Baby ist da und ich könnt nur heulen ,,

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von bienchen-1975 15.04.10 - 19:23 Uhr

hallo liebe müttis,

ich bin heute mit unserem kleinen aus der klinik nachhause gekommen.
die geburt stand leider unter keinem guten stern, denn unsere kleiner musste ein paar tage auf die Intensive zur beobachtung.
was nun zu folge hat, dass er meine brust verweigert und ich abpumpen muss und kommt bei mir noch dazu, dass ich ständig heulen muss und mich so recht gar nicht über mein kind freuen kann.

ich fühle mich so elendig.

Beitrag von myszka76 15.04.10 - 19:27 Uhr

Ach Süße, laß Dich mal #liebdrueck.
Das wird schon wieder!!! Sind sehr wahrscheinlich die Hormone, die Umstellung und die Anstrengung - Abpumpen + Füttern. Wahrscheinlich bist Du auch müde und fertig.
Die schönen Tage kommen noch, ganz bestimmt #sonne

#blume
myszka

Beitrag von lebelauter 15.04.10 - 19:47 Uhr

wird schon wieder besser werden, kopf hoch!
las dir von deioner hebamme ein paar stimmungsaufhellende globuli geben und von dienem mann ne entspannende massage...

lg

Beitrag von svala 15.04.10 - 20:04 Uhr

Hallo,

diese Gefühle sind gar nicht ungewöhnlich und viel mehr Frauen als Du denkst haben sie nach der Geburt.

Mir ist es ähnlich gegangen wie Dir und es gab Momente in denen ich mich innerlich gefragt hatte, ob ich wirklich als Mutter geeignet bin. Heute weiß ich, dass ich einfach voll unter den Hormonen stand und außerdem einfach zu perfekt sein wollte. Ich wollte eine tolle spontane Geburt, danach glücklich mein Kind im Arm halten, stillen und nach 3 Tagen strahlend und zufrieden das KKH verlassen. Es wurde dann ein NotKS, ich habe mein Kind erst nach 3 Tagen das erste Mal gesehen, das Stillen war die Hölle da ich blutige Brustwarzen hatte und der Kleine nicht satt wurde und und und. Es war alles anders als ich es mir vorgestellt hatte :-(.

Es hat ein paar Wochen gedauert, bis ich in der Welt eine Mama angekommen bin. Aber dann wurde das Stillen leichter und die Hormone pendelten sich wieder ein und dann kamen auch diese wunderbaren Glücksgefühle, die bis heute immer noch da sind und eher stärker werden #huepf (Mein Kleiner ist jetzt 1,5 Jahre alt).

Lass Deine Gefühle zu und versuche nicht perfekt zu sein, dann wird schneller als Du denkst die Zeit kommen, in der es richtig schön wird und Du wirst wissen, das sich Alles gelohnt hat.

Viele liebe Grüße und herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs

Svala

Beitrag von anyca 15.04.10 - 20:49 Uhr

Hast Du eine gute Nachsorgehebamme, die nach Dir schaut? Die kann am besten beurteilen, ob das nun "nur" die Heultage sind oder doch eine beginnende Wochenbettdepression.

Verlang nicht zu viel von Dir, was das "über das Kind freuen" angeht. Der Anfang ist sehr stressig und war bei Dir noch besonders hart. Vergiß die heile "Überglückliche Mama mit niedlich schlummerndem Baby" Werbewelt und mach Dir bloß keine Vorwürfe, weil Deine Gefühle nicht so sind, wie Du es Dir vielleicht vorher vorgestellt hast. Bei mir hat es trotz unkomplizierten Geburten jeweils einige Wochen gedauert, bis ich so richtig verliebt #verliebt war in meine Kinder. Glaub mir, das kommt noch, versprochen :-)

Alles Gute!#klee

Beitrag von 1374 15.04.10 - 22:51 Uhr

Hallo!
Ich denke auch, dass ihr nun einfach auch erstmal "ankommen" müsst und das braucht zeit.
Alles verarbeiten, am besten mit einer hebamme zur Unterstützung und mit Mann, Kind und Dir in Ruhe.
Wegen dem Stillen frag' auch mal die Hebamme oder eine stillberaterin, vlt. bekommst du da noch tipps wie man den Kleinen zurück zur brust bekommt (wenn Du das möchtest)! Ist noch nicht alles gelaufen!!!!
Auf jeden Fall braucht ihr jetzt wohl viel geduld, kuschelstunden zu zweit und zu dritt (leg Dir den Kleinen viel nackig auf den bauch, das ist toll!!),
Ruhe für und miteinander und seelische Unterstützung für Dich!
Alles Liebe,
1374

Beitrag von keep.smiling 16.04.10 - 10:31 Uhr

Laß uns gemeinsam pumpen ;-)
Ich mach das nun zum zweiten Mal mit, mein Kind hat eine Trinkschwäche und ich hab wunde Brustwarzen...

