Für was braucht man einen Geburtsplan?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von babybamsi 14.04.10 - 15:32 Uhr

Die frage steht ja eigentlich schon oben, was macht man mit dem? Wieso sollte man da alles aufschreiben, ich kann doch reden oder? Oder macht man das und drückt dem der Hebi in die Hand, hä? Habe wirklcih keine Ahnung, habe das heute zum ersten mal gelesen :-)

Für was mädels macht ihr das? Brauch ich das auch?

Beitrag von tm270275 14.04.10 - 15:36 Uhr

Hi Du,
das ist jeder Frau seine ganz persönliche Sache... Ich für mich hatte so was auch nicht und hab das bis heute auch nicht gekannt.

Vor meiner 1. Geburt im letzten Jahr habe ich mir bewusst keine allzugroßen Gedanken im Vorfeld gemacht. Ich wollte es auf mich zukommen lassen, zumal es bei der 1. Geburt ja wirklich "absolutes Neuland" ist.... Das war für mich auch total richtig - ich hab mich einfach drauf eingelassen und es war gut. Mein Mann und ich und die Hebamme haben wunderbar "zusammen gearbeitet" und das war gut so.

Ich werde es auch diesesmal so machen - ich lass es wieder auf mich zukommen ...

Alles Liebe für DICH!
Tessa

Beitrag von nele27 14.04.10 - 15:39 Uhr

Ich hatte keinen und mache keinen, aber es geht eben darum, seine Gedanken zu ordnen und seine Wünsche schon mal vorab loszuwerden - damit man nicht unter den Wehen rumdiskutieren muss. Nicht jede Hebamme in jedem KH liest der Schwangeren die Wünsche von den Augen ab ;-)
Manche (auch ÄRzte) wollen sogar unbedingt ihre Vorstellungen durchdrücken #schock Auch im Wochenbett. Da heißt es gern mal "Aber ihr Baby braucht jetzt xyz (Schnuller, Flasche etc.)" Und nicht jede ha die Kraft ständig zu diskutieren. Und so kann man vorher gleich en bisschen Sicherheit bekommen...

LG, Nele
die ihre Wünsche lautstark rausposaunt :-)

Beitrag von bhiala 14.04.10 - 15:41 Uhr

Also ich glaube nicht das man einen Geburtsplan braucht ! ich denke man kann das nicht wirklich planen oder kann mir jemand sagen was es da zu planen gibt ?

Beitrag von tuttifruttihh 14.04.10 - 15:42 Uhr

Für den Fall, dass Du Deine Wünsche unter Wehen vielleicht nicht klar äußern kannst oder es einen Schichtwechsel gibt. Grad in großen Kliniken ist es nicht verkehrt, wenn mans aufschreibt. So kann niemand behaupten, er hätte von den Wünschen nichts gewusst. Ob es dann nach den Wünschen abläuft kann man natürlich weder planen, noch vorhersehen. Aber schaden tut so ein Plan doch nicht, oder? Ich habe einen gemacht und gehe so auf Nummer Sicher, dass ich nachher nicht sauer auf meinen Mann bin, weil er meine Wünsche nicht geäußert hat.

Vielleicht vergisst Du unter der Geburt auch einfach das eine oder andere (zum Beispiel, dass Du nicht möchtest, dass Dein Baby einen Schnuller bekommt) und ärgerst Dich im Nachhinein.

Beitrag von melinda-10 14.04.10 - 15:42 Uhr

Ich weiß auch überhaupt nicht wozu man einen Geburtsplan braucht. Ich finde, dass ist totaler Blödsinn. Man sollte doch auch im Stande sein ohne einer Liste oder Plan sich Gedanken über etwas zu machen.

Grausam wie manche Frauen mit so einem Mist verrückt gemacht werden!!!

Sorry, aber das ist meine Meinung dazu.

Liebe Grüße

Beitrag von qrupa 14.04.10 - 16:08 Uhr

Hallo

naja, der Geburtsplan IST ja das "sich Gedanken machen" und diese schriftlich festhalten.

Viele Maßnamen, die in Kliniken oft zur Routine gehören haben nachweislich KEINEN Nutzen oder bringen eher sogar Risiken für den Geburtsverlauf. Und nicht jede Frau kann/ will unter Wehen noch mit Ärzten/ Hebammen über Maßnahmen diskutieren bei einem Schichtwechsel evtl sogar mehfach.

