Gibts sowas - Thema "Mutter" sein...

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von jenny133 15.04.10 - 14:09 Uhr

Hallo

kann es sein, das eine Mutter (jung) mit falschen Erwartungen ein Kind bekommt und es dann als "nicht normal" abstempelt, weil es anscheinend anstrengender ist als sie es bei anderen Müttern und deren Kindern mitbekommt?

Und wenn sie dem Kind nun den Stempel "nicht normal" aufdrückt, kann sich das Kind doch auch gar nicht anders entwickeln oder? Wenn sie die Augen mal in alle Richtungen aufmachen würde, dann könnte sie ihr Kind vielleicht mal so betrachten wie andere es tun und Fortschritte zulassen.

Ich bin der Meinung, das bei Baby´s und Kleinkindern fast alles NORMAL ist. Es gibt so viele verschiedene Charaktere und Erlebnisse die prägen. Es gibt doch keine Richtlinien, wie ein Kind sein muss um als normal zu gelten und wann es unnormal wird und besondere Hilfe benötigt? Oder doch?

Liebe Grüße

Beitrag von hsi 15.04.10 - 14:40 Uhr

Hallo,

darf ich fragen was verstehst du unter "junge" Mutter??? Ich denke es kommt nicht auf das Alter an, sondern wirklich einfach auf die Erwartung von einer Mutter und wie sie sich das vorgestellt hat. Ich wusste das Kinder nicht immer leicht sind, aber sie bereichern einen das Leben um einiges und ich bin froh meine zwei zu haben! Ich bin junge Mutter, habe mein erstes Kind mit 20 Jahren bekommen und mein zweites mit 21 Jahren. Meine Kinder entwickeln sich "normal" in manchen Bereichen sind sie auch schon weiter und ich bin über jede Entwicklung stolz von meinen zwei. Ich geh auf die Bedürfnisse von meinen Kindern ein und helfe ihnen wo sie meine hilfe brauchen und ermutige sie auch was alleine zu machen und stehe ihnen bei.

Lg,
Hsiuying + May-Ling 3,5 J. & Nick 2,5 J.

Beitrag von jenny133 15.04.10 - 14:49 Uhr

Hallo

also da meine ich nicht das tatsächliche Alter.
In dem speziellen Fall ist sie älter als du, aber ich glaube einfach, das sie mit anderen Vorstellungen SS wurde. Sie hat die Lehre beendet und keine Lust mehr gehabt zu arbeiten. Sie hat den richtigen Mann für sich kennengelernt und gewusst; Mit dem will ich eine Familie haben.

Mir gehts ja selbst so: Wenn man andere Mütter sieht ist alles Friede Freude Eierkuchen. Alles klappt wie am Schnürchen. Erst wenn man sich besser kennen lernt sieht man, das es woanders auch nicht besser läuft ;-) Aber solche Bekannte hatte sie eben zu anfangs noch nicht. Für sie war es nicht normal, das ihr Säugling sie 24 Stunden am Tag braucht und ich glaube schon, das das Kind sensibler ist und vielleicht noch schneller mit Tränen und Geschrei reagiert als andere Kinder.

Wenn ich hinkomme jammert sie immer, wie schlimm er wieder war. Das sie nichtmal alleine aufs Kloo kann... Und ich sehe das Kind nur als lieben kleinen Kerl, der nicht recht weiss, wo er bei seiner Mutter dran ist und deshalb extrem viel Aufmerksamkeit fordert?!

Bin am Überlegen, ob ich sie auf meine Gedanken ansprechen soll und damit die Freundschaft gefährde. Oder abwarten soll.
Sie hat mir gesagt, das der Kinderarzt meinte: "Nicht das Kind ist unnormal sondern sie und sie sollten sich mal selbst Hilfe holen" Ganz so drastisch ist es wohl nicht, aber ich glaube, das sie mal wachgerüttelt werden müsste und darauf hingewiesen, das es eben nicht unnormal ist was ihr Sohn da tut. Allerdings bin ich mir auch nicht sicher, ob sie es nachvollzieht oder ob sie nur abwehrt wie bei dem Kinderarzt...

