Umgang nach 7 Jahren. Brauche Rat!

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von minimaus060302 18.04.10 - 00:38 Uhr

Hallo zusammen!
Ich brauche einmal euren Rat.

Ich erzähle euch erstmal die Vorgeschichte:

Vater verlies uns als meine Tochter 1 1/2 war, er kam einfach nicht wieder. Das halbe Jahr vorher war er schon kaum zu Hause und hat sich nicht gekümmert. Ich hab mich in dem halben Jahr wieder öfters mit meinem Ex getroffen (der Kontakt nie abgebrochen, wir waren immer in Kontakt). Als der Vater irgendwann mal seine Sachen holen wollte, kamen wir ihm entgegen mein Ex hatte meine Tochter auf dem Arm (da ich die Hände voll hatte). Der Vater schlug auf meinen Ex ein (die Tochter immer noch auf dem Arm), er schaffte es die Tochter abzusetzten, die Hauerei ging weiter, mein Ex hat sich nicht wirklich gewehrt. Ich habe einen Nachbarn zur Hilfe geholt. Die Sache ging auch vor Gericht und er musste Schmerzensgeld zahlen. (Bzw sollte er, haben wir immer noch nicht)

Ich bin dann wieder mit meinem Ex zusammen gekommen, meine Tochter hat nach circa drei/vier Monaten (ich betone: von alleine) zu ihm Papa gesagt!

1/2 Jahr nach der Trennung des Vaters habe ich beim Jugendamt den Umgang anleihern wollen, bestand aber darauf das es ein betreuter Umgang bei mir in der Wohnung wird auf Grund des Vorfalls. Das Jugendamt willigte ein, allerdings teilte man mir NIE, auch nicht vorher mit das ich während des Umgangs meine Wohnung verlassen sollte. Mein Anwalt regelte es dann so das der Umgang bein Kinderschutzbund stattfinden sollte. Nur hat der Vater sich dort nie gemeldet.

Das ganze ist nun 7 Jahre her, in dieser ganzen Zeit hat sich die Beziehung zwischen meinem (ehemaligen Ex) Partner und meiner Tochter eine Super Vater/Papa - Kind beziehung entwickelt. Und es gab nie eine Kontaktaufnahme vom leiblichen, er war auch zeitweise mal nicht auffindbar. Geld gab es auch nie!

Meine Tochter erzählte ich vor Schuleintritt das es da noch jemanden gibt. Das es zum Kinder kriegen zwei Menschen braucht und dieser Mensch nicht der Papa ist, sondern der XXX (ich habe ihn nur mit Namen benannt).

Meine Tochter sagte selbst, der Papa ist ja auch jemand der sich kümmert und immer da ist!

Jetzt stand der leibliche gestern plötzlich bei mir am Auto und fragte nach Tochter. Ich war plötzlich so aufgebracht das ich ihn erstmal fragte wo er denn die letzten Jahre gewesen ist! Ich hab ihn nicht wirklich zu Wort kommen lassen. Er hat noch gesagt das er zuerst glaubte das Kind sei ja gar nicht von ihm, aber er sähe ja viel besser aus als der vermutete Vater und Tochter sehe ihm ja auch ähnlich. Er erzählte noch das ich ihm das Kind angehängt habe, bla bla. Er würde auch keine Drogen mehr nehmen und sei clean. Ich habe ihn erklärt da er die letzten Jahre nicht da gewesen sei, hat Tochter einen neuen Papa/Vater gefunden. Sie würde ihn nur als XXX kennen und mehr würde er auch nicht mehr werden. Er erzählte mir das er seine Tochter vermisst hat. Ich fragte ihn was er denn vermisst hat, von dem ersten Lebensjahr hat er durch Kifferei eh nie was mitbekommen und war selten da und danach hat sich auch nie einer gemeldet, weder zum Geburtstag noch zu anderen Anlässen (und er weiß wo wir wohnen). Ich fragt noch wo er denn war als seine Post von JA immer wieder zurück kam? Er erzählte mir das er 2 Jahre in den Niederlanden gearbeitet hätte. (FRAGE: Muss er das dem JA nicht mitteilen???)
Er erzählte mir das er endlich wieder eine Arbeit gefunden hätte und sich ein Auto hat kaufen können. Ich sagte ihm das ich das dem JA berichten werde, da ich auf den Unterhalt angewiesen bin. Er beschwerte sich dann das er dann wieder seinen Job los sein würde, da man seinen Lohn pfänden wird, und dann wäre auch sein Auto weg. Ich habe ihm gesagt das es mir egal wäre, auch ich habe von Hartz 4 gelebt und musste davon 2Personen am Essen halten. Und wenn man sein Kind sitzten lässt kommt es nicht nur auf Umgang an sondern auch auf Unterhalt (so ähnlich).


