Stress wegen Arzt mit der PKV! Tips gesucht!

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Beitrag von athena2004 16.04.10 - 14:38 Uhr

Hallo allerseits,
ich bin seit dem 01.01.2009 bei einer neuen Krankenversicherung versichert.
Ich habe keine Vorerkrankungen und auch keine "Defizite" (Formulierung stand im Versicherungsantrag).

Ich erzaehlte meinem Hausarzt, dass ich vor 20 Jahren wegen einer Sache in Behandlung war. Irgendwann kurz vor Versicherungsbeginn bei der neuen Versicherung hatte ich einen Termin bei meinem Hausarzt wegen einer schweren Erkaeltung mit Kopfschmerzen. Bei diesem Termin meinte der Hausarzt, dass er mir eine Heilbehandlung wegen dieser Sache von vor 20 Jahren empfehlen wuerde. Ich lehnte ab, da ich keine Probleme habe.
Er notierte sich aber die Sache von vor 20 Jahren als seine Diagnose, was ich leider nicht bemerkt / beachtet habe, da ich ja keine Probleme hatte und stellte mir ein Rezept fuer die Heilbehandlung aus, was ich aufgrund der schweren Erkaeltung erst zu Hause bemerkte und gedankenlos in den Muell geworfen habe.
Auch als die "Diagnose" in der Arztrechung auftauchte wurde ich nicht stutzig und habe die Rechnung an die Krankenversicherung zur Begleichung geschickt, schliesslich war die Sache 20 Jahre alt und somit (laut Versicherungsantrag) irrelevant fuer die Versicherung.

Jetzt soll ich wegen dieser Sache einen Risikozuschlag bezahlen.
Der Arzt weigert sich, die Diagnose zu widerrufen, da er ja ein Rezept ausgestellt hat und dies somit eine Behandlung sei.

Hat jemand vielleicht einen Tip, wie ich ihn dazu bewegen kann, die Diagnose zu widerrufen? Ich habe der Krankenversicherung mitgeteilt, dass ich an der Sache von frueher nicht leide, keine Heilbehandlung benoetige. Diese beruft sich auf das, was der Arzt berichtet ist.
Auch mein Angebot, mich von einem unabhaengigen Arzt untersuchen zu lassen, interessiert die Versicherung nicht.

Der Risikozuschlag mus ab Versicherungsbeginn (also rueckwirkend!) bezahlt werden, was eine nicht unerhebliche Summe geworden ist.

Fuer Tips, wie ich "die Kuh vom Eis" bekomme, waere ich sehr dankbar!

Alles Gute,

Athena

Beitrag von atarimaus 16.04.10 - 15:04 Uhr

Hi,

kannst du den Arzt von damals kontaktieren? Eventuell kann er dir bestätigen, dass er als erster diese Diagnose stellte. Ansonsten, geh zum Anwalt.

Gruß
Beate

Beitrag von manavgat 16.04.10 - 15:37 Uhr

Ich kenne mich nicht so aus, aber soweit ich Bescheid weiß, dürfen nur Vorerkrankungen der letzten 6 - 10 Jahre überhaupt eine Rolle spielen.

Es gibt doch so eine Schiedsstelle - http://www.geldsparen.de/content/dienstleistungen/index.php?artikel=ombudsmaenner&openmenue=11&opensub=1467

Vielleicht wendest Du Dich hierhin.

Gruß

Manavgat

Beitrag von knutschka 16.04.10 - 20:58 Uhr

Hallo,

tut mir Leid, aber ich glaube dir nicht.

Gerade wenn man gerade in eine neue Versicherung wechseln will, passt man doch in der Regel auf wie ein Schießhund.

Ich kenne keinen Arzt, der einfach aus Jux und Dallerei ein Rezept für eine Erkrankung ausstellt, wegen der man nicht da war - und darüber hinaus auch keinen Patienten, dem erst zu Hause auffällt, dass er ein falsches Therapierezept bekommen hat und der es dann noch in den Müll wirft - insbesondere wenn eine neue Versicherung ins Haus steht...

Ich habe selbst vor einiger Zeit mal einen ablehnenden Bescheid wegen einer BU-VErsicherung bekommen und achte seitdem peinlichst genau darauf, warum ich zum Arzt gehe und was ich mir attestieren lasse.

