Elternzeit+geld und ALG1 nach Kündigung

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Beitrag von 004 18.04.10 - 02:38 Uhr

Hi!
Ich war von Mai 2007 bis April 2009 halbtags angestellt, dann 8 Wochen arbeitslos, bis ich wieder ne Halbtagsstelle antreten konnte. Bin da im Juni 2010 also 1 Jahr angestellt.

Bin jetzt wieder schwanger, ET 13.10. Ich werde wohl nur 1 Jahr in Elternzeit gehen. Dass muss ich ja meinem AG mitteilen. Wenn ich die Elternzeit später noch weiter verlängern möchte: Geht dass? Wenn ja, kann AG dies ablehnen?

Es kann sein, dass meine derzeitige Abteilung bis Ende meiner Elternzeit geschlossen wird, und dass mein AG keinen Platz mehr, auch nicht anderweitig anbieten kann. Er muss mir dann ja kündigen. Wie sieht dass dann mit der Berechnung vom ALG I aus? Wie wird das berechnet? Nach den 67 % des Elterngeldes? Und davon noch die SV-Beiträge ab? Oder hat man dasselbe als ALG I raus, was man als Elterngeld hatte?

Für den Fall, Elternzeit für 24 Monate zu nehmen und das Elterngeld dementsprechend aufzusplitten, wie wird dann ALG I berechnet?

Für den Fall, dass ich Elternzeit doch für 24 Monate nehmen würde nebst entsprechendem gesplitteten Elterngeld, und später in Absprache mit meinem AG doch nach 1 Jahr wieder arbeiten gehen könnte/würde, was passiert dann mit der Elternzeit/dem Elterngeld für die restlichen 12 Monate? Oder geht dies so garnicht? Grad im Hinblick auf die Schließung der Abteilung in naher Zukunft würde zumindest die Elternzeit doch nicht mehr nachzuholen sein?

Ich hoffe, Ihr seit nicht so überfragt wie ich...

Viele Grüße, 004

Beitrag von susannea 18.04.10 - 08:12 Uhr

7 Wochen vor Beginn, also eine Woche nach der Entbindung (in der Regel) musst du mitteilen wieviel Elternzeit du in den ersten 24 Lebensmoanten nimmst. Sagst du nur ein Jahr, ist das 2. Jahr weg, eine Verlängerung ist nur mit ZUstimmung des AG möglich!

Erst ab dem 2. Geburtstag kannst du bis zum 3. Geburtstag noch beliebig Eltenrzeit nehmen ohne das der AG ein Mitspracherecht hat!

Dein Ag kann dir während der Elternzeit nicht kündigen und auch danach erst am ersten Arbeitstag. Sprich er muss dich mindestens einen Monat beschäftigen nach Ende der Elternzeit. Alles andere geht nur mit Zustimmung des Aufsichtsamtes, aber das er eine Abteilung schließt wird sicher keine Begründung sein. Da muss dann im Zweifelsfall jemand anders gehen wenn du kommst!

Wenn du nach einem Jahr wiederkommst, dann müßte es ungefähr dem Eltenrgeld entsprechen, hängt aber davon ab wie du jetzt arbeitest (wieviel h) und wieviel du dann arbeiten könntest!
Elterngeld ist keine Berechnugnsgrundlage fürs ALGI sondern entweder das EInkommen vor dem Eltenrgeld oder es wird fiktiv berechnet.
Bei 24 Monaten Elternzeit würde fürs ALGI ein fiktives branchenübliches Einkommen zugrunde gelegt.

Solltest du das Eltengeld splitten ist es egal, was du ab dem 13. Moant machst, das wird weiter ausgezahlt oder du läßt es dir dann sogar in einer Summe auszahlen!