Bin total enttäuscht von meiner Mutter (lang)

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von reethi 16.04.10 - 12:59 Uhr

Hallo!

Oh Mann-ich muss mir das mal von der Seele schreiben... Ich bin total enttäuscht von meiner Mutter... Bis heute dachte ich eigentlich dass wir ein super Verhältnis haben. Wir wohnen dicht bei einander, sehen und jeden Tag. Sie kommt rüber zum quatschen, ich gehe rüber zum quatschen. Wir gehen zusammen shoppen. Und sie hilft mir. Ich bin berufstätig und habe zwei Kinder und entweder sie hat mir ausgeholfen, oder mal die Kinder genommen. Mein Großer schläft auch oft bei ihr.
Und jetzt erfahre ich durch einen Zufall, dass sie das eigentlich alles anscheinend gar nicht will... Es stört sie, wenn mein Sohn so oft bei Ihr übernachtet. Aber warum sagt sie denn nicht nein? Warum sagt sie dann zu mir, ach es ist doch schön wenn er da ist.
Sie mag mir nicht mehr helfen. Aber warum sagt sie mir das denn nicht, aber anderen. Und warum fragt sie mich dann, ob sie mir helfen kann oder macht Dinge einfach, ohne dass ich sie frage oder etwas sage.
Ich finde es ganz schlimm, dass sie es mir nicht sagt und mir vorspielt es ist alles in bester Ordnung.
Sie hatte vor zwei Jahren Brustkrebs. Jetzt erfahre ich, dass sie letzte Woche beim Arzt war, weil es ihr nicht gut geht. Aber nicht von ihr...
Mein Vater ist operiert worden und ich wollte ihn besuchen. Erst meinte sie, nein er ist noch zu ko. Ständig kamen neue Ausreden und dann erfahre ich, dass man ihn gar nicht besuchen durfte...
Ich bin total enttäuscht und würde am liebsten den Kontakt ab jetzt radikal einschränken. Mein Mann und ich, oder ich alleine haben sie auch mitgenommen, wenn wir in den Zoo gefahren sind oder sonstige Ausflüge gemacht haben. Wir haben sie gefragt und sie ist gerne mitgekommen - dachten wir eigentlich. Und nun finde ich raus, dass es ihr eigentlich „lästig“ ist und sie lieber Zeit für sich hätte.

Ich finde es so unfair von ihr...

VG
Neddie

Beitrag von yvonnechen72 16.04.10 - 13:02 Uhr

Hallo,

den Kontakt von jetzt auf gleich radikal einschränken ohne etwa zu sagen ist auch nicht besser als das, was deine Mutter macht. Sprich doch einfach drauf an.Oft sind es Mißverständnisse. Aber nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.

LG Yvonne

Beitrag von kruemlschen 16.04.10 - 13:03 Uhr

Tach,

und... hast Du sie darauf angesprochen und mit Deinen Vorwürfen konfrontiert?

Gruß Krüml

Beitrag von asira 16.04.10 - 13:07 Uhr

Von wem hast Du das denn gehört? Und wie verlässlich sind diese Quellen?
Als erstes würde ich mal mit Deiner Mutter das Gespräch suchen und nicht einfach dieser "stillen Post" trauen!
LG
asira

Beitrag von marie609 16.04.10 - 13:18 Uhr

Hallo,

an deiner Stelle würde ich das Gespräch suchen und ihr erzählen von dem was du alles gehört hast!
Keinenfalls würde ich vorher den Kontakt einfach einschränken denn die arme Frau weiss ja vielleicht gar nicht was sie dir getan hat? Vielleicht ist auch einfach nur deine Quelle unzuverlässig!

Erst Reden und dann handeln!

