Stieftochter lebt nun bei uns... sorry, lange Geschichte...

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von schnups3 15.04.10 - 00:34 Uhr

Hallo alle zusammen.
Wollte mal meine Situation schreiben, in der ich mich befinde.

Mein Mann und ich lernten uns kennen, da war seine Tochter fast 6. Er lebte in Scheidung und das Trennungsjahr war auch schon verstrichen.
Seine Tochter machte mir das Leben nicht einfach. Die Eifersucht quoll ihr regelrecht aus den Ohren.
Auch wenn wir uns alle 3 zusammen nur alle 2 Wo. am Wochenende sahen, es war nicht einfach.
Nach 2 Jahren hatte es sich alles gut eingespielt und mein Mann und ich wohnten zusammen und unser gemeinsames Kind war unterwegs.
Als der Kleine dann da war, veränderte sich meine
Weiterhin zahlte mein Mann Unterhalt an seine Ex Frau für seine Tochter und holte sie jedes 2te WE. Wir unternahmen nun zu viert viel, mein Mann und ich heirateten und sie fühlte sich immer mehr wohl bei uns.
Oft hatten wir das Gefühl, dass sie So. Abend nicht nach Hause zu ihrer Mutter wollte..., aber wir dachten, wir reden uns das nur ein...
5 Jahre später, nach der Geburt unseres Sohnes kam unsere Tochter zur Welt und meine Stieftochter kam sogar den Tag mit einem Plüschtier und Blumenstrauss ins Krankenhaus.
Im Sommer letzten Jahres erwähnte sie beiläufig, dass sie gerne bei uns wohnen möchte. Wir haben aber abgeblockt, weil ja imer alles ok bei ihr zu Hause war. Und auch auf mehrfachige Nachfrage, meinte sie immer, es wäre alles ok.
Mittlerweile ist sie 14 und wir hatten gedacht, sie ist in der Pupertät und hat nur einen kleinen Streit mit ihrer Mutter.
Doch dann fing ihre rechte Hand an zu zittern und hörte für Wo. nicht mehr auf. Die Ärzte meinten alle, es sei etwas seelisches.
Anstatt ihre Mutter oder Stiefvater anzurufen, hat sie uns angerufen und mein Mann hat sie sofort von der Schule abgeholt und ist mit ihr zum Arzt gefahren.
Ihre Mutter hat Sarah (Stieftochter) dann später zusammen geschissen und war sauer, dass sie sie nicht angerufen hat.
Im neuen Jahr wurde sie immer komischer und die zitternde Hand war immernoch da. Ihre Mutter kümmerte es nicht weiter...
Im Februar hatte ich dann die Nase voll und fragte meinen Mann, ob ich mit Sarah mal Klartext erzählen dürfte. Er hatte nichts dagegen. Im Gegenteil! Er war froh, dass ich mit ihr erzählen wollte, denn so konnte es nicht weitergehen!
Nach einen Gespräch versicherte sie mir, dass alles ok sei und es ihr gut geht.
Ich habe dann nur gesagt, weil ich ihr nicht geglaubt habe: "Hör zu! Wenn es dir wirklich Zuhause schlecht geht, wovon ich nicht ausgehe, aber wenn es so ist, werde ich alles tun, damit du bei uns bleibst!"
Das war wohl der Knackpunkt! Sie wusste, dass ihr Papa sie aufnehmen würde, aber was war mit mir? Ich hatte noch 2 weitere Kinder, um die ich mich kümmern muss.
Selbst, als es ihr so seelisch schlecht ging, hat sie an mich gedacht und sich zurückgesteckt...
Am nächsten Tag, ca. 1 Stunde, bevor wir sie nach Hause bringen mussten, hat sie ausgepackt und alles erzählt.
Es war so, dass sie sozusagen allein in dem Haus gelebt hatte. Keiner hatte sie beachtet oder mit ihr erzählt. Essen hat sie sich allein gemacht. Klamotten waren zu 2/3 kaputt oder zu klein.
