Phimose OP - Wer hat Infos für mich???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von cazie71 15.04.10 - 15:14 Uhr

#heulHallo, Ihr Lieben.

War heute mit meinem Sohnemann (5 1/2) zum wiederholten Male beim Arzt. Er hat eine starke Phimose und scheinbar Pendelhoden. #heul Der eine Hoden ist dort wo er hingehört. Der andere ist mal tastbar - mal wieder nicht. #schock
Die Vorhaut ist viel zu lange und lässt sich auch nicht soweit zurück schieben, dass man auch nur einen kleinen Teil der Eichel sehen könnte. #schock Haben demnächst nen Termin im Krankenhaus (Kinderurologie) zur genaueren Untersuchung.

Es wird wohl alles auf eine OP hinauslaufen...... #zitter
Schon beim Gedanken daran wird mir ganz übel. Mein Sohnemann hatte im Januar dieses Jahres eine OP unter Vollnarkose beim Zahnarzt, weil sein Zungenbändchen zu kurz war und es durchtrennt werden musste. Die paar Minuten bis er narkotisiert war waren die Hölle.#heul Ich hatte ihm erklärt, dass er eine Art "Feuerwehr-Atemmaske" aufgesetzt bekäme... Er freute sich sogar schon darauf - bis zu dem Moment, als er feststellte, dass die "Luft, die da rauskommt" eklig riecht. Er hat sich mit aller Gewalt die Maske vom Gesicht gerissen. :-[Dann hat es die Narkoseärztin mit der Spritze versucht, worauf er sich noch viel mehr wehrte und in Panik geriet - eh klar. :-(
Auf meine Beruhigungsversuche hat er gar nicht mehr reagiert - nur noch geschrien wie am Spieß!!!#schock Die Zahnarzthelferin und die Ärztin haben ihm dann unter Gewalt die Narkosemaske nochmal draufgehalten, worauf er dann auch ganz schnell einschlief. Ich war fix und foxi....

Als er dann nach er OP wieder zu sich kam, ging das selbe Spiel wieder von vorne los. Er war noch ganz benebelt und war aber scheinbar immer noch der Meinung, sich mit aller Gewalt wehren zu müssen. Zwei Arzthelferinnen, die Narkoseärztin und ich waren gleichzeitig damit beschäftigt, ihn davon abzuhalten sich schlimmere Verletzungen zuzufügen. Er versuchte z.B. mit dem Kopf auf den Marmorboden aufzuschlagen.... Es war der Wahnsinn. Erst nach ca. 30 Minuten war es machbar, dass ich ihn zum Auto tragen konnte. Die ganze Fahrt heimwärts hat er noch mit dem Kopf gegen die Autoscheibe geschlagen ...#zitter

Als wir daheim waren ging es dann aber doch ganz schnell, bis er sich wieder beruhigt hatte.#schwitz

Deshalb habe ich nun schon mächtig Angst vor der nächsten bevorstehenden Narkose....

Ich habe zwar auf der Homepage der Klinik, in der wir den Eingriff machen lassen würden, gelesen, dass die Kinder vor der Narkotisierung bereits nen Beruhigungssaft bekommen. Aber trotzdem hab ich jetzt schon Albträume deswegen.

Hat jemand von Euch nen guten Rat oder Infos über diesen Eingriff????

Danke im Voraus!

LG
cazie71

Beitrag von kati543 15.04.10 - 15:41 Uhr

Im KH ist das alles halb so schlimm. Die Kinder bekommen einen Saft zu trinken, der sie wie unter Drogen setzt. Mein Großer hat danach nur noch wie total betrunken gegrinst.

Beitrag von cazie71 15.04.10 - 15:43 Uhr

Danke. Das macht mir etwas Hoffnung. Hoffe, nur, dass er mir dieses Gebräu auch runterwürgt.....

Beitrag von kati543 15.04.10 - 15:52 Uhr

Das ist kein Becher voll zu trinken, sondern nur ein paar ml. Und er ist nüchtern. Er hat Durst ;-)

Beitrag von moeppi2004 15.04.10 - 20:48 Uhr

Unsere hatte den Saft gemischt mir ein bischen Cola vom Arzt bekommen.