Wo ist das Problem aufzuschreiben

ich lehne einen Dammschnitt/ Sprengung der Fruchtblase, Dauer CTG, Braunüle,... ab ?

Oder auch für unplanbare Dinge sowas wie "im Falle eines KS soll das Baby nicht gebadet und angezogen werden bis ich Zeit für das Bonding hatte"

Ich finde nicht, dass das etwas mit verrückt machen zu tun hat. Sicher, man kann nicht alles planen, aber die Dinge, die bei einem selbst liegen sollte man auch bekommen können ohne viel zu diskutieren und nicht in allen Kliniken ist sowas selbstverständlich. Aber nicht jede Frau legt Wert darauf selbstbestimmt ihr Baby zu gebären, vielen reicht es entbunden zu werden.

LG
qrupa

Beitrag von mami71 14.04.10 - 15:44 Uhr

Hallo,
ich höre zum ersten mal von einem Geburtsplan.
Dies ist meine 6. SS und ich kenn das nicht.
Ich wüßte gar nicht, was ich da aufschreiben soll.
Ich habe meine Hebamme nun schon fast 20 Jahre und wir haben immer vorher schon einpaar mal über die geburt gesprochen wie was ablaufen könnte.
Aber während der Geburt selber kommt es sowieso meißtens anders.
Ich wollte so gerne mal eine Wasser Geburt. Das haben wir auch vor 12 Jahren versucht.
Das Ergebnis war, das ich diese Wärme gar nicht ab konnte.

LG
Jana

Beitrag von qrupa 14.04.10 - 16:11 Uhr

Hallo

wenn du seit 20 Jahren die gleiche Hebamme hast wird sie deine Einstellung sicher gut genug Kennen. Wobei es bei einem Geburtsplan auch weniger darum geht zu sagen "ich will eine Wassergeburt" sondern eher sowas wie "ich will kein Dauer CTG, Sprengung der Fruchtblase,... " oder "mein Baby soll keinen Schnuller bekommen,..."

LG
qrupa

Beitrag von babylove05 14.04.10 - 16:01 Uhr

Hallo,

abgesehen davon das ich eh ein KS bekomm, wuerde ich mir keinen Plan machen , den es kommt eh immer andrest als man will.... Und ich mir vorstellen kann , das man seine meinung unter wehen auch sicher gern weider aendert...

Aber naja ist halt jeden sich selber ueberlassen.

Lg Martina

Beitrag von qrupa 14.04.10 - 16:14 Uhr

Hallo

ich hatte einen KS und habe auch das in meinem Geburtsplan bedacht. Und wenn es nur solche Dinge sind wie "der Vater soll die ganze Zeit beim Baby bleiben", "baden und Anziehen erst wenn ich zeit für's Bonding hatte", "wiegen und messen erst nach dem Bonding",...

Es geht bei einem Geburtsplan eher um grundsätzliche Dinge, die man will oder auch ablehnt. Nicht darum in welcher Position man sein Baby bekommen will.

LG
qrupa

Beitrag von qrupa 14.04.10 - 16:23 Uhr

Hallo

in einem Geburtsplan (das Wort ist eigentlich ziemlich blöd dafür) schreibt Frau auf, welche Maßnahmen sie grundsätzlich ablehnt oder befürwortet.

Ich für meinen Teil will mein Baby selbstbestimmt bekommen und nicht einfach nur entbunden werden.

Allerdings setzt das voraus, dass man sich genau mit dem Thema Geburt auseinandersetzt.

Ich hätte keine Lust, falls es eine KKH Geburt werden sollte, wenn ich Pech habe gleich mit mehren Hebammen zu diskutieren, warum ich eine Sprengung der Fruchtblase ablehne, dass ich selbst entscheiden will in welcher Position ich mein Baby bekomme, dass ich keine Braunüle haben will, kein Dauer CTG, keinen Dammschnitt aber einen guten Dammschutz...

Es mag KLinken geben, wo das alles elbstverständlich ist, nur großartige, mitfühlende und aufopfernde hebammen arbeiten, die der Frau jeden Wunsch von den Augen ablesen können, aber die Regel ist das sicher nicht. Das merkt man spätestens wenn man hier die Geburtsberichte liest.

Und die Dinge, die ich planen kann, will ich auch selbst entscheiden.

Und meine Erfahrung ist eher, dass man mit einem ausführlichen Geburtsplan ernster genommen wird und nicht als ahnungsloses Dummchen abgestempelt wird.

LG
qrupa