brauche dringend Rat!!!

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von love16072005 14.04.10 - 21:26 Uhr

Oh, mann... ich leide...

Meine Tochter schreit gerade im Nebenzimmer, mein Mann ist bei ihr, aber wir kriegen sie nicht ruhig.

Seit letzten Donnerstag klappt es nicht mehr mit dem Schlafen.

Mona ist nun 14 Wochen alt, wird voll gestillt, nimmt keinen Schnuller.

Sie hat bislang ,bis wir ins Bett gegangen sind, in ihrem Stubenwagen geschlafen. Anfangs bei uns, später im Nebenzimmer, abgedunkelter Raum. Wenn wir dann ins Bett sind, hat sie ihren Schlafsack angezogen bekommen, sie wurde einschlafgestillt, ich habe sie rübergelegt, nachts habe ich ein Mal zwischen halb vier und halb fünf 10 Minuten gestillt, sie ist direkt wieder eingeschlafen und war dann gegen 7 Uhr wach.

Momentan möchte sie 2 Mal nachts gestillt werden, ein Mal gegen halb 3, dann wieder gegen 6 Uhr. Das war die erste Veränderung.

Was aber schwerer wiegt, ist, daß sie abends immer mehr Probleme mit dem Einschlafen hatte, wenn sie im Stubenwagen lag.

Seit vorgestern nun ist es so, daß ich sie zwar mit dem Einschlafstillen in den Schlaf bekomme, sie aber nach der ersten Schlafphase von 20 Minuten wach wird. Wenn ich sie dann wieder anlege, schläft sie wieder ein und nach 20 Minuten ist sie wieder wach. Das kann dann über zweieinhalb Stunden gehen..... Ich fühle mich wei ein Zombie und finde in den üblichen Schlafbüchern keinen Rat, wie ich das in den Griff bekommen kann.


Dieses Aufwachen hat ja auch nichts mit Ritualen oder dem Einschlafstillen an sich zu tun....


Kennt jemand das Problem oder kann mir Rat geben? Ich weiß, es ist noch nicht lang so, aber ich kann doch nicht jede Nacht bis 1 Uhr stillen?!

Möchte dazu sagen, daß ich eher ein Verfechter weicherer Methoden bin...

Bin für jeden Tipp dankbar!

Love

Beitrag von melkel 14.04.10 - 21:39 Uhr

Nimm die Maus doch in dein Bett mit und still sie da und dann bleib mit ihr im Bett für die nächsten 30 Min. liegen, wenn sie eingeschlafen ist! Sollte sie dann wieder nach 20 Min aufwachen sieht sie dich gleich und wird vielleicht gleich wieder einschlafen, sonst steck ihr einfach zum nuckeln deinen kleinen Finger in den Mund und du kannst sicher sein sie wird ohne wieder an die Brust zu wollen wieder ziemlich zügig beim nuckeln einschlafen. Sie erlebt doch im Moment sooooo viele neue Sachen und will sich immer wieder versichern dass Mama da ist wenn sie die Augen aufmacht! Das geht sicher auch wieder vorbei, jetzt brauch sie halt besonders viel Kuschelzeit und dann wird sie auch wieder sicher in ihrem Stubenwagedn schlafen! Lg und viel Erfolg

Beitrag von love16072005 14.04.10 - 21:42 Uhr

Ich still sie immer im bett, aber wir haben ein Wasserbett, deswegen mag ich sie nicht liegen lassen.

Sie weint ja uch, wenn ich da bin. Mit dem Finger hab ich auch schon versucht, aber den will sie dann schnell nicht mehr undf ängt an zu weinen............

Beitrag von bine3002 14.04.10 - 21:51 Uhr

"Ich still sie immer im bett, aber wir haben ein Wasserbett, deswegen mag ich sie nicht liegen lassen."

Wir haben auch ein Wasserbett. Ich habe meine Tochter immer auf mehreren Handtüchern gelagert, das war härter und so konnte sie nicht wegkullern.

Beitrag von bine3002 14.04.10 - 21:49 Uhr

"Möchte dazu sagen, daß ich eher ein Verfechter weicherer Methoden bin..."

Noch besser wäre, wenn Du dir alle "Methoden" aus dem Kopf schlägst. Ist jetzt nicht böse gemeint, bloß nicht falsch verstehen! Es geht eher darum, dass eine Manipulation des Schlafverhaltens in diesem Alter völlig unnütz ist, da sich das Schlafverhalten sowieso noch etliche Male ändern wird.