Ich denke eher, dass dir dein Arzt eine zu deiner Vorgeschichte passende Diagnose gestellt hat und dir erst jetzt auffällt, dass das problematisch war. Ich denke nicht, dass du aus der Nummer wieder rauskommst. Allerdings ist das nur ein Bauchgefühl. Vielleicht hast du ja trotzdem Glück ud findest eine Möglichkeit den Risiokzuschlag zu umgehen.

Viele Grüße
Berna

Beitrag von athena2004 17.04.10 - 10:28 Uhr

Die neue Versicherung stand nicht an. Ich habe von meinem Vorversicherer Richtung Jahresende eine saaftige Beitragsanpassung bekommen (wie alle weiblichen Versicherten dieser Versicherung in einer Altersklasse)

Als ich aus der Praxis raus ging, bekam ich die Rezepte in die Hand gedrueckt und wollte nur noch in mein Bett. Mein Mann hatte die gleiche Erkaeltung und hatte auch Medikamente verschrieben bekommen, so dass mich das nicht verwundert hat, mehrere Zettel zu bekommen. Angeschaut habe ich sie erst zu Hause. Und ja - ich habe es weggeworfen.

Alles Gute,

Athena

Beitrag von athena2004 17.04.10 - 11:07 Uhr

Hallo allerseits,
ich danke Euch fuer Eure Tips!

Der Arzt von frueher praktiziert nicht mehr und ich glaube, die muessen die Unterlagen nur 10 Jahre aufheben?

Ueber die Schiedsstelle werde ich mich auf jeden Fall informieren.

Problematisch ist aber eigentlich der Arzt, weil er sagt, dass er ein Rezept ausgestellt hat und es fuer ihn somit eine Behandlung ist und er die Diagnose deswegen nicht zurueck nehmen kann. Dass ich die Heilbehandlung nicht in Anspruch genommen habe, interessiert die Versicherung nicht. Auch der Bericht des Vorversicherers hat lediglich die Gebuehren fuer die Ausstellung des Rezeptes in seinen Unterlagen gehabt, da ich ja die Heilbehandlung nicht in Anspruch genommen habe und daher auch keine andere Rechnung da sein kann..

Nochmals danke - ich hoffe sehr, dass ich irgendwie mit einem blauen Auge davon komme. :-(

Alles Gute,

Athena

Beitrag von kleinehexe1606 18.04.10 - 09:39 Uhr

Hallo,

ich arbeite beim Arzt und hatte so einen Fall auch schon, allerdings haben die Patienten uns kontaktiert nachdem sie die Rechnung erhalten haben und die Diagnose drauf gestanden hat. Um welche Behandlung geht es denn und um welche Diagnose ? Vielleicht kann ich ja weiter helfen.

LG

Manuela

Beitrag von athena2004 18.04.10 - 10:15 Uhr

Hi Manuela,
ich habe eine (leichte?) Skoliose.

Ich war erkaeltet und hatte dadurch Kopfschmerzen.
Da sagte er, dass er mir Krankengymnastik aufschreiben wuerde und es davon besser wuerde. Ich sagte, dass ich die nicht haben wollen wuerde und die Kopfschmerzen von der Erkaeltung sind (merkt man doch eigentlich selbst, wo die her kommen...) Das Rezept habe ich eben erst zu Hause bemerkt.

Auf jeden Fall hat er jetzt gesagt, dass er dadurch, dass er ein Rezept ausgestellt hat, eine "Behandlung" durchgefuehrt hat.

Ich war seit 20 Jahren nicht mehr beim Orthopaeden, weil ich keine Probleme habe.

Bei der Versicherung interessiert, dass der Arzt eine Behandlung "verordnet" oder "ausgefuert" hat.

Da ich selbstaendig bin und auch noch ein Kind habe, ist mir das einfach durchgegangen. Ich reiche normalerweise nur einmal im Jahr die Rechnungen ein (an die Versicherung) und hatte wahnsinnigen Stress bei der Arbeit, als ich die Rechnungen fuer die Krankenversicherung zusammengesucht habe.. :-(

Wenn Du einen Tip hast, wuerde ich mich sehr freuen!

Alles Gute,

Athena

Beitrag von kleinehexe1606 18.04.10 - 10:22 Uhr

Wie kommt der Arzt auf die Diagnose Skoliose ? Hat er Dich untersucht oder woher hat er die ?

Beitrag von athena2004 18.04.10 - 11:44 Uhr

Er hat meine Lunge abgehoert wegen der Erkaeltung.