz.

Eigentlich kann nciht mehr rauskommen als ohne Elterngeld wenn man mehr als 300 Euro erhält!

Beitrag von lisasimpson 14.04.10 - 19:31 Uhr

o.k.- ist ja auch sinnvoll!

lisasimpson