Kein Sex mehr in der Ehe - normal?

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von verstehichnicht 17.04.10 - 09:11 Uhr

Je länger ich mit meinem Mann zusammen bin, umso weniger Lust hatte er auf Sex.
Es war im Allgemeinen auch kein tolles Erlebnis mehr, diente eher seiner als meiner Befriedigung und ich konnte zusehen, wo ich bleibe. War ihm offensichtlich egal.

Wenn, dann habe ich immer den Anfang gemacht und er ließ sich (im wahrsten Sinne des Wortes) einmal im Monat darauf ein.

Jetzt hatten seit 3 Monaten keinen Sex mehr, weil mir das zu frustrierend war und er hatte in dieser Zeit nur einmal halbherzig versucht mich zu verführen.
In der ganzen Zeit hat er sich auch nicht anderweitig nachgeholen (angeblich).

Vor einer Woche dachte ich mir, wir könnten es wieder versuchen und er wollte es auch. Es endete damit, dass er kurz in mich eindrang und sagte, das ginge jetzt nicht. Er wäre zu geil und würde sofort kommen.
Ich schlug ihm vor, er sollte sich einen runterholen, damit der Druck nicht so stark ist. Aber er wimmelte mich ab und sagte, das ginge nicht, weil er aufs Klo müsste und wenn er sich selbst befridiegen würde, täte das weh. Erstmal müsste er abwarten bis seine Erektion abklingt.

Er war dann auf Toilette, aber danach ist nichts mehr gelaufen. Seitdem gab es keine weiteren Versuche.

Ich versteh das nicht. Angeblich hat er auch keine andere.
Eine Freundin meinte, er sei bestimmt schwul. Jemand anderes sagte mir, sie habe das Gefühl sobald ein Mann zum Ehemann wird, ist die eigene Frau nicht mehr so aufregend.

Wir sind ein Jahr verheiratet, beide um 30 rum, keine Kinder, keine Gewichtsschwankungen bei mir und ich bin ganz sicher keine Gummipuppe im Bett ;-)

Ich will nicht mein restliches Leben auf Sex verzichten, aber kann mir jemand dieses Verhalten von ihm erklären?

Beitrag von black!!!!! 17.04.10 - 09:21 Uhr

Ich denke in langen Beziehungen gibts schon mal flauten.

Wir hatten nach 10 Jahren so ne flaute die dann fast 2 Jahre ging. Mit fast Trennung und alles. Damals fand ich Sex mit meinem Mann total überflüssig und fand da keinen Spaß dran. Lag aber wohl auch an vielen anderen Dingen in unserer Beziehung.
Heute kann ich es kaum verstehen. Manchmal legen wir sogar der Kleinen ne DVD ein um mal schnell im Bad zu verschwinden ;-)

Ich hab lange Zeit von meinem Mann erwartet dass er den Sex aufregender macht. Aber richtig gut wurde er als ich ihn aufregender gemacht hab. Hab mir im Internet paar Pornos angeschaut. Unteranderem auch heimlich die die er angeschaut hat. Weiß das macht man nicht aber war ja für einen guten Zweck. Und dann hab ich ihm ein paar Überraschungen im Bett geliefert. Und hab gleichzeitig mich immer hergerichtet und bin alleine mit meinen Freundinnen weg. Weil er war zu der Zeit allgemein ein Muffel der zu nix Lust hatte und bei dem ich das Gefühl hatte er hat keinen Spaß mehr mit mir.

Dann hat er auch endlich angefangen sich mehr zu bemühen. Heute lachen wir über unsere Krise und wie wir es damals ausgehalten haben monatelang keinen Sex zu haben. Heute halten wirs nicht mal ne Woche aus.

Überleg dir was du machen kannst. Ergreif die initiative in eurer Ehe. Solche Phasen sind normal aber nicht schön.

LG

Beitrag von verstehichnicht 17.04.10 - 09:27 Uhr

Danke für deine guten Ratschläge, aber in meinem Fall werden sie nicht helfen.

Als es noch besser lief, habe ich mich bemüht. z.B. habe ich mir aufregende Klamotten gekauft, was ihn sehr angeturnt hat. Sein "Dank" bestand darin sofort (und ich meine auch sofort) nachdem er fertig war aufzustehen und rauchen zu gehen. Die Schmacht war angeblich zu groß. Er hat normalerweise immer auf die Uhr geguckt und ist nach 1 Minute oder so abgedampft, aber nie zuvor hatte er mich so liegen lassen wie eine billige Nutte, die er benutzte.

