was kann ich tun, damit mein Mann aufhört zu rauchen?

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Beitrag von numsi1301 17.04.10 - 19:42 Uhr

Hi,
hat eine von Euch eine Idee, mit der ich meinen Mann dazu bringen kann, daß er mit dem Rauchen aufhört? Er raucht schon seit 25 Jahren (ist jetzt 37) und ihm ist schon klar, daß es teilweise auch an ihm liegen kann, daß sich die Embryonen nach der IVF nicht richtig einnisten bzw. weiter teilen konnten (war nach beiden IVF mit viel zu niedrigen HCG SS und es hat daher nicht gehalten).

Vielleicht hat eine von Euch eine Idee? Er hat es schon einmal versucht aufzuhören, war aber an dem morgen schon so schlecht drauf, daß ich ihm schon fast gesagt hätte, schmök einfach weiter... Jetzt hat er es etwas eingeschänkt, ganz aufzuhören ist ihm aber noch nicht gelungen.

Außer Hypnose (da krieg ich ihn garantiert nicht hin) - was könnte noch helfen? Irgendwelche Kräuter, Akupuntur, Heilpraktiker? Hat jemand Erfahrung?

Ganz liebe Grüße und sorry für´s ganze #bla

Tina

Beitrag von ally_mommy 17.04.10 - 19:47 Uhr

Hallo Tina,

mein Mann hat aufgehört wegen des schlechten SGs. Es wurde noch schlechter. Ein paar Monate später hat er wieder angefangen und sogar mehr geraucht, als zuvor. Grade da hatten wir ein super SG (fast normal, sonst OAT III). Rauchen/Nichtrauchen kann einen Effekt auf die Spermiogenese haben, muss es aber nicht.

Seitdem sag ich nichts mehr und geh ihm nicht auch noch mit der Raucherei auf die Nerven. Die Kiwu-Behandlung ist schon stressig genug...

LG ally

Beitrag von numsi1301 17.04.10 - 20:16 Uhr

Hi Ally,

vielen Dank für Deine Antwort. Ähnliches hat auch sein Urologe gesagt (nach dem 2ten SG - das erste war wirklich schlecht, das zweite war nach hochdosiertem VitaminC besser), aber nach dem beide IVF gescheitert sind und nach meinen vielen Untersuchungen meinte unser KiWu Prof (FCH Hamburg, Prof. Dr. Rudolf), wir sollten aufgrund des Rauchens meines Mannes die Spermien nochmal in Dänemark untersuchen lassen (gibt wohl ein neues Verfahren, das bisher nur in den USA und in DK vorgenommen wird), und daß es möglich ist, daß die Spermien in sich durch das Rauchen geschädigt seien...

Vielleicht hat ja irgendjemand damit Erfahrungen...

Auf jeden Fall vielen Dank für Deine Antwort!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

Tina

Beitrag von iseeku 17.04.10 - 20:24 Uhr

hallo tina!

tut mir sehr leid, dass du gleich zweimal eine frühe fg erleben musstest...:-(

ich denke nicht, dass es am rauchen deines mannes gelegen hat...
wenn, dann wären die spermien schlecht oder die eizellen hätten sich nicht befruchten lassen.

mein mann raucht auch und selbst ich habe es nicht geschafft nach dem TF aufzuhören...
mit dem positiven test hab ich natürlich sofort aufgehört.

wenn er nach 25 jahren den konsum schonmal eingeschränkt hat ist das doch schon eine gute leistung!

alles gute für euch! #klee

Beitrag von 444444444444444 17.04.10 - 20:30 Uhr

Hallo
Mein Mann raucht eine Stange BigBox (29) in 2-3 Tagen.
Wenn es dein Mann nicht von selbst will dann wirst du es akzeptieren müssen das er raucht. Ihm deswegen die Schuld geben das er deswegen Schuld ist das es nicht klappt kann ganz schnell nach hinten losgehen. Irgendwann hat er dann nämlich keine Lust mehr auf so eine Behandlung. Denn ja diese ist sehr stressig vor allem wenn man es "schwieriger" hat. Ich selbst stecke gerade in meinem fünften Versuch.

