Bin ganz schön sauer. Neuer Job nicht so wie erwartet!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von mariechen26 15.04.10 - 10:25 Uhr

Hallo Zusammen,

muss das einfach mal eben los werden. Seit dem 01.04. arbeite ich für eine Autovermietung in Teilzeit, 30 Std. pro Woche, Wechseldienst, als kfm. Angestellte. Ich habe die Stelle gerne angenommen, weil ich auch gerne arbeite. Aber unter diesen Zuständen dort, weiß ich nicht mehr so recht, ob ich den Job da gerne mache.

In der Stellenausschreibung sowie im Vorstellungsgespräch, als auch am Probearbeitstag, wurde mir deutlich gesagt, dass ich als kfm. Fachkraft für die Büroorganisation und Vermietung sowie Annahme der Fahrzeuge zuständig wäre. Nachdem ich nun die erste Woche recht gut überstanden habe, fand ich die zweite Woche sehr ungewöhnlich. Der Bürovorsteher, der mich einarbeiten soll, ist im Urlaub. Die Chefetage (Chef 76; Cehfin 72) sind ebenfalls durchgehend von morgens bis abends im Büro. Sie macht noch ihre atiquierte Buchhaltung und er lässt gerne den dicken Boss raushängen. Kürzlich hat er uns die WC Tür zugenagelt, weil ein Kunde diese offen stehen lies und wir nicht sofort nachgeschaut haben, dass sie verschlossen ist. Zudem mussten wir uns noch vor der Kundschaft zur S** machen lassen, weil er fest davon überzeugt war, dass wir das waren und nur seiner Firma schaden wollten.

Gestern nun, sollte ich auf Anweisung eines Helfers, LKWs waschen und mit Werbung bekleben. Hallo?! Ich habe dann höflich gesagt, dass ich das noch nie gemacht habe und auch bezweifel, dass dies mein Aufgabengebiet sei. Der meinte dann nur, dass ich das selber wissen müsse und er auf seinen Lohn nicht verzichten will. Soll das heißen, friss oder stirb?

Die Chefin kann den Unterschied zwischen EC Karte und Visa Karte nicht einmal mehr erkennen, wenn sie vor ihr liegt. Guckt mich dann aber verachtend an, wenn ich mich lieber zurückhalte sie vor der Kundschaft zu verbessern. Hätte ich gerne gemacht, aber bei so schwierigen Menschen, die ich ja noch nicht lange kenne, hielt ich mich erst mal zurück. Anschließend durfte ich mir dann einen 20 Min. Monolog über den für sie logischen Unterschied zwischen Kredit- und EC-Karte anhören.

Ich möchte definitiv nicht in dieser Firma bleiben und ringe bereits mit der Überlegung innerhalb der Probezeit das Arbeitsverhältnis zu lösen. Ich befinde mich in anderen Firmen noch in der Berwerbungsphase, wodurch in natürlich lieber von Job zu Job wechseln möchte. Auf der anderen Seite, frage ich mich aber, ob ich mir das wirklich gefallen lassen muss und ob ich im Falle einer eigenen Kündigung mit einer Sperrzeit des Arbeitsosengeldes rechnen muss. Ich muss mich dort schikanieren lassen, mir werden Aufgaben gestellt, für die ich nicht eingestellt wurde und zu Hause sitzt meine 2 Jährige die ich eigentlich auch noch selber betreuen könnte. Und das alles für gerade einmal 1000 ,- Brutto bei Lohnsteuerklasse 5.

Was würdet Ihr machen? Könnt Ihr mir was raten?

Lieben Gruß
Nadine




Beitrag von petra1982 15.04.10 - 10:33 Uhr

Soweit ich weiss bekommst du kein Geld wenn du kündigst, du musst also schaun das die dich rauswerfen....Aber ich kann deinen Zorn gut verstehen

Beitrag von tve 15.04.10 - 10:37 Uhr

Wie wärs mit nem Besuch beim Hausarzt ?

Hat den Vorteil die Anstellung hat sich dann vermutlich eh bald erledigt, so wie Du die Leute beschreibst, werden sie dann von sich aus kündigen und Du hast die Sperre beim Arbeitsamt nicht.

