liebt man seinen Mann nicht mehr wenn man keinen Sex mehr mit ihm will

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von frage25 15.04.10 - 20:54 Uhr

Hallo Zusammen,

ich poste heute in schwarz, weil mir diese Frage ziemlich unangenehm ist. Aber diese Frage schwirrt mir seit einigen Tagen schon im Kopf rum. #schmoll

Ich habe mit meinem Mann ein ziemlich schwieriges Jahr hinter mir. Lange Geschichte das alles zu erläutern. War auf jeden Fall schwierig mit einigen Schicksalschlägen. Ich glaube das hat unserer Ehe einen ziemlichen Abbruch getan :-(

Ich muss dazu sagen, dass mein Mann nie wirklich eine Granate im Bett war, aber ich habe ihn natürlich trotzdem immer geliebt. Sex ist eben nicht alles.

Jedenfalls ist das Sexleben noch schlimmer geworden seitdem wir im letzten Jahr diese Krise hatten. Jetzt hatten wir schon 3 Wochen kein Sex mehr, und es fehlt mir kein Stück. Ich merke aber, dass es ihm fehlt.

Eigentlich war es wenn man es genau nimmt immer so. Ich hatte nie wirklich Lust auf Sex (mit ihm......aber ich habe mich oft dabei erwischt, wie ich es unheimlich gerne mit anderen getan hätte *schäm* :-( ).

Nun hab ich das Gefühl dass ich an einem Punkt angelangt bin, dass ich wirklich gar nicht mehr mit ihm Sex möchte. Ich mag es noch nicht einmal mehr wenn er mich anfasst.... :-( Ich habe Angst, dass das heißt dass ich ihn nicht mehr liebe :-( was meint ihr?

Ich schätze ihn, das was er tut, wie er ist, was für ein toller Mensch und Vater er ist. Aber irgendwie hab ich mich von ihm entfernt.

Haben wir noch eine Chance? Ist es möglich, dass ich mich jemals wieder zu ihm hingezogen fühle sexuell, wenn wir wieder richtig glücklich sein dürfen?

Danke für eure Meinungen.

LG

Beitrag von ich auch 15.04.10 - 21:13 Uhr

hallo frage 25,
mir gehts ähnlich. allerdings muss ich dir sagen, dass 3 wochen ohne sex nun wirklich nicht lange ist. mein mann und ich hatten teilweise 4 monate keinen sex, weil ich keine lust hatte. und ich denke es gibt paare, die noch viel länger keinen sex haben.

ich stelle mir übrigens auch die gleiche frage wie du. ist eine annäherung wieder möglich? ich glaube nicht. ich denke schon so lange über trennung nach und wenn ich mit ihm mal darüber sprechen will um die probleme aus der welt zu schaffen, dann ist er gleich genervt. ich finde ihn auch ehrlich gesagt nicht mehr attraktiv, nur seinen kopf#kratz, der körper törnt mich sogar ab. ich wüsste nicht, warum er mir in einem jahr oder so wieder gefallen sollte. der sex war übrigens immer gut, er war anfangs sogar die basis unserer beziehung. aber wie du schon sagtest, sex ist nicht alles.

ich bin gespannt auf die antworten und wünsche dir alles gute.

LG ich

Beitrag von frage25 15.04.10 - 21:29 Uhr

oh man, du sprichst mir aus der seele.

das ist bei uns genauso. ich finde ihn überhaupt nicht mehr attraktiv. obwohl er ein durchaus schöner mann ist, auch ne super ausstrahlung hat usw.. aber das ist so wie dieses "wenn man´s aber auspackt......" es ist echt merkwürdig.
wenn ich ganz ehrlich zu mir selber bin, hat er mich noch nie so wirklich angemacht im bett. aber ich habe eben alles andere an ihm GELIEBT. da wusste ich noch, dass ich ihn wirklich LIEBE! aber jetzt erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich an sex mit anderen männern denke. :-(

danke für dein statement.
lg

Beitrag von ich auch 15.04.10 - 22:16 Uhr

ja, es ist total komisch. ich vergehe vor lust wenn ich an andere männer denke, aber mit meinem geh ich nur ins bett um ihn nicht zu betrügen. ich will die beziehung aber irgendwie nicht aufgeben, das kann doch nicht alles gewesen sein. eigentlich ist er ein total toller mann mit super qualitäten (toller papa, top handwerker, kommunikativ etc.) aber er hat z.b. keinen oder zumindest nicht meinen humor, ist fast immer lustlos, hat meist so eine gesicht: :-( und macht mich einfach nicht glücklich. ansonsten könnte ich bestimmt über die sex-sache wegschauen oder hätte das problem nicht.
ich glaube mein mann müsste einfach nur suuuper viel humor haben, aber dann hätte ich sicher auch was zu meckern...#gruebel



Beitrag von frage25 16.04.10 - 08:44 Uhr

mein gott, redest du über MEINEN mann????? ;-)
GENAUSO!

lg

Beitrag von meine antwort 16.04.10 - 09:31 Uhr

Ja, bei meinem ist es auch haargenau so.

