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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von frauke131 14.04.10 - 15:00 Uhr

Hallo!

Mein Sohn ist in der ersten Klasse und tut sich schwer. Rechnen geht mittlerweile, aber das Lesen ist echt ein Drama. Wir üben jeden Tag (er will das!), aber er hängt sehr inerher. Er kann einige Buchstaben zusammenziehen und rät dann! Er sit eigentlich ein schlaues Kerlchen, aber dieses Abstrakte mit Ziffern und Buchstaben will nicht in den Kopf! Ich selbst war ein schlechter Leser, habe dann Germanistik und Philosophie studiert und bin ein zügiger Leser!

Eine Weile habe ich ja versucht, locker zu beliebn, aber mittlerweile fällt mir das schwer. Ich weiß, man sollte nie vergleichen....ABER ALLE können das besser#schmoll

Ich weiß nicht, wie ich ihm noch helfen kann und mache mir ernsthaft Sorgen, ob er in der 2.Klasse zurechtkommt!

Legastheniker ist er nicht, er verwechselt Buchstaben nicht, ersteht auch, wenn er mal was "erlesen" hat!

Bitte helft mir mit Euren Ratschlägen!

LG

Beitrag von frauke131 14.04.10 - 15:01 Uhr

oh, Gott. Ich habe eigentlich auch keine Rechtschreibschwäche....#schwitz


Beitrag von gr202 14.04.10 - 15:06 Uhr

Üben, üben, üben!!!

Mein Sohn ist auch in der ersten Klasse, vor Weihnachten habe ich noch gedacht, das wird nie etwas geben. Und plötzlich - wirklich von einem Tag auf den anderen - klappt es. Zwar nicht so gut, wie bei seinem Freund und es werden auch mal Buchstaben verwechselt (n-m, b-d), aber ich bin begeistert.

Die Kinder müssen jeden Tag lesen und dann die Eltern unterschreiben lassen, für 7 Unterschriften bekommen die Kinder in der Klasse einen Buchstaben zum Ausmalen und an die Wand kleben und da kleben seit Beginn des 2. Halbjahres schon wirklich viele Buchstaben.

Zudem hat die Klasse mit Antolin gestartet und mein Sohn ist total stolz, wenn der die Fragen richtig beantwortet.

Also, nicht die Hoffnung aufgeben!

Gruß GR

Beitrag von tauchmaus01 14.04.10 - 20:32 Uhr

Huhu, bei uns wird das lesen über auch belohnt.
für 10 Minuten vorlesen unterschreiben wir Eltern und für 5 Minuten Kopfrechnen auch. Bei 10 erreichten Unterschriften bekommen die Kinder einen Hausaufgabengutschein#huepf

Beitrag von katjafloh 14.04.10 - 15:14 Uhr

Üben, üben, üben ... und die Buchstaben in Lautschrift vorsagen. Also ein M ist kein EM sondern ein MMh. Und ein D ist kein DE sondern ein Ddh. Das hilft deutlich die Silben zusammen zu ziehen.

Manche Kinder brauchen eben etwas länger. Bei meinem Sohn in der Klasse sind auch einige, die gerade beim Lesen noch Schwierigkeiten haben.

Was sagt denn die Lehrerin dazu? Ist es noch ihm Rahmen? Ansonsten würde ich evtl. über eine Wiederholung der 1. Klasse nachdenken. Denn besser jetzt noch, als wenn es sich dann durchs ganze Schulleben zieht.

Lg Katja

Beitrag von frauke131 14.04.10 - 15:20 Uhr

Seine Lehrerin (bestimmt mehr als 30Jahre im Schuldenst) sagt, dass es noch im Rahmen ist und er auf jeden Fall versetzt werden sollte! Bei manche dauere es bis in die 2. Klasse rein, dass das Lesen klappt. Ich bin ja froh, dass er sich nicht mehr gegens Üben sperrt, sondern von sich aus kommt!

Beitrag von katjafloh 14.04.10 - 15:24 Uhr

Wenn er freiwillig viel übt, dann sehe ich da auch kein Problem. Wenn dann einmal der Knoten geplatzt ist, dann geht das ganz schnell. #pro Ich drück Euch die Daumen.

Lg Katja

Beitrag von frauke131 14.04.10 - 15:27 Uhr

Kann es siein, dass Jungs diese Schwierigkeiten häufiger haben als Mädchen? Meine Tochter wurde letztes Jahr eingeschult, bei flutschte alles von selbts...

Beide waren 6 3/4, als sie eingeschult wurden und hatten ja die gleichen Voraussetzungen..

Beitrag von katjafloh 14.04.10 - 15:33 Uhr

Nö, könnte ich nicht sagen. Meiner war 7 als er eingeschult wurde. Er ist der Beste mit in der Klasse. In seiner Klasse sind sehr viele Jungs sehr gut, die die mit lesen Schwierigkeiten haben, sind bei ihm in der Klasse alles Mädchen.

