Arbeiten für 5 Euro die Stunde!?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von joeli1704 18.04.10 - 10:34 Uhr

Hallo,

ich reagiere auf einen Beitrag weiter unten, der mich ein wenig zum nachdenken angeregt hat. Die Mehrzahl von euch würde nicht für 5 Euro netto die Stunde arbeiten... Ich kann dazu nur sagen, es kommt auch immer auf die Ausgangsposition an. Als alleinstehende ohne andere Einkünfte ist das sicherlich asbolut existenzbedrohend und somit irrelevant einen so schlecht bezahlten Job anzunehmen.

Ich bin gelernte Hotelfachfrau, sicherlich auch schlecht bezahlt, arbeite aber zur Zeit nicht in meinem Beruf da dieser sich mit zwei kleinen Kindern nicht vereinbaren lässt.
Ich bin derzeit Kellnerin, nicht auf 400 Euro Basis, sondern als Teilzeitkraft, arbeite um die 120 Stunden im Monat,verdiene die Stunde 7 Euro BRUTTO, wegen Lohnsteuerklasse 5 bleiben übrig 4,84 NETTO. Das nenn ich mal richtig schlecht bezahlt. Habe dafür noch nen Anfahrtsweg von 32 KM EINFACHE Strecke. Jetzt denkt ihr sicher: die ist verrückt. Nein, bin ich nicht, ich bin über diesen Job krankenversichert sowie auch meine Kinder, mein Mann ist Beamter und daher sind wir nicht bei ihm versichert da zu kompliziert und zu teuer, mein Mann verdient durch die günstigere Steuerklasse das mehr was ich weniger verdiene, ich zahle in meine Rentenversicherung (wenn auch nicht viel), Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlter Urlaub, ALG1 Anspruch falls arbeitslos und und und... durch etwas Trinkgeld habe ich auch immer meine Spritkosten für den Anfahrtsweg raus. Ich bin nicht nur Hausfrau und Mutter sondern auch unter Leuten und das hilft mir sehr dass mir zu Hause nicht die Decke auf den Kopf fällt. Kurz gesagt, ich arbeite gerne, auch für 4,84 Netto die Stunde, bin unabhängig, muss meinen Mann nicht um Haushaltsgeld anbetteln und freue mich einfach nur Arbeit,Kinder und Haushalt unter einen Hut zu bringen.
Ich bin mir nicht zu schade einen unterbazhlten Job anzunehmen nur weil er nicht meinen erlernten Fähigkeiten entspricht, ich bin einfach nur glücklich Arbeit zu haben und kann so manche nicht verstehen die Jobangebote ablehnen nur weil der Lohn nicht entsprechend ist. Vielleicht sollte man auch die anderen Vorteile ein bisschen mehr im Auge behalten, die auch ein schlecht bezahlter Job mit sich bringt...

Beitrag von honeymoon05 18.04.10 - 10:55 Uhr

Hallo,

naja ich habe Examen und es gab eine Zeit da habe ich auch wegen Mehrbedarf/Kurzarbeit zusätzlich auf 400€ Basis für 5€/h gearbeitet.

Der Vorteil dabei war für mich ich konnte die Arbeit von zuhause aus machen und nachmittags noch mein Kind betreuen.

Warum also nicht für 5€/h arbeiten?

VG Heidi

Beitrag von petunia72 18.04.10 - 10:55 Uhr

Und warum kannst du das nicht in den Ausgangsthread schreiben?

LG Tina

Beitrag von honeymoon05 18.04.10 - 11:01 Uhr

Falls Du mich meinst:
Es gibt 2 Threads zu dem Thema und bei welchem ich meine Meinung kundtue - ist doch wohl meine Entscheidung;-)

VG Heidi

Beitrag von petunia72 18.04.10 - 11:05 Uhr

Warum fühlst Du Dich angesprochen?

Ich habe in der gleichen Minute wie Du geantwortet und zwar direkt auf das Posting der TE.

Sind hier denn heute alle hier überempfindlich, das macht echt keinen Spass mehr?!

Tina

Beitrag von honeymoon05 18.04.10 - 12:19 Uhr

Naja weil Du (vom Baum her) auf meinen Beitrag geantwortet hast ;-)

Außerdem habe ich ja noch gefragt ob Du mich damit meinst ... aber wer lesen kann ist auch hier im Vorteil.

Die Frage ist hier nur wer hier empfindlich ist?#kratz

Beitrag von petunia72 18.04.10 - 12:28 Uhr

Ich habe nicht "vom baum her" auf Deinen Beitrag geantwortet!