Erfolgt keine Kündigung, bekommst eben die Zeit bezahlt, in der Du Dich um einen anderen Job kümmerst. ;)

Beitrag von mariechen26 15.04.10 - 10:44 Uhr

Hab ich auch schon drüber nachgedacht. Vor allem weil meine Tochter auch gerade Pseudo Krupp hat und ich sie von meiner Oma beaufsichtigen lasse, solange ich im Spätdienst (12:00-18:00 Uhr) bin. Mein Mann arbeitet von 10:00 - 19:30 Uhr.

Aber wenn ich zum Arzt ginge, wäre es nach Meinung meines Mannes, nicht korrekt. Warum auch immer?!? Würde also vom Regen in die Traufe kommen, wenn Du verstehst was ich meine. Aber vielleicht verletze ich mich ja beim Einsteigen in so einen LKW ;-). Das ich die Dinger fahren, säubern und bekleben soll findet er genauso schlimm.

Beitrag von blacknickinblue 15.04.10 - 11:08 Uhr

Dann lass Dich doch erst mal aufs Kind krank schreiben.

Beitrag von sechisi 15.04.10 - 10:46 Uhr

Ganz ehrlich - bei den Arbeitsbedingungen und der Bezahlung würde ich auch möglichst schnell das Weite suchen.....
Die Situationen die Du da beschreibst sind ja echt unter aller Kanone (Tür zunageln, Anschiss vor der Kundschaft #schock)!

Mit der Sperre kanne ich mich nicht aus, da gibt es hier fachkundigere Mitglieder!
Würde mich bei solchen Fragen aber grundsätzlich an die offiziellen und fachkundigen Stellen wenden und nachfragen, man liest hier oft einfach falsche Infos!!

Arbeit hin oder her, die Würde sollte man sich nicht nehmen lassen!

LG und viel Glück, sechisi

Beitrag von mariechen26 15.04.10 - 10:54 Uhr

Ich sehe das ja genauso. Ich arbeite sehr gerne und bin auch niemand der gerne zu Hause sitz und die Decke oder das TV anstarrt und andere "malochen" lässt. Aber bei den Umstände und Zuständen dort. Ich werde einfach auch mit offenen Worten antworten ;-) vielleicht wirds ja dann bald besser ;-) . Egal in welcher Weise.

Beitrag von sechisi 15.04.10 - 11:04 Uhr

Da würde ich auf jeden Fall auch machen: ehrlich und direkt - aber dabei natürlich trotzdem höflich und nicht beleidigend oder pampig!
Entweder sie rechnen Dir dann an, dass Du dir eben nicht alles bieten läßt und Dich zu wehren weißt oder es gibt die Kündigung...
So oder so, es kann nur besser werden!!

LG, sechisi

Beitrag von tanteelli 15.04.10 - 11:02 Uhr

Hi,

>>Guckt mich dann aber verachtend an, wenn ich mich lieber zurückhalte sie vor der Kundschaft zu verbessern. Hätte ich gerne gemacht, aber bei so schwierigen Menschen, die ich ja noch nicht lange kenne, hielt ich mich erst mal zurück. <<

Genau das würde ich dann aber machen. Denn entweder respektieren sie dich danach oder sie schmeißen dich raus. Also kannst du nur gewinnen.

Beitrag von manavgat 15.04.10 - 11:04 Uhr

Das sind verschiedene Argumente, die nicht zusammen gehören.


Wenn Du lieber zuhause wärst, dann bleib zuhause. Hindert Dich niemand.


Wenn Du 1000 Euro für 30 Stunden/Woche zu wenig findest, warum hast Du die Stelle dann angenommen? Deine Steuerklasse bedeutet nur, dass Du - weil verheiratet - besser gestellt bist als andere. Dein Gatte hat ja die 3 und ihr zahlt insgesamt weniger Steuern als jede allein erziehende!


