Hätte gerne eure Meinung zu einer Geldangelegenheit

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von heute in schwarz 16.04.10 - 14:22 Uhr

Hallo,

ich möchte gerne "unerkannt" bleiben und schreibe deshalb hier in schwarz; auch wenn es nicht in die Rubrik "Partnerschaft" gehört sondern eher in "Familienleben".

Es geht um folgendes:

Ich bin 10 bzw. 12 jahre jünger als meine zwei Geschwister und mit knapp 20 Jahren von zuhause ausgezogen. Meine Geschwister sind vor zwei Jahren mit Ende 30 von zuhause ausgezogen.
Unsere Eltern haben für uns jeweils zur Geburt Sparbücher angelegt und darauf monatlich das Kindergeld eingezahlt.
Nun ist es so, das meine Großeltern verstorben sind als ich knapp 4 Jahre alt war; sie haben immer für meine Geschwister monatlich eine großzügige Summe auf die Sparbücher eingezahlt; ihnen wertvolle Sammlermünzen usw geschenkt.

Als ich geboren wurde, fanden meine Großeltern es wohl nicht gut das meine Eltern ein drittes Kind bekommen haben; jedenfalls wurde für mich nichts gespart; es gab auch keine Münzen oder sonstiges wie bei meinen Geschwistern.

Als ich mit 20 von zuhause ausgezogen bin, habe ich kaum noch etwas sparen können weil die Miete, Lebenshaltungskosten usw fast mein gesamtes Gehalt aufgebraucht haben.

Meine Geschwister haben bis vor zwei Jahren noch zuhause gewohnt; ein Bruder hat studiert bis vor 6 Jahren und auch zusätzlich zu seinem Kindergeld noch Taschengeld von meinen Eltern erhalten.

Ich habe mir vor zwei Jahren mit meinem Partner eine Immobilie angeschafft; ich hatte knapp
15 000 Euro an Erspartem; dazu kam dann noch das Geld von meinem Partner; der Rest wurde per Darlehen finanziert.
Jetzt haben sich vor kurzem meine Geschwister jeweils eine Eigentumswohnung gekauft und die 200 000 Euro ohne Kredit oder sonstigem bezahlt.

Sie haben sich auch noch ein neues Auto gegönnt und eine Designer-Wohnungseinrichtung und haben mir erzählt, das sie noch genug über haben für die ein oder andere größere Anschaffung.

Jetzt meine Frage: Würdet ihr, wenn ihr mehrere Kinder hättet, schauen das alle Kinder ungefähr gleich viel Geld erhalten bis zu ihrem 18. Lebensjahr oder hättet ihr den älteren Kindern mehr Geld gelassen wenn sie von den Großeltern etc. etwas erhalten hätten und das jüngste Kind hat dann einfach "Pech" gehabt?


Mein Partner meinte letztens zu mir, dass er es ziemlich ungerecht findet, das für mich soviel weniger als für meine Geschwister gespart wurde und es nicht für uns als Kinder ( als ich geboren wurde) einfach auf drei aufgeteilt wurde.

Ich bin mal gespannt, wie eure Meinung aussieht.

LG und danke

Beitrag von angi05 16.04.10 - 14:32 Uhr

Hallo,

also wir versuchen schon für unsere 2 Kinder das gleiche zurückzulegen.

Finde es auch etwas merkwürdig, wie es bei dir gelaufen ist:-(

Aber du solltest stolz auf dich und deinen Partner sein, dass ihr es auch so zu Eigentum geschafft habt.
Ändern kannst du es nicht mehr und wenn du viel drüber nachgrübelst, wirst du am Ende noch griesgrämig#schock

Zu viel hätte, wenn und aber versaut einem nur die Laune...

also: Schönes Wochenende!

Beitrag von heute in schwarz 16.04.10 - 14:36 Uhr

Hallo,

lieben Dank für Deine Meinung.

Ja, du hast schon Recht, sich im Nachhinein darüber zu ärgern bringt wirklich nichts. Ich kann es ja auch nicht mehr ändern.
Ich habe übrigens auch zwei Kinder ;-) ; mein Partner und ich schauen auch, dass die beiden gleich viel bekommen weil wir es sonst einfach ungerecht fänden.

LG und Dir auch eine schönes Wochenende

Beitrag von frauke131 16.04.10 - 14:36 Uhr

Ich empfinde es deutlich als große Ungerechtigkeit. Klar be geschenken achten wir nicht drauf, dass es auf Heller und Pfennig dersebe Betrag ist, nur in etwa. Aber bei solchen Summen würde ich peinlich genai daruf achten, keinen zu bevorteilen. Notfalls hätte ich das angesparte Geld durch 3 gereilt!

