Morgen Blutabnehmen - große Angst, wie nehmen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von annek1981 14.04.10 - 14:07 Uhr

Hallo,

wir müssen morgen mit unserem Großen (5 Jahre) zum Blutabnehmen. Er hat Heuschnupfen. Vor Ostern wurde bereits der Prick-Test gemacht, wo er ziemlich reagiert hat und jetzt soll halt nochmal Blut abgenommen werden. Er fragt jeden Tag danach, es beschäftigt ihn sehr und er hat Angst. Bisher waren wir nur mal von der KiÄ aus zum Blut abnehmen, wo kurz in den Finger gepiekst wird. Aber diesmal wird es ja so richtig wie bei uns Erwachsenen gemacht. Er weiß das auch. Wie kann man ihm die Angst nehmen? Geht das überhaupt? Wenn er alles überstanden hat, gehen wir in Spielzeugladen und er darf sich eine Kleinigkeit aussuchen, das weiß er auch.

Ich bin dankbar für Tipps.

LG Anne

Beitrag von barzoli 14.04.10 - 14:12 Uhr

Hallo Anne,

vielleicht kannst Du ihm ja vorher Emla Pfalster kleben und ihm dann die Geschichte vom Zauberpflaster erzählen.

Grüsse und viel Efolg
Barzo

Beitrag von quickys1 14.04.10 - 14:12 Uhr

Hallo Anne,

ich glaube nicht, dass du ihm die Angst nehmen kannst.
Du kannst nur hoffen, dass der Arzt es morgen gut macht und damit die Angst vorm nächsten mal nicht mehr so groß ist.
Erkläre ihm was genau gemacht wird und wie es ungefähr ist. Das klappt bei meineen immer ganz gut.

Ansonsten viel Gück für morgen

Lg. Nicole

Beitrag von diekleineivi 14.04.10 - 14:14 Uhr

Hallo Anne!

Unserer Maus wurde mit einem Jahr in der Armbeuge herumgestochert, daß ich es nicht ertragen konnte. Der Kinderarzt hat schlußendlich aufgegeben, eine Vene zu finden. Die Kleine mußte operiert werden und dafür war eine Blutentnahme vorher geplant. Im KH hat man uns dann gesagt, daß es in der Apotheke Emla-Pflaster zu kaufen gibt, die die Haut betäuben, dann tut der Pieks nicht so weh. Allerdings halten davon nicht alle Kinderärzte etwas, weil die Venen dann manchmal noch schwerer zu finden sind. Ich würd mal bei Deinem Kinderarzt nachfragen!

Ansonsten Alles Gute!

Ivi

Beitrag von sandra1610 14.04.10 - 14:20 Uhr

Hm, schwierig...
Bei meiner Tochter (3,5) wurde schon 3x Blut abgenommen (1x Allergietest, 1x vor einer OP und 1x zur Kontrolle). War kein einziges mal ein Problem. Sie hat nicht geweint, gar nichts. Sie hat auch davor keine Angst. Während der Blutabnahme hab ich ihr ein Pixibuch gezeigt und sie damit abgelenkt. Weiß aber nicht, ob das bei einem 5jährigen auch noch klappt. Der wird sich wohl nicht mehr so leicht ablenken lassen. Ich denke es ist schwierig, ihm die Angst zu nehmen. Denn es ist ja ganz natürlich und normal, dass er Angst davor hat. Sogar manchen Erwachsenen ist mulmig, wenn sie wissen, dass ne Blutabnahme ansteht.
Mehr als ihm ganz genau zu erklären, was auf ihn zukommt und die kleine Belohnung danach, wirst du wohl nicht machen können. Da muß er leider durch...

Viel Glück!