Für uns gibt es eine weitere Option wenn das wirklich nicht mit dem Sperma meines Mannes klappt. Fremdsperma. Im Moment versuchen wir es mit einer TESE wo die Spermien sogar über 50% Vital waren. Ansonsten hat mein Mann selbst 0,01 Spermien in der frischen Probe.

Mein Ärztin sagte immer wenn man es zur Blastozyste schafft dann ist alles offen. Das es sich nicht richtig einnistet kann dann auch andere Gründe haben.. Vobei ich pesönlich auch davon ausgehe das die Spermien schuld sind.

Schönen Abend

Beitrag von 444444444444444 17.04.10 - 20:36 Uhr

Das was du wohl meinst ist eine:


SCSA- Analyse

Die neuesten Forschungsergebnisse zeigen, dass cirka jeder 4. Mann, der sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterzieht, Probleme mit der Anordnung der Erbinformationen in den Samenzellen hat. Diese Auffälligkeit kann mit der SCSA® -Methode nachgewiesen werden (SCSA® steht für „Sperm Chromatin Structure Assay“).

Eine SCSA® -Analyse kann:
- wesentliche Hinweise liefern, ob es die Samenqualität des Mannes ist, die die
gewünschte Schwangerschaft verhindert,
- sowohl die Diagnose- als auch die Behandlungsphase und damit den Weg zur
Schwangerschaft verkürzen,
- helfen, die passende Fruchtbarkeitsbehandlung zu finden.


Was uns damals auch geholfen hat war eine (P)ICSI auf jedenfall halte ich eine IVF für falsch..

PICSI

Bei der Spermienselektion mittels PICSI wird Hyaluronsäure genutzt, um unreife von reifen Spermien zu selektieren und damit eine höhere Spermienqualität für die ICSI zu erreichen. Die Köpfe reifer Spermien tragen einen spezifischen Rezeptor für Hyaluronsäure (Hyaluronan). Hyaluronan ist eine wesentliche Komponente der Hülle, welche die Eizelle umgibt. Unreife Spermien verfügen nicht über diesen Rezeptor. Dieser Hyaluron-Bindungstest selektiert Spermien, die ein bestimmtes Reifestadium erreicht haben und die laut Studienergebnissen einen geringen Anteil an DNA-Degradierung aufweisen.


Wir hatten einmal einen 8-Zeller und eine Blastozyste.. nur da hat hoffentlich meine Schilddrüse nicht mitgespielt. Die war ohne das es vorher kontrolliert worden ist bei diesen Versuchen auf 3,4.

Beitrag von numsi1301 17.04.10 - 21:26 Uhr

Hi,

ja, der Prof. meinte, es gäbe da diese SCSA-Analyse und wir sollten die Spermien damit testen.

Und ich gebe ihm keine Schuld, ich versuche nur alle Möglichkeiten auszuschöpfen und das bestmögliche Umfeld zu schaffen. Natürlich wäre es mir lieber, er würde lieber heute als morgen mit dem Rauchen aufhören, da sein leiblicher Vater auch deshalb sehr früh (Knud war erst 4) gestorben ist (Krebs).

Aber davon abgesehen habe ich ihn vor 16 Jahren als Raucher kennengelernt und vor 10 Jahren sind wir zusammen gekommen #verliebt Er raucht auch nur draußen, was ich wirklich klasse finde, da das ja auch nicht selbstverständlich ist (ich bin bei ihm eingezogen und damals hat er noch im Haus geraucht).

Auf jeden Fall vielen Dank für Eure Antworten und ganz liebe Grüße, einen schönen Abend und morgen einen sonnigen Sonntag :-) #sonne

Tina

Beitrag von rotes-berlin 17.04.10 - 21:27 Uhr

Am besten schickst du ihn mal zum Arzt, die können da normalerweise ganz gut weiter helfen. Meine Mutter und meine beste Freundin haben es mit Tabletten vom Dok. sehr gut geschaft aufzuhören.

