Windpocken...

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von summerbaby2010 16.04.10 - 13:07 Uhr

Hallöchen...

Meine Tochte hat seit 2 Wochen schon ziemlich argen husten und seit gestern Fieber. Wir waren auch gleich bei ihrer Kinderäzrtin gestern, doch mehr als einen grippalen Infekt, konnte sie nicht feststellen.

Heute nach dem Frühstücken sah ein paar wenige rocte Flecken an ihrem Körper, die ihr unheimlich juckten.
Also sind wir wieder zu ihrer Ärztin gefahren und sie stellte die Windpocken fest.

Ich bin heute 22+4 SSW & hab nun enorme Angst um mein Ungeborenes, da ich keinerlei Kinderkrankheiten hatte. Nun wollte ich gleich nach dem Arzt noch zu meiner Frauenärztin, aber sie hatte leider schon geschlossen.
Somit werde ich nun doch noch bis zu meinem Termin am Montag warten müssen, um alles absprechen zu können.

Ich habe solch extreme Angst jetzt, wie soll ich bloß das Wochenende überstehen?

Liebe Grüße,
summerbaby2010, 23. SSW

Beitrag von magnoona 16.04.10 - 13:13 Uhr

ich würde da nicht zuwarten, sondern das in der Klinik abklären. Nicht, dass du da was verpasst. Mit manchen Kinderkrankheiten ist da ja nicht zu spassen...viel Glück

Beitrag von magnoona 16.04.10 - 13:15 Uhr

ich hab mal nachgelesen, ab der 24.SSW ist es wohl nicht mehr so schlimm, aber ich würde das trotzdem vom Doc abklären lassen.

Beitrag von vonnimama 16.04.10 - 13:17 Uhr

Hallo,

warum rufst du nicht einfach im KH oder beim Notdienst an (gibt es auch für Gyn) und fragst, ob und wie gefährlich das ist in der SS.

Ich hatte bei meiner Tochter 2003 auch Kontakt zu Windpockenkindern (meine beiden Zwilli-Nichten) in der FrühSS (8. SSW), hatte die Windpocken aber schon als Kind gehabt.

Hab aber das in meinem SS-Buch gefunden: "Wenn eine Frau während der ersten 21 SSW Windpocken bekommt, können in SEHR SELTENEN Fällen (1,2%) Fehlbildungen an den Gliedmaßen und Vernarbungen an der Haut des Kindes entstehen. In den MEISTEN Fällen aber (98,8 %) wird die SS sich ganz normal weiterentwickeln!" Schlimm ist es wohl nur, wenn die Mutter um den Geburtstermin herum erkrankt.

LG YVonne

Beitrag von tine_frank 16.04.10 - 13:17 Uhr

Habe ich gegoogelt: Also ab zum Arzt bzw. KH!!!!!!!!!!!!!!!

Wenn Sie sich vor der 24. Schwangerschaftswoche mit Varizellen infizieren, kann dies zu einer Fehlgeburt oder bei Ihrem Baby (in ca. 1 bis 2 Prozent der Fälle) zum so genannten angeborenen Varizellensyndrom (CVS) mit Fehlbildungen insbesondere der Gliedmassen, der Augen (Linsentrübung), des Gehirns und der Haut führen. Das größte Risiko besteht bei einer Infektion in der 13. bis 20. Schwangerschaftswoche. Nach der 24. SSW ist das Varizellensyndrom kaum mehr zu befürchten, aber die werdende Mutter ist durch eine besonders schwer verlaufende Lungenentzündung gefährdet.



Erkranken Sie in der Woche um die Geburt herum an Windpocken, wird in einem Viertel der Fälle auch Ihr Baby angesteckt, da es noch nicht lange genug durch Ihre übertragenen Antikörper geschützt ist. Diese Erkrankung kann für Ihr Baby lebensbedrohlich werden und muss sehr gut behandelt werden.



Die Übertragung des Windpocken-Virus (Varizella-Zoster-Virus) erfolgt durch Tröpfcheninfektion bei engem Kontakt mit einem Erkrankten, z.B. durch Niesen, Husten, Speichel und durch Kontakt mit dem flüssigen Bläscheninhalt. Seltener kann das Virus aber auch mehrere Meter Luftdistanz überwinden. Eine infizierte Person kann bereits ein bis zwei Tage vor der Ausbreitung des Ausschlags ansteckend sein. Nach der Erkrankung besteht lebenslange Immunität.



Falls Sie noch keine Windpocken hatten oder es nicht wissen und mit einer infizierten Person (mit Windpocken oder mit Gürtelrose) Kontakt haben oder hatten, informieren Sie am besten sofort Ihren Frauenarzt bzw. Ihre Frauenärztin. Sehr wichtig ist dann eine schnelle Abklärung des Immunschutzes, deren Kosten in einem solchen Risikofall von den Krankenkassen übernommen werden.



Liegt kein Immunschutz vor, kann durch die Gabe von Immunglobulinen (Antiserum) eine Infektion medikamentös verhindert bzw. abgeschwächt werden. Die Behandlung sollte aber möglichst in den ersten 4 Tagen nach dem Kontakt erfolgen. Diese sehr kostspielige Therapie kann aber nur die Schwangere, nicht jedoch das Ungeborene vor einem schweren Verlauf schützen. Empfohlen wird heute eine Behandlung der Schwangeren bzw. des Neugeborenen mit Aciclovir.



Seit kurzem gibt es auch eine Impfung gegen Varizellen, die allerdings nur vor und nicht während der Schwangerschaft durchgeführt werden sollte.



Wenn Sie selbst während der Schwangerschaft an Gürtelrose (Herpes Zoster), d.h. der Zweitinfektion mit dem Varizellenvirus im späteren Lebensalter, erkranken, ist das für Ihr Baby ungefährlich, weil die Viren nicht in das mütterliche Blut gelangen.

Beitrag von lilly7686 16.04.10 - 13:34 Uhr

Hallo!

Also gleich mal vorweg: die Inkubationszeit von Windpocken beträgt 10-14 Tage. Wenn deine Tochter heute Früh erste Pünktchen gezeigt hat, hat sie sich schon vor etwa zwei Wochen angesteckt. Somit hat sie die Viren bereits auf dich übertragen. Also dich zum Beispiel von deiner Tochter fern halten ist bereits sinnlos (wurde mir damals geraten, als meine Windpocken hatte, obwohl ich sie bereits in der Kindheit hatte; hab mich aber um sie gekümmert, kann ja mein Kind nicht einfach abschieben, wenn sie mich am meisten braucht).

An deiner Stelle würde ich SOFORT ins KH fahren! Was die jetzt noch tun können weiß ich leider nicht, da ich die Krankheit ja schon hatte. Aber wenn, dann wirst du dich wohl schon angesteckt haben. Wie gesagt, du kannst dich ja schon während der Inkubationszeit anstecken, und die ist nun mal fast zwei Wochen lang. Aber die Ärzte können wahrscheinlich zumindest was tun, damit es deinem Baby gut geht.

Fahr ins KH und lass es abklären! Ganz schnell!

Ich wünsch dir und dem Baby, und auch deiner Großen alles Liebe!

Beitrag von liv79 16.04.10 - 13:34 Uhr

Hi,
ich würde auch auf jeden Fall einen Arzt auftreiben oder Hebi fragen!
Windpocken sind bei Erwachsenen ja insgesamt deutlich schlimmer als bei Kindern, da würde ich mich gut informieren!