Lg, Sandra

Beitrag von evaundpaul 14.04.10 - 14:20 Uhr

Hallo,
wir hatten auch Blutabnehmen bei unserem 4-jährigen.
2 Wochen zuvor liess ich mir Blut abnehmen und da habe ich gesagt: Siehst Du, das tut gar nicht weh. Seine Antwort: Aber Mama, das ist ja ne Nadel!?
Tut trotzdem nicht weh, weil es nur ne ganz kleine ist, sagte ich.
Am Tag des Blut abnehmens war dann zufällig noch der Opa vor uns dran und da war seine Angst fast weg. Denn Opa hat auch gesagt, das tut nicht weh.
Leider musste man dann zwei mal stechen. In der Armbeuge hat er gar nichts gespürt aber da kam leider kein Blut. Und auf der Hand tat es wohl doch weh, da hat er geweint. Schade. Aber er hat nie wieder was davon erwähnt. Vielleicht kannst Du Dir im Rahmen der Vorsorge auch Blut nehmen lassen und Ihn mitnhemen zu zuschauen?
Viel Erfolg, Eva

Beitrag von kathy04 14.04.10 - 15:11 Uhr

"Siehst Du, das tut gar nicht weh."

wer sowas seinem kind sagt, der lügt! eine blutabnahme tut natürlich weh und sie ist auch nicht nur ein "kleiner pieks".

sie geht schnell, sie muss sein - ja! aber weh tut sie auch.

Beitrag von brotli 14.04.10 - 14:43 Uhr

hallo,
den tip mit dem pflaster hast du ja schon bekommen, den würde ich dir auch geben.

mach es an beiden armen und erzähle von dem zauberflaster das da drauf kommt.
mein sohn war gut 5 jahre alt und es klappte mit diesem pflaster sehr gut, ohne hätte ich es nicht versucht bei ihm, aber auch da ist jedes kind anders, nur meiner hätte vor panik alles umgeschrien und gehauen und so saß er ganz ruhig auf meinem schoss und hat ein buch angesehn während gepickst wurde.


l.g.

Beitrag von amaramay 14.04.10 - 14:53 Uhr

Hallo, ich kann die Angst deines Sohnes gut verstehen, aber es wird um so einen kleinen Pieks so ein Wind gemacht, davon stehen mir die Haare zu Berge. Es gibt Kinder, die werden jeden Tag gestochen, aufgrund von schweren Krankheiten. Die bekommen Rückenmarkpunktionen etc. pp.
Also Augen zu und durch.

Und ich weiß wovon ich spreche. Meinem Sohn würde im letzten Jahr bestimmt 30 Mal aus der Vene Blut abgenommen und das eine Woche davon zwei Mal täglich, danach wöchentlich etc.

LG D.

Beitrag von tauchmaus01 14.04.10 - 15:05 Uhr

Weißt Du, nur weil andere Kinder das täglich ertragen müßen, heißt es ja nicht das es nicht wehtut.

Ich finde Blutabnehmen schrecklich, man kann es biegen und drehen, es tut weh. Einem Kind zu erzählen es tut nicht weh finde ich bedenklich.
Das Dein Kind Freudenhüpfer gemacht hat kann ich mir auch kaum vorstellen, eher das man sich daran gewöhnt. Aber wenn einem Kind das erste Mal eine Nadel in die Haut geschoben wird, dann darf es Angst haben.

Zur TE, wir nehmen IMMER Emla Pflaster und unser Kinderarzt hat die sogar in der Praxis vorrätig zum Blutabnehmen.
In unserem Krankenhaus gibt es die auch und dazu bekommt jedes Kind dann noch eine Tapferkeitsurkunde wo auch das Zauberpflaster erwähnt wird.


Mona

Beitrag von kathy04 14.04.10 - 15:08 Uhr

meine tochter hat auch heuschnupfen und bekommt eine hyposensibilisierung, d. h. alle 2 - 3 wochen 1 spritze. davor hat sie eine blutentnahme bekommen. ich habe in der apotheke emla-pflaster gekauft. die klebst du auf eine gute vene, lässt 1 std. einwirken - und kind merkt nix mehr.

für die hyposensibilisierung habe ich emla-creme gekauft, da brauche ich nur einen winzigen klecks an der einstichstelle, dann klarsichtfolie rum, fertig. meine tochter sitzt alleine auf dem stuhl, hält superstill, vertraut voll auf ihre ZAUBERCREME.

meine tochter hat mit knapp 4 mit der hypo angefangen.

vg kathy

Beitrag von krokolady 14.04.10 - 15:11 Uhr

Das Emla-Pflaster nur kleben wenn er eine wirklich dicke und gut sichtbare Ader hat!
Ansonsten wird es für den Arzt noch schwerer gescheit was zu finden!

Meine Tochter hat schon locker um die 100 Blutabnahmen hinter sich - aber mag sie immer noch nicht.