Womöglich liegt genau das Problem?!

Schwierig!

Beitrag von frage25 16.04.10 - 10:01 Uhr

also bei mir ist es mittlerweile sogar oft so, dass, wenn wir irgendwo eingeladen sind, ich vorher zu meinem mann sage "und versuch dich bißchen anzupassen"... :-( wie traurig. die leute denken sonst echt immer, er kann sie nicht leiden usw.. er hat auch überhaupt kein humor, zieht immer ein gesicht, hängt einfach lieber nur zu hause ab etc.. das führt dann soweit, dass ich oftmals sogar froh bin, wenn er nicht mit KANN und ich alleine hingehen kann zu irgendwelchen feiern oder so....
ich glaube auch, dass das daran liegt. wir hören nicht die gleiche musik, er liest keine bücher, etc.. klar, das wusste ich alles vorher auch, aber da war die Liebe eben groß genug um darüber hinweg zu sehen. Aber durch die ganzen Schicksalschläge und auch die ein oder andere große Krisenzeit hat die Ehe einfach einen Knacks bekommen #schmoll und dann auch noch die Sex-Geschichte. Ich weiß gar nicht wie lange ich schon nur noch aus "pflicht" Sex mit ihm habe.....

Beitrag von .. oje .. 15.04.10 - 21:19 Uhr

Als ich denke schon dass Sex in der Partnerschaft relativ wichtig ist. Aber noch wichtiger dass man auch darüber reden kann. Also statt hier im Forum zu schrieben red lieber mit Deinem Mann drüber.

Beitrag von meine antwort 15.04.10 - 21:40 Uhr

Hallo,

meine Meinung (ausschließlich meine, basierend auf meinem Erlebten) ist, ja, dann liebt man seinen Partner nicht.

Man fühlt sich lediglich wohl, geborgen und ist wahrscheinlich finanziell gut gestellt dadurch. Zu allem kommt erschwerend die Gewöhnung hinzu.

Ich hatte mir mein eigenes Geschriebenes bis vor einem halben Jahr nicht geglaubt. Habe an mir gezweifelt, ob ich psychisch oder physisch krank bin.
Wenn aber plötzlich und unerwartet dieses Kribbeln und unbändige Lust auftauchen, nur auf den eigenen Partner nicht, dann ist was faul.

Dieses Kribbeln und diese Lust kommen nicht heut und nicht morgen, aber irgendwann. Und man stellt fest, dass man ganz schön festsitzt. In einer Beziehung (oder gar Ehe), die einem außer Materiellem und vllt anderen Sicherheiten aber nichts mehr gibt. Keine Lebensfreude, kein Kribbeln, keine Lust.

Sich daraus zu lösen ist aber ein anderes Thema. Ich habs bisher noch nicht geschafft! Aber ein Dauerzustand wird diese Beziehung für mich definitiv nicht sein und ich bin davon überzeugt (leider!), dass nur ein anderer Mann mir beim Absprung helfen kann.
Denn einen gestärkten Rücken brauche ich.

LG

Beitrag von frage25 15.04.10 - 21:55 Uhr

also ich sag es mal so:

1x im Monat ungefähr bin ich noch richtig ähm...scharf....auf ihn #hicks
aber das ist immer genau dann, wenn ich meinen Eisprung hab. Ich bin da so eine Kandidatin. #schein
Dann red ich mir wieder ein, da ist doch was..... aber ehrlich gesagt weiß ich einfach nicht, ob das reicht. und ich glaube dann, dass ich dann einfach grundsätzlich "rollig" bin und nicht speziell auf meinen Mann.

Lg

Beitrag von meine antwort 15.04.10 - 22:01 Uhr

"und ich glaube dann, dass ich dann einfach grundsätzlich "rollig" bin und nicht speziell auf meinen Mann. "

Halten wir diesen Satz mal als Fakt fest.
(Denn ich sehe das auch so, wenn es wirklich nur dieses eine Mal im Monat ist - aber auch hier, nur _meine_ Meinung).

Auf diesen Fakt kannst du nun versuchen aufzubauen. Du solltest dir Gedanken machen, ob du so weiter leben möchtest. Vielleicht kannst du auch das Gespräch mit deinem Mann suchen, ob er damit überhaupt weiter leben möchte.
Vielleicht werdet ihr euch schneller einig, als man glaubt.