Lg, Marie

Beitrag von alpenbaby711 16.04.10 - 13:29 Uhr

Also ganz ehrlich OK finde ich das nicht, vielleicht hatte sie Angst vor deiner REaktion und wollte dich nicht enttäuschen. Wieso sie dir aber bei deinem Vater nicht gleich sagte Sorry keiner darf hin verstehe ich nicht. 1. biste ja die Tochter aber gut wenn trotzdem keiner darf dann lieber ne direkte Antwort als ein Drum herum Gerede, das kommt doch viel komischer rüber. Tja und wenn ihr das mit deinem Sohn zuviel ist wie gesagt wollte sie dich nicht verletzten weil sie sicherlich ihr Enkelkind trotz allem liebt. Das sie dir wegen ihrem Arztbesuch nichts sagte na ja vielleicht wollte sie dich auch nicht beunruhigen. Das wäre gut möglich. Bevor du den Kontakt also radikal einschränkst sprich erstmal selbst mit ihr und handle dann.
Ela

Beitrag von jeannylie 16.04.10 - 13:35 Uhr

Hi,
aus welcher Quelle stammt denn diese Info?
Und dann sprich sie auf jeden Fall persönlich an.
Sollte sich das Thema bewahrheiten wäre ich auch mit recht sauer und enttäuscht und würde mich zurück ziehen.
LG
Jeannylie

Beitrag von reethi 16.04.10 - 13:41 Uhr

Hallo!

Danke schon mal für die Antworten.
Sie hat es selber geschrieben an andere Familienmitglieder. Ich habe es selber gelesen durch einen dummen Zufall.
Ich bin einfach so enttäuscht weil ich dachte wir verstehen uns und können eben über alles reden...
Das ist anscheinend aber nicht so. Ich komme mir total dumm vor...

VG
Neddie

Beitrag von kruemlschen 16.04.10 - 14:06 Uhr

Hallo,

dann würde ich mal damit zu Deiner Mutter gehen und um ein offenes Gespräch bitten inkl. der Erklärung warum sie Dir nicht sagt wie sie sich fühlt sondern hintenrum "lästert" und ihr sagen wie Du Dich dabei fühlst.

Jetzt stur und bockig zu sein bringt Euch doch nicht weiter.

Nur wer spricht dem kann geholfen werden #aha

Gruß Krüml

Beitrag von swety.k 16.04.10 - 13:51 Uhr

Hallo Neddie,

red mal mit ihr drüber. Ich denke, es geht ihr hauptsächlich darum, Dir was Gutes zu tun. Sie nimmt Deinen Sohn und kümmert sich um ihn, damit Du Freizeit hast. Sie hilft Dir, damit Du entlastet wirst. Sie sagt Dir nicht, daß sie beim Arzt war, damit Du Dir keine Sorgen machst. Sie sagt Dir nicht, daß Dein Vater nicht besucht werden durfte, damit Du Dir keine Sorgen machst.

Ich glaube, sie tut das alles nur für Dich. Ich finde das nicht unfair sondern eher sehr liebevoll und rührend. Vielleicht ein bißchen schade, weil sie sich selbst zu sehr zurücknimmt. Aber keineswegs enttäuschend.

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von mrs.mrsmrs 16.04.10 - 16:05 Uhr

Hallo needie,

ich bin ganz genau der Meinung meiner Vorschreiberin. Du hast sehr großes Glück mit Deiner Ma und keinen Grund, enttäuscht zu sein. Weiß Du, Mütter helfen ihren Töchtern oft über ihre persönliche Schmerzgrenze hinaus. DAS an sich tun sie sehr gerne, was aber nicht heißt, es geht ohne Belastungen für sie ab.
Und über solche Belastungen darf man sich doch auch mit anderen Menschen austauschen, oder?
Sie hat in der Vergangenheit versucht, Dir viele Steine aus dem Weg zu räumen und Dich vor Sorgen zu schützen. Das, was Dich wahrscheinlich stört, ist, daß Du jetzt das Gefühl hast, von ihr nicht ganz für "voll" genommen zu werden, weil sie nicht mit Dir auf Augenhöhe spricht. Wenn ich an Deiner Ma einen Fehler (denk Dir Anführungsstriche), dann diesen.