Alles drehte sich dort um das neue Kind. (Ist so alt wie unser Sohn) Sie bekam alles und Sarah nichts...
Für sie war keine Zeit und kein Geld da, um Kleidung oder Schulmaterial zu kaufen, obwohl mein Mann immer eine ordentliche Summe an Unterhalt gezahlt hatte jeden Monat.
Man sieht sowas immer im TV und nun hat man es selbst vor der eigenen Nase.
Sarah kam mit einer kleinen Reisetasche voll Kleidung. Davon waren von 4 Hosen 2 kaputt, ein paar Kleidungsstücke, die sie noch tragen konnte. Der Rest war kaputt oder zu klein. -> Unfassbar!
Wofür hat mein Mann immer gezahlt???? Das sich seine Ex nen warmen "Ars**" macht?
Wir wollten seine Ex Frau wegen Vernachlässigung anzeigen, aber wie es in Deutschland so ist: "Dafür ist es noch nicht schlimm genug gewesen!" meinte unsere Anwältin.
Wir haben den ganzen Stress, trotz unsere 2 gemeinsamen Kinder und Platzmangel in unserer Wohnung auf uns genommen, denn Sarah wollte einfach nicht mehr nach Hause.
Ihre Mutter hat ihr keine Beachtung geschenkt und ihr Stiefvater hat nur mit ihr gemeckert.
Mittlerweile lebt sie seid 2 Mon. bei uns und es hat sich alles super eingespielt. Sie geniesst bei uns ihre Freiheiten und fühlt sich wohl.
Den Unterhalt, den ihre Mutter zahlen muss, bekommt Sarah, damit sie sich jeden Monat Kleidung, Schminke und sonst irgendetwas kaufen kann.
Sie darf viel weg, was sie vorher nicht durfte und darf länger wach bleiben, als bei ihrer Mutter.
Sie muss auch nicht auf unsere beiden Kinder aufpassen, was bei ihrer Mutter anders war. Dort musste sie immer auf ihre Schwester aufpassen und durfte nicht zu Freunden.
Letzte Wo. So. haben wir alles von ihrem "alten" Zuhause abgeholt.
Ihre Mutter redet nicht mit ihr und tut so, als wenn sie gar nicht da wäre. Das kann ich einfach nicht verstehen. Es ist doch ihre Tochter! Aber sie wollte, dass bis So. alles abgeholt ist, ansonsten wollte sie ihre Sachen zur Mülldeponie bringen...
-> Unglaublich diese Frau!!!!
Und sie holt sie nicht alle 2 Wo. übers Wochenende, was wir fast 10 Jahre lang gemacht haben.
Ich finde es so traurig, dass ihre Mutter so reagiert.
Sarah ist wirklich sehr sehr tapfer mit ihren 14 Jahren und ist froh, dass sie bei uns ist. Das, was sie getan hat, verlangt eine Menge Mut. Andererseits sehe ich darin auch, dass sie wirklich nicht mehr anders weiter wusste und gemerkt hat, dass sie dort kaputt geht und es bei uns besser hat. Mittlerweile sagt sie ab und zu schon "Mama" zu mir.
Ich glaube auch, dass ich eine bessere Mama für sie bin, als ihre Mutter jemals sein wird/ war.
So, das wollte ich mal loswerden. War wohl doch etwas lang.
Hat jemand sowas ähnliches erlebt? Oder hat jemand etwas dazu zu schreiben?
Würde mich über Antworten freuen.
Ich habe nämlich Angst, dass Sarah doch wieder zu ihrer Mutter will (Obwohl sie sie als behindert beschimpft).
Aber es ist trotzdem ihre Mutter und sie ist noch jung....
Ich liebe Sarah sehr, aber ich habe jetzt schon Angst, obwohl sie erst 2 Mon. bei uns wohnt, dass sie wieder zurückkehrt....
Ich danke allen fürs Lesen und evtl. Antworten.
LG Schnups3 #huepf




Beitrag von king.with.deckchair 15.04.10 - 09:05 Uhr

Ihr macht einen großen Fehler:

"Den Unterhalt, den ihre Mutter zahlen muss, bekommt Sarah, damit sie sich jeden Monat Kleidung, Schminke und sonst irgendetwas kaufen kann. Sie darf viel weg, was sie vorher nicht durfte und darf länger wach bleiben, als bei ihrer Mutter.
Sie muss auch nicht auf unsere beiden Kinder aufpassen, was bei ihrer Mutter anders war."

und werdet mit ein bisschen Pech diese Verwöhntour bereuen. Bei allem Verständnis, aber euer Verhalten ist nun das andere Extrem. Unterhalt ist kein Taschengeld und dass man in einer Familie Aufgaben übernimmt wie mal nach den Geschwistern sehen, ist auch normal.

Ihr solltet also dieses Gegenprogramm tunlichst vermeiden.

Beitrag von lisasimpson 15.04.10 - 11:19 Uhr

der vater des Kindes hat 8 jahre lang nicht bemekrt, daß sie nicht außreichend schulmaterial hat und keine ausreichende kleidung?
was hat ihm die schule in den mindestens 7 jahren, die sie diese schon besucht bei seinen vielen Terminen (die er als vater doch sicehr wahrgenommen hat) erzählt?
was wurde ihm dort über den Entwicklungsstand des kindes erzählt (mit dem nicht gesprochen wird?), was über die verwahrloste Kleidung?
Welche vereine hat sie besucht? bei welchen sportverantaltungen seiner tochter konnte ihr vater etwas auffälliges feststellen?
welches hobbys hatte sie und woher stemmte dafür das geld? welche instrumente spielte sie und welche Konzerte/ aufführugen,.. hat ihr vater gesehen??

Finde sowas immer mehr als merkwürdig, wen nein Vater nicht merkt, daß die eigne tochter keine ansprache hat, keine klamotten, keine reisen unternimmt, keien hobbys hat, keine schulmaterialien, kein instrument spielt, vereine besucht, freundschaften pflegt...

und dafür, daß ein Vater seine tochter bei sich wohnen läßt erwartet ihr jetzt sicher keinen applaus, oder?!

lisasimpson

Beitrag von schnups3 16.04.10 - 23:05 Uhr

Woher sollten wir denn bitte wissen, was Sache ist?
Sie hat nie etwas gesagt, obwohl wir oft nachgefragt haben...

Beitrag von grundlosdiver 15.04.10 - 11:40 Uhr

Meine Stieftochter ist gern bei uns. Sie ist jetzt 10 und mein Mann hofft immer noch, dass sie irgendwann zu uns ziehen will, weg von ihrer Mutter...
Naja, wir denken schon, dass die Mutter sich um sie kümmert, ist ja ihr einziges Kind. Oft haben wir aber auch schon erlebt, dass sie bei Großeltern oder Tante war, fast jedes UmgangsWE haben wir sie dort abgeholt. Das war uns schon komisch, aber sie war ja auch gern bei Oma und Opa. Was wir schlimm finden, dass sie von ihrer Mutter so unter Druck gesetzt wird. Darf keine Schokolade essen, damit sie nicht zu dick wird #augen, wenn sie in der Schule mal was anderes schreibt als eine 1 gibt es einen RIESENaufstand #augen und solche dämlichen Erziehungsmethoden wie: Meine Stieftochter muss sich zu Hause melden, wenn sie was sagen will und darf auch nicht niesen o.ä.

Tja, ist die Frage, ob sie uns manchmal einen "vom Pferd" erzählt oder ob das alles so wahr ist. Manche Dinge haben wir selbst schon miterlebt... Aber was will man tun? Mehr als dem Kind Liebe und Geborgenheit in der Umgangszeit zu geben, können wir nicht tun.
Wie Du schreibst: es ist nicht "schlimm genug".
Oft wollte sie nicht nach Hause, aber was soll da groß hinterstecken... Wir sind ein Teil ihrer Familie, aber sie lebt eben bei ihrer Mutter...

