Ich kann nicht mehr Kinder nur am streiten

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von truli 17.04.10 - 11:02 Uhr

Ich bin nervlich so angeschlagen,das ich heute morgen saß und #heul habe.Soweit schaffen mich meine Kids 11J und 4J fertig zumachen.Bin in letzter Zeit auch nur gereizt und über nervös,und habe total innere Unruhe.Ich weis langsam nicht mehr,was ich machen soll.Papa arbeitet im Ausland kommt alle 3Wochen nachhause und bekommt von allem nix mit.Sie streiten über Kleinigkeiten,es geht früh los und hört abends spät auf.Ich kann das nicht mehr ertragen:-[ ich liebe meine Kinder über alles,aber in letzter Zeit fühle ich mich nur noch als schlechte Mutter,da ich auch nur noch rumbrülle,aber ich ertrage es nicht mehr und manchmal bin ich schon soweit,das ich am liebsten meine Mutter anrufen würde und sagen würde:Hol die Kids ab und behalte Sie vorläufig da.Ich weis es klingt für außenstehnende crass,aber es ist die Warheit.Sollte ich doch mal zum Physchologen oder wie bekomme ich es in den Griff,das Sie sich nicht nur streiten.Keine Harmonie bei uns nur rumgebrülle ,das mich fertig#heul Srry,das ich soviel#bla#bla Lg Sandra#schrei

Beitrag von ppg 17.04.10 - 12:04 Uhr

Bei mir hat es immer hervorragent funktioniert , wenn sich die Kinder an der frischen Luft müde getobt haben.

Wir sind jeden Tag für mehrere Stunden raus.

Eine sinnvolle Alternative sind bei schlechtem Wetter auch Indoorspielparks.

Außerdem dürfte ja zumindest die ältere eigene Freunde haben und sich genug Ablenkung außer Haus beschaffen können. Es ist immer problematisch wenn Kinder mit sooo großen Altersunterschied sich zusammen beschäftige sollen.

Ute

Beitrag von jazzbassist 17.04.10 - 12:10 Uhr

Wer von beiden fängt denn einen „Streit“ in der Regel an? Oder würden Sie sagen, dass das so ziemlich ausgeglichen ist? Was sind so 2-3 typische Auslöser für einen Streit? Worum ging’s z.B. heute morgen?

Grundsätzlich sind streitende Geschwisterkinder nichts ungewöhnliches. Es geht um Eifersucht, Grenzen kennen lernen, Kräfte messen und oftmals einfach nur um eine Art des Zeitvertreibs - man könnte auch spielen dazu sagen. Wenn der Altersunterschied aber bereits so groß ist - der Große ist schließlich fast 3x so alt wie der Kleine - können die miteinander oftmals wenig anfangen und geraten dann häufig in provozierte Situationen; i.d.r. fängt aber immer einer damit an. 4-Jährige lassen sich noch ziemlich leicht Erziehen (Aufmerksamkeit - Eifersucht, Grenzen testen - Kräfte messen) und 11-Jährige (zumindest mein Spatz) wollen oftmals einfach nur ihre Ruhe haben.

Ich würde bei beiden Altersgruppen - je nachdem, wer i.d.R. anfängt - gänzlich unterschiedlich agieren. Wir können ja einen 11-Jährigen schlecht bestrafen, wenn er immer und immer wieder von seinem kleinen Bruder belästigt wird und ihm irgendwann die „friedlichen“ Mittel ausgehen. Wir können auch von einem 4-Jährigen nicht verlangen, dass er Konflikte mit seinem großen Bruder selbstständig lösen kann, wenn dieser diese (als großer Junge) provoziert. Mobbing ist vielleicht das falsche Wort - mir fällt aber auch kein besseres ein.

Was natürlich immer hilft, ist, zu gucken, dass die beiden im Alltag unterschiedliche Wege gehen. Bei dem großen denke ich da an Sport/Musik/Freunde etc. Ich glaub nicht, dass der Tagsüber noch viel von seinen Eltern wissen möchte :-p Je nach dem, wo sie wohnen (größere Stadt o.ä.), sind Kinder in diesem Alter oftmals noch in ihren „Bewegung“-Freiräumen eingeschränkt. Vielleicht wäre es dann jetzt der richtige Zeitpunkt, ihm etwas mehr Freiräume zu gestatten. Dem Kleinen wird es hingegen in der Regel reichen, Zeit mit Mama zu verbringen, ohne das der große Bruder stört. Gemeinsam Eis essen, auf den Spielplatz gehen oder sonst etwas unternehmen, während der große seine eigenen Wege geht. Sie können das mit 11-Jährigen eigentlich sehr gut absprechen, ob sie damit einverstanden sind; so kann man Eifersucht vorbeugen. Man kann die hier an der „große Junge“ Nase packen und vielleicht auch mit 2-3 attraktiven Privilegien wedeln; muss sich ja auch lohnen, der große Bruder zu sein.

Der Gag ist dabei einfach, je weniger Kinder miteinander streiten, des so schneller vertragen die sich und gehen dann auch mal - wenn die zufällig aufeinander stoßen - nicht mehr aufeinander los. Nur - wenn morgens schon einer vom anderen provoziert wird; ist es nachvollziehbar, dass (auch wenn einer schon 11 ist), er sich dafür spätestens bei der 2-3 Begegnung wieder rächt. Wenn nichts hilft, würde ich die beiden räumlich voneinander trennen. Dann muss halt abwechselnd ein Tag der Größere morgens im Zimmer warten, während der Kleinere frühstückt und am nächsten Tag andersrum und die Mama muss dann 2 Tassen Kaffee trinken. Aber eigentlich sollte das gar nicht nötig sein, da es für solche Streitereien immer einen auslösenden Faktor gibt. Findet und eliminiert man diesen, lässt das mit dem Streiten ganz zwar nie nach, aber, es sollte wieder spürbar angenehmer werden. Zumindest sollten Sie dann wieder Licht am Ende des Tunnels sehen!

Beitrag von sabbi78 17.04.10 - 12:29 Uhr

Hallo,
o wie ich das kenne und als Rabenmutter halt ich Dich trotzdem nicht, mir geht es auch oft so. Zum Glück ist schönes Wetter, raus mit den Kindern!

Gruß
SAbrina

Beitrag von truli 17.04.10 - 21:13 Uhr

Danke Euch,raus gehen wir immer sehr viel.Nur zuhause beginnt dann alles wieder von vorne;-)

Lg Sandra

Beitrag von lajo 22.04.10 - 17:20 Uhr

Ist ja wie bei uns.Meine sind 7,5, 5,5und fast 3.Die zweite ist am schlimmsten. Ich bin auch eine schlechte Mutter, weil ich nur noch rumbrülle. Bin innerlich auch total unruhig.

Beitrag von pfeiferlspieler 13.06.10 - 12:24 Uhr

Oh tut das gut zu lesen, dass es anderen genauso geht wie uns...

Unsere Kids sind (fast) 5 und 3einhalb und seit wir wach sind geht es heute schon wieder rund. Geschrei, Streit, gegenseitiges Wehtun, falsche Behauptungen usw.

Momentan hab ich es total satt und freue mich schon, dass ich morgen wieder zur Arbeit darf.

Bin mal gespannt wie jetzt das Mittagessen verläuft. Wahrscheinlich hampelt wieder einer bei Tisch herum, der andere macht es nach, dann stürzt das Glas um ... to be continued.

Viele Grüße

pfeiferlspieler