Wenn Dein Chef Dir Arbeiten abverlangt, die nicht in dein Aufgabengebiet fallen, dann kannst Du höflich mitteilen, dass Du hierfür nicht zur Verfügung stehst. Vorher musst Du allerdings in Deinen Arbeitsvertrag schauen, ob da von Verweisung auf andere Tätigkeiten die Rede ist. (Hätte man vielleicht vor Vertragsabschluss mal tun sollen).

Du hast 2 Möglichkeiten:

entweder, Du setzt Dich durch mit dem Risiko, dass Dir gekündigt wird (dann gibt es auch keine Sperre).

oder Du kündigst selbst und nimmst eine eventuelle Kündigung in Kauf.

Ich bezweifle, dass Du Dir den Vorgesetzten/die Vorgesetzte bei der nächsten Stelle raussuchen kannst.

Ein Zunageln der Klotür - wenn keine andere Toilette zur Verfügung steht - ist imho Nötigung. Hier würde ich einen Arbeitsrechtler fragen, wie Du vorgehen musst/kannst oder die Gewerkschaft.

Gruß

Manavgat

Beitrag von mariechen26 15.04.10 - 11:11 Uhr

In dieser Firma gibt es keinen klassischen Arbeitsvertrag. Lediglich eine Bestätigung meiner Einstellung mit Verweis auf Berufsbezeichnung, Verdienst, Arbeits- , Urlaubs- sowie Probezeit habe ich bekommen. Meine Frage nach einem richtigen Arbeitsvertrag sagte die Chefin nur, "was anderes gibt es hier nicht". Die Stelle habe ich angenommen, weil sie unbefristet ist, mir auf dem ersten Blick zusagte und ich etwas mehr verdiene als ich ALG I erhalten habe.

Das ich auch bei anderen Dienstherren Pech haben kann, ist mir durchaus bewusst. Aber so ein Verhalten seitens jahrelang erprobter Firmeninhaber, habe ich noch nicht erlebt!

Beitrag von raena 15.04.10 - 11:07 Uhr

Liebe Nadine,

geh weiter arbeiten. Schau in deinen Arbeitsvertrag was drinnensteht was du tun mußt. Arbeiten die nicht drinnen sind, mit Hinweis auf deinen Vertrag freundlich aber bestimmt ablehnen.
Eine Kündigung innerhalb der Probezeit von dir aus führt zu einer Sperre und macht sich nicht gut in einer Bewerbung (du mußt dich rechtfertigen und den alten AG anschwärzen und sowas ist nicht gern gesehen).

Eine Kündigung innerhalb der Probezeit durch den Arbeitgeber macht sich superschlecht in einer Bewerbung. (wer will schon jemanden einstellen den der letzte AG nach 3 Wochen wieder rausgeschmissen hat)

Bewerb dich aus einem ungekündigten Arbeitsverhältnis heraus, das macht immer den besten Eindruck und wenn du den neuen Vertrag hast, dann kündige den alten.

LG
Tanja

Beitrag von zwillinge2005 15.04.10 - 11:16 Uhr

Hallo,

Du verdienst 1000,- Euro Brutto bei 30 Std./Woche?

Oder meintest Du netto??? (weil Du die Steuerklase dazugeschrieben hast, die bei einem Bruttogehalt ja uninteressant ist.

8,30 Euro/Std. ist jetzt nicht soooo schlecht. Je nachdem ob man aus ALGII kommt oder vorher viel mehr hatte.

Deinen 2jährigen zuhause selbst betreuen kannst Du natürlich, hast dann aber keinen Anspruch auf ALGI - das sollte doch klar sein, oder.

Sitzt er wirklich alleine zuhause? Oder besucht er eine Kita/hat eine andere Betreuung?

Wenn Du doch bereits in Verhandlungen mit anderen Firmen sthet ist es sicher besser die Zähne zusammenzubeissen und dort weiter zu arbeiten.

Aus einem Job heraus kann man sich immer eher verbesser als aus der Arbeitslosigkeit.

Das Zunageln einer Toilettentür ist sicher nicht die feien Art - gibt es keinen Schlüssel, mit der man die Toilette abschliessen kann? Dann müsste dieser einfach nur an einer Stelle hinterlegt werden und die Toilettentür würde nicht mehr aufstehen.

