Informationspflicht?!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von otto241084 16.04.10 - 13:07 Uhr

Schönen guten Tag,

eine Bekannte von mir hat ein Problem mit dem Arbeitsamt. Vor zwei Jahren hat Sie ihren Beruf gekündigt, um eine Ausbildung zum Betriebswirt zu machen. Direkt nach der Kündigung hat sie sich bei AA "Arbeitssuchend" gemeldet. 4 Tage später hat Ihre Ausbildung zum Betriebswirt begonnen.

Nun ist die Ausbildung vorbei und ihr steht laut dem AA kein ALG1 zu, da Sie sich vor zwei Jahren hätte "Arbeitslos" und nicht "Arbeitssuchend" melden müssen (für 4 (!) Tage).

Hätte der Sachbearbeiter denn keine Informationspflicht gehabt? Woher sollte man solch eine Info denn haben, wenn man nie arbeitslos war?!

Ich freue mich auf Antworten und bedanke mich recht herzlich.
Gruß

Beitrag von kati543 16.04.10 - 13:18 Uhr

Hat sie denn für diese 4 Tage nie ALG1 beantragt?

Das mit der Informationspflicht ist so eine Sache. Ich fürchte, da liegt der Fehler bei deiner Bekannten. Gerade wenn man noch nie arbeitslos war, kann man eine Menge Fehler machen. NUR: Wenn man eine Versicherung abschließt, dann informiert man sich, oder glaubst du dem Versicherungsmenschen immer alles? Es war die Pflicht deiner Bekannten sich bereits bei Vertragsabschluß mit der Firma, sich über alle Versicherungen zu informieren, die sie damit "automatisch" abschließt. Du kennst doch auch die Bedingungen und Leistungen (Nicht-Leistungen) deiner Krankenkasse, oder?

Beitrag von otto241084 16.04.10 - 13:52 Uhr

Danke für deine Antwort.
Nein, Leistungen hat sie für die 4 Tage nicht erhalten; wollte sie auch gar nicht.
Informiert hatte sie sich ja schon, indem sie beim AA anrief und die ihr sagten, sie solle sich arbeitslos melden. Vor Ort wurde sie allerdings nach dem Bezug der Leistungen gefragt und sie sagte, dass sie kein Geld für 4 Tage braucht. Daher wahrscheinlich arbeitssuchend, statt arbeitslos...
Aber hast Recht. Jetzt hat'se Pech gehabt. Ärgerlich.

Gruß.

Beitrag von kati543 16.04.10 - 14:07 Uhr

1 Tag Bezug von ALG1 hätte gereicht, um ihren Anspruch für 4(?) Jahre zu wahren. Das war ziemlich blöd. Nicht nur, dass sie auf Geld verzichtet hat, was ihr zugestanden hat (da sie in die Versicherung eingezahlt hat - also nix mit Staat abzocken oder so), sondern sie war dann die Tage auch nicht versichert. Die Rentenversicherung wird beim Bezug von ALG1 mit bezahlt und die KV auch.

Beitrag von otto241084 16.04.10 - 16:10 Uhr

Und eine Beratung nach Paragraph soundso hätte ihr definitiv nicht zugestanden?

Beitrag von king.with.deckchair 16.04.10 - 21:08 Uhr

Was für ein Unfug.

Tipp: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_1/BJNR030150975.html#BJNR030150975BJNG000500314

§§ 13, 14, 15

Beitrag von nobility 16.04.10 - 17:50 Uhr

Hi,

die Zeiten wo man sich als Bürger auf Aussagen und Aufklärung von Behörden, Ämtern und Verwaltungen verlassen konnte ist vorbei.

Es ist der Bürger der sich selbt informieren muss wie er mit Behörden, Ämter und Verwaltungen um zu gehen hat um nicht in irgendeine Abzocke Falle zu stolpern.

LG