Kommt halt drauf an, was dem KInd liegt. Einer hat halt Probleme in Mathe und kann dafür gut lesen, der ander hat halt Probleme mit dem Lesen. Oder dem Kind liegen dann dei künstlerischen oder wissenschaftlichen Fächer besser.

LG Katja

Beitrag von haarerauf 14.04.10 - 16:30 Uhr

Hallo,

bei der ersten Klasse meines Sohnes ist das Lesen eine schiere Katastrophe. Die Jungs lesen genauso schlecht wie die Mädels.

Meine Tipps für Dich:

Üben, Üben, Üben.

Generell vielleicht hilft ja die Flohkiste, die bieten ein Belohnungsprinzip an für die Leser, Vordrucke für 6 x 5/10 Min. Lesen, die Eltern müssen unterschreiben und dann darf das Kind ein Blatt an einen Baum oder ein Stück Raupe ankleben, da muß a) die Lehrerin/Lehrer mitmachen, b) 3? Kinder die Flohkiste abonniert haben.

Laut lesen! Laut lesen ist viel effektiver als leise lesen.

Wir haben bei uns in der Klasse ein "Lesestudio" eingerichtet.

3 Mamas erklären sich 1 x die Woche bereit 30 Minuten mit den Kindern der Klasse zu lesen, die Lehrerin stellt die Nebenräume zur Verfügung (Garderobe/Umkleide, PC-Raum, Gang mit Bank) und je eine Mama liest mit irgendeinem Kind ca. 5 Minuten und fragt danach Dinge des Textes.

Vielleicht kannst Du dass den Elternsprechern/Lehrerin vorschlagen.

Ich habe einen 1. Klasse Buben und es ist ein himmelweiter Unterschied zu seiner vor Jahren 1. Klasse Schwester.

Im Lesestudio bin ich aktiv und muß sagen, es gibt keinen Unterschied zwischen Jungs und Mädels. Auch nicht zwischen deutschen und nichtdeutschem Hintergrund.

Manche Kinder stammeln die Buchstaben andere lesen ganz o. K. zwei oder drei lesen recht flüssig.

Lesen. Lesen. Lesen.

Ein Thema dass mich als eingefleischte Leseratte und Dauerbesucher der Bücherei sehr arg mitnimmt.

Verzeih meine Länge ;-)

LG Haarerauf

Beitrag von tattel 14.04.10 - 16:31 Uhr

Hi,

meine Große hat auch lange gebraucht, bis sie einigermaßen lesen konnte. Aber dann, Ende 2. Klasse, hats auf einmal "klick" gemacht.

Inzwischen ist se ne Leseratte geworden.

Übe weiter mit ihm und laßt Euch nicht entmutigen, das wird.

LG

Tanja 9,8,5,2

Beitrag von 3wichtel 14.04.10 - 17:20 Uhr

Ich kann nur empfehlen, zu Hause mit Intra Act zu üben:

http://intraactplus.de/index.php?id=25


Das Konzept ist ursprünglich für Kinder mit LRS entwickelt worden, wird aber mittlerweile auch in vielen Grundschulen eingesetzt als ganz "normales" Lehrsystem (statt Fibel).

Die Tochter meiner Freundin hat damit innerhalb von 3 Monaten mit 10min. täglich alle Rückstände aufgeholt.
Das Konzept ist mit 25€ kein Schnäppchen, der Erfolg ist das Geld aber m.M.n. wert.

Beitrag von sternschnuppe24 14.04.10 - 21:47 Uhr

Hallöchen,

lass dich mal #liebdrueck

Also mein Tipp wäre:
Trotz alle dem, das er vielleicht mehr lesen müsste, aber lasse ihn erstmal kurze wörter lesen, keine Texte.
Wenn er noch schwierigkeiten hat, würde ich ihm ein paar Blitzwörter ausdrucken ( in, so, ob, der, die, das, unten, oben, ) usw. Damit das zusammenhängen sicher klappt.

Wenn Bücher, dann Bücher mit vielen Bildern, die das Hauptwort ersetzten. Damit er sich erholen kann. Dann ist der Erfolg besser sichtbar wird.

Ich kann auch das Buch

ABC der Tiere (lesen in Silben) sehr empfehlen, da sind sie Silben schwarz/rot.

Viel Glück

Lieb Grüße Nadine

Beitrag von frauke131 15.04.10 - 08:25 Uhr

#danke an alle fürs Mutmachen und Eure Tipps! Ich hoffe mit den Hilfestellungen kann ich meinem Sohn den Zugang zum Lesen erleichtern!

Beitrag von manavgat 15.04.10 - 10:27 Uhr

Du kannst Reifung - und das ist hier die Schwierigkeit - nicht beschleunigen.

Es ist normal, dass Kinder unterschiedlich lange brauchen. Von ein paar Tagen bis zu 2 Jahren liegt alles im Normbereich. Manchmal geht ein Fenster auf, es macht Klick und das Kind kann Lesen.

Nimm den Druck raus. Er wird es schon lernen, wenn er regelmäßig aber nicht zu viel übt.

Gruß

Manavgat