Das hatte mich so sehr verletzt, dass ich diese Aktionen seitdem tunlichst vermieden habe.

Auch habe ich neue Dinge mit ihm im Bett ausprobiert, die ihm gefielen, aber er weigerte sich immer Dinge zu tun, die ich tun wollte. Nichts Schlimmes, aber er wollte sich darauf einfach nicht einlassen.

Ich kann nicht immer nur machen und tun und geben und es kommt nichts zurück. Das ist doch nicht normal?

Beitrag von black!!!!! 17.04.10 - 09:36 Uhr

Wie läufts denn sonst so bei euch?

Habt ihr sonst viel Spaß miteinander? Macht ihr viel zusammen? Paßt da alles? Oder ist er auch außerhalb vom Bett komisch? Habt ihr gemeinsame Hobbys? Gibt es sonst Sorgen die ihr habt? Wie lange seid ihr zusammen?

Hast du ihn schon mal drauf angesprochen?

Beitrag von verstehichnicht 17.04.10 - 09:56 Uhr

Es läuft aus meiner Sicht sehr bescheiden.
Wenn du ihn dazu befragen würdest, würde er sagen alles toll.

Angesprochen habe ich ihn öfter darauf, eine Antwort nie bekommen.

Bei uns läuft auch außerhalb des Bettes nicht viel. Er hat seinen Sport, dann macht er hin und wieder Gelegenheitsjobs (neben dem eigentlichen) und selbst wenn er Zeit hat, dann hat er Migräne, keine Lust oder das Wetter ist seiner Meinung zu schlecht, um etwas zu unternehmen.
Es ist mit der Zeit (vor allem seit unserem Zusammenzug) extremer geworden. Immer wieder hat er mir versprochen, es würde sich ändern...
...wenn es wärmer würde,
...wenn der Job vorbei wäre,
...wenn dies und das

und am Ende macht es doch nichts außer auf Couch liegen.

Ihm passt es zwar auch nicht, wenn ich öfter unterwegs bin und er äußerst komische Vermutungen, aber ich kann mein Leben nicht wegen ihm allein begraben.

Dass sich was ändert habe ich ihm lange geglaubt...
Wir sind 5 Jahre zusammen. Leben 2 Jahre zusammen und seitdem haben wir (nur wir zuzweit) 3-4 Mal zusammen etwas unternommen.

Sein Hobby ist sein Sport, aber ich kann damit gar nichts anfangen und auf andere Sachen lässt er sich nicht ein.

Neuerdings habe ich ein neues Hobby und auf einmal ist er ganz scharf darauf. Aber verbindet es immer mit dem Gassigehen seines Hundes, so dass er eigentlich nur eine willkommene Abwechslung beim Gassigehen hat und nicht wirklich mit mir zusammen etwas unternimmt.

Eigentlich hab ich mich abgekapselt und ich denke, dass es auf eine Trennung hinauslaufen wird, denn er zeigt Null Einsicht.

Aber verstehen würde ich ihn gerne trotzdem...

Beitrag von elternzeit-papa 17.04.10 - 10:45 Uhr

Hi,

ich würde vielleicht den Sex mehr als Symptom sehen. Flauten kann es immer geben, das wurde ja schon beschrieben, aber bei Euch stimmt doch viel mehr nicht.

Als wir noch keine Kinder hatten haben wir jedenfalls ständig was zusammen unternommen. Alles andere ist doch unnormal.

Und nach jedem Kind haben wir die Zeit herbeigesehnt, wo es alt genug für den Babysitter ist, damit man mal wieder was unternehmen kann.

Wir haben aber auch gemerkt, dass es durchaus im Bekanntenkreis Paare gibt, die, obwohl keine Kinder da waren, weniger unternommen haben als wir (und es ist jetzt auch nicht so, dass wir ständig unterwegs sind / waren)!

Das kann ich echt nicht nachvollziehen.

LG

ez-p

Beitrag von verstehichnicht 17.04.10 - 10:57 Uhr

Keiner versteht das. Selbst Männer, die davon wissen. Seine Freunde natürlich nicht, denn erzählt alles sei in Ordnung. Ich dachte vielleicht wäre hier jemand, dem es ähnlich ging oder so und der mir das Ganze erklären kann.

