Der Schocker am Morgen: PKW-MAUT

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Beitrag von doggi 15.04.10 - 07:15 Uhr

Guten Morgen!

Bisher habe ich das nicht für ernst genommen.. aber jetzt wollen die das doch tatsächlich ernsthaft in Betracht ziehen.

Eine PKW-Maut - aber nicht nur für Autobahnen: NEIN! Für jeden gefahrenen Kilometer- dabei sind bis 4 € pro 100 km die Sprache!
Damit wollen die dann ihre kaputten Straßen sanieren.

Die spinnen wohl!!!!

Wir haben das Pech unsere Arbeitsplätze nicht vor Ort zu haben.
Wir fahren 25000 km pro Jahr- macht also: 250 x 4 € = 1000 € pro Jahr!!!
Wer soll das eigentlich noch finanzieren?
Mein Mann mit 17000 km kann nicht mal auf die Bahn oder den Bus umsteigen!!

Wer wandert mit uns aus???


LG
Doggi

Beitrag von dodo0405 15.04.10 - 07:32 Uhr

Wer ist "die"?
Die Bundesregierung? Das Verkehrsministerium?

Und ist das die ganze Wahrheit? Sprich: Um Maut wird ja immer nur dann diskutiert, wenn es darum geht, "gerechter" bei der Verteilung der Kosten für Straßensanierungen zu sein. Sprich: Vielfahrer beschädigen die Straßen "stärker" als Wenigfahrer.

Und ich denke auch nicht, dass alle Straßen davon betroffen sind da Bund-Sache lediglich Autobahnen und Bundesstraßen sind. Staatsstraßen sind Ländersache, Gemeindestraßen Sache der Kommunen. Bei letzteren beiden kann ich mir die Umsetzung schwer vorstellen, obwohl auch hier das Geld gut angelegt wäre.

Ach ja, ich fahre im Jahr 45 000 Kilometer mit dem Auto. Für mich wären das 1800 Euro pro Jahr. Nachdem ich allerdings denke, dass ich die bei der Steuer angeben kann und wohlmit der Maut eine Senkung der Spritpreise und der Kfz-Steuer einher gehen wird, muss ich mich gerade nicht so aufregen.

Wie gesagt, Vielfahrer zahlen dann halt auch mehr.

Beitrag von doggi 15.04.10 - 07:34 Uhr

Kfz-Steuer ja- aber von den Spritpreisen redet bisher keiner.. zumindest habe ich es noch nicht gehört...

Beitrag von stubi 15.04.10 - 09:03 Uhr

>eine Senkung der Spritpreise und der Kfz-Steuer einher gehen wird<

Träum weiter

Beitrag von doggi 15.04.10 - 07:32 Uhr

Ach so: Nachzulesen z.B. hier:

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/973048

Ich überlege gerade schon, was das alles für Folgekosten haben wird..
die Lebensmittel werden drastisch steigen, Reisende werden Deutschland meiden, Handwerkerpreise werden auch wieder steigen- eigentlich alles- denn es wird ja eh wieder auf den kleinen Bürger abgewälzt!!

Beitrag von silver206 15.04.10 - 09:10 Uhr

Hallo,

Reisende werden Deutschland nicht meiden oder kennst Du jemand, der wegen der Maut nicht nach Frankreich fährt?

Lebensmittel sind im Vergleich zu anderen Ländern in Deutschland noch immer billig, daher wird ein Anstieg zu verkraften sein.

Gruß Irene

Beitrag von brummel-baer 15.04.10 - 09:13 Uhr

Seit wann werden Lebensmittel von der Fabrik zum Laden mit dem PKW transportiert?

Und bezüglich der Handwerker: Wenn sie einen Anfahrtsweg von (einfach) 25km haben, könnte Deine Rechnung 2 Euro höher ausfallen.

Das überlebst Du schon.

Beitrag von frauke131 15.04.10 - 11:30 Uhr

In vielen Ländern zahlt man auf Autobahnen Maut! Durch Deutschland fahren viele, die in den Süden wollen: Dänen, Niederländer, Polen usw.

