Muß meine Stute abgeben

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von wella 15.04.10 - 15:21 Uhr

Hallo, ich bin ganz traurig#heul, weil ich unsere Stute abgeben muß. Aufgrund einer Krankheit kann sie nicht mehr geritten werden. Habe jetzt ein Platz bei uns in der Nähe gefunden. Dort stehen noch zwei andere Stuten, ich hoffe das alles gut wird und sie noch ein schönes Restleben dort bekommt. Der Abschied fällt mir echt schwer. Aber so geht es halt nicht weiter. Leider habe ich die Möglichkeit nicht sie als Rentnerpferd zu behalten. Wenn ich nur daran denke das sie bald nicht mehr bei uns ist, heule ich gleich los. Aber dort wo sie hinkommt steht sie den ganzen Tag draussen.

Ich mußte das einfach mal los werden.

#heul wella #heul

Beitrag von risala 15.04.10 - 15:38 Uhr

Hi,

ich kenne das Gefühl. Meine Stute habe ich seit 3 Wochen wieder verpachtet - ich habe zu wenig Zeit für sie. Und unser Fohlen (mittlerweile 2,5 Jahre alt) steht zum Verkauf - aus dem gleichen Grund.

Warum kannst Du sie denn nicht mehr halten? Und wenn sie in der Nähe bleibt kannst Du Dich doch weiter kümmern? Oder hast Du sie als Beisteller bzw. Gnadenbrotpferd abgegeben?

Was ist es denn für ein Pferdchen? Wie alt und was hat sie, dass sie unreitbar ist?

Liebe Grüße
Kim

Beitrag von joy1975 15.04.10 - 16:00 Uhr

Ich hab zwar keine Pferde, finde es aber schon etwas verwunderlich, dass man sich ein Pferd anschafft und dieses aber nicht als Rentnerpferd behalten kann.

Ist das normal im Pferdesport?
Landen all die alten Pferde dann beim Schlachter (soviel Gnadenhöfe gibts ja kaum)?
Schafft man sich so ein Pferd immer nur "auf Zeit" an und nicht für das ganze Leben des Tieres?

Bin verwirrt...

Beitrag von windsbraut69 15.04.10 - 16:15 Uhr

Ja, im "Sport".
Das ist meist Einstellungssache - wir sind noch nie auf die Idee gekommen, unsere beiden Omas abzugeben, weil sie alt und "unnütz" sind...

LG

Beitrag von frieda05 15.04.10 - 17:15 Uhr

Hin und wieder hilft die finanzielle Lage bei der Entscheidungsfindung. Pferde sind schlichtweg keine Hamster. Auch wenn Du jetzt sagen wirst, "Das weiß man doch vorher". Pferde sind auch keine "Haustiere" im Sinne einer Katze oder eines Hundes. Viele sehen es schlicht als "Partnerschaft" und ... - hin und wieder... wechseln manche Menschen ihre Partner.

GzG
Irmi

Beitrag von windsbraut69 16.04.10 - 10:59 Uhr

???
Ist ein Pferd in Rente teurer als eines, das geritten wird?
Wenn ich mir ein Reitpferd leisten kann, dann kann ich es auch im Ruhestand im Offenstall finanzieren.

Das Problem ist doch meist nur, dass es nicht für zwei Pferde reicht und man nicht aufs Reiten verzichen möchte oder dass man es nicht einsieht, "ohne Gegenleistung" soviel Geld auszugeben.

Partner verkauft man übrigens nicht.

Beitrag von windsbraut69 15.04.10 - 16:16 Uhr

Warum mußt Du sie denn abgeben?
Es wird sich doch ein artgerechter Platz finden, ohne sie abgeben zu müssen...

LG

Beitrag von wella 15.04.10 - 16:21 Uhr

Meine Stute steht in einem Pensionsstall. Weidezeit leider nur von Ende Mai bis Mitte Oktober. Pferde können auch Stundenweise im Winter auf den Paddock. Ich würde sie als Beistellpferd abgeben. Von Mai bis Oktober 24 Std. am Tag auf der Weide. Im Winter Offenstall mit kleinere Weide davor.

wella

Beitrag von windsbraut69 15.04.10 - 16:25 Uhr

Ja und warum mußt Du sie dazu abgeben?