Er führt im Grunde ein Singleleben und sieht überhaupt nicht ein, dass einige Dinge anders laufen müssten.

Vielleicht ist er wirklich schwul...Sex will er keinen, aber dumme Andeutungen, dass ich ihm einen blasen könnte, macht er

Beitrag von elternzeit-papa 17.04.10 - 11:28 Uhr

Was heißt den hier "selbst Männer"? Du liest zu viel Urbia. Hier liegt der Frauenanteil be geschätzten 95 %, und deswegen kommen hier die meisten "mein Partner hat keine Lust"-Probleme auch von Frauen. Trotzdem kann ich aus meinem Bekanntenkreis sagen, dass die allermeisten Männer eigentlich immer Lust auf Sex haben oder zumindest leicht rumzukriegen sind. Was gemeinsame Unternehmungen betrifft, so gibt es natürlich die verschiedensten Paare, da muss jeder selbst seine Lösung finden. Zumindest eine Schnittmenge an Interessen sollte es aber geben.

Beitrag von verstehichnicht 17.04.10 - 12:10 Uhr

Ich lese überhaupt keine Partnerschaftsbeiträge in Urbia, weil mich die Probleme fremder Leute nicht interessieren.

"Selbst Männer" heißt, dass die Partner meiner Freundinnen sich darüber wundern oder meine männlichen Bekannten das nicht nachvollziehen können, dass er so ist, wie er ist.

Was hat das mit Urbia zu tun?

Beitrag von verstehichnicht 17.04.10 - 12:14 Uhr

Aber lies nochmal den Beitrag, auf den du dich bezogen hast. Da steht das eindeutig drin. Du warst wohl zu schnell beim Lesen. ;-)

Beitrag von elternzeit-papa 17.04.10 - 18:56 Uhr

Dein "selbst" impliziert, dass Du der Meinung bist, dass Männer eher Verständnis für das Verhalten Deines Mannes haben müssten als Frauen. Das ist aber meiner Meinung nach falsch, der durchschnittliche Mann wird sich über das Verhalten Deines Mannes mindestens genau so wundern wie die durchschnittliche Frau. Ich denke also, Dich nicht missverstanden zu haben (höchstens zu genau genommen zu haben).

LG

ez-p

Beitrag von verstehichnicht 17.04.10 - 19:48 Uhr

Genau genommen schrieb ich "Selbst Männer, die davon wissen. "In der Tat ist es so, dass Frauen Frauen besser verstehen und Männer die Männer besser verstehen.

Wenn sein Verhalten für andere Männer nachvollziehbar wäre, hätten sie es deuten oder mir erklären können.

Ich glaube, wir meinen das gleiche, drücken es aber zu umständlich aus. Kann das sein?

Beitrag von paulfort35 17.04.10 - 11:32 Uhr

"Es endete damit, dass er kurz in mich eindrang und sagte, das ginge jetzt nicht. Er wäre zu geil und würde sofort kommen.
"
Das finde ich am aller-seltsamsten. Ein Mann, der kurz vorm Kommen ist, zieht sich doch nicht zurück mit dieser Begründung. Er sei denn, er möchte keine Schwangerschaft oder Ansteckung riskieren. Hat er vielleicht eine ansteckende Krankheit? Oder Angst davor, dass Du schwanger werden könntest?

Ihr müsst unbedingt darüber reden bzw. er muss Dich aufklären, was los ist


Beitrag von verstehichnicht 17.04.10 - 12:12 Uhr

Die letzten Male ist er immer zu früh gekommen und hat sich dann nicht mehr um micht gekümmert. Er weiß, wie angekotzt ich deswegen war.

Normal ist an ihm mittlerweile nichts mehr.
Nee, ich nehm die Pille und wenn ich sie nehmen würde, wäre es keine Katastrophe. Er wäre schon gern Vater.

Auch Krankheiten kann ich ausschließen.

Er lässt nicht mit sich reden. Das ist das Problem.

Beitrag von nikita040 01.05.13 - 22:40 Uhr

Hallo!

Ich seh das dieses Thema schon eine Weile her ist...aber es würde mich interssieren, wie du mit dem Thema weiter umgegangen bist.

Würde mir persönlich vielleicht weiter helfen...mache gerade das selbe durch... :(

Lg