Was ich bei Euch gefährlich finde und da muss ich meinen Vorschreibern Recht geben: Warum muss sie nicht mal nach den Kleinen gucken? Warum bekommt sie Unterhalt als Taschengeld? usw...
Wahrscheinlich ist es nicht so, wie Du hier schreibst, sonst tanzt sie Euch vermutlich bald völlig auf der Nase! Ich hoffe, es gibt auch Regeln, an die sich die Große halten muss!!!
Ansonsten wünsche ich Euch viel Kraft!!!

P.S. Sollte sich meine Stieftochter mal für uns entscheiden, was ich nicht glaube, dann hat sie die gleiche Reaktion ihrer "Mutter" zu erwarten!!! Ich finde das auch wirklich traurig!!! Vom Vater wird es doch auch erwartet, regelmäßig Umgang zu pflegen und pünktlich Unterhalt zu zahlen #kratz

Beitrag von elsa345 15.04.10 - 12:33 Uhr

Hallo und erstmal Glückwunsch, daß Ihr alle mit der Regelung zufrieden seid. Meinen Vorrednern möchte ich insoweit recht geben, was das verwöhnen angeht. ABER und das weiß ich aus eigener Erfahrung, es ist auch sehr schwer den richtigen Weg zu finden. Bei uns wird auch eher verwöhnt, weil wir wissen, wie es zu Hause läuft und das dort viel Geschrei und Druck seitens der Mutter ist. Darum soll das Kind bei uns eben wirklich eine friedliche Welt erleben. Es ist falsch wir wissen es auch, ich würde es auch anders handhaben, aber das erkläre dem Vater und schon hast Du einen Streit.... so und nun????
Das Kinder sehr gut schlimme Dinge verheimlichen können, sollte jeder wissen und das Kinder egal wie sie behandelt werden, ihre Eltern (in dem Fall Mutter) oft in den Schutz nehmen ist doch wohl auch klar. Darum erzählen Kinder oft eine heile Welt, obwohl es nicht stimmt. Aber sie wissen auch, daß es dann Streit gibt und das verhindern sie um jeden Preis. Soviel zu den Psychologen hier.
Wenn man das Kind alle 14Tage am WE sieht, bleibt nun einmal vieles im dunkeln und es wird wenig über Sorgen und Probleme gesprochen. Meine Stietochter sagte mal, das der Aufenthalt bei uns für sie wie Urlaub ist und das sie nichts von Zuhause hören und sehen will. Tja und was machste dann??
Ich hoffe Ihr findet einen guten Weg und die Kleine verarbeitet das Trauma MUTTER (obwohl die das Wort nicht wert ist). Aber es ist wie so oft, Mütter und Ehefrauen haben Sklavenhalterallüren und meinen Menschen gehören ihnen und sie haben alle Rechte der Welt.

Beitrag von francie_und_marc 15.04.10 - 13:10 Uhr

Hallo Schnups3!

Ich finde eure Geschichte wirklich rührend und freue mich riesig über das Happy End. Mit einer Stieftocher kann ich nicht dienen, aber mit einer Schwägerin, die wir damals aufgenommen haben. Wir sind 6 Jahre auseinander und sie war 14 (ich war 20) als sie für einige Zeit bei uns gewohnt hat. Damals hatten mein Mann und ich sozusagen die "Elternrolle" inne. Mittelerweile war sie eher zu meiner besten Freundin geworden und wir konnten über alles sprechen. Aber ich muss dazu sagen, dass es immer wieder Phasen gibt wo ich merke das Blut immer noch dicker wie Wasser ist. Momentan hat sie sich wieder von mir entfernt und schließt mich aus. Da merke ich eben mal wieder, dass ich nicht dazu gehöre und nie werde. Das macht mich richtig dolle traurig #heul. Ich hoffe du hast mehr Glück und bekommst nicht auch eines Tages einen Tritt in den Allerwertesten. Da Blut dicker als Wasser ist. Das ist meine bittere Erfahrung. Und kannst mir glauben, ich bin schon sehr oft mit der Familie meines Mannes auf die Schn....gefallen. Wenigstens hält er zu mir und lässt sich nicht reinreden.
LG Franca