Woanders zahlen wir auch, warum sollen andere Touristen kostenlos auf die schön ausgebauten deutschen Autobahnen brettern?

Ich denke, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen!

Beitrag von myimmortal1977 15.04.10 - 07:40 Uhr

Klar, ist das ein Aufreger, aber in anderen Ländern schon längst Gang und Gebe, da Straßenanteile privatisiert sind. Siehe Amerika. Da bezahlt man alle paar km auf Strecken einen Quarter. Nicht auf allen, aber es gibt einige, die die Berufspendler jeden Tag nutzen müssen.

#liebdrueck

Beitrag von toni_mo 15.04.10 - 07:55 Uhr

Ich hab's auch gerade im Radio gehört und bin sauer. Auch ich habe einen langen Arbeitsweg, bin auf mein Auto angewiesen, die Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist in ländlichen Gebieten einfach nur Sch**e.
Der Oberhammer finde ich, dass davon gesprochen wird, die Mehreinnahmen für Straßenbau und Ausbau der Bahnlinien zu benutzen. Das ist doch lächerlich. Das Geld ist doch schon weg, bevor es überhaupt eingenommen wurde.
Wieder einmal bleibt alles an den braven Steuerzahlern hängen, die einen weiten Arbeitsweg auf sich nehmen, nur damit sie überhaupt einen Job haben.
Was wollen wir den noch alles finanzieren? Frau Merkel & Co. zahlen ihre Dienstfahrten ja nicht aus eigener Tasche ...

Toni #blume

Beitrag von boncas 15.04.10 - 11:21 Uhr

"Wieder einmal bleibt alles an den braven Steuerzahlern hängen, die einen weiten Arbeitsweg auf sich nehmen, nur damit sie überhaupt einen Job haben."

Vor gar nicht all zu langer Zeit überschlugen sich noch die Politiker dabei den Menschen zu erklären, sie müssen flexibler sein und auch längere Arbeitswege in Kauf nehmen - und nu werden genau diese flexiblen Arbeitnehmer dafür abgezockt? #kratz

Beitrag von toni_mo 15.04.10 - 11:41 Uhr

Genauso sehe ich das auch ... Die hohen Spritpreise, jetzt noch die Maut ... Was gibt es nicht noch alles? Feinstaubplakette etc. Ich arbeite Teilzeit. Alles wird teurer ...
Auch kann man nicht alles unter dem Deckmantel UMWELT verstecken. Deutschland das Vorbildland #rofl und unsere Nachbarn? Die trennen nicht mal den Müll, fahren alte stinkende Autos und scheren sich einen Dreck um das CO2 und die Abgase ...

Ich hätte noch einen Vorschlag zu machen ... die PUPS-STEUER :-p Dabei entstehen auch giftige Gase. Vielleicht sollte jeder einen Feinstaubpartikel-Filter eingebaut bekommen und jedes Jahr einen ASU-Test machen? Dabei käme sicher auch was in die Kassen #kratz

Beitrag von honolulumieze 15.04.10 - 08:03 Uhr

Ist ja witzig, dass manche das so locker sehen! Was hat man denn davon, wenn 135 Euro (bei mir) an Kfz-Steuer wegfallen und man dafür Maut bezahlen muss? Nicht jeder wohnt in einer "tollen" Großstadt, in der alle 2 Minuten ne S-Bahn, U-Bahn, Bus oder was auch immer tuckert! die Leute auf dem Land wären dann ganz ganz arm dran. Man kann nur hoffen, dass das Volk sich dann spätestens auflehnt und hier mal Krawalle entstehen und Deutschland kurz und klein gehauen wird. Ich hab so eine Wut, wenn ich das lese. Man kann sich die Spritkosten zur Arbeit jetzt schon kaum leisten. Und jetzt kommt bitte nicht damit, dass man zum Arbeitsort ziehen soll. Soll man bei den heute oft wechselnden Arbeitsstellen alle paar Jahre umziehen? Inklusive Kautionen und Kosten für Umzug und Renovierung? Abgesehen davon haben viele Leute auch Häuser, die sie nicht zurück lassen können. Und es kann auch nicht jeder in der Stadt leben! Nur weil die Politiker uns zu Grunde wirtschaften, selbst in der fetten Karrosse kutschiert werden, soll der kleine Bürger mal wieder blechen!

