Ist das bei euch auch so? Oft Knatsch nach KiGa oder Kinderturnen

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mick 14.04.10 - 16:37 Uhr

Hallo ihr Lieben!
Sagt mal - mir fällt auf, dass mein Sohn (fast 4) ganz häufig direkt nach dem KiGa oder dem Kinderturnen oder einem anderen schönen "event" von jetzt auf gleich ein Mega-Trotzphase hat.
Nach dem KiGa - BEsuch geht das noch los, bevor wir zu Hause sind ... mit irgendwas ganz banalem ... es ist so banal, dass mir gerade nichts einfällt. Aber er steigert sich dann so was von darein, was meist mit "ich mache überhaupt nichts" - "ist mir doch egal" o.ä. und Schreien endet!

Ich versuche, ihn aufzufangen mit "Möchtest du mir erzählen, was im Kindergarten war?" weil ich vermute, dass irgendein Frusterlebnis dahinter steckt. Vielleicht konnte er etwas nicht oder es gab Streit mit anderen Kindern, aber ich komme dann gar nicht an ihn heran!

Wem geht es ähnlich und warum ist es immer, wenn er mit vielen Kindern zusammen etwas gemacht hat?

Müde? Traurig, dass es vorbei ist?

LG
Mick


Beitrag von binnurich 14.04.10 - 16:40 Uhr

ich kenne das, wenn der Tag bei meiner Tochter zu lang war.

Da steckt bei uns nicht Frust dahinter, sondern einfach das Bedürfnis nach Ruhe. Am besten bei uns: ein Glas Milch anbieten und die Möglichkeit zu chillen.

Beitrag von susanne85 14.04.10 - 16:44 Uhr

müde...

wir haben hier das selbe problem.

wenn meine tochter von 7-13 uhr geht ist sie völlig fertig, knatschig und nervlich am ende... geht sie dagegen von 9-13 uhr, ist alles okay

Beitrag von kati543 14.04.10 - 16:48 Uhr

Ich denke, es ist einfach zuviel Erlebtes für ihn. Mehr kann er nicht ertragen und muß das erst einmal verarbeiten. Also laß ihn ausruhen. Wann kommt ihr denn in der Regel nach Hause?

Beitrag von alinalea 14.04.10 - 17:01 Uhr

Bei meinen zwillingen ist das genau das gleiche. Meistens liegt das daran ,daß sie total müde sind, weil es doch oft ein bißchen viel ist sich auf so viele sachen einzustellen und natürlich zu toben. Ich lege sie dann nach dem essen ein wenig ins bett und dann ist das auch schon wieder gut. LG

Beitrag von gismomo 14.04.10 - 17:25 Uhr

Hallo,

bei meinem ältesten Sohn (jetzt 7) war das ganz ausgeprägt, da haben wir wirklich einiges mitgemacht...

Als er älter wurde, hat er gelernt, zu sagen: "Ich bin jetzt müde." Das war ein Riesenschritt. Davor ist er ausgeflippt, wegen gar nichts - bis er am Ende (nach Toben, Schreien etc.) nur noch ein weinendes Häufchen Elend war.

Es hilft meiner Erfahrung nach nur, als Mutter vorhersehend zu agieren: Das heißt, du kennst den Belastungspegel deines Kindes. Wenn er schnell von zu viel Außenreizen überfordert ist (das können auch POSITIVE Erlebnisse sein!), dann lieber weniger planen bzw. etwas kurzfristig absagen. Manche Kinder sind schnell von Außenreizen überfordert, mein ältester Sohn gehört dazu. Was meinen Kleinen überhaupt nicht aus der Ruhe bringt, ist Gift für meinen Großen - Kinder sind da sehr unterschiedlich!

Wenn er schon von "normalen" Ereignissen wie Kiga etc. überbelastet ist, ihn lieber nicht verbal ansprechen (also nicht fragen: "War etwas? Willst du mir was erzählen?"), sondern - solange es noch möglich ist, also bevor er ausflippt - aufs Sofa kuscheln, Buch vorlesen, in eine reizarme und ruhige Umgebung zurückziehen, entspannende CD anhören (es gibt spezielle Entspannungscds mit Phantasiegeschichten für Kinder, die beruhigend wirken). Probier aus, was ihm guttut. Etwas Kuscheliges (Decke), reizarme Umgebung - das ist schon mal gut.