Das ist alles seeehhhrr anstrengend, aber glaube mir, das wird besser! Bleib auf jeden Fall am Ball!

Und sollte es trotz allem gar nicht gehen und du entscheidest dich fürs abstillen und für die Flasche, ist das auch kein Beinbruch - dein Kind wird trotzdem ein gesundes glückliches Kind werden.

Und der dumme Babyblues geht auch vorbei.

Ich hab diesmal keinen Babyblues, dafür bin ich körperlich ein Wrack, am besten nur liegen....aber wie nur, muß ja ein Kind versorgen.

Wir schaffen das schon, halt die Ohren steif!

LG ks#liebdrueck

Beitrag von lachris 16.04.10 - 11:56 Uhr

Meine Kleine war auch sechs Tage zur Beobachtung im KKH. Und ich lag grippekrank ein Gebäude weiter und konnte nicht zu ihr und war zu fertig zum Abpumpen.

Als dann das Abpumpen funktioniert hätte, war ich ständig nur unterwegs bei meiner Tochter in der Kinderklinik und als ich wieder in meinem KKH-Zimmer war einfach nur zu platt.

Zu Hause hatte ich dann auch so eine Abpumpmaschine, aber so eine Abneigung dagegen, dass ich es irgendwann gelassen hab.

In den Momenten wo ich die Kleine mal angelegt hatte, hat sie nur gebrüllt wie am Spieß und ich war nur genervt.

Hab dann auch geweint.

Nicht weil ich jetzt unbedingt stillen wollte, aber ich nahm an, dass alle das von mir erwarten und mich für egoistisch halten, wenn mit dem Abpumpen aufhöre.

Aber FA, KIA und Hebi, waren alle ganz lieb zu mir und haben mich unterstützt. Ihr Argument: Zwar ist Muttermilch eigentlich das Beste, aber eben auch ein entspannter Umgang zwischen Mutter und Kind.

Bestimmt sagen jetzt einige, dass wäre ja nur für ein paar Tage so gegangen. Und man hätte nicht so schnell aufgeben dürfen. Blablabla.

Ist mir mittlerweile egal, was andere davon halten. Meine Kleine bekommt ihr Fläschchen und wir schauen uns beide ganz entspannt dabei in die Augen :-)

Ich will Dich jetzt nicht dazu überreden nur Fläschchen zu geben. Aber es geht eben auch anderen so. Und egal wie Du Dich entscheidest, mach es so, dass es für Euch beide passt.

VG lachris

Beitrag von superstar01 16.04.10 - 20:22 Uhr

Hallo,

ich wollte auch gerne "sofort" nach der Geburt fit und unternehmungslustig sein, habe aber auch viel geweint, weil mein Mann sehr viel arbeiten musste. Mir tat es sehr gut viel mit der Kleinen zu kuscheln und spazieren zu gehen!

Ich finde, es gibt keinen schöneren Vollzeitjob!!!!

Ich wünsche dir alles Gute und lass das Weinen einfach zu, es vergeht!!!!

Alles Gute!!!!

Beitrag von hej-da 16.04.10 - 21:58 Uhr

Hallo!

Das kommt mir total bekannt vor.
Mein Wurm wog damals 2550g und war 46 cm groß.
Da er eine Trinkschwäche hatte und seine Temperatur nicht halten konnten, waren wir auch 8 Tage auf der Intensivstation. Ich war da schon ein seelisches Frack, weil ich unglaublich viel Angst um meinen Wurm hatte.....
Habe in der zeit MuMi abgepumpt und er bekam die Flasche.
Zuhause war die erste Zeit sehr anstrengend. Er hatte einen grenzwertigen Biliwert, war dadurch immer müde und schwach, sodass er sehr schlecht getrunken hat.
Ich mußte auch ständig heulen- noch viel mehr als in der SS. Mir war das alles viel zu viel und ich hatte ständig Angst wieder ins KH zu müssen!
Aber: Wir haben das Stillen eisern trainiert. Vielleicht solltest du dir für den Anfang ein Stillhütchen besorgen. Hätten wir das nicht gehabt, würde es heute sicherlich nicht klappen.
Er konnte die Brust nicht fassen und wußte nicht, was er damit anfangen sollte.
Beim Hütchen klappte es, da er ja die Sauger gewohnt war.....

Meld dich gerne bei mir, wenn du noch Fragen hast und ich dir helfen kann.

Ich geh nun ins Bett. Ruhige Nacht#liebdrueck