Beitrag von swety.k 16.04.10 - 14:39 Uhr

Hallo,

Deine Eltern können doch nichts dafür, daß Deine Großeltern nichts für Dich gespart haben. Du kannst meiner Meinung nach von Deinen Eltern nicht erwarten, daß sie das aufstocken. Denn wenn ich Dich richtig verstanden haben, haben Eure Eltern für jeden von Euch das Gleiche gespart und die Diskrepanz kommt durch das Verhalten der Großeltern zustande. Das ist zwar ärgerlich, aber nicht zu ändern. Vielleicht hätten Eure Eltern es sich auch gar nicht leisten können, das "fehlende" Geld der Großeltern für Dich mit zu sparen.

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von gh1954 16.04.10 - 15:12 Uhr


Das sehe ich auch so.

Beitrag von jurbs 16.04.10 - 14:45 Uhr

das mit den Großeltern würd ich als Eltern nicht regeln - das ist z.B. bei mir und meinen Cousinen auch so - die älteren haben eben mehr als die jüngeren angespart bekommen, die kleinen hatten also eben Pech ... aber was die Eltern angeht finde ich, dass es gerecht zugehen muss, aber es muss nicht gleichzeitig sein - also z.b hat mein Mann eine Summe x bekommen fürs Haus, sein Bruder die selbe Summe überwiesen - mehr war im Momebt nicht da ,,,das finde ich falsch, ich finde mein Mann hätte die volle Summe kriegen sollen und wenn sein Bruder was braucht der eben auch die dann verfügbare Summe und man sollte sich als Eltern aufschreiben und alle sollten in etwa das selbe haben .... aber z.b. essen oder sowas, das der eine "dahiee bekommt" und der andere nicht, weil er nicht zu Bescuh kommt - das finde ich gilt nicht ...

Beitrag von nakiki 16.04.10 - 14:46 Uhr

Hallo!

Auf welchen Namen liefen denn die Sparbücher. Wenn sie auf den Namem der Kinder liefen und die Großeltern dort größere Summen einzahlten, dann könnten deine Eltern da nicht einfach ran und dies aufteilen.

Noch ein großer Unterschied ist, dass du bereits mit 20 Jahren ausgezogen bist und verdient hast(?). Das heißt deinem Bruder wurde viel länger das Kindergeld gezahlt, als dir, was am Werdegang liegt.
Außerdem haben deine Geschwister jahrelang günstig bis kostenlos gelebt und hatten so die Möglichkeit viel Geld beiseite zu legen.

Man muss jetzt also unterscheiden zwischen dem was deine Eltern zurückgelegt haben und was deine Geschwister erspart haben.

Meine Eltern achten darauf, dass wir ähnlich viel Geld bzw. Unterstützung bekommen. Es wird aber nicht gegeneinander aufgerechnet. Ich habe zB während dem Studium Geld bekommen, meinem Bruder haben sie beim Kauf einer Eigentumswohnung geholfen.

Wir selbst sparen zur Zeit nicht für unsere Kinder, dafür haben wir kein Geld über. Ich würde aber zusehen, dass ich für beide gleich spare.
Wenn ich es jedoch richtig verstanden habe, haben eure Eltern für euch alle das Kindergeld beiseite gelegt und somit ebenfalls gleich gespart.

Gruß nakiki

Beitrag von heute in schwarz 16.04.10 - 14:53 Uhr

Hallo,

die Sparbücher haben meine Eltern für uns angelegt, die Großeltern haben meinen Eltern dann monatlich Geld gegeben das sie auf die Sparbücher (von meinen Geschwistern) einzahlen sollten.

Als meine Großeltern gestorben sind, haben meine Geschwister auch jeweils eine gewisse Summe vererbt bekommen; die meine Eltern dann auf die Sparbücher meiner Geschwister eingezahlt haben.

LG

Beitrag von litalia 16.04.10 - 15:17 Uhr

hätte ich als mutter so einen fall würde ICH eines meiner kinder nicht derart benachteiligen.

den großeltern hätte ich mitgeteilt das sie entweder ALLEN kindern etws zukommen lassen sollen oder aber keinen.

ich hätte nicht gewollt das zwei meiner kinder finanziell wesentlich "besser" da stehen als das andere kind.

wieso hast du nichts geerbt von deinen großeltern?


und zum rest: du bist natürlich früher ausgezogen und hattest früh kosten, deine geschwister haben ewig hotel mama genossen und genutzt und somit wohl alleine durch die tatsache sich mehr auf die hohe kante geschaufelt.


das ist allerdings individuell und kannst du nicht vergleichen.