Meine Fragen sind nun:

- Kann meine Tochter schon beim Umgang mitsprechen? Kann sie sagen ob sie möchte oder nicht?

- Kann ich selbst die Zeiten bzw die Abstände bestimmen? Kann ich also Termine festlegen?
Es ist ja nun mal eine laaaange Zeit gewesen.
Des Weiteren befindet sich meine Tochter in psychologischer Behandlung wegen Mobbing in der Schule. Zeitgleich wird sie wegen ADS mit vielen Begleiterkrankung behandelt (es liegen gerade schon Schulprobleme vor). Meiner Meinung nach, gerade ein schlechter Zeitpunkt.

- Ich habe Angst vor diesem Menschen und um meine Tochter, mir ist diese Situation damals so ins Blut und Herz übergegangen als er auf meinen artner einschlug als die Tochter noch auf dem Arm war. Was macht das Jugendamt jetzt noch daraus, wird das noch berücksichtigt?

- Kann ich selbst einen Drogentest anordnen?


Viele viele Fragen......

Beitrag von mariella70 18.04.10 - 11:54 Uhr

Hallo,
wenn er den Unterhaltstitel/Urkunde beim JA unterschreibt und eine regelmäßige Zahlung vereinbart, wird nichts gepfändet.
Nach 7 Jahren sollte der Umgang vorbereitet uund nur begleitet gewährt werden.
Hier sollte die Therapeutin des Kindes einbezogen werden.
Du kannst keinen Drogentest anordnen, dies kann nur ein Richter.
Biete ihm die Adoption durch den Nennpapa an, dann muss er nur die Unterhaltsrückstände zahlen und keinen weiteren KU mehr, er verliert dann auch alle Rechte an dem Kind, das ihn eh 7 Jahre lang nicht interessiert hat.
LG
Mariella

Beitrag von hedda.gabler 18.04.10 - 12:02 Uhr

Hallo.

Ich würde an Deiner Stelle gar nichts machen (bis darauf, dass Du das Jugendamt, bzw Deine Beistandschaft oder einen Anwalt über die neuen Erkenntnisse, was seine Einkommensverhältnisse anbelangt, informierst, und dass der Unterhalt eingetrieben wird) ...

... lehn Dich zurück und lass ihn aktiv werden ...

... soll er den Umgang doch einklagen ... mit einem guten Anwalt an Deiner Seite sollte ein eventueller Umgang nach Deinen Vorstellungen laufen können oder sogar ausgesetzt werden können.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von minimaus060302 18.04.10 - 21:29 Uhr

Das hört sich ja schon einmal gut an.

Gestern Abend hatte ich dann die Telefonnummer von ihm ihm Briefkasten! Diese werde ich jetzt auch an Jugendamt weiter geben.

Da er nie freiwillig gezahlt hat und ich auch schon meine Monate beim Unterhaltsvorschuss verbraucht habe. Hatte er schon Lohnpfändungen bekommen und dadurch wohl auch seinen letzten Job verloren. Aber ist das mein Problem?????
In der Zeit als er in den Niederlanden gearbeitet hat, hatte er wohl 2 Jahre bekommen, muss er das nicht auch dem Jugendamt mitteilen????

Schon allein weil der Erzeuger einen Groll gegen den (wie ihr schreibt) Nennpapa hat, wird er niemals der Adoption zustimmen! Oder muss er doch nicht der Adoption zustimmen?

Ich habe irgendwie Angst das der Schuss mit dem einklagen nach hinten los geht und er dann fleißig alle 2 Wochen mit meiner Tochter Zeit verbringt......

Es hat ihn jetzt 7 Jahre nicht interessiert was aus ihr geworden ist, und nun plötzlich hat er interesse???????
Hätte er sich nicht doof angestellt hätte er sie damals beim Kinderschutzbund sehen können....

Wie gesagt hat meine Tochter ADS und wir leben nach einem strengen Tagesplan bzw Rhytmus. Dieser würde ja dann durch diese Besuchstermine total durcheinander kommen und es dauerd wieder 3 Tage bis bei ihr wieder alles im Lot ist....

Wieso meint ihr das der Umgang evtl sogar ausgesetzt werden kann????


Beitrag von minimaus060302 18.04.10 - 21:30 Uhr

Achso, kann mein Partner auch meine Tochter adoptieren owohl wir nicht verheiratet sind???

Beitrag von hedda.gabler 19.04.10 - 09:39 Uhr

Nein.