Die war so stolz das sie einen Schluck Cola trinken durfte dass das Ruck Zuck weg war. ;-)

Beitrag von sternchen7778 15.04.10 - 19:39 Uhr

Hallo,

mein Großer hatte die OP mit 2 3/4. Hodenhochstand, Total-Beschneidung und Zungenbändchen in einem. Er hat damals ein Zäpfchen bekommen, damit er von der eigentlichen Narkose etc. gar nichts mehr bewusst mitkriegt. Er konnte sich zumindest im Nachhinein nicht mehr an den Raum erinnern, wo wir dafür waren, wusste nichts mehr von den Büchern, die wir dort angeguckt haben etc. Das scheint die selbe Wirkung zu haben wie dieser Saft.

Die OP wurde bei uns ambulant gemacht. Die OP an sich dauerte ca. 15 Min. Er war nach dem Aufwachen etwas matschig, aber nicht aggressiv oder so. Wir mussten noch ca. zwei Stunden in der Praxis bleiben bis er wirklich wieder völlig klar im Kopf war, ein bissel was gegessen und getrunken hatte, dann durften wir heim. Mittags daheim war er dann schon wieder so fit, dass er mit seiner Holzeisenbahn auf dem Boden gespielt hat.
Wir waren gut ausgestattet mit Wundsalbe und Schmerzmitteln. Wenn in der Nacht was gewesen wäre, hätten wir die privaten Handynummern der beiden Ärzte (Chirurg und Anästhesistin) gehabt. Am nächsten Tag war dann die erste Kontrolle.

Wenn Du noch genauere Fragen hast, kannst Du mich gerne kontakten.

Was mich aber sehr wundert, ist dass sie Dich nach der Zahnarzt-OP mit ihm schon nach 30 Min. haben gehen lassen, obwohl er ja deutlich erkennbar noch nicht wieder "normal" war. Bist Du mit ihm dann alleine heim gefahren? Das wurde bei uns nämlich ganz deutlich betont: Nach der OP bitte nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Und bitte eine Begleitperson ins Auto mitnehmen.

LG, Sandra.

Beitrag von cazie71 15.04.10 - 20:04 Uhr

Hallo Sandra,

erstmal danke für deine aufmunternden Worte. :-D

Bei meinem Soihn wird die OP auch ambulant gemacht. Bin ich auch froh darüber. Aber, wie gesagt, die Narkose............#schwitz
Hoffe, dass er dieses Säftchen freiwillig trinkt. Wenn nicht, muss ich ihn wohl bestechen. ;-)

Tja, die Zahnarzt-OP....... Es war ja wirklich ein supernettes Team, aber wir waren an diesem Vormittag die letzten Patienten und unmittelbar danach ist die Crew in die Mittagspause geganggen. Die haben mir, wie gesagt, noch tatkräftig geholfen, den Kleinen ins Wartezimmer auf ne weiche Unterlage zu verfrachten und blieben noch ne halbe Stunde mit dabei. Wäre in dieser Situation niemals mit ihm alleine fertig geworden. Mir ist der Schweiß hinten und vorne runter geronnen..................
Dann meinten sie, ich könne noch so lange wie ich möchte bleiben und verabschiedeten sich in die Mittagspause. #kratz
War dann erstmal heilfroh, als ich ihn (geschultert) im Auto angeschnallt hatte und einsteigen konnte. Daheim ging es dann ganz schnell besser. Aber dieser Tag bleibt mir in Erinnerung haften!;-)

LG
Carmen

Beitrag von cassidy 15.04.10 - 22:16 Uhr

Hallo,

unser Sohn war drei als er operiert wurde. Ich hatte auch reichlich Angst, aber ich muss sagen, in der Praxis haben sie das super gemacht. Wir waren bei einem Kinderchirurg in Hamburg, der sie auf diese OP spezialisiert hat. Wir haben "Zaubersalbe" mitbekommen, die wir unserem Sohn morgens auf den Handrücken gemacht haben. In der Praxis bekam er einen "Schnaps", damit er schon ein bisschen beduselt ist. Hat bei ihm, aber nicht gewirkt.
Da Paul reichlich Panik hat, sich für eine Untersuchung hinzulegen haben sie uns im Wartezimmer sitzen lassen. Der Narkose-Arzt ist da hingekommen. Ich habe mit Paul gerade ein Buch gelesen. Ich hab es so gehalten, das er nicht gesehen hat, was an seinem Arm passiert. Der Arzt hat mir gesagt, das er keinen Schmerz spüren wird, das seine Gegenwehr nur der Sache gilt. Ich solle keinen Schrecken bekommen, aber das Narkosemittel würde sehr schnell wirken. Und so war es auch. Das Mittel war kaum in seinem Blutkreislauf, da sackte er auf meinem Arm zusammen. Der Arzt hat in dann in den OP getragen.

