Hab ich Abends zu wenig MuMilch??? Säugling schreit Stundenlang...

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von tabehaki 17.04.10 - 14:27 Uhr

Hallo,

meine Nerven sind echt runter.#augen Mein Kleiner ist jetzt 18 Tage alt und von Anfang an zu Hause ist immer das gleiche Problem 1-3h wird vor dem Schlafen kräftig gebrüllt.

Nach zahlreichen Tipps gegen Blähungen und wie ich vorbeugen kann: Bauchmassage, Kümmelzäpfchen, Beruhigungskügelchen und immer wieder Brust geben hat unser Kleiner gestern wieder den Vogel abgeschossen und 5h von 20 - 1 Uhr nur geschrien.
Ich war zwischendurch so fertigt (meine Männe hat geschlafen - musste arbeiten) dass ich ihn hab einfach brüllen lassen #augen#schwitz - ja nicht die feine Art, aber danach ist er total kO am Schlafen - wacht aber keine Min. später wieder auf und das Spiel beginnt von vorne. Wenn er schreit, dann hört man nix mehr und das schlimmste ist, dass er wild um sich kratzt und tritt. Aber hauptsächlich in seinem Gesicht!!! Ich hab meine Hände mal davor gehalten und ich komme mir vor, als hätte ich ne Katze im Haus!

Ich weiß nicht mehr weiter, so ein Gebrülle und er ist einfach nicht zu beruhigen. Schlimm ist für mich, dass ich ihm ständig die Brust geben kann in der Zeit und er trotzdem anfängt! Ich habe es gestern erst mit 60ml Aptamil geschafft, ihn zum schlafen zu bringen. Die waren in einem Zug weg ... Danach war dann auch bis 5 Uhr ruhe.

Ich frage mich jetzt, ob ich keine MuMilch Abends mehr habe, so dass er vielleicht nur Durst hat??? Ich überlege jetzt eine PRE Milch als Ersatz für Abends zu kaufen und ihn damit vor dem Schlafen zu füttern. Ich stille ja sonst nur. Haltet ihr es für Sinnvoll? Mache ich was falsch. Kindern soll man doch so oft sie wollen die Brust geben?

Wie werdet ihr damit fertig, falls euer Säugling auch so energisch die Bude zusammen schreit. (Blöd ist für mich, dass ich von Nachbarn angesprochen werde, ob ich mich Abends nicht um das Kind kümmern würde, weil es so laut und lange schreit!:-() Dabei ist er tagsüber der süßeste und liebste Engel...

VG Mari +#schrei 18 Tage

Beitrag von gattis21706 17.04.10 - 14:35 Uhr

ich wuerde ihn Abends die Milch geben aus der Flasche wenn du merkst das hilft ihn....du machst dir doch selber sonst nur stress bist dann gestresst und uebertraegst das auf dein kind...ich kene den teufelkreis und weiss wie schlimm es ist wenn der wurm nicht aufhoert zu weinen...mach was dein Gefuehl dir sagt dann kannst du nix falsch machen...mach dir keinen stress mit dem stillen abends gib ihm die flasche wenn er dann schleaft...es ist erholsamer fuer euch beide:-D Es kann durchaus sein das deine Milchproduktion Abends weniger wird...und es ihn nicht genug ist oder seattigt...

Beitrag von sunflower.1976 17.04.10 - 15:02 Uhr

Hallo!

Dass Babys abends öfter/länger trinken, ist normal und nennt sich "Cluster-Feeding". Damit holen sie sich eine Art Vorrat für die Nacht (Kinder wachsen im Schlaf) und sichern sich ihren Milchvorrat für den nächsten Tag.
Wenn Du weiter stillen möchest, versuche die zusätzliche Säuglingsnahrung zu vermeiden. Denn dann bekommt Deine Brust nicht das Signal, dass mehr Milch benötigt wird. Gerade in den ersten Wochen kann es sonst schnell eine Art Teufelskreis werden und dadurch der Beginn zum Abstillen. Wenn Du stillen möchest, halte durch! Das ändert sich von ganz alleine und kann sogar von jetzt auf gleich gehen.

Wenn Du stillen möchest, sprich vielleicht mit Deiner Hebamme darüber (wenn sie Erfahrung in sder STillberatung hat) oder mit einer Stillberaterin (z.B. kostenlos bei der LaLecheLiga) oder bei einer örtlichen Stillgruppe.

Wie gesagt, das Verhalten ist völlig normal! Wenn Es Dir egal ist, ob Du langfristig stillst oder nicht, spricht nichts gegen Säuglingsnahrung.

Mir hat es geholfen, meine Kinder in dem Alter in einem guten Tragesack zu tragen und zum schlafen zu pucken. Dadurch wurden sie insgesamt ruhiger.