Ich selbst habe für mich beschlossen, solange so weiter zu leben, bis mir jemand hier raus hilft. Ich schaff es alleine nämlich nicht (hab ich schon versucht).
Schlecht lebe ich damit nicht, nur einfach nicht fröhlich und vorallem nicht lustvoll!

Es ist ein schwieriges Ding, wirklich!
Bei mir zum Beispiel eben weil eine finanziell gute Situation vorherrscht und es mir im Alltag an nichts mangelt.
Nur (bei mir reden wir nicht von Wochen, auch nicht von Monaten) irgendwann kommt es, dass einem (in dem Falle mir) dieser "sichere Alltag", diese "Scheinfamilie" das "Scheindasein" einfach nicht mehr genügt.

Ich kann dir, wie du merkst keinen Rat geben, nur aus meinem Erlebten erzählen.

LG #blume

Beitrag von frage25 15.04.10 - 22:08 Uhr

ich seh schon, wir machen ungefähr das gleiche durch.
Ich denke mir auch so oft. Naja machst das solange mit wie viele andere auch. Bis die Kinder mal groß sind, und aus dem Haus sind oder so. Und dann gibts nix mehr zu sagen. Kein Zusammenleben mehr etc...
auch mir geht es (bisher) gut damit. ich lebe gut damit, bin so eigentlich auch sehr fröhlich und genieße das Leben. Aber eben dieser eine Fakt, bzw. diese ständigen Gedanken, ob ich ihn noch liebe oder nicht. ich meine, wir küssen uns kaum noch, ich mag es auch nicht wenn er mich küsst, wenn er mich anfasst. und das ist eigentlich genau genommen seit monaten wenn nicht sogar schon jahren so.....

alles sehr sehr schwer..... :-(

Beitrag von meine antwort 15.04.10 - 22:15 Uhr

Anscheinend nicht nur ungefähr, sondern absolut das Gleiche!

Mir geht es tatsächlich genauso wie dir.
Aber, ich habe eben jetzt jemanden kennengelernt. Erstmal nur ganz unverfänglich.
Und ich spüre das Kribbeln und die Lust.

Ich liebe meinen Partner aber nicht mehr, weil ich jemanden kennengelernt habe, sondern habe jemanden kennengelernt, weil ich meinen Partner nicht mehr liebe. Es ist mir nur dadurch erst bewusst geworden!

Jemand der liebt, ist nicht empfänglich für anderweitiges "Gesülze", finde ich zumindest.

Ja, es ist alles sehr sehr schwer. Auch wird dir niemand (außer deinem Mann) die Entscheidung abnehmen können oder dir sagen können, was richtig oder falsch ist und sein wird.

Vielleicht versuchst du einfach, doch an der Beziehung zu arbeiten (du lebst ja gut, wirst dich also nicht trennen wollen, zumindest nicht direkt) und lässt alles ein wenig auf dich zukommen?

Du solltest dich nur nicht damit abfinden, wenn du unzufrieden wirst. Resignation ist der schlechteste Wegweiser!

Beitrag von ciciotella 15.04.10 - 22:02 Uhr

mmmmhhh schwierig..... #kratz

also es ist doch so, dass ihr auch eine schwierige Zeit hattet. Vielleicht steckt ihr einfach noch in dieser Kriese und müsst euch erstmal rausarbeiten?

Ich denke aber nichtsdestotrotz, dass das einfach auch eine klassische Alltags-Beziehung/Ehe ist. Na klar, dass irgendwann das Feuer weg ist. Ihr habt auch Kinder, so wie ich rauslesen kann.

Wenn sonst alles stimmt, bis auf den Sex, würde ich nichts über Knie brechen von wegen Trennung oder so, auch wenn das viele hier immer direkt vorschlagen #augen

arbeitet noch ne Weile an eurer Beziehung. Ich bin der Meinung wenn es wirklich keine Liebe mehr ist, dann stellt man sich die Frage nicht mehr, sondern das Zusammenleben wird einfach irgendwann unerträglich. Und dann wirst du es WISSEN, dass es keine Liebe mehr ist.

alles Gute
Cicio

Beitrag von durcheinander80 16.04.10 - 10:53 Uhr

Hallo,


also, wenn ich keine lust mehr auf meinen Partner habe, dann liebe ich ihn auch nicht mehr genug, um tatsächlich noch eine Partnerschaft mit ihm führen zu können.

Ist bei mir so, wie es bei anderen ist , keine Ahnung.