"Ich weiß, es ist noch nicht lang so, aber ich kann doch nicht jede Nacht bis 1 Uhr stillen?!"

Doch, das geht. Habe ich auch gemacht oder eher.... machen MÜSSEN. Das heißt nicht, dass es toll ist oder dass es leicht fällt. Ganz bestimmt nicht. Aber gehen tut es: Man überlebt es und es geht vorbei.


Ich vermute, dass deine Tochter gerade unter dem 12-Wochen-Schub "leidet. Dieser Schub bedeutet für die Kinder wohl eine große Veränderung. Sie werden praktisch vom unschuldigen Neugeborenen zu einem "richtigen" Baby. Irgendwie sieht man das dann auch in den Augen. Die scheinen danach regelrecht den Durchblick zu haben während sie vorher eher "dumpf" wirken. Schwer zu beschreiben. Auf jeden Fall gehen mit dieser Entwicklungsphase auch solche Dinge wie "Brustschimpfphase" einher, wo das Baby plötzlich die Brust anschreit, weil es kapiert hat, dass Mama die ihm entziehen kann. Das Kind nimmt sich plötzlich selbst als Individuum wahr und nicht mehr als eine Art Körperteil von Mama. Wenn das so ist, dann kann man sich schon vorstellen, dass das sehr verwirrend ist.

Außerdem ist wichtig zu wissen, dass ein Baby vorher alle Reize von aussen gesammelt wahrnimmt. Tasten, riechen, schmecken und hören ist praktisch ein großer "Matsch". Danach ist es differenzierter und somit können einzelne Reize plötzlich stören (wie z. B. das Geräusch vom Fernseher).

Soviel zum "warum". Nun zum "wie damit umgehen".
Als erstes würde ich die Situation annehmen wie sie ist und nicht versuchen, daran rumzuwurschteln oder nervös zu werden. Dein Kind ist (vermutlich) durcheinander. Es braucht also umso mehr eine gelassene Mama, die das auch ausstrahlt. Wenn dein Kind schreit, dann äußert es damit seine Unzufriedenheit, nicht mehr und nicht weniger. Manchmal kann man auf den ersten Blick sehen, warum das Kind unzufrieden ist und den Zustand abstellen.

Wenn man aber einiges ausgeschlossen hat und nur noch "Ich weiß es nicht" bleibt, dann würde ich im Zweifel davon ausgehen, dass sich das Kind einfach nur mal ordentlich ausschmipfen möchte. In etwa so wie der Papa, der Ärger im Job hatte und abends nur mal etwas über die Kollegen meckern will. Den willst Du ja dann auch nicht einfach nur "ruhig kriegen". Was tust Du? Du hörst ihm zu, Du streichelst ihn ein bißchen oder was auch immer er normalerweise gern hat. Tu genau das mit deinem Kind. Aber eben nicht mit dem Ziel, es "ruhig zu kriegen" sondern hör zu, was es zu sagen hat. Und wenn Du das nicht mehr aushälst (natürlich ist Dauergebrüll zermürbend), dann wechsel dich mit deinem Mann ab.

Eine weitere Möglichkeit, warum das Kind so schreit, wäre Reizüberflutung: Es ist einfach alles zu viel. Um auch das (zusäzlich) auszuschließen, würde ich ein festes Abendritual einführen, damit nicht zu spät beginnen und das Kind dann ganz in Ruhe ins Bett bringen. Gedämpftes Licht, ruhige Stimmund, vielleicht eine schöne Massage oder ein Bad: Es ist ALLES erlaubt, was EUCH gefällt und EUCH alle zur Ruhe kommen lässt. Und wenn es EUCH gut tut, dann legt Euch zusammen ins Bett und kuschelt. Und wenn das Baby dann noch schreit, dann ist es eben so. Lasst es schreien, aber lasst es nicht alleine dabei.

Ich hoffe, ich konnte etwas helfen. Ich bin selbst schlaftechnisch sehr leidgeprüft und konnte leider erst nach 3 Jahren und 3 Monaten nächtliche Ruhe genießen. Und trotzdem kann ich rückblickend sagen, dass diese intensive Babyzeit doch viel zu schnell vorbei gegangen ist und sich wirkliche JEDER Aufwand absolut gelohnt hat.

