Heute mal für meine Freundin, die hat Probleme mit dem Kleinen...

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von nudelmaus27 15.04.10 - 13:09 Uhr

Hallo!

Eigentlich weiß ich nicht so recht ob ich hier richtig bin, denn das Frühchen um was es geht ist heute 7 Jahre und 8 Monate alt.

Der Kleine kam damals in der 23. SSW zur Welt und war fast 1 Jahr im KH. Es war eine extreme Zeit und so hat er zum Glück nichts schlimmes mitbekommen. Er ist halt recht klein und wird auch nicht so groß, hat eine leichte Stimmenbandlähmung also kann nicht laut sprechen und natürlich ist er in seiner Entwicklung motorisch und geistig schon zurück, soweit ich das beurteilen kann aber er ist nicht behindert und doof oder so (ich weiß komisch ausgedrückt aber ich hoffe ihr wisst wie ich es meine).

Nun wurde er letztes Jahr eingeschult (Förderschule), die Tests waren wohl okay dafür obwohl meine Freundin gekämpft hat wie einen Löwin, weil sie schon der Meinung war, dass er hätte lieber noch ein Jahr in der Kita hätte bleiben sollen. Aber vergebens.
In der Schule macht er zwar mit, haut aber öfter. Zu Hause will er garkeine Hausaufgaben machen, weigert sich auch nur einen Satz zu lesen, er will lieber spielen.

Jedenfalls gibt sich meine Freundin alle Mühe aber er ist total agressiv geworden, aus dem Nichts heraus beißt er, haut, heult und schreit rum, manchmal wie von Sinnen ist quasi nicht ruhig zu kriegen. Von der Art her erinnert er mich sehr sehr an meine Tochter die knapp 4 Jahre alt ist und sich gerade in übelsten Trotzphasen befindet.

Meine Freundin ist total machtlos und sagt immer er hatte noch nie solche Phasen.

Kann es sein, dass er die Trotzphase jetzt quasi 4 Jahre später hat oder meint ihr hat es andere Gründe.
Ich habe ihr schon geraten eine Beratungsstelle aufzusuchen aber vielleicht kann mir ja jemand doch noch was hier raten oder hat ähnliche Probleme.

#danke für Tipps,
Nudelmaus

Beitrag von marjatta 15.04.10 - 13:43 Uhr

Ist vermutlich nicht ganz richtig hier, aber eine Bekannte von mir hat auch ein Extremfrühchen. Er ist in der Entwicklung retardiert und geht auch auf eine Förderschule.

Vielleicht hatte Deine Freundin recht, dass es für ihn noch zu früh ist für die Schule. Aber mit diesem Problem ist sie am besten in einer Familienberatungsstelle aufgehoben. Es kann sein, dass er sich überfordert fühlt und deshalb so aggressiv reagiert. Klar, wenn man sich so lange mit einem Kind gemüht hat, möchte man sich auch nur ungern rein reden lassen. Aber für die Zukunft ist es einfach unerlässlich, dass sie das in den Griff bekommt.

Da hilft denn wirklich nur gut zureden, dass eine Familienberatungsstelle oder eine Sozialpädagogin der Förderschule die richtigen Ansprechpartner sind.

Gruß
marjatta

Beitrag von minkabilly 15.04.10 - 15:30 Uhr

Hallo!
Ich denke nicht, daß es eine verspätete Trotzphase ist.
Aber es wird einen Grund für dieses Verhalten geben und das muß man suchen. Eventuell war er wirklich noch nicht bereit für die Schule.
Was sagt denn die Schule dazu?
Und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, daß so ein Verhalten von jetzt auf gleich auftritt. 23 SSW war schon arg früh.

Leider ist es so, daß sich viele Probleme von ehemaligen Frühchen erst in der späteren Entwicklung zeigen.
So war es auch bei uns; eine endgültige Diagnose bekamen wir erst, da war mein Sohn fast 5 J und er kam erst bei 30+4 SSW.
LG