Beitrag von knutschka 15.04.10 - 16:10 Uhr

Hallo,

ja, es gibt Mütter, die ihr Kind mit falschen Erwartungen bekommen.

Aber: wenn man selbst kein Schreikind hatte, kann man es auch einfach nicht nachvollziehen, wie es ist...

Heli war auch unglaublich anstrengend: sie hat pro Tag 10 Stunden geschlafen (also in 24 Stunden) und wollte die restliche Zeit nur getragen werden. Wenn ich sie mal kurz hinlegte, weil ich bspw. zur Toilette musste, war riesiges Geschrei, sodass an einen entspannten Tag nicht zu denken war.

Die erste Zeit war wirklich knüppelhart und ich hätte niemandem diese Situation gewünscht. Und solche herablassenden Kommentare wie deine machen mich ehrlich gesagt auch heute noch wütend.

Allerdings ist es ein Unterschied, ob man das Verhalten eines Säuglings als nicht normal oder als krankhaft/ therapiebedürftig einstuft. Denn: normal ist es bspw. sicher nicht, dass ein quasi Neugeborenes 14 Stunden am Tag wach ist (einfach in dem Sinn, dass es vom Durchschnitt abweicht), aber eben auch nicht krankhaft...

Viele Grüße
Berna

Beitrag von jenny133 15.04.10 - 21:44 Uhr

Hallo Berna

tut mir Leid, das dich das verletzt hat was ich geschrieben habe :-(
So war es aber auch nicht gemeint! Das Kind das ich meine ist nun über zwei Jahre alt und es wäre doch langsam mal Zeit die Verhaltensweise dem Kind gegenüber zu ändern? Wenn die Mutter dem Kind immer suggeriert: "Du kannst nichts alleine (vielleicht weil du es noch nie gekonnt hast)" Wie ich auch selbst schon mitbekommen habe schickt sie ihn weg oder schimpft mit ihm wenn er hinterherkommt und lässt ihn dann einfach weinend stehen.

Sowas tust du sicher nicht oder? Schreikind hin oder her...

Alles Liebe
Melanie

Beitrag von knutschka 16.04.10 - 07:56 Uhr

Kann passieren... ;-)

Ich denke schon, dass es wichtig ist, seine Kinder zu stärken und ihnen vielmehr das Gefühl zu geben, sie könnten schon so vieles. Wenn du Bedenken hast, dann sprich sie an. Vielleicht nicht gleich mit der ganzen Keule, aber du kannst ja in den entsprechenden Situationen einfach mal nachhaken.

Allerdings solltest auch du bedenken, dass du nur Ausschnitte wahrnimmst. Genauso wie deine Bekannte nur die "heile Welt" bei anderen sieht, wäre es möglich, dass du bei ihr nur die Trümmerhaufen siehst. Deswegen würde ich an deiner Stelle sehr behutsam vorgehen.

LG Berna

Beitrag von mysterya 15.04.10 - 19:15 Uhr

Ich würde sagen, alle Mütter bekommen mit falschen Erwartungen Kinder vollkommen unabhängig vom Alter. Du willst mir doch jetzt nicht erzählen, dass du ganz genau wusstest, was dich erwartet hat.

Ob eine Mutter ihrem Kind gut oder schlecht tut, liegt nicht an so billigen äußeren Faktoren, sondern hängt weitestgehend davon ab, ob die Mama sich bei Problemen a) rechtzeitig Hilfe sucht z.B. Freunde um Rat fragt, oder den Kia etc. b) ihre Haltung, Meinung, ihre Methodik kritisch reflektieren kann und die "schuld" nicht immer nur beim Kind sucht und dann c) andere Sachen ausprobiert, die möglicherweise besser funktionieren bzw. d) ihrem Kind Zeit geben kann bzw. akzeptiert, dass gewisse Sachen mit diesem Kind eben anders laufen, als gedacht oder als bei den anderen Kinder zuvor.

Wer sich immer wieder auf Neues einstellen kann, reflektiert handelt und auch mal mit sich ins Gericht geht, ohne sein Selbstbewusstsein als Mutter zu verlieren, der hat eigentlich alles was er braucht um seinem Kind gut zu tun.