Wegen der Nachbarn... Erzähl ihnen von dem Problem und gut ist.

LG Silvia

Beitrag von kleiner-gruener-hase 17.04.10 - 15:22 Uhr

Das nennt sich erstens abendliche Schreistunden, von denen weiß kein Mensch warum die Kleinen das machen.

Und zweitens machen die Kleinen abends das sogenannte Clusterfeeding. Das bedeutet dass sie gegen Abend immer häufiger an die Brust wollen und das kann über Stunden gehen.

Wenn du weiter stillen willst würde ich die Flasche abends weglassen, denn dadurch geht deine Milch ganz sicher weg. Es kann bis zu 8 Wochen dauern eh sich das mit der Milch eingespielt hat.

Wenn der Kleine abends anfängt zu schreien, sei einfach weiter für ihn da und halt in fest. Zeig ihm dass du trotzdem da bist, auch wenns dir das Herz zerreißt dass du scheinbar gar nicht helfen kannst.

Und zu deinen Nachbarn: Sag ihnen wenn sie produktive Vorschläge haben wie sie das Kind abends zum Schweigen bringen könnten sie gern vorbei kommen. #liebdrueck

Beitrag von zuckerle 17.04.10 - 15:36 Uhr

Stimme den anderen bei was das zufüttern angeht.

probier doch deinem Kleinen Socken über die Händchen zu ziehen, so kann er sich nicht mehr selbst kratzen.

Oder wie die anderen schon schreiben versuchs mit pucken.

Bei mir ist es ähnlich abends. nur wird meine Tochter dann spätestens gegen 23:30Uhr ruhig.
Bei uns hilft manchmal eine "Stillpause" in der Maria auf dem Arm genommen wird und wir auf dem Gymnastik Ball hopsen.
Da hab ich wenigstens das Gefühl meine Brust kann sich etwas erholen.
Da müssen wir wohl durch...

LG

Beitrag von karin3 17.04.10 - 15:47 Uhr

Hallo,

auch wenn du langfristig stillen willst spricht NICHTS gegen die Flasche am Abend. Die Milchproduktion kannst du auch tagsüber durch heufiges anlegen ankurbeln.

Gruß Karin

Beitrag von nashivadespina 17.04.10 - 15:52 Uhr

Ich würde die Flaschenmilch auch weglassen wenn du weiterstillen möchtest. Sonst irritierst du die Milchproduktion und gehst das Risiko einer Saugverwirrung ein. Das Babys Abends unruhig sind und auch mal eine Weinphase haben ist völlig normal. Leg dich auch mal zusammen in solchen Momenten mit deinem Baby ins Bett...kuschel mit deinem Baby und lass es immer mal wieder andocken.

Frag hierzu am besten auch nochmal eine Stillberaterin:

www.lalecheliga.de

Beitrag von baby011009 17.04.10 - 16:47 Uhr

wir hatten das auch, jetzt haben wir rausgefunden, dass unsere Maus immer auf dem Bauch einschlafen will und am liebsten auf unserem Bauch liegen will.

So schläft sie wunderbar ein und kann auch manchmal dann in ihr bett gelegt werden.

Gerade abends sollte man keine Flasche geben, da lt. Hebi die Milchproduktion für den nächsten Tag abends angekurbelt wird. Ich wollte auch gerne abends ein Fläschchen geben, wurde mir aber von der Hebi abgeraten.

lg yvonne

p.s. halte durch, es wird bestimmt besser!!!

Beitrag von nolalou 17.04.10 - 18:20 Uhr

Hallo,

mensch, da gehen die meinungen ja wieder so auseinander.

Also ich war auch überzeugt still-mama. Hatte wohl sehr wenig milch, habe aber wochenlang nicht zugefüttert (eben wegen der oben getätigten aussagen), aller 1- 2 stunden gestillt und gehofft, das mit meiner milchmenge würde sich einspielen. Habe sogar noch zusätzlich abgepumpt, um meiner brust das signal zur mehr-produktion zu geben.

Ach mist wars. er hat so oft geweint. #schmoll Ruhe und vor allem zufriedenheit kam erst in den kleinen mann, als ich zugefüttert habe und er endlich mal richtig satt wurde. Es stimmt, ich konnte danach nicht mehr lange stillen, aber wenn ich zurück denke, war es das einzig richtige! #pro

Und ich ärger mich séhr, das ich nicht eher auf mein Gefühl sondern auf die Hebamme gehört habe. Das zufüttern war in unserem Fall die Lösung, auch wenn ichs nicht wahrhaben wollte.