Beitrag von schullek 15.04.10 - 16:26 Uhr

hallo,

ich glaube das verhalten der mutter ist leider gar nicht so selten.
ich persönlich vergöttere mein kind. ich würde alles für ihn tun. er weiss das auch. aber natürlich heisst das nicht, dass er deshalb alle freiheiten geniesst.
ich habe aber schon mütter kennengelernt, die offenbar ihre kinder nicht so selbstverständlich lieben. immer wenn mir das bewusst wurde, war ich sehr betroffen. manchmal ist das mehr, manchmal weniger ausgeprägt.

mein stiefbruder entschied sich bei der scheidung für seinen vater. die mutter hat daraufhin nur wenig den kontakt gesucht. vorher angeblich das ein und alles, danach zu gekränkt um dem kind zu verzeihen, das es dne anderen gewählt hat. man muss sich mal vorstellen, was für ein gefühlschaos das im kind anrichtet! schon alleine wählen zu müssen und dann auch noch dafür bestraft zu werden...

die mutter des besten freundes meines sohnes (4,5 jahre) liebt ihr kind. keine frage. aber irgendwie sehnt sie sich immer nach der freiheit ohne kind. das wird ständig deutlich. das kind bleibt jeden tag bis zum schluss (etwa 17.00uhr) im kiga und dann versucht sie die zeit bis zur schlafenszeit um 20.00 'rumzukriegen' als sie das sagte bekam ich nen kloß im hals...

meine cousine liebt ihren sohn. aber nicht genug. sie selbst ist sich weitaus wichtiger. sie ist eine wirklich intelligente frau. und das kind ist über die norm intelligent. anstrengend zwar, aber für meine begriffe nur, weil er sich nach aufmerksamkeit sehnt. jeder der sie näher kennt, kann das alles sehen und ich finde es so traurig.

ich weiss nicht, warum manche mütter so sind, so anders fühlen. und mir tun die kinder leid, die unweigerlich irgendeinen knacks deswegen davon tragen.
aber solange das leibliche wohl gesichert ist, kann man doch kaum etwas machen.
die engere familie vielleicht, aber die sehen es wohl meistens als letzte, wie bei euch.

lg

Beitrag von .roter.kussmund 16.04.10 - 00:19 Uhr

Ich habe dann nur gesagt, weil ich ihr nicht geglaubt habe: "Hör zu! Wenn es dir wirklich Zuhause schlecht geht, wovon ich nicht ausgehe, aber wenn es so ist, werde ich alles tun, damit du bei uns bleibst!"

Wenn es dir wirklich Zuhause schlecht geht, wovon ich nicht ausgehe...

zehn ganze jahre hat es gedauert, bis der vater bemerkt hat, das mit seinem kind etwas nicht stimmt.

#gruebel

Beitrag von blacknickinblue 16.04.10 - 07:57 Uhr

Das frage ich mich auch.

Haben der Vater und die "Stiefmutter" bei den Besuchen nicht bemerkt, dass das Mädchen z.B. nur kaputte Klamotten hatte? Hat sich der Vater nie um schulische Angelegenheiten gekümmert? War er nie auf Elternabenden/Elternsprechstunden? Warum hat er nicht vorher gewusst, dass die Schulmaterialien nicht vollständig sind usw. usf.

Ich finde das mehr als seltsam.

Beitrag von schnups3 20.04.10 - 00:31 Uhr

Hallo.
Das hat alles die Mutter gemacht.
Und sie kam bei uns immer mit guten Klamotten an.
LG schnups3#klee

Beitrag von reethi 16.04.10 - 12:47 Uhr

Hallo!

Also erst einmal finde ich es schön, dass Ihr das Mädchen aufgenommen habt und sie sich bei Euch wohl fühlt. Und auch dass Du sie mit offenen Armen empfängst ist nicht selbstverständlich!