Beitrag von numsi1301 18.04.10 - 10:54 Uhr

Hi,
das ist auch eine gute Idee, daran hab ich noch gar nicht gedacht! Weißt Du, welche Tabletten das waren?

Vielen Dank und einen schönen Sonntag :-)

Tina

Beitrag von rotes-berlin 18.04.10 - 12:00 Uhr

Puhh, ne du das tut mir leid. Ich weiß nur noch das sie recht teuer waren und sie die selber bezahlen mussten. Allerdings viel teuer als die Ziggis die sie geraucht haben war es glaueb ich auch nicht... Aber die drosseln halt das Suchtverhalten und mildern die Entzugserscheinungen. Meine Mom hat nach fast 30 Jahren Kettenrauchen aufgehört und meien Freundin nach 8 Jahren. Und die haben beide 2-3 Big Packs am Tag geraucht -.-

Aber wie gesagt, geht mal zu euerm Hausarzt ODER ruf mal bei der Krankenkasse an. Die haben teilweise auch Programme und viele Infos!

Beitrag von jo-hanna- 18.04.10 - 21:15 Uhr

Hi Tina,

mein Mann hat letztes Jahr im Juli das Rauchen aufgegeben. So richtig wollte er eigentlich nicht aufhören und er hatte auch bedenken, dass das mit 50 Zigaretten täglich sehr schwer werden könnte... Trotzdem hat in der Gedanke beschäftigt, dass das Rauchen mit sicherheit für unseren KiWU nicht förderlich ist (auch wenn das Nichtraucherdasein nicht gleichzeitig eine Schwangerschaft herbeiführt...).
Tja, ich habe im dann einen Gutschein für eine Akupunktur geschenkt (Dr. Klima in Trier)...
Und: oh Wunder! Er ist seitdem nichtraucher!
Auch wenn er heute noch sagt er sei eher "nichtrauchender Raucher" :-p

Vielleicht wäre das ja auch was für euch!

Aber macht euch nicht verrückt. Ich glaube nicht, dass das die Spermien sooo sehr beeinflusst... Bei uns hat es nicht wirklich was gebracht.

LG

Beitrag von knautschmaus 28.04.10 - 15:29 Uhr

Hallo numsi,

also, ich wollte estmal fragen, ob Du zufällig auch rauchst/geraucht hast???

Ich habe, nachdem wir uns vor einem Jahr für den Kinderwunsch entschieden haben, mit dem Rauchen nach 16 Jahren aufgehört....mein Mann hat es erst vor kurzem geschafft---natürlich auch dadurch bedingt, dass er sich nicht weiter die "Blöße" geben wollte, dass seine Frau mit Leichtigkeit etwas geschafft hat, was er nicht schafft #aerger

Zudem hab ich ihn auch darauf hingewiesen, dass ich ihn geheiratet habe, damit wir zusammen alt werden und er mir das bitte nicht antuen möge, dass ich irgendwann durch sein Verschulden ( nichts anders wäre es, wenn er weiter raucht ==> man zahlt viel Geld, damit man irgendwann langsam und qualvoll stirbt) alleine sein werde #heul

Beitrag von numsi1301 28.04.10 - 16:33 Uhr

Hallo Knautschmaus,

nee, ich habe nie geraucht, meine Eltern und Großeltern haben früher geraucht, aber auch vor Ewigkeiten aufgehört. Leider haben sie aber auch kein Patentrezept, wie Knud aufhören könnte...

Er raucht jetzt auch schon 25 Jahre und er sagt, er hat Angst, daß er es vermutlich doch nicht schafft, davon loszukommen und sich dann als Versager fühlen würde... Ihm ist klar, daß es nicht gesund ist, schiebt es aber ziemlich weit weg. Daß es evtl. die Spermienqualität einschränkt, weiß er auch. Leider hat das aber auch nicht den Ausschlag gegeben.

Danke für Deine Antwort :-)

Ganz liebe Grüße und viel Glück für Euch #klee

Tina