Aber: Gehe mal in Dich, ob Du in der Vergangenheit die Unterstützung Deiner Mutter nicht ein bißchen zu selbstverständlich genommen hast bzw. hast Du Dich ernsthaft für sie und ihre Sorgen interessiert (nicht wie eine Tochter, sondern mehr wie eine Freundin)?

Deine Mama meinte es bestimmt nicht böse oder verletzend. Sei bitte nicht böse auf sie.

Beitrag von miss-bennett 16.04.10 - 14:17 Uhr

Hallo Neddie!

Dass Du jetzt durcheinander bist kann ich verstehen. Aber Deine Mutter hatte Krebs. Dein Vater wurde operiert... Frag Dich doch mal, in wie weit sie sich durch alles was sie durchmachen musste verändert hat!

Ich kann es nur von meiner Mutter ableiten:

sie sitzt zwischen zwei Stühlen. Sie möchte mir gerne und unbedingt helfen, ist aber selber krank und angeschlagen... und dann möchte sie "anderen" gegenüber cool sein und behauptet, sie "müsse" mir helfen und es wäre ihr zu lästig... Warum sie das tut? Keine Ahnung. Ich lasse sie machen, so viel sie kann und möchte, schaue aber auch, dass sie sich genug ausruht. Wenn es mir blöd wird, dann sage ich ihr, dass sie an sich denken muss und nicht noch kranker werden darf, denn wer soll sich dann um sie kümmern??? Natürlich würde ich das tun, das ist nur mein einziger Argument, wenn es darum geht, sie zu Ruhe zu bringen!

Sie hat dauernd schlechtes Gewissen, entweder mir oder den anderen gegenüber... absolut unnötig, finde ich. Aber ich stecke auch nicht in ihrer Haut.

Vielleicht hast Du Angst vorm Gespräch mit ihr? Ich hatte sie auch am Anfang. Taste Dich langsam voran und denk immer dran, dass sie eben krank war (und nun geht es ihr wieder schlecht und sie will Dich nicht belasten!).

Alles Liebe und Gruß

Miss Bennett #klee

Beitrag von gh1954 16.04.10 - 15:20 Uhr

Ich kann sehr gut verstehen, dass du enttäuscht bist.

ABER.....

Ich schätze mal, dass deine Mutter so um die 60 Jahre alt ist. Viele Frauen in dieser Generation haben nicht gelernt, eigene Bedürfnisse zuzulassen und diese sogar auszusprechen.

Du solltest nicht zu hart über deine Mutter urteilen. #blume

Versuch, deine Enttäuschung teilweise runterzuschlucken und mit deiner Mutter offen zu reden.

Beitrag von knutschkugel4 16.04.10 - 22:54 Uhr

wenn ich das so lese -habe ich den anscheind das sie angst hat dir weh zu tun #liebdrueck
ist zwar blöd das du es von anderen erfährst - aber trinkt mal ne kaffeee zusammen und sprech sie drauf an#liebdrueck
sie meint es gewiß nicht bös- aber ich glaub sie hat genug um die ohren

Beitrag von baby1610 21.04.10 - 11:55 Uhr

Jetzt mal eine andere Seite. Wenn Deine Mutter Brustkrebs hatte , hast du schon mal daran gedacht das es ihr vllcht. auch zu viel werden könnte das Dein Sohn immer dort übernachtet, sie Dir immer hilft etc. und sie lieber sich etwas schonen müßte?
Vllcht. nimmt ja einfach keiner Rücksicht auf sie, ihre Gefühle fragt nicht wie es ihr geht und sie hat das jetzt auf einen leider schlechten Weg deutlich machen müssen das es ihr wirklich nicht gut geht. Manche können nur fordern und merken nicht mal das es dem Gegenüber nicht gut geht bzw. wollen es nicht merken.
Hast Du schon mal im Gegenzug gefragt ob Du Ihr helfen könntest?