Wir sind alle nicht perfekt. Was hat das Alter damit zu tun? Man könnte auch die Gegenthese aufstellen, dass junge Menschen (ab 19 aufwärts) generell flexibler sind und sich nicht um jeden Futzel Gedanken machen oder aus jeder Mücke nen Elefanten machen, während spätere Generationen eher zu Übermutterung und Überforsichtiugkeit neigen. Und bevor mich einer kritiert. Die These stammt nicht von mir...sondern von meiner 45 Jährigen Mutter, die seit über 25 Jahren Erziehrin ist und meint, dass zwar alle ihre Eltern liebende Eltern sind, aber das mit steigendem Alter bei manchen sichtbar die Luft raus ist und das in der Tendenz besonders bei denen ab die erst sehr spät Eltern wurden.

:-P Mysty

Beitrag von jenny133 15.04.10 - 21:54 Uhr

Hallo Mysty

habe ich wohl nicht korrekt so geschrieben. Meiner Meinung nach war sie emotional noch zu jung. Ansonsten in einem Alter wie andere Mütter auch...

Natürlich konnte ich auch nicht mit dem Ausmass rechnen, wie sehr ein Säugling seine Mutter beschäftigt. Und ja wie ich jetzt merke auch weit über das Säuglingsalter hinaus. Aber ich bin nicht mit der Meinung SS geworden, das ich ein Kind bekomme um mir dann zuhause ein ruhiges Leben zu machen, weil ich im Moment nicht weiss, wie es beruflich weitergehen soll!

Ich wollte ein Kind um ihm meine Liebe zu geben und meine Kraft. Und mir war sehr wohl bewusst, das ich was einsetzen muss und das Leben nie mehr so wird wie vorher!

Also sorry, du schreibst nur vom Alter in Jahreszahlen, aber das ist ja gar nicht mein Problem. Ich bin am überlegen, ob ich dieser Bekannten/Freundin sagen soll, was mich bewegt und damit vielleicht die Freundschaft aufs Spiel setze, oder abwarte...
Ich habe das Gefühl, das sie in ihrem Kind immer noch das kleine Hilflose Baby sieht und ihm gar keine Eigenständigkeit zugesteht. Wenn sie einfach mal vergessen könnte, wie schwierig er am Anfang war würde sie vielleicht sehen, das er mittlerweile ein sehr intelligenter aber auch sehr sensibler kleiner Kerl geworden ist, der Rückhalt und Kraft von seiner Mutter braucht. Und nicht das sie ihn anschnautzt, nur weil er hinter ihr her aufs Kloo läuft.

LG
Melanie

Beitrag von mysterya 16.04.10 - 11:36 Uhr

Ja sag ihr das, wenn es Dich so beschäftigt.

Aber kann natürlich sein, dass Du dann gar keinen Einfluss mehr auf das Kind hast.

In gewissen Kreisen werden Kinder leider einfach so geboren ohne das man groß daüber nachdenkt und natürlich kippt da was bei hinten über. Und ja vielleicht war sie zu jung. Aber zu jung würde ich gar nicht am Alter festmachen, sondern eher an der emotionalen Reife.

:-P Und die kann ziemlich unterschiedlich sein. Manch einer ist mit 40 noch nicht so weit.

Und in gewisser Weie muss man sie auch verstehen. Wenn man beruflich schon keine Perspektive hat, möchte man sie wenigstens familiär haben. Aber dann müsste man naürlich auch anders mit seinem Kind umgehen. Sie scheint ja wirklich einiges icht zu sehen.

Beitrag von annih 17.04.10 - 00:09 Uhr

Hallo,
so ganz versteh ich scheinbar Deinen Beitrag nicht aber zum Thema Erwartungshaltung liest man doch hier täglich was von Kindern erwartet wird: Früh Laufen, Sauber-werden, bezeiten Durchschlafen. Dann wird hier teilweise verglichen was das Zeug hält - fürchterlich. Ich denke dass Kinder sehr wohl überzogene Erwartungshaltungen bemerken und das dann kontrakproduktiv ist. Das krasseste was ich seit langem letztens las war: "Wann sagt mein Baby endlich Mama, ich hab mich schon so drauf gefreut?" "GRUSEL". Die meisten Probleme von denen ich hier lese sind hausgemacht.
Gruß!
Britta