Nach 20 Minuten war die OP vorbei. Ne gute halbe Std später war er dann wieder wach. Er hat dann sehr schnell endlich mal was essen und trinken wollen und dann konnten wir nach Hause. Eine Woche später waren wir zur Kontrolle und alles ist super verheilt.

Er wollte drei Tage nach der OP schon wieder Laufrad fahren (Aua!?!) Nö, ihm hat es nicht weh getan.


Vor der ganzen OP haben wir ganz oft mit ihm darüber gesprochen und ihm erklärt warum er operiert werden muss. Er hat es gut verstanden. Ich denke, das ist mit das Wichtigsten, das man mit den Kids darüber spricht.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

Liebe Grüße und gute Besserung,

cassidy

Beitrag von cazie71 16.04.10 - 08:10 Uhr

Hallo.

Tja.... Das mit dem REDEN und ERKLÄREN - da bin ich in meinem Fall hin- und hergerissen. Ich weiß nicht, was besser ist. Ihm einfach sagen, dass wir zu einer Untersuchung gehen - und schwupps - beim Aufwachen ist alles überstanden und er kann sich an die eigentliche OP eh nicht mehr errinnern. Oooooder: Ihm alles lang und breit erklären und ihm somit evtl. noch mehr Angst machen??? Ich kann ihm ja schlecht sagen, dass da und dort rumgeschnippelt und festgenäht wird. #zitter Er kann sich ja noch keine Vorstellung machen, was das alles zu bedeuten hat, denke ich.


LG
Carmen

Beitrag von cassidy 16.04.10 - 10:45 Uhr

Hi,

Paul hat beim Pieseln immer gesehen, das sich die Vorhaut wie ein Ballon mit Urin füllte und es dann gaaaanz langsam abgeflossen ist. Wir haben ihm erklärt, das der Arzt macht, das er ganz schnell Pipi machen kann. Wie die Feuerwehr! ;-)

Damit er davon aber nichts merkt, bekommt er etwas, damit er ganz fest schlafen kann. Wenn er aufwacht ist alles vorbei.

Mir war super wichtig, bei ihm zu sein, wenn er einschläft und auch wieder da zu sein, wenn er wach wird. Das haben die in der Praxis auch super unterstützt.

Nach der OP musste Paul dann jeden Tag ein Sitzbad machen. Also jeden Tag ab in die Badewanne. Juchuh! Danach haben wir dann immer eine Kompresse mit Heilsalbe auf den Penis legen müssen. Das fand er mitunter nicht so toll, aber wir haben da, eine gute Möglichkeit gefunden, das es schnell und einfach ging.


Ich persönlich halte es grundsätzlich für verkehrt, Kinder so zu überrumpeln. Bei Paul wäre es undenkbar. Ich würde damit nur das Gegenteil erreichen. Irgendwann hätte er kein Vertrauen mehr und würde sich komplett verweigern.

Wir müssen ihm alles erklären, erst dann kann er sich auf Neues einlassen. Er kann nicht damit um, wenn etwas passiert, das er nicht einschätzen kann. Deswegen legt er sich beim Doc auch nicht hin.

Unsere Tochter Anna ist da ganz anders. Sie lässt alles über sich ergehen. Aber auch bei ihr erklären wir alles. Ich würde es auch so wollen. Stell dir vor, du gehst zum Arzt und denkst er will dich nur kurz untersuchen und schwupps liegst du im OP.

Liebe Grüße,

cassidy

Beitrag von cazie71 16.04.10 - 13:54 Uhr

Ja, da hast du absolut recht. Würde mir auch vorkommen wie ein Verräter, wenn ich ihn einfach komplett überrumpeln würde.
So ein Mist - wie man es macht, kann es verkehrt sein.

Werde jetzt schon mal vorsichtig anfangen mit dem Erklären, hab ich beschlossen. Werde einfach sagen, dass man die viele Haut am Pipi "reparieren" muss, damit man mehr Muskeln bekommt. Er denkt nämlich auch, dass eine Hoden eine Art "Muskeln" sind u. ist mächtig stolz drauf. ;-)

LG
Carmen