Probier es doch einfach. Entweder es wird besser: dann ist die Abendflasche gut. Klappt es nicht, kannst du sie ja weglassen. Aber ganz wichtig: hör auf DEIN Bauchgefühl... grade hier bei Urbia sind die meinungen dazu seeeehr verschieden.

GLG Nolalou

Beitrag von kadiya 18.04.10 - 07:37 Uhr

Ich finde deinen Beitrag gut.

Ich denke auch, dass jeder auf sein Bauchgefühl hören sollte, denn in sooo vielen Dingen gibt es nicht nur "eine Wahrheit", auch wenn viele das gerne behaupten.

Mir hat zufüttern auch das Stillen gerettet. Drei Monate (ab dem Alter von einer Woche) hat meine Maus Abends eine Flasche bekommen. Dann hat sich die Zufuhr von Milchnahrung gesteigert, was aber auch ok war. Heute stille ich noch Morgens, mehr als Kuscheleinheit zwischen meiner Tochter und mir.

Ich glaube, hätte ich das Stillen aufgegeben, wenn ich mich gegen das Zufüttern entschieden hätte, als die Kleine nach meinem ungeplanten Kaiserschnitt, der mich körperlich und seelisch ziemlich mitgenommen hat (damals, heute nicht mehr), Abends nur geschrien hat.

Viele Grüße
Kadiya

Beitrag von nashivadespina 18.04.10 - 17:49 Uhr

wenn man zusätzlich zum stillen noch abpumpt..kann sich die milch dem baby auch nicht anpassen#aha

Beitrag von tabehaki 18.04.10 - 22:45 Uhr

wie meinst du das? Ich habe heute Abend mal beide Brüste abgepumpt. Aus der einen kamen grade mal fast 40ml aus der anderen gar nichts- was wohl auch daran lag, dass ich ne halbe h vorher angelegt hatte.

Aber das Abpumpen war Sinnlos, keine viertel h später hab ich die Milch auch schon wieder hergeben müssen.

Ich finde Vorratsabpumpen immer noch besser, als zufüttern. Das soll ja nur im Notfall sein und hoffentlich klappt es morgens mal besser - bin ja da noch nicht so drinn, wie viel 3 Wochen alte Babies was brauchen.

vg

Beitrag von taehti 17.04.10 - 19:33 Uhr

Hey,
dein Text ist zwar von heute Nachmittag,aber ich antworte dir trotzdem noch.
Ich würde ihn erst pucken und ihn dann stillen.Das kann wunder wirken.Und achte mal auf die Position in der Ihr seid beim stillen,versuch vieleicht mal eine andere.Bei uns hat das so immer super geklappt,mein kleiner wollte zum Beispiel Abends immer am liebsten neben mir liegen&dabei stillen.Zum Pucken kann ich dir echt sehr den Swaddle Me empfehlen.
Kopf hoch&alles Gute für Euch!!!
Liebe Grüße

Beitrag von tabehaki 18.04.10 - 23:04 Uhr

Hallo

Pucken kann ich total vergessen. Hab ich schon versucht. Tuch genommen, umgeschlagen und sobald er die Hände nicht frei hatte gab es tierischen Theater. Er hat so lange gebrüllt, bis seine Hände wieder frei waren.

Mit Stillpositionen - hab viele ausprobiert. Denke an der Position liegt es nicht.

Vielleicht ist es gerade eine Phase??? Ich lege ihn öfter Abends an. Meine Mutter rollt schon die Augen, weil sie mich nur alle 4 h angelegt hatte.

Aber neben mir liegen - nein, besser an oder auf mir liegen, das mag er #augen - und ich habe den Hauptgewinn und kann nix machen /arbeiten etc.
LG

Beitrag von taehti 20.04.10 - 15:53 Uhr

Hey,
ich habe deine Antwort erst eben gesehen.Wie ist es denn,weint er immernoch soviel??Es kann echt sein das es nur eine Phase ist,er ist ja noch so jung,vieleicht auch die sogenannten Anpassungsschwierigkeiten?Mein kleiner hat am Anfang übrigens auch nicht den Anschein gemacht das er pucken toll fände.Vieleicht hat er auch eine Blockade?Bei uns war es so.Mein Sohn hat beim stillen auf meinem Arm immer tierisch geweint.Ich war bei einem Kinderorthopäden,schon nach einer Sitzung war alles im Lot.Ich drück euch die Daumen.
Übrigens hat stillen bei uns auch erst nach zweieinhalb Monaten richtig geklappt,da wollte ich schon aufgeben und hatte auch schon Abends Fläschchen gegeben.Irgendiwe hatte es sich dann eingependelt und ich habe dann bis zum sechsten Monat voll gestillt.
Viele Grüße und alles liebe!