Mein Sohn möchte nicht zu seinem Vater

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Beitrag von 1980jamie 16.04.10 - 08:03 Uhr

Guten Morgen


Mein Sohn wird bald 10 Jahre alt bin von seinem Vater seid er drei ist getrennt waren nicht Verheiratet.

Am Anfang hat mein Ex sich nicht darum gekümmert das sein Sohn zu ihm kann wegen seiner jetztigen Frau, aber vor zwei Jahren fing er dann an und der Kontakt lief dann auch mal mehr mal weniger.

Nun ist es so das mein Sohn nicht mehr zu ihm hin möchte, aber das Jugendamt sagt er muss hat da jemand erfahrung mit .



LG Jamie :-)

Beitrag von similia.similibus 16.04.10 - 08:51 Uhr

Ich bin der Meinung, dein Sohn ist in einem Alter, in dem er zumindest ein Mitspracherecht hat. D.h. er muss angehört werden. Ohne Prüfung kann das Jugendamt nicht einfach sagen "er muss".

Eine Bekannte von mir, bei der der Fall ähnlich lag (auch das Alter des Kindes), hat sich einen Familienanwalt genommen. Der Sohn musste dann nicht mehr zum Vater. Es wurde die Einigung getroffen, dass der Sohn sich beim Vater melden soll, wenn er ihn sehen möchte. Seitdem gibt es aber zwischen Vater und Sohn gar keinen Kontakt mehr. Und ich schließe nicht aus, dass zumindest in dem Fall die Mutter entsprechend Einfluss genommen hat. Der Junge ist heute 15 Jahre alt.

Ob das wirklich gut für das Kind ist, steht auf einem anderen Blatt.

LG
simsim

Beitrag von lina74 16.04.10 - 09:53 Uhr

Hallo

haben das gleiche Problem. Mein Sohn wird dieses Jahr 9 JAhre alt. Ich bin seit 6 Jahren getrennt und inzwischen wieder neu verheiratet. Das Problem ist das Gleiche. Mein SOhn möche nicht mehr zu seinem Vater. Er hat keine Beziehung zu seinem Vater, was der Vater selbst schuld ist. Er hat sich früher nie gekümmert hat nur seine eigenen Hobbys im Kopf gehabt und der Kleine weiss so einiges jetzt noch. Jedenfalls fing es an, dass man mich als mutter beschuldigte das ich meinen sohn manipullieren würde.

jedenfalls war ich jetzt beim jugendamt um michzu erkundigen welche rechte mein sohn hat. die waren sehr nett. raus kam, dass ich meinen sohn nicht zwingen kann dort hinzugehen weil es für die psyche nicht gut ist. allerdings darf ich meinen sohn nicht freitags fragen ob er gehen möchte oder nicht. also wenn er von sich aus kommt und sagt dass er nicht möchte braucht er auch nicht gehen. man sollte den willen des kindes nicht brechen. mein ex-mann konnte aber gerne mit zum termin gehen. er wollte nicht. stattdessen hat mein ex-schwiegervater hat direkt den anwalt angerufen und das schöne ist.der anwalt hat denen das gleiche erzählt wenn man zum wohle des kindes handeln möchte. ausser die würden das gerichtlich einklagen dann läuft es zwar auch über das jugendamt aber das recht würde sich durchsetzen, dass das kind alls 2 wochen zum vater muss.
aber wenn der vater nicht die liebe seines kindes verlieren möchte würde er auf die klage verzichten.

wünsche dir alles gute

Beitrag von lina74 16.04.10 - 10:04 Uhr

achja bevor ich hier schimpfe bekomme. ich unterstütze natürlich, dass mein sohn regelmäßige kontakt zum vater hat. nicht falsch verstehen. habe nur den termin beim jugendamt gemacht da es um die rechte meines sohnes geht und nicht um meine. es tut mir nur in der seele weh wenn er gezwungen ist dahin zu müssen alle 2 wochen wenn er das nicht immer möchte. er weint dann bitterlich. man muss dazu sagen, sein vater hat ihn als kleinkind im zimmer eingesperrt wenn ich arbeiten musste nur weil er fussball schauen wollte und und und. das war ja ein grund der trennung. wie gesagt der kleine hat absolut keine beziehung dazu.

die großeltern sind hier diejenigen die das fördern und auf dieses recht bestehen. es ist immer schwer das richtige zu tun.

Beitrag von parzifal 16.04.10 - 08:54 Uhr

Wäre es nicht hilfreich, näher auszuführen warum er nicht hin will?

Ohne diesen Grund zu kennen kann man doch gar nichts sagen?

Was nützt Dir ein Statement, dass ein Kind nicht zum Vater will, weil es dort misshandelt wird, wenn deines bloss keine Lust hat?

Beitrag von dassmarti 16.04.10 - 08:57 Uhr

Hallo!
Was für Gründe hat es, daß er nicht möchte. Damit muß man behutsam umgehen. Eventuell ist es nur eine Kleinigkeit und er braucht Deine/Eure Hilfe.
Es ist erwiesen, daß es für Trennungskinder besser ist, den Kontakt aufrecht zu erhalten, auch wenn das für die beiden Elternteile nicht leicht ist und auch das Kind Enttäuschungen kennen lernt.
Das Kind muß mit zwei unterschiedlichen Welten klarkommen.
Trotzdem kommt es als Erwachsener besser zurecht, wenn es seine Wurzeln kennen lernt ohne negative Kommentierung und Beeinflussung des jeweils anderen Elternteils.
Erkundigt Euch notfalls nach neutraler Begleitung, z.B. durch den Kinderschutzbund- die machen auch Gespräche mit allen Beteiligten und versuchen herauszufinden, wo es hakt.
LG, Marti

Beitrag von manavgat 16.04.10 - 12:17 Uhr

Das Jugendamt hat überhaupt keine Entscheidungsbefugnis. Teil denen schriftlich mit, dass Dein Sohn den Kontakt verweigert und dass der KV das mit Dir direkt klären soll.

Er kann sein Besuchsrecht über das Gericht durchsetzen. Aber es dauert, kostet und eventuell ist er dann eher bereit es langsamer anzugehen.

Vielleicht kann er seinem Kind ja mal einen Brief schreiben oder seinen Sohn anrufen. Ich findes KVs die sich erst jahrelang nicht kümmern und sich dann mit Brachialgewalt in das Leben des Kindes drängen unerträglich und übergriffig.

Gruß

Manavgat