Und notfalls in diesem Moment alle anderen Pläne verschieben oder absagen, auch wenn man den anderen gegenüber ein schlechtes Gewissen hat. Aber es hilft keinem, wenn dein Sohn zehn Minuten später ein heulendes, tobendes, kreischendes und völlig außerhalb seiner selbst stehendes Etwas ist. Mit zunehmendem Alter wird es besser und das Kind belastbarer....!

Wenn du das Gefühl hast, bei deinem Kind ist das Verhalten sehr stark ausgeprägt, könntest du dich evtl. mal mit dem Thema "hochsensible Kinder" beschäftigen, vielleicht gehört dein Sohn dazu. Mir hat es die Augen geöffnet zu erkennen, wie mein Sohn "tickt". Wir haben sehr daran gearbeitet, dass er lernt, wie er angemessen damit umgeht, und momentan ist es zum einen wesentlich besser geworden und er geht prima damit um. Zum anderen - das ist die Kehrseite der Medaille - hat alles auch seine positiven Seiten. Falls du Interesse hast, näheres zum Thema (hochsensible Kinder) zu erfahren kannst du mich gern per PN kontaktieren.

lg
K.

Beitrag von miau2 14.04.10 - 18:27 Uhr

Hi,
wir haben das auch. Haben es gerade hinter uns (sind vor einer 3/4 Stunde vom Spielplatz heimgekommen).

Müde, hungrig...sauer, dass der Heimweg noch bevorsteht (einem 3jährigen kann man 100mal sagen, dass wir noch nach Hause müssen - egal, es wird trotzdem bis zum Umfallen getobt. Und dann kommt halt der Heimweg...). Traurig, dass es vorbei ist.

Ich denke, da kommt alles miteinander.

Wenn dann das Abendessen auf dem Tisch steht können wir wieder wie vernünftige Menschen miteinander reden ;-).

Nach dem Kiga haben wir das Problem übrigens nicht, es sind i.d.R. nachmittägliche Aktivitäten, halt Ausflüge jeder Art, die auf dem Heimweg zu Stress ausarten.

Ein Patentrezept habe ich leider noch nicht...ich nehme mir jedes Mal vor, gaaaaaanz ruhig zu bleiben...nur - ist ja nicht nur er müde. MEIN Tag war noch um einiges länger als seiner. Und da fällt es mir schon schwer, noch gelassen zu bleiben.

Viele Grüße
miau2

Beitrag von lisasimpson 14.04.10 - 20:00 Uhr

hallo!

Ja, ich denke, daß Kinder häufig Müde, vielleicht auch traurig sind oder einfach viele reize hatten.

was man jedoch nicht vergessen darf, daß viele Kinde noch wenig strategien haben, wie sie mit "überganssituationen" umgehen können.
viele erwachsene haben rituale dafür, was sie machen, wen neine sache aufhört und etwas neues beginnt (zigartette rauchen, kaffee trinken, mit dem auto nach hause fahren und laut musik hören, unter die dusche stellen,...) Für kinder ist das manchmal nicht so leicht.
daher gibt es auch oft in solchen situationen probleme (hinbringen zum kindergarten, abholen vom Kiga, nach dem schlafen,...)

wichtig ist es da, rituale zu entwicklen, daß Kinder den übergang gut hinbekommen!

Alles liebe
lisasimpson

Beitrag von 221170 14.04.10 - 21:53 Uhr

Unsere Tochter ist nach dem Kiga einfach müde.

Mal mehr, mal weniger. Sie neigt dann zur Quengeligkeit, knatscht gerne rum....

Wir haben herausgefunden das es am besten ist, sie erst mal in Ruhe zu lassen.

Wir fragen sie wie es im Kiga war, dann merke ich schon wie sie drauf ist. Ist sie müde, dann lasse ich "sie kommen", sie sucht sich erst mal ihre Beschäftigung zuhause. Geht entweder in ihr Zimmer, wurstelt im Wohnzimmer herum.....irgendwas für sich alleine in Ruhe.

Wir pausen auch immer bevor wir was neues machen.
Heute habe ich sie abgeholt, zuhause durfte sie noch kurz Fernsehen, dann sind wir raus auf den Spielplatz. Sie braucht eine gewisse Zeit Ruhe und Zeit für sich, ich finde das nicht ungewöhnlich.

Der Geräuschpegel im Kiga ist sehr hoch, immer ist was anderes, die Kinder stehen voll unter Strom für lange Zeit, irgendwann ist die Batterie leer.