Dass man schon mal Lust auf fremde Haut bekommt nach einer langen Beziehung halte ich für absolut normal.

Aber wenn man schon gar nicht mehr angefasst werden möchte...

Auf der anderen Seite würde es mich an deiner Stelle interessieren, wie es deinem Mann geht!
Du sagts ihm, er soll sich anpassen, sich so und so verhalten, du hast keine Lust mehr auf ihn....an seiner Stelle käme ich mir nicht mehr geliebt und akzeptiert von dir vor!
Ich hätte auch gewisse Angst vor einem Gespräch mit dir, damit ich Dinge höre, die ich mir zwar denken kann, die mich aber trotzdem traurig machen werden....

Frag ihn, wie es ihm geht!
Erwarte nicht gleich eine Antwort, lass ihm Zeit.

Und überprüfe nach eurem hoffentlich Gespräch, ob du ihn wirklich noch liebst, und zwar so, wie er ist.

Alles Gute

Beitrag von anyca 16.04.10 - 10:53 Uhr

Drei Wochen sind ja wirklich nicht die Welt, da würde ich noch kein Drama drum machen. Wenn es nun mehrere Monate wären ... laß der Sache doch mal Zeit, frau muß ja nicht immer Lust haben.

Beitrag von asimbonanga 16.04.10 - 16:46 Uhr

Hallo liebe frage 25 und meine Antwort,


ich vermute stark ihr seid noch jung .Zumindest lässt das euer Dialog vermuten.

Wie hier schon geschrieben wurde -sicher bekommt man nach Jahren auch mal Lust auf fremdes Fleisch---------den Ehepartner körperlich abzulehnen ist eine andere Geschichte.
Ich denke es wird viel geflunkert, was jahrelange Beziehungen angeht.Sie werden schön geredet und das ist auch teilweise gut so----------ganz sollte man die rosarote Brille nicht absetzen-stellt euch vor ,der Partner macht dies auch und betrachtet euch und eure Charaktereigenschaften "durch die Lupe "#schock
Allerdings halte ich es für ein Gerücht , das man nach Jahren des Zusammenlebens noch heftiges Kribbeln verspürt sobald man den Gatten erblickt.
Zumal wenn dein Mann für dich noch nie der Burner im Bett war #kratz

das wird selten aufregender mit der Zeit :-)

Ich denke mal der erste Lack ist ab bei euch-ob du/ihr in der Lage seid ,daraus eine glückliche, befriedigende Beziehung zu machen-hängt auch davon ab, wie ihr mit dieser "saure Gurken Zeit" umgeht.

Ich empfehle immer zeitig eine Eheberatung zu machen.

L.G.

Beitrag von meine antwort 16.04.10 - 23:13 Uhr

Hallo asimbonanga,

ich gehöre nicht mehr zu den Blutjungen, bin aber noch jung. Ja. 27 um genau zu sein.
Diese, meine Beziehung dauert schon 8 Jahre an.

Für mich 8 Jahre meines Lebens in denen ich gelernt, verbogen, gekämpft, gehofft, verziehen und immer wieder gekämpft habe.
Ich gehöre nicht zu den Leuten, die alles vorzeitig und unüberlegt wegwerfen, keineswegs.

Eine Paarberatung lehnt mein Partner ab.

Auch ist meine Vernunft ganz und gar nicht ausgeschaltet (ich weiss, dass hast du auch nicht behauptet), sonst säße ich nicht mehr in dieser Zwickmühle.

Denn selbst nach diesen 8 Jahren (auch seelischen Missbrauchs) fällt mir dieser Schritt nicht leicht.
Die Leidensgrenze einer Frau (zumindest meine) kann wohl ins Unermessliche wachsen. Leider.

Dein Rat ist absolut klar und absolut richtig. Aber über diesen Punkt bin ich hinaus.

LG

Beitrag von kenn ich 16.04.10 - 19:12 Uhr

Hallo

Wir hatten 3,5 jahre richtigen Stress von Baby ist anstrengend über Arbeitslosigkeit und Geldsorgen.Todesfälle und andere Krankheiten waren an der Tagesordnung.Dann war ich krank und hatte keinen Bock.Das war vom Stress.
Letztes jahr war ich in Kur und danach ging es wieder etwas.Zwar nicht so wie früher aber 1 mal die Woche
oder dann mal wieder nur alle 3 Wochen.

Diese Woche ist etwas geschehen was ich nie mehr für möglich gehalten habe.Ich habe wieder Lust am #sex und freu mich auf gleich wenn die Kinder schlafen#schwitz.Diese Woche war echt toll mit meinem Mann und ich hoffe es bleibt so.

Also nicht aufgeben.

lg