Freundin wird rausgemobbt - Jemand aus der Buchhaltung hier?

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Beitrag von cassiopeia68 14.04.10 - 15:45 Uhr

Hallo!

Meine Freundin arbeitet seit einem Jahr TZ in der Buchhaltung einer Einrichtung im öffentlichen Dienst.
Sie arbeitet mit einer Kollegin zusammen, die seit 20 Jahren in den Betrieb ist und VZ dort arbeitet.

Jeder Fehler, der meiner Freundin unterläuft, hält die Kollegin dem Vorgesetzten unter die Nase.
Es gibt einmal in der Woche eine Dienstbesprechung, in der die Kollegin immer wieder betont, wieviel Fehler meine Freundin doch macht und dass das mit der Vorgängerin doch soviel besser war.

Meine Freundin hat schon besagten Vorgesetzten ins Vertrauen gestoßen, der aber voll hinter der Kollegin steht.

Nun ist im Rahmen einer Betriebsprüfung ein Beleg verschwunden, den die Prüfer haben wollten.
Natürlich ist es ein Beleg, der zu einer Buchung meiner Freundin gehört.
Sie ist sich sicher, alles korrekt abgelegt zu haben und hat alle Akten nocheinmal durchgesehen - weg!!!

Sie vermutet, dass besagte Kollegin die Finger im Spiel hat und rechnet mit einer Abmahnung.

Was kann sie tun? Wie kann sie sich vor weitern Übergriffen schützen?



Beitrag von yale 14.04.10 - 15:56 Uhr

Ist in der Firma ein Betriebsrat?

Ich würde mich an der Stelle deiner freundin bei den Vorgesetzten bereit erklären ein Eidestaatliche Erklärung abzugeben das sie die Unterlagen ordnungsgemäß abgeheftet hat.

Sicherlich hat die Kollegin auch zugriff auf die Akten deiner Freundin,somit kann es jeder gewesen sein.

Zum anderen würde ich die kollegin persönlich darauf ansprechen was sie gegen sie und ihre Arbeit hat.

Auf fehler kann man jemanden auch unter vier augen aufmerksam machen da muss man nicht direkt zum chef rennen.

Mobbing ist ein schweres thema,wenn sie sich nicht mehr wohl fühlt in der Firma würde ich versuchen mir eine andere Stelle zu suchen,hat ja kein sinn das sie sich nervlich fertig macht und vielleicht noch an sich selbst zweifelt und Depressionen bekommen.

Alles gute

Beitrag von ppg 14.04.10 - 16:36 Uhr

Jeden Fehler beim Chef petzten ist kein Mobbing - soche Mitarbeiter sind einfach nur Kollegenschweine denen man am besten aus dem Weg geht.

Notfalls auch bei einem anderen Arbeitgeber

Ute

Beitrag von petunia72 14.04.10 - 18:15 Uhr

Und was ist dann Mobbing?

Beitrag von ppg 14.04.10 - 18:44 Uhr

http://mobbing.suite101.de/article.cfm/mobbing_am_arbeitsplatz

Ausgrenzung ist in dem Zusammenhang ein wichtiges Kriterium

Ute

Beitrag von sassi31 14.04.10 - 18:09 Uhr

Hallo,

ich würde mich auch an den Betriebsrat oder einen Vorgesetzten wenden.

Was den verschwundenen Beleg betrifft, so soll sie eine Kopie anfordern (sofern es sich um eine Rechnung handelt). Betriebsprüfer erkennen das durchaus an. Es kann immer mal passieren, dass ein Beleg falsch abgeheftet wird und nicht auf Anhieb gefunden wird.

Gruß
Sassi

Beitrag von nick71 14.04.10 - 18:50 Uhr

Ich will deiner Freundin nix, aber vielleicht macht sie so viele Fehler bzw. ihren Job so schlecht, dass es praktisch unzumutbar ist, mit ihr zusammenzuarbeiten (ich habe mit solchen Kollegen auch schon zu tun gehabt...und angenehm ist was anderes).

Wobei ich es natürlich absolut nicht ok finde, wie die besagte Kollegin vorgeht...nur um das auch noch mal ganz klar zu sagen.

Da der Vorgesetzte offensichtlich auf der Seite der Kollegin steht, sollte sie sich ggf. mal an dessen Vorgesetzten wenden und die Situation schildern. Oder halt an den Betriebsrat...wie hier ja auch schon geraten wurde.