Ich habe vor 20 Jahren mal meine beiden Pferde "in gute Hände" fast verschenkt und eine davon war längst per Schlachtpferdetransport in Frankreich gelandet als mir der Bekannte, der das vermittelt hatte, immer noch erzählte, wie gut es ihnen in ihrem neuen Zuhause geht...

Die andere haben wir vor einigen Jahren wieder finden können und für viel Geld zurück gekauft und die verläßt unseren Hof nicht mehr!
Das Risiko gehe ich für meine Tiere nicht mehr ein.

Beitrag von goldengirl2009 15.04.10 - 17:08 Uhr

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
#pro


Gruß

Beitrag von frieda05 15.04.10 - 17:12 Uhr

Sie schrieb, daß sie ein gutes Plätzchen in der Nähe gefunden hat. Somit kann sie dorthinfahren und "kontorllieren". Nicht jeder kann seine Pferde bis zum Erbrechen "totpflegen". Eines meiner Toppferde habe ich damals aus dem Sport genommen,da er einen Herzfehler hatte. Der ist noch schlappe 15 Jahre auf der Weide rumgekaspert. Futtergeld mußte ich trotzdem zahlen. Das geht halt nicht immer, schon garnicht wenn man dann nachrüstet. Wir sehen auch immer zu, daß unsere Rentner bei uns bleiben, da wir die inzwischen die Möglichkeiten haben. Das geht aber eben nicht bei Jedem. Wahrscheinlich hat die Stute es dort besser, als wenn sie 6 Monate im Winter die Boxenwände anstarrt.

Man muß auch mal loslassen können.

GzG
Irmi

Beitrag von windsbraut69 16.04.10 - 11:03 Uhr

Sag ich doch.
Es geht nicht, wenn man das nächste "Topferd" nachrüsten muß.
Das muß jeder mit sich selbst ausmachen, dann aber bitte auch nicht rumjaulen. Wenn ich an meinem Pferd hänge un die Verantwortung übernehme, gebe ich es nicht in eine ungewisse Zukunft ab, weil es nicht mehr nutzbar ist.

Diese "guten Plätzchen in der Nähe" kenne ich aus eigener Erfahrung und TIerschutzarbeit zu gut.
Kein Mensch kann so oft vorbei fahren, dass er sicher gehen kann, dass die Pferde wirklich vernünftig gehalten und nicht tatsächlich weitergereicht werden.

Warum sollte anderen Leuten eine artgerechte Haltung möglich sein und der bisherigen Halterin nicht? Das ist doch allein eine Frage des Wollens.

Ich würde übrigens nie auf die Idee zu kommen, auch nur zu erwähnen, dass ich auch Futterkosten habe, wenn ich nicht reite...

Beitrag von frieda05 16.04.10 - 11:31 Uhr

"Warum sollte anderen Leuten eine artgerechte Haltung möglich sein und der bisherigen Halterin nicht? Das ist doch allein eine Frage des Wollens."

Das ist jetzt eine ernstgemeinte Frage?

z.B. ist mir eine artgerechte Haltung meiner Pferde durchaus möglich, da ich sowohl Außenställe, sowie ca 9,5 Hektar Land zur Verfügung habe.

Meine Schwester hat 800qm -- Ihre Stute hätte wohl den schönen "begehbaren Blumentopf" innerhalb einer halben Stunder platt gemacht #rofl#rofl#rofl. Also - verläßt sich meine Schwester darauf, daß ich ihr Pferd ordentlich behandle. Wie auch andere, deren Pferde ich länger bei mir versorgte. Die haben ihre Pferde also quasi "an mich abgegeben", da sie selbst die Möglichkeiten nicht haben.

Bist Du der Ansicht, nur derjenige versorge sein Pferd adäquat, der das Tier bei sich zu Hause unter 24 Stunden Aufsicht hat? Da gehe ich nicht mit Dir konform. Ich hatte meine Pferde lange bei meinem Schwiegervater stehen, habe dafür bezahlt und eine entsprechende Gegenleistung erhalten. Es wäre allerdings für mich tatsächlich nicht einzusehen gewesen, einen Renter mit 360 Euro im Monat zu finanzieren, wenn ich ihm u. U. eine (für ihn) bessere Leistung für weniger Geld zukommen lassen kann. Die Ansprüche eines "Sportlerpferdes" sind schlicht völlig anders, als die eines "Rentners" und diesem darf dann auch Rechnung getragen werden.

