Rein rechtliche Frage - SS verheimlichen

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von anonymi 15.04.10 - 21:58 Uhr

Hallo

Ich habe mal eine rein rechtliche Frage, die auch etwas komplizierter von der Vorgeschichte ist.

Ich bin mit meinem zweiten Kind schwanger. Die erste Schwangerschaft gab ich meiner Chefin in der 12. Woche bekannt. Ich arbeite in einem Betrieb in dem mit Gefahrenstoffen gearbeitet wird, für die ich normalerweise nicht zuständig bin. ALs ich ihr von der ersten Schwangerschaft erzählte, sollte ich plötzlich mit eben diesen arbeiten. Nach der Entbindung dann aber wieder nicht.

Deshalb habe ich die aktuelle Schwangerschaft nicht bekannt gegeben, zumal ich einen relativ großen Teil der SS noch in Elternzeit war. Mein Mutterschutz würde offiziell nächste Woche beginnen.

Nun ist es so, dass ich auf der Arbeit länger schon einige Probleme habe, meine Chefin mobbt mich wo sie nur kann, ich will kündigen. Nun frage ich mich, ob, auch wenn die SS bisher nicht bekannt war, nächste Woche mein Mutterschutz beginnen kann, oder ob meine Chefin irgendwelche rechtlichen Ansprüche dadurch haben kann. Ob ich Ärger kriegen kann.

Denn eig. ist es ja keine Pflicht die SS mitzuteilen, es wird nur angeraten oder empfohlen. Aber ich wollte mein Baby einfach nciht gefährden und evtl. wieder mit Gefahrstoffen arbeiten müssen, weshalb ich auf Anraten einer Freundin die SS verheimlicht habe.

Was meint ihr, wie ist die rechtliche Lage?

Beitrag von -trine- 15.04.10 - 22:02 Uhr

Genau weiß ich es nicht, aber der Mutterschutz ist ja zu deinen Gunsten :-)

Es gibt ihn ja, weil er dir verbietet mit Gefahrstoffen zu arbeiten, da kann deine Cheffin nix machen.

Und kündigen darf sie dich auch nicht, wenn sie dich nicht so einsetzten kann, dass es für dein Baby sicher ist.

Hat sie keine "Verwendung" für dich, musst du zu Hause bleiben und sie müssen deinen vollen Lohn weiter zahlen.

Ist bei mir gerade auch so, aber ich habe mit kleinen Kindern gearbeitet :-)

LG Trine

Beitrag von beckie83 15.04.10 - 22:03 Uhr

Doch klar, Du hast die Mitteilungspflicht. Sprich sobald Du von der SS erfährst, spätestens ab der 12. SSW glaub ich MUSST Du Deinen Arbeitgeber informieren.

Deine Chefin kann Dir nix, null...

Wie will sie Dich mobben wenn Du Dich krank schreiben lässt ;)
Und wenn sie Dich mit Wissen der SS mit Gefahrenstoffen arbeiten lässt hat sie es nicht besser verdient als das Du Dich direkt ab morgen krank schreiben lässt.

So zumindest meine Meinung :-p

Beitrag von jula77 15.04.10 - 22:48 Uhr

Man hat überhaupt keine Mitteilungspflicht dem AG gegenüber, dann aber leider aber auch keine Rechte...Kündigungsschutz etc.

LG Jule

Beitrag von skbochum 15.04.10 - 22:04 Uhr

Ja sowas hab ich noch nie gehört, dann bist du ja jetzt in der 33. ssw?

Ich denke du solltest spätestens Freitag Bescheid geben, so dass das Personalbüro die Abrechnung fertig machen kann.

Rechtlich bin ich da auch ratlos, bin gespannt ob da jemand was zu sagen kann.

GrussGruss und dir alles Gute!

Beitrag von anonymi 15.04.10 - 22:10 Uhr

Hey!

