Betriebskindergarten - Bitte um Hilfe!

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von novemberschnecke 16.04.10 - 09:10 Uhr


Hi Mädels,

ich habe im Babyforum schon gepostet, aber um möglichst viele zu erreichen poste ich hier nochmal.

Ich mache eine berufliche Weiterbildung und habe in knapp zwei Woche meine mündliche Prüfung. Dort habe ich das Thema "Einführung einer Betriebskinderkrippe/kindergarten" und muss dafür eine Präsentation erstellen; anschließend wird mit dem Prüfungsauschuss diskutiert.
Nun suche ich deshalb möglichst viele Erfahrungsberichte von euch! Also z.B.
- was kostet der Kindergarten?
- übernimmt der AG einen Anteil?
- wie ist der Kindergarten ausgestattet?
- wie sind die Öffnungszeiten?
- seid ihr zufrieden?
- welche Vorteile erlebt ihr dadurch?
- gibt es evtl. auch Nachteile?

Ganz vielen, lieben Dank schonmal!

Beitrag von schlumpfine2304 16.04.10 - 09:51 Uhr

hallo
ich würde dir gern eine detaillierte antwort geben, kann ich aber leider nicht.

der betriebskindergarten meiner firma hat (glaub ich) mittlerweile um die 60 plätze. uns ist es nicht gelungen, eines unserer beiden kinder unterzukriegen. anscheinend "widerspricht" es firmeninteressen, gerade uns einen platz anzubieten #augen
aus anderen quellen erfuhr ich allerdings, das bis auf ein kind dieses jahr nur geschwisterkinder aufgenommen werden. prima ... wo sie unseren großen doch auch nicht haben wollten. das ist der nachteil! die vergabekriterien ...

aufgenommen werden kinder ab 4 monaten bis 6 jahre. geöffnet von 7 bis 17 uhr. ein vollzeitplatz für ein u3 kind beträgt in der höchsten einkommensstufe 313 eur. das ist wirklich "billig" für nrw. (zum vergleich: wir zahlen für unsere 7 monatige tochter in einer elterninitiative jetzt 376 eur + 90 betriebskosten)

vorteil wäre ganz klar die lange öffnungszeit und die nähe zum arbeitsplatz.

da im rheinland ein u3-platz etwa mit um die 1000 eur gerechnet wird, geh ich mal davon aus, dass der arbeitgeber einen anteil übernimmt.

lg a.

Beitrag von schlumpfine2304 16.04.10 - 09:52 Uhr

achso ... ein nachteil, der sich allerdings erst später auftut, ist, das die firma ja keine betriebsschule hat. die kinder werden dann also auseinander gerissen, wenn sie in die schule kommen.

wir wohnen z.b. in sankt augustin, der betriebskindergarten ist in bonn. unsere kinder werden nie eine bonner schule besuchen.

lg a.

Beitrag von fbl772 16.04.10 - 12:24 Uhr

Bei uns ist es so:

Krippenplatz 0 - 3 kostet regulär 1150 Euro, der Arbeitnehmeranteil ist nach Beruf/Einkommen gruppiert und beträgt entweder 300, 400 oder 1150 zuzüglich 50 Euro Essensgeld.
- Super Ausstattung mit Bewegungsraum, Mal-/Bastelatelier, Aquarium mit Fischen, Mäuse und Meerschweinchen (besondere Arten, die auch für Allergiker geeignet sind), Außengelände mit Rutsche, Schaukeln, Sandkasten etc.
- geöffnet von 8 - 20 Uhr, keine Ferienschließzeiten etc.
- wir sind super zufrieden
- Personalschlüssel ist max. 4 Kinder pro Betreuer
- Vorteile: Arbeitsplatznähe, bin jederzeit abrufbar, wenn was mit ihm ist, keine Schließzeiten, lange Öffnungszeiten, Betreuung, Essen sehr gut
- Nachteile: was ist, wenn ich die Firma verlasse ...

VG
B

Beitrag von qayw 16.04.10 - 15:25 Uhr

Hallo,

also, wir sind eine ganz kleine Firma mit 9 Mitarbeitern und 2 Chefinnen.

Unser Betriebskindergarten kostet für die maximale Betreuungszeit (4 Tage/Woche von 8.30 bis 16.30 Uhr inkl. Mittagessen) 515 €.

Mitarbeiter müssen gar nichts bezahlen. Allerdings bin ich momentan die einzige mit Kindern im entsprechenden Alter. Die drei Kinder der Chefinnen sind auch noch immer mal dort, wobei sie schon in den Regelkindergarten bzw. zur Schule gehen. Der Rest sind Kinder von außerhalb. (Wir zählen als privater Hort.)

Der Kindergarten hat zwei Räume, wovon einer bei Bedarf als Ruheraum genutzt wird. Es gibt ein kleines Klettergerüst mit Rutsche, zwei Bobby-Cars, ein Dreirad, Montessori-Material und natürlich Bastel- und Malsachen und normales Spielzeug. Bücher werden immer mal aus der Bücherei neu ausgeliehen.
Die Leiterin arbeitet teilweise nach dem Montessori-Konzept.
Die Erzieherinnen gehen nachmittags oft raus auf den Spielplatz oder mit Fahrzeugen in die Fußgängerzone (Bobby Cars, Dreirad oder private Laufräder).
Es gibt 3 Erzieherinnen und eine Langzeit-Praktikantin. Insgesamt gibt es 7 betreute Kinder von 1 1/2 bis 3 Jahren und die drei der Chefinnen (4 bis 7 Jahre), wobei selten alle auf einmal da sind. Je nach Kinderzahl sind 1-2 Betreuerinnen da.

Öffnungszeiten sind vier Tage pro Woche von 8.30 bis 16.30 Uhr.

Ich bin sehr zufrieden. Die Erzieherinnen sind sehr engagiert und machen viel mit den Kindern. Ich denke, daß meine Tochter sehr von dem Hort profitiert.
Für mich hat es den Vorteil, daß ich nicht noch woanders hin fahren muß, daß Merle nur zwei Türen weiter ist und daß es nichts kostet.
Sie sind bei mir auch so flexibel, daß ich Merle mal außer der Reihe unterbringen kann, wenn ich Arzttermine oder so habe. (Wir haben sonst keinen, der sie mal nehmen könnte.)

Ein kleiner Nachteil ist, daß die Kinder nicht aus dem Ort kommen, wo wir wohnen, so daß dort bisher keine Kontakte zu anderen Kindern bestehen. (Auf den Spielplätzen dort ist auch nichts los.) Aber das kommt hoffentlich, wenn Merle ab Sommer dort in den Regelkindergarten geht.

LG
Heike und Merle (fast 3) und Ole (4 Monate, der mit ins Büro darf)