Aber Ihr müsste echt aufpassen-man lässt sich ganz schnell von den Kindern ausspielen... Das meine ich gar nicht böse. Ich lebe selber in einer Patchwork Familie. Und bei uns ist alles grundsätzlich schlechter als bei der Wochenendfamilie. Und warum? Weil man bei uns eben pünktlich um 8 Uhr im Bett sein muss; die Hausaufgaben erledigen muss; sich mit Freunden verabredet, aber unter Absprache; nicht die ganze Zeit Fernseh gucken darf und PC spielen; im Haushalt seinen Teil erledigen muss...
Ich will Euch nicht schlecht reden und meine damit auch nicht, dass das Mädchen bei Euch jetzt machen darf was es will-das kann ich ja nicht beurteilen-aber ihr müsst aufpassen, dass Ihr nicht in ein Extrem fallt-um "es" wieder gut zu machen.

Und: Das sie Dich "Mama" nennt finde ich bedenklich und würde es von einer 14-jährigen auch nicht tolerieren.

VG
Neddie

Beitrag von schnups3 20.04.10 - 00:14 Uhr

Hallo an alle!
Vielen Dank, dass so viele geschrieben haben, damit hatte ich nicht gerechnet.
Leider finde ich es nicht schön, wie man von einigen hier gleich an die Steinmauer gestellt wird.
Wir sind nicht die Bösen, sondern die Ex Frau meines Mannes und ihr neuer Mann!
Vielleicht habe ich mich zu kurz ausgedrückt, aber alles zu schreiben, wäre echt zu lang gewesen.
Nun werde ich versuchen, einiges nochmal klarzustellen und ich hoffe, einige werden mich/uns verstehen....
Erstmal schreit hier niemand um Applaus, wie jemand bösartig geschrieben hat. Wir sind nicht bei einem Wettbewerb, sondern, es geht um ein Kind und dessen Gefühle, Sorgen und Ängste, die wir ihr genommen haben, weil sie bei uns so sein darf, wie sie ist. Zuhause musste sie sich immer verstellen! Also bitte, so ein Kommentar war überflüssig liebe/r User/in!!!
Zu dem Thema Unterhalt:
Die leibliche Mutter muss nur einen kleinen Betrag zahlen und das ist fast wie Taschengeld. Sarah hätte 10€ pro Wo. bekommen (bei ihrer Mutter waren es 8€) und nun ist es ein klein wenig mehr. Aber sie braucht das Geld auch, um sich neue Kleidung zu kaufen, da sie ja so gut wie nichts hatte. Und Mädchen mit 14 suchen sich halt selbst Kleidung aus. Also...., warum sollte sie das Geld nicht gleich auf ihrem Konto haben? Wir haben natürlich eine obachte Hand darauf und kontrollieren es.
Außerdem ist es unserer Meinung nach sehr wichtig für sie, zu lernen, mit Geld umzugehen. Bis jetzt hat sie noch fast alles auf ihrem Konto und wir können nicht meckern... ;o)
Thema Schlafen: Bei ihrer Mutter musste sie um 19 Uhr im Bett sein. Bei uns erst um 21Uhr. Ich/wir denke/n, das ist nicht zu spät für eine fast 15jährige.
Thema Geschwister:
Natürlich passt sie mal auf die Kids auf, aber gezwungen wird sie bei uns nicht. Bei ihrer Mutter musste sie ständig mit iher kleinen Schwester spielen, obwohl sie lieber mit ihren Freundinnen unterwegs gewesen wäre.
Wenn sie mal nicht wollte, wurde ihr das gleich zum Vorwurf gemacht.
Bei uns nimmt sie freiwillig die Kids und spielt mit ihnen. Ich brauche gar nichts zu sagen.
Sie trifft sich fast täglich mit Freundinnen und seid sie bei uns wohnt hat sie auch einen Freund.
Sie hilft mir, wo sie kann, aber meistens mache ich es allein, weil ich mir nicht gern helfen lasse. (Mein Fehler, ich weiß...)
Sie hat ihre Aufgaben bei uns und hält sich daran, wie auch an unsere Familienregeln.