Ich bin in der 34. SSW, habe die SS aus vielen Gründen nicht bekannt gegeben, eben wie schon gesagt, in der letzten SS musste ich plötzlich mit Gefahrstoffen arbeiten und in der letzten Zeit wurde ich von ihr mehr als gemobbt.
Da ich sowieso aus diesen Gründen kündigen wollte, würde es mich interessieren, ob ich, wenn ich jetzt noch die SS bekannt geben würde, ich in den Genuss komme, fristlos kündigen zu können etc. pp.

Beitrag von bibuba1977 15.04.10 - 22:12 Uhr

Warum meinst du denn, dass dir das Recht zusteht, fristlos zu kuendigen? #kratz

LG
Barbara

Beitrag von skbochum 15.04.10 - 22:13 Uhr

Nein, gekündigt werden kannst du definitiv nicht und ich hab mal nachgelesen, eine Mitteilungspflicht in dem Sinne gibt es nicht.
Da du dich jetzt aber um Mutterschutzgeld etc kümmern solltest, würde ich ganz fix jetzt Bescheid geben.
Warscheinlich schmeißt dich die Chefin dann so oder so aus ihrem Büro vor lauter Wut ;-) und du kannst dann nach Hause.
Aber Kündigung geht ja nicht, wegen dem Mutterschutzgesetz.

Ich frag mal ganz blöd, wie hast du denn die Kugel versteckt bis jetzt??? Hat keiner der Kollegen was gemerkt???

Beitrag von anonymi 15.04.10 - 22:17 Uhr

Ich habe keine Kugel bekommen, deshalb konnte ich es verstecken. Bin leider so schon etwas propperer, man sah mir auch die letzte Schwangerschaft nicht an. Als ich mit Wehen in den Kreissaal kam haben die mir nciht geglaubt, dass ich schon in der 35. SSW bin!

Beitrag von skbochum 15.04.10 - 22:16 Uhr

Ahhhhhh, ich hab mich verlesen.

DU möchtest kündigen! Das wäre ehrlich gesagt etwas dumm von dir, denn du verzichtest dadurch ja auf dir zustehende Gelder. Den Arbeitgeber wird´s freuen!!!

Das wäre echt nicht so klug von dir!

Beitrag von anonymi 15.04.10 - 22:17 Uhr

Das hab ich mir auch schon durch den Kopf gehen lassen, das wäre in der Tat nicht sonderlich klug :(

Beitrag von skbochum 15.04.10 - 22:20 Uhr

Ne, wenn du kündigen möchtest, dann warte die Mutterschutzzeit ab und biete der Chefin einen Auflösungsvertrag an. Die wird sich warscheinlich freuen, du musst da nie wieder hin und du bist finanziell abgesichtert.

Beitrag von marmita 15.04.10 - 22:17 Uhr

Mal ne andere Frage: Wie hast du es geschafft, deine Ssw 34 (!) Wochen geheim zu halten? Hast du keinen Kugelbauch?

Beitrag von anonymi 15.04.10 - 22:18 Uhr

Einen Kugelbauch habe ich nicht! Leider, ich beneide jede Frau die so einen tollen Bauch bekommt :(

Beitrag von bibuba1977 15.04.10 - 22:08 Uhr

http://www.gesetze-im-internet.de/muschg/__5.html

LG
Barbara (die es auch erstaunlich findet, dass du deine SS so lang verheimlichen konntest!)

Beitrag von bibuba1977 15.04.10 - 22:11 Uhr

Hier ist noch was:
http://www.aachen.ihk.de/de/recht_steuern/download/kh_012.htm

LG
Barbara

Beitrag von anonymi 15.04.10 - 22:12 Uhr

Ich habe bis heute keinen ersichtlichen Bauch, das ist vermutlich auch der einzige Grund, warum ich es verheimlichen konnte. Auch in der letzten SS hatte ich keinen Bauch und bisher denken alle, ich habe nur zu viel Weihnachts und Ostersüßigkeiten gegessen...