Beitrag von chiali 14.04.10 - 22:32 Uhr

Ich stimme bine3002 voll zu! #pro Letzendlich sind es alles nur Phasen, die kommen und gehen. Mein Großer ist jetzt 2,5 Jahre. Seit dem ist jede Nacht anders. Der Große ist nu schon über'n Berg, obwohl jetzt die Nachtschreckphase bei ihm los geht. Allerdings ist die zu den vergangenen Zeiten harmlos! Nun haben wir ja noch ne "Kleene" und auch sie hat das schlafen nicht erfunden. Als ich sie noch voll gestillt hab, hat sie auch immer brav an meiner Seite geschlafen. Hatte sie gard ein Schub, hing sie quasi die ganze Nacht an meiner Brust. Sicherlich ist das nicht einfach, aber es lohnt sich wirklich und es ist sooo schnell vorbei! Im ersten Jahr müssen die Kleinen sooo viel Leisten....! Ich hab mich auch oft, wenn es ging, mit der Maus zusammen schlafen gelegt, oder einfach nur dösen. Ich wünsch dir starke Nerven und bald ne große Portion Schlaf! ;-)

Beitrag von love16072005 14.04.10 - 22:45 Uhr

Hallo, bine!

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Wir haben vielleicht kein genügend ausgeprägtes Schlafritual. Sie bekommt ihren Schlafsack an, sie kommt in ihr Bett, der Raum ist abgedunkelt.

Durch das Einschlafstillen, das funktioniert hat, gab es bisher keinen Bedarf an "mehr" Ritual.

Ich habe sie heute früher ins Bett gelegt, was natürlich auch wieder eine Veränderung für sie ist. Zwar ihre normale Schlafenszeit, aber eben Bett und nicht Stubenwagen. So hatte ich mehr innere Ruhe, um ihrem Schreien zu begegnen.

Sie hat 15 Minuten zum einschlafen gebraucht /mit weinen, und ist dann eben nach besagten 20 Minuten wieder wach geworden. Dann hat mein Mann sich gekümmert, weil ich sie eben nicht wieder an die Brust legen wollte. Da hat sie dann richtig lange geweint. Zwischendurch hat er sie auch hochgenommen, aber das hat auch nicht geholfen.

Meinst du, es wäre eine gute Idee, das frühere Hinlegen beizubehalten, einschlafstillen zu machen, sie aber auch mal weinen zu lassen? Bin mir so unsicher, wie oft ich sie immer wieder anlegen soll oder sie dann weinen lassen soll oder wie lange ich sie weinen lasse. Mich zerreißt es ja schon....


Das mit den Theorien habe ich nur geschrieben, weil ich keine Tipps in Richtung "Jedes Kind kann schlafen lernen" wollte....

Eigentlich will ich meiner kleinen Maus doch nur helfen und ihr geben, was sie braucht.....






Beitrag von sparrow1967 15.04.10 - 07:18 Uhr

>>Eigentlich will ich meiner kleinen Maus doch nur helfen und ihr geben, was sie braucht..... <<

Meiner Meinung nach braucht sie Nähe und die Brust.

In ihrer kleinen Welt passiert so viel, was sie verarbeiten muß - und dabei hilft ihr der vertraute Geruch von dir und die BRust.

Eigentlich ganz einfach ;-)


sparrow

Beitrag von sunnysunshine1984 15.04.10 - 20:33 Uhr

Hallo,

ich hab jetzt nicht die Antworten gelesen, aber möchte dir aus eigener Erfahrung raten, dass du sie einfach 20-30 Minuten an deiner Brust liegen lässt, bis sie wirklich im Tiefschlaf ist.

Bei uns war die Situation wie von dir beschrieben genauso. Einschlafgestillt klappte super - nur die Sache mit dem weiterschlafen nicht. Weder tagsüber noch nachts/abends.

Also hab ich auf die Uhr geschaut, wenn sie eingeschlafen ist und ab da gute 20 Minuten gewartet. Sie lag ja bequem auf dem Stillkissen;-)

Man ist halt ziemlich "angebunden" und du musst ihr natürlich auch bereits vorher den Schlafsack anziehen - jedenfalls hab ich das bei unserer nicht geschafft ohne dass sie wach wurde.

Aber - auch bei uns war das nur eine Phase! Lena wird jetzt am Samstag 6 Monate alt und schläft inzwischen in ihrem Zimmer völlig problemlos alleine ein - hauptsache sie hat ihr Schnuffeltuch (normales dünnes Spucktuch) in das sie sich einkuscheln kann! Und natürlich gehen wir nicht nach Zeit sondern nach ihrer "Verfassung"... Sie geht also erst ins Bett, wenn sie wirklich müde ist!

LG
Sunny