Dass Du in feinen Klamotten einen LKW waschen sollst - naja wenn man mir einen Blaumann geben würde hätte ich damit kein Problem - für 8 Euro/Stunde keine unterbezahlte Tätigkeit....

LG, Andrea

Beitrag von sassi31 15.04.10 - 11:33 Uhr

Hallo,

1.000 Euro brutto für eine 30 Stunden Woche ist nicht viel Geld. Rechne das mal auf eine Vollzeitstelle hoch. Das sind dann 1.333 Euro. Für einen Bürojob ist das verdammt wenig Geld. Da habe ich direkt nach meiner Ausbildung 1994 bereits ein höheres Gehalt bekommen.

Gruß
Sassi

Beitrag von litalia 15.04.10 - 11:50 Uhr

sorry, der vergleich hinkt.

im osten sind 1000 brutto für eine 30 stunden woche VÖLLIG normal für eine bürokraft. ...von mehr träumen hier manche.

Beitrag von sassi31 15.04.10 - 16:16 Uhr

Finde ich nicht.

Zumal Andrea laut ihrer PLZ nicht aus dem Osten kommt.

Beitrag von carrie23 15.04.10 - 12:27 Uhr

Naja ich find das schon viel, was aber eher daran liegt dass dies in Österreich ein normales ( sogar recht hohes ) Gehalt ist.
Man verdient da einfach nicht mehr und ich bin umso erstaunter wenn ich in deutschen Foren lese dass dies wenig Geld ist.
Was ist denn, wenn ich mal dumm fragen darf, bei euch ein gutes Gehalt für ne 30 Stunden Woche?
Das Durschnittsgehalt für eine VOLLZEITstelle mit schwerer körperlicher Arbeit, also nix Büro, bei uns ist knappe 1250 Euro netto.

Beitrag von nele27 15.04.10 - 12:48 Uhr

Ich dachte immer, viele Deutsche wandern nach Österrreich aus, weil man dort mehr verdient???

#kratz

Beitrag von carrie23 15.04.10 - 13:07 Uhr

Nein also mehr verdienen wird man hier definitiv nicht.
Die Wohnkosten sind vielleicht, sofern man ne Gemeindewohnung bekommt, billiger und keine Studiengebühren.

Beitrag von nele27 15.04.10 - 13:11 Uhr

Hmm, dann habe ich mich wohl geirrt ...

Beitrag von carrie23 15.04.10 - 13:15 Uhr

Kann ja passieren, Beispiel mein Ex Freund hat sogar HTL Matura und arbeitet schon lange in seinem Beruf als Chemiker.
Er verdient aber nur knapp 2000 Euro brutto.
Für 10 Jahre Berufserfahrung mit nur einem Monat arbeitslos dazwischen und Matura ist das eigentlich ein sehr mieses Gehalt.

Beitrag von nele27 15.04.10 - 13:25 Uhr

Stimmt... dieses Bruttogehalt bekam ich während meiner Ausbildung (Volontariat nach dem Studium) #schock

Heute ist es viel mehr ... dann wander ich doch nicht aus :-)

Beitrag von kruemlschen 15.04.10 - 13:49 Uhr

aber ist es nicht auch so, dass ihr viel weniger Lohnsteuer und Sozialabgaben zahlt?

LG Krüml

Beitrag von sunjoy 15.04.10 - 14:26 Uhr

Hallo,

interessant wäre zu wissen, wieviel Netto das ist, denn die Bruttolöhne kann man schlecht vergleichen. Allerdings finde ich knapp 700 Euro Netto für eine 3/4 Stelle schon recht wenig, so viel zahlt man meistens schon Miete (obwohl es soll ja auch in DE Regione geben, wo die Mieten nicht so hoch sind)

LG

Beitrag von sassi31 15.04.10 - 16:21 Uhr

Hallo,

also wie schon gesagt, 1.000 Euro brutto ist echt nicht viel. Mit deinem Vergleich wird das auch gleich noch deutlicher.

Gruß
Sassi

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