Beitrag von sassi31 15.04.10 - 01:39 Uhr

Auch das ist eine Möglichkeit.

Ich hatte mal eine Kollegin, die war super lieb und man konnte ganz toll mit ihr zusammen arbeiten. Irgendwann hat sie angefangen total viele Fehler zu machen. Falsche Sachkonten bebucht, ganze Berge von Eingangsrechnungen falschen Mandaten zugebucht usw.. Anfangs habe ich das stillschweigend korrigiert. Dann habe ich ihr das immer gesagt und sie selber korrigieren lassen. Irgendwann hat der Chef es bemerkt (hat häufiger selber Infos aus der Buchhaltung gezogen) und sie schließlich entlassen. Angeschwärzt beim Chef hat sie aber keiner.
Im Nachhinein denke ich, es wäre besser gewesen, den Chef zu informieren. Tatsächlich hat sie noch viel mehr Fehler gemacht, als ich damals bemerkt habe. Ich habe noch 2 Jahre später immer wieder falsche Buchungen gefunden und musste vor allem zum Jahresabschluß etliche Korrekturbuchungen, Stornos und Neubuchungen durchführen. Nochmal würde ich keinen Kollegen decken und mit durchziehen. Dafür musste ich einfach zuviel ausbügeln und ausbaden.

Fehler machen alle. Es kommt halt nur darauf an, wie oft Fehler gemacht werden, ob es immer wieder die Gleichen sind und ob man es abstellen kann. Nur würde ich immer erst den Kollegen ansprechen und nie direkt zum Chef gehen. Vor allem nicht vor versammelten Kollegen. Da gehört sowas einfach nicht hin.

Beitrag von oldma 14.04.10 - 20:34 Uhr

... das der beleg verschwunden ist, ist kein wirkliches drama. edv-technisch kann genau gesehen werden, wer den beleg gebucht hat. und dann kommt es noch darauf an, was es für ein beleg ist. rechnungskopien oder überweisungsavise können vom kunden oder auftraggeber nachgefordert werden. an stelle deiner freundin hätte ich sofort da angerufen und zunächst um ein fax gebeten. dann hat sie einen beleg, um ihre buchung nachzuweisen. die sachliche abzeichung hätte ich persönlich in angriff genommen und den entsprechenden kollegen/in direkt mit dem neuen beleg aufgesucht. fertig aus, kein ärger. hätte sie garantiert innerhalb einer halben stunde hingekriegt. wenn es sich um ein betriebsinterna handelt, hätte ich einen ersatzbeleg gefertigt, vom abt. leiter unterzeichnen lassen und hätte mich dabei entschuldigt, dass ich den ursprungsbeleg gerade nicht finden kann und gerne später nochmals ausgiebig suchen werde. es spricht aber nicht gerade für das betriebsklima, wenn in einer dienstbesprechung das verhalten der kollegin vom abteilungsleiter tolleriert wird. hat denn der abtltr. bereits mit deiner freundin gesprochen? er ist ja zu jahresgesprächen verpflichtet.

Beitrag von my.jessi 14.04.10 - 21:24 Uhr

Hallo

ich hatte eine Zeit lang auch so eine Kollegin. Die hat mich nur fertig gemacht obwohl ich nichts verkehrt gemacht habe. Das war schrecklich! So wollte ich nie wieder arbeiten. Ich habe die Abteilung zum Glück nach kurzer Zeit gewechselt, sonst hätte ich wohl gekündigt.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich lieber irgendwo putzen gehen würde als noch mal unter solchen Voraussetzungen zu arbeiten. Wenn man dazu noch Fehler macht und die Kollegen auch noch einen Grund zum Meckern haben.....

Andererseits ist es auch so, dass man auch keinen Spaß daran hat, mit Leuten zusammen zu arbeiten die ständig Fehler machen. Denn so, wie du es beschreibst, macht sie schon recht viele Fehler. Mit so jemandem wollte ich auch nicht arbeiten. Wir haben bei uns auch schon Leute entlassen weil ich sagte, dass man so nicht arbeiten kann. Wenn ich alles nachkontrollieren muss, kann ich es auch gleich allein machen. Meine eine Kollegin konnte nicht mal kopieren! Das ging gar nicht!

Beitrag von manavgat 15.04.10 - 11:11 Uhr

Ich würde einen Versetzungsantrag stellen wegen Mobbings.

Hier muss offensiv vorgegangen werden!

Gruß

Manavgat