Wenn man natürlich grundsätzlich gegen Sportpferde und deren Reiter eingestellt ist, ist man dieser Argumentation gegenüber nicht wirklich aufgeschlossen, das sehe ich ein #cool.

Deinen letzten Satz lasse ich mal unkommentiert, da ich den Eindruck habe, Du wolltest mich vielleicht hier auch mißverstehen.

GzG
Irmi

Beitrag von windsbraut69 16.04.10 - 12:11 Uhr

Ich hab keine Ahnung, warum Du hier so abstrus Haare spaltest....

Das Pferd ist jetzt offensichtlich in einem Pensionsstall untergestellt und nicht auf ihrem Balkon.

Das ist sicher auch in einer anderen Haltungsform möglich, ohne das Pferd verkaufen zu müssen und damit das Risiko einzugehen, dass es weiterverkauft/geschlachtet oder was auch immer wird.



Beitrag von frieda05 16.04.10 - 12:52 Uhr

Die Frisur sitzt #rofl - danke der Nachfrage #rofl#rofl

Ich will hier nicht klugscheißen oder Haare spalten.. schon garnicht "abstrus"...

möglicherweise habe ich den Ausgangsthreat und die Antworten der TE nicht richtig verstanden, doch sie schrieb doch, daß die Weidesaison des Pensionsstalles von Ende Mai bis Anfang Oktober geht und die Pferde ansonsten stundenweise aufs Padock kämen (hier stellt sich wiederrum die Frage der Raufutterversorgung auf dem Padock, welche in solchen Ställen gerne mal etwas lässig gehandhabt wird.) Damit habe ich rein rechnerisch 6 Monate Stallknast auf dem Zettel, da das Pferd ja nicht mehr geritten werden soll. Eine alternative Bewegungsmöglichkeit ist in Pensionsställen relativ schwierig, da die Reiter, andere Pferdebesitzer die ihre Tiere entweder führen oder longieren (während der Rush-Hour in der Reithalle) erfahrungsgemäß auf ihrer Hitliste ganz oben haben. Disharmonie wäre damit schon mal angesagt.

Wenn sie nun einen anderen Stall gefunden hat, der in Sachen "Haltung" anders verfährt, muß das ja nicht zwingend schlecht sein. Dem Pferd selbst dürfte übrigens völlig wuppe sein, wer als Besitzer im Pass steht und mit "abgeben" habe ich auch nicht unbedingt ein "verkaufen" oder "ist mir doch jetzt egal" gleichgesetzt. Wäre es der TE schnuppe, hätte sie sich mit Sicherheit nicht veranlasst gesehen hier einen Beitrag zu schreiben, oder gehe ich da fehl #gruebel?

GzG
Irmi

Beitrag von windsbraut69 16.04.10 - 13:23 Uhr

Nee, Du hast MICH nicht verstanden und die TE auch nicht.

Wenn sie das Pferd verschenkt oder verkauft, hat sie keinerlei Einfluß mehr auf dessen Wohlergehen, darum ging es mir und deshalb meine Frage, warum das Pferd wegen Unreitbarkeit weggegeben (nicht anderweitig untergestellt) wird.

Wie gesagt, ich habe böse Erfahrungen mit dem Thema gemacht und wollte einfach nur zum Ausdruck bringen, dass man den neuen Besitzern nur "vor den Kopf" gucken kann und man somit mit einer Abgabe IMMER ein Risiko fürs Pferd eingeht.

Es wird der Userin nicht schnuppe sein, was mit dem Pferd ist, deshalb mein Hinweis hinsichtlich der Gefahren fürs Tier. Dann verstehe ich aber eben nicht, warum sie es icht behält und einen vernünftigen Platz sucht.


Beitrag von rabbit1971 27.07.10 - 09:50 Uhr

Hallo Wella,
schreib mir bitte, wo Rush Hour nun steht oder früher stand. Stall steht. In welcher Stadt ???

Danke, LG rabbit1971