Sie hat sich sehr gut eingelebt und fühlt sich sehr wohl bei uns.
Thema: "Wir haben es nicht gewußt!"
Woher bitte sollten wir wissen, wie es ist?
Wir haben keinen Kontakt zur leiblichen Mutter und Sarah hat uns vieles aus Angst vor ihrer Mutter verschwiegen!
Wir haben vor ca. 1 Jahr gemerkt, dass sie ungern nach Hause will. Auch auf mehrfachen Fragen, hat sie immer gesagt, es wäre alles ok. Was sollen wir da machen? Das Kind muss von alleine kommen...
Und wie sollten wir wissen, dass sie kaum etwas im Schrank hatte oder Schulmaterialien fehlten?
Dafür war die Mutter zuständig und hat jeden Monat KG und Unterhalt kassiert!
Was das Thema Schule angeht, sind wir nun auf neuem Gebiet. Wir hatten nie etwas damit zu tun und unser Sohn kommt dieses Jahr erst in die Schule.
Die leibliche Mutter hat uns NIE über etwas informiert und fand das noch toll! *Kopfschüttel*
Wir haben es geahnt, aber nie für möglich gehalten, dass ihre Mutter wirklich so ist!
Mittlerweile hat sie auf sturr geschaltet und will ihre eigene Tochter nicht mehr sehen!!!
Das Sparbuch hat sie auch noch abgeräumt...!!!! (Ohne Worte!!! -> Davon wollte Sarah ihren Füherschein in ein paar Jahren bezahlen!)
Sarah hatte einen ordentlichen Streit am Tel. mit ihrer Mutter, weil sie das Sparbuch haben wollte. Ihrer Mutter war es sicherlich peinlich, dass nichts mehr da war und brüllte sie nur an.
Thema: "Mama sagen"
Jemand hat hier geschrieben, dass er/sie es nicht toll findet, dass sie Mama zu mir sagt.
Ich muss dazu sagen, sie hat mich damals schonmal gefragt, da war sie 8. Da haben mein Mann und ich geheiratet. Da wollte sie Mama zu mir sagen. Ich habe abgelehnt, da sie ja bei ihrer Mama wohnt.
Jetzt ist das was anderes. Sie wohnt bei uns und will mit ihrer Mutter nichts mehr zu tun haben. Wenn sie jetzt Mama zu mir sagt, bin ich doch etwas erstaunt, aber ich finde es schön. Und sie macht es von alleine...
Manche haben hier sehr gemein und für mich persönlich sehr angriffssustig reagiert.
Ich finde, wir haben das Richtige getan, auch wenn es am Anfang nicht leicht für alle war. Aber Hauptsache ist, dass Sarah sich wohl fühlt und so sein darf, wie sie ist! Jemanden verbiegen, so wie man ihn haben möchte, funktioniert nur eine kurze Zeit..., danach bricht die Person aus. So ist es Sarah ergangen!
Natürlich wird sie nun etwas verwöhnt, aber steht ihr das nicht auch zu? Wir kennen sie sehr gut und wissen, wann Schluß ist. Wir hatten sie alle 14 und das fast 10 Jahre lang. Und Sarah weiß, wann ihre Grenzen überspielt sind...
Sie hat vor meinem Mann Respekt und auch vor mir!!!

Ich danke Sarah, obwohl sich für mich vieles durch ihren Einzug geändert hat.
@Sarah:
- Seitdem du bei uns bist,...
...habe ich viel abgenommen
...habe ich "Twilight" für mich entdeckt (Danke für das 3. Buch)
...habe ich einen jüngeren "Style"
...war ich beim Friseur
...habe ich nun 3 Kinder und liebe alle sehr :o)

Für alle Urbia-User:
Bitte urteilt nicht alle gleich negativ. Es gibt Menschen, die sich wirklich für andere Menschen einsetzten.
Ich habe es getan, und habe es gern getan, denn sie ist für mich wie meine eigene Tochter und ich verstehe das Verhalten ihrer leiblichen Mutter nicht.

Vielen Dank für alle, die uns Zusprüche gesendet haben.
Das wollte ich nochmal loswerden.
Danke fürs Lesen.... :o)
LG schnups3 #klee