Ich kann und wollte es meiner Chefin nicht sagen, weil ich sonst Spießruten laufe und ich Angst habe, erneut mit Gefahrstoffen arbeiten zu müssen.
Leider habe ich auch erst gegen Ende der SS eine neue Ärztin gefunden, die mir anbot mir ein BV auszustellen, das wollte meine alte FÄ nicht. :(

Beitrag von bibuba1977 15.04.10 - 22:13 Uhr

Deine Beweggruende kann ich schon nachvollziehen. Erstaunlich find ich das ganze aber dennoch. ;-)

LG
Barbara

Beitrag von blinki.bill 15.04.10 - 22:12 Uhr



hallo du,

also aufm arbeitsamt hat man mir gesagt, da sich meione schwnagerschaft spätestens ab der 12 woche mitteilen muss, auf arbeit...

ist ja auch wegen den mutetrschutz und so...tja ich denke deine chefin kann sich schon quer stellen jetzt, sie hat ja ide ganze zeit nichts von der schwnagerschaft gewusst...

versetz du dich doch mal in die lage deiner chefs, die müssne jetzta uf den letzten drücker ersatz für dich finden...

aber ruf da ma besten mal irgendwo an, net de sdu jetzt probleme bekommst, weil du die ganze zeit deine schwangerschaft verheimlicht hast...

vielelciht können die im arbeitsamt deine fragen beantworten...

aber wie kann man seine schwangerschaft überhaupt solang verheimlichen??

liebe grüße

daniela

Beitrag von anonymi 15.04.10 - 22:15 Uhr

Hey!

Das mit dem Ersatz finden ist absolut keine Schwierigkeit für meine Chefin, die hat gerade erst jemand neues eingestellt, obwohl sie keine Kohle hat...

Die SS konnte ich nur so lange verheimlichen, weil ich, wie auhc in der letzten SS keinen Bauch bekommen habe bisher! Sehe nur aus, als ob icxh zu viel Süßes gegessen habe!

Beitrag von reichanna 15.04.10 - 22:19 Uhr

ich würds ihr schriftlich mitteilen u vorher noch krankschreiben lassen bis zum mutterschutz.. so kann sie dich nicht kündigen u du hast auch nicht selber gekündigt

somit ärgert sie sich auch nur...

darf sie dich überhautp in der ss mit gefahrenstoffen arbeiten lassen... normal doch net oder... eig müsste die dafür auf die mütze bekommen

frage: sieht man deinen bauch nicht, dass se nicht gemerkt hat das du ss bist?? bist ja wohl so weit wie ich.. und bei mir kann man das garnicht verbergen

Beitrag von zwergi1982 15.04.10 - 22:20 Uhr

Guten Abend,
man muss dem Arbeitgeber bis 8 Wochen bevor die Elternzeit beginnen soll von der bevorstehenden Elternzeit in Kenntnis setzen.

Vorher braucht ein Arbeitnehmer nichts zu sagen. Egal, ob er gerade in Elternzeit ist oder am Arbeiten ist. Eine Schwangerschaft sollte dem Arbeitgeber bekannt gegeben werden, damit man eben Rechte was den Arbeitsplatz (schutzrechtlich) etc. angeht. Aber man MUSS nicht.

LG

Beitrag von bibuba1977 15.04.10 - 22:21 Uhr

Das ist nicht richtig!
Laut Paragraph 5 Mutterschutzgesetz besteht sehr wohl eine Mitteilungspflicht.

LG
Barbara

Beitrag von anonymi 15.04.10 - 22:23 Uhr

Im Paragraph 5 steht soll, nicht muss. Das habe ich durchgelesen und die Diskussion gab es hier schon mal irgendwo!

Beitrag von bibuba1977 15.04.10 - 22:25 Uhr

Stimmt... Aber in Ergaenzung mit dem IHK-Link kann es eng werden.

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