Wenn ich mir den Sprit zur Arbeit nicht mehr leisten kann, bzw. vom Gehalt nicht mehr genug übrig bleibt wegen solcher horrender Kosten, dann bleibe ich zu Hause! Man kann nur hoffen, dass sich irgendwann das Volk bewegt. Aber wann? Ich frage mich das schon lange! Wenn man sich das Bier und die Zigaretten nicht mehr leisten kann?! Ich habe mittlerweile einen richtigen Hass, wenn ich sowas lese.

Beitrag von wilma.flintstone 15.04.10 - 08:21 Uhr

"Man kann nur hoffen, dass das Volk sich dann spätestens auflehnt und hier mal Krawalle entstehen und Deutschland kurz und klein gehauen wird."

#schock

... und was bringt das???

Beitrag von honolulumieze 15.04.10 - 08:24 Uhr

Wenn ein Großteil der Leute so denkt, wird sich nie was ändern. Dann können auch die Spritpreise auf 5 Euro steigen. Und keiner macht was dran. Super. Was denn noch? Spritpreise, Heizöl, Lebensmittel. Alles wird immer und immer teurer! Und dann noch Maut. Danke auch.

Beitrag von wilma.flintstone 15.04.10 - 08:32 Uhr

... und es hilft die Bevölkerung aufzufordern alles zusammenzuschlagen #kratz? Hat in Kreuzberg nicht geholfen und wird dem Land nicht helfen...

BILLIGER wird das Leben davon nicht. Wer zahlt denn den Aufbau hinterher? #kratz

Beitrag von happy_mama2009 15.04.10 - 09:30 Uhr

Naja, alles kurz und klein hauen sollen sie nicht. Aber sich auch nicht alles gefallen lassen, so wie bisher. Ich finde es ist unbedingt nötig das hier mal Krawalle entstehen, schliesslich liegt die "Macht beim Volke" und solang wir uns alles gefallen lassen,solang wird uns die Regierung ausnehmen....ist einfach so....

Beitrag von wilma.flintstone 15.04.10 - 10:26 Uhr

Da bin ich bei Dir. Mit legalen und sinnvollen Mitteln gegen das vorzugehen, was ich nicht haben will.

Die Aufforderung zu Krawall und Gewalt #augen hilft nicht weiter.

Beitrag von brummel-baer 15.04.10 - 10:32 Uhr

Und welche "legale und sinnvolle Mittel" meinst Du?

Wenn der Bundestag und der Bundesrat ein Gesetz beschließt, dieses vom Bundespräsidenten unterzeichnet wird und die Überprüfung vom Bundesverfassungsgericht aufgrund einer Klage positiv verläuft, hast Du keine Möglichkeiten.

Beitrag von wilma.flintstone 15.04.10 - 11:02 Uhr

Klage ist ja schon ein Mittel.

Außerdem Bürgerbegehren, Bürgerintiative, Medienkampagne.



Beitrag von brummel-baer 15.04.10 - 11:12 Uhr

Gott, wie süß.

Beitrag von happy_mama2009 15.04.10 - 11:16 Uhr

Tja, steter Tropfen höhlt den Stein...oder so...

Aber Demos und Streiks...können schon einiges bewegen....Medienpräsenz auch...man muss es nur richtig aufziehen

Beitrag von wilma.flintstone 15.04.10 - 11:28 Uhr

Was würdest Du machen?

Beitrag von brummel-baer 15.04.10 - 12:31 Uhr

Unnötige Strecken vermeiden und spritsparender fahren.

Beitrag von wilma.flintstone 15.04.10 - 12:42 Uhr

Ja, das ist etwas was ich persönlich sowieso schon mache.

Aber hier ging es ja ursprünglich darum, was man tun kann, wenn man dies verhindern möchte...