Beitrag von gismomo 16.04.10 - 15:30 Uhr

Hallo,

natürlich ist das ungerecht, ganz klar. Wenn das bei meinen Kindern wäre, würde ich entweder als Eltern für das benachteiligte Kind den gleichen Betrag anlegen (wenn ich es finanziell könnte) oder ich würde irgendwie tricksen, so dass ich die Sparbücher an mich nehmen und vor Volljährigkeit der Kinder den Betrag gerecht verteilen würde.

Wenn es meine Enkelkinder wären, würde ich eben, sobald das dritte KInd zur Welt kommt, den Betrag für die beiden ersten Kinder kürzen, so dass alle gleich viel bekommen.

Versuche aber, dich nicht zu sehr emotional in diese Sache verwickeln zu lassen. Ich weiß, wovon ich rede - bei mir geht es nicht um Geld, sondern darum, dass meine Eltern meinen Neffen und meine Nichte ständig betreuen (und das, obwohl meine Schwester nicht berufstätig ist), während ich immer bitten und betteln muss oder aber - so mache ich es jetzt, weil ich daraus gelernt habe - einfach akzeptieren muss, dass sie als Betreuung für meine Kinder ausfallen. Ungerechtigkeit in der eigenen Familie ist bitter und schwer auszuhalten - aber du verletzt dich selber am meisten, wenn du es zu sehr an dich heran lässt.

lg
K.

Beitrag von ttr 16.04.10 - 15:32 Uhr

also scheinbar hast du einfach pech gehabt. rechtlich gesehen haben deine eltern die wünsche deiner großeltern befolgt und das geld deren wünschen entsprechend aufgeteilt.
ich würde mir allerdings gedanken machen, ob ich als drittes kind überhaupt erwünscht war, denn das muss ja gründe haben, dass die eltern so handelten.
auch dein früher auszug wird damit wohl nicht ganz unbegründet sein. aber das war ebenfalls deine entscheidung. da legen die eltern ja nicht für dich was auf die kante, weil sie denken: hmmm die anderen wohnen noch kostenlos bei uns und nun bekommt die dritte eben auch noch teil x jeden monat als ausgleich.
du wolltest ausziehen und auf eigenen beinen stehen und dein leben allein meistern. das ist dann der preis, den du dafür zahlen musst.
sieh es locker: das letzte hemd hat keine taschen und wenigstens weißt du, was das leben kostet und wie du dich durchschlagen musst.
deine eltern haben dir eh schon das größte geschenk gemacht: sie haben dir das leben geschenkt. für den rest bist du selbst verantwortlich.
ich würde allerdings hinterfragen, warum ich das schwarze schaf in der familie bin, dass man anderen viel gibt und mir nicht. somit würde ich mein verhalten meinen eltern und meinen geschwistern gegenüber dann auch entsprechend darauf ausrichten

Beitrag von **xx** 16.04.10 - 19:24 Uhr

Es ist eben so, dass deine Großeltern für deine Geschwister Geld anlegen wollten, für dich nicht. Ungerecht, aber Tatsache. Da hast du einfach Pech gehabt. Manche Kidner werden auch mit reichen Verwandten geboren und andere mit armen, die keinen Cent für sie sparen können. Auch Pech gehabt.

Bei mir ist es so: 2 Menschen leben in einer Partenrschaft und haben 2 gemeinsame Kinder, die beide mal je eine Hälfte des Hauses erben sollen. Der Mann hat noch zwei Kinder aus erster Ehe, die nicht mit im Haushalt leben und die bekommen Geld aus der Lebensversicherung des Vaters. Die Frau hat eine Tochter aus erster Ehe, die bis zu ihrem Studium mit im Haus lebte und die bekommt nichts, weil der Mann keine gute Beziehugn zu ihr hat und die Frau selbst nichts verdient. Tja, ich bin diese Tochter :-p. So ist das Leben. #gaehn

Beitrag von manavgat 16.04.10 - 20:04 Uhr

Warum wühlst Du darin rum?

Neid ist ein schlechter Ratgeber, macht häßlich und gram und zerstört Beziehungen.

Lass los!

Wer weiß, vielleicht hast Du bei etwas anderem mehr Glück. Den besseren Mann? Den besseren Job? Die besseren Kinder (die eigenen sind doch sowieso immer die besten!) oder sogar insgesamt das bessere Leben?!

Gruß

Manavgat

Beitrag von sissy1981 17.04.10 - 15:32 Uhr

Von mir persönlich bekommen meine Kinder gleich viel - insofern dem nicht wichtige Umstände entgegen stehen.

Aber was Großeltern, Paten, Bekannte etc. machen ist weder meine Sache noch habe ich ein Recht auf deren Entscheidungen Einfluss zu nehmen.