Ich erzähl ihr immer das der Doktor etwas Blut braucht, und das es einmal kurz pieckst.......verschönere also nichts!

Ich denk mit 5 Jahren kann ein Kind sehr wohl begreifen das des notwendig ist....auch öhne schönreden oder Bestechung!

Beitrag von dream22 14.04.10 - 19:46 Uhr

sehe ich auch so#pro. Das Leben ist eben kein Ponyhof;-)

Beitrag von gismomo 14.04.10 - 15:42 Uhr

Hallo Anne,

ich fürchte, mehr kann man nicht machen - da muss er leider durch.

Ich würde es auch so machen wie du, auch mit der versprochenen Belohnung, aber ich würde versuchen, nicht jeden Tag darüber zu reden. Ich würde ihm schon klar sagen, dass es kurz wehtut, aber nicht so, dass man es nicht aushalten kann. Und dass ich sicher bin dass er das schafft. Eventuell noch eine Geschichte von dir erzählen, als du ein Kind warst, und es dir genauso ging, und wie stolz du warst als du es geschafft hast, etc.

Ich wurde als Kind mal von einem Arzt angelogen, der behauptet hat, es würde gar nicht wehtun - das war für mich ein Riesenvertrauensbruch, zu dem Arzt bin ich nicht mehr hingegangen. Wenn mir jemand vorher genau erklärt hat, wie es ablaufen wird, und was mich erwartet, habe ich es dagegen immer aushalten können.

So mache ich es auch bei meinen eigenen Kindern. Leider gibt es im Leben viele Situationen, die weh tun - wegzaubern kann man die nicht, man kann sie versüßen, aber man sollte auch ehrlich sein und nichts verheimlichen.

Es gibt sicherlich auch gute Kinderbücher zu dem Thema, wäre das vielleicht was für euch?

lg
K.

Beitrag von nicoletta24 14.04.10 - 16:15 Uhr

Hallo,
ich muss Krokolady zustimmen was das Emlapflaster angeht! Gerade bei Kids sind die Venen sehr dünn und tiefl8iegend und wenn man dann noch ein Lokalanästhesierendes Pflaster aufbringt werden sie noch schwrer zu ertasten sein! Ein guter Arzt macht Eisspray oder Emla eh auf die Vene wenn das Kind Angst hat!
Mein Sohn muss leider auch häufiger Blut entnommen bekommen und ich bin da von Anfang an erlich gewesen und habe ihm gesagt5 das es sticht aber erträglich ist und nur kurz wenn er dann auch stillhält und nicht wegzieht und weint!

LG

Nicole

Beitrag von picco_brujita 14.04.10 - 19:44 Uhr

ich kann dir nur einen tipp geben:
bleib ehrlich.
die angst kannst du einem kind nicht nehmen, du kannst es nur ein wenig abschwächen bzw. ihm die sicherheit geben, dass du dabei bist und das es nichts schlimmes ist.
es wird richtig abgenommen - er wird einen bluttest machen über den die allergene getestet werden.
zumindest denke ich das. bei meiner tochter wurde das auch gemacht - allerdings im winter wenn keine blütezeit ist.

wenn mein kind mich fragt ob etwas weh tut, dann sag ich ihr das auch - aber eben auf kindgerechte weise, aber ich lüge sie nicht an. das macht mich als mutter sonst unglaubwürdig, wenn ich sage es tut nicht weh und dann tut es doch weh - du verstehst was ich meine?!

lg
brujita

Beitrag von schnullabagge 14.04.10 - 20:54 Uhr

Hallo!
Wahrscheinlich hat sich die Lage schon ziemlich hochgeschaukelt. Ich denke, ihr solltet das ganze als was ganz normales und weniger großes Ding abtun. Klar piekst es, aber mehr ja auch nicht.
Wenn man immer wieder davon reden und "erklärt", gerade im Vorfeld so lange, dann steigern die Kinder sich da einfach in was rein.
Versuch die Kurve zu bekommen und vermittel ihm, dass es was alltägliches ist in der Arztpraxis, wo viele Leute hingehen und ausser dem Pieks alles ganz harmlos ist. Auch die Sache mit dem Geschenk setzt ihn unter Druck. Daraus wurde nun diese große Sache und die Nerven liegen blank.
Wünsche dir starke Nerven!

LG Steffi