Wer sich das genau anschauen kann ist auch klar im Vorteil!

Vielleicht hast Du nachgefragt, aber wie ich schon schrieb, dann auch vor der Antwort einfach mal prophylaktisch Deine Meinung rausgehauen.

Und ja, mittlerweile reagiere ich auf dieses ewige draufrumhacken durchaus allergisch. Es war nämlich mal ganz nett bei urbia!

Beitrag von honeymoon05 18.04.10 - 12:36 Uhr

Genau es WAR mal ganz nett hier ...

Es ist ja offensichtlich Dein Fehler, aber Du bist wohl blind und kannst zudem nicht lesen auf welchen "Baum" Du antwortest#rofl

Aber egal - lass Deinen Frust an jemand anderem aus ....
ich beende an der Stelle den "Kindergarten" und genieße meinen Sonntag!

Beitrag von petunia72 18.04.10 - 12:42 Uhr

Sag mal bist Du blind?

Wenn ein Beitrag in der Diskussion unter Deinem steht, heisst das nicht, dass er eine Antwort auf Deinen Beitrag ist, nur wenn er verschoben darunter steht! as kannst Du ganz leicht sehen, wenn Du direkt auf Deinen beitrag klickst und siehst ob Du Antworten erhalten hast.
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2593476&pid=16449571&bid=28

Und was steht da?
Auf diesen Beitrag gibt es 0 direkte Antworten!

Ich weiss gar nicht, wie ich so etwas einfaches für Dich erklären soll, das versteht doch jedes Kleinkind!

Sind alle anderen Beiträge hier, von luftundliebe und lillilou auch direkte Antworten auf Deinen Beitrag?

So lange hier und immer noch das System nicht verstanden, schau doch mal genau hin!

Also manche sind echt zu doof und stänkern immer weiter!

Beitrag von petunia72 18.04.10 - 13:03 Uhr

Und dann noch nicht mal den Anstand haben seinen Fehler zuzugeben.

Super!

Beitrag von luftundliebe 18.04.10 - 11:08 Uhr

Dir bringt es große Vorteile wegen KK, du kannst auch noch Trinkgeld kassieren - für dich positiv #pro

Aber es gibt eben Arbeitnehmer, die sind locker familienversichert - die vielleicht denken, dass es Rente in ihrer Rentnerzeit eh nicht mehr geben wird - die sich eben NICHT noch ein dickes Trinkgeld einstecken können, bzw. an Supermarktkassen nicht DÜRFEN.

Ich bin gelernte Arzthelferin, habe die Ausbildung gemacht und habe danach keine Berufserfahrungen sammeln können.

Bin jetzt alleinerziehend mit 2 kleinen Kindern, würde also so schnell nicht wieder Vollzeit arbeiten gehen... würde ich mir dann bei einer Teilzeitstelle den Stundenlohn für ne Arzthelferin mit Startgehalt nach der Ausbildung ausrechnen, würden mir wahrscheinlich die Ohren schlackern #schock

Da such ich mir, sobald die Kleine dann auch vormittags in den Kiga geht eine Stelle im Supermarkt, wo ich Regale einräume... habe ich vor 5 Jahren gemacht und da hatte ich auf Minijob-Basis gute 8€ Stundenlohn raus, für Arbeit die JEDER machen kann (und dumm bin ich nicht, war Klassenbeste zum Ausbildungsende ;-))

Was ich nun sagen will: Es ist immer abhängig davon, wie die Grundvoraussetzung ist

Beitrag von lillilou 18.04.10 - 12:22 Uhr

Hallo,

ich bin ja die TE von unten. Ich habe ja nicht gesagt, dass ich die Stelle nicht annehmen werde.Ich überlege ja noch.
Aber im Gegensatz zu euch- ist mein Mann (wir sind unverheiratet) kein Beamter und verdient momentan nicht die Welt. Also haben/hätten wir keine Steuerklassenvorteile. Ich hätte einen sehr langen Anfahrtsweg (+2h täglich oben drauf, macht noch mal ca. 42h im Monat zusätzl., unbezahlt). Plus Wochendarbeit bei fehlender Kinderbetreuung. Klar würde meine Mama unser Kind auch mal nehmen, ist aber keine Dauerlösung. Würdest du die Stelle annehmen? Und trotz 2 "voller" Gehälter nur kurz vor den AlgII Niveau rumdümpeln?

Liebe Grüße

Beitrag von lillilou 18.04.10 - 12:23 Uhr

...und unversteuertes Trinkgeld erhalte ich leider auch nicht.

Beitrag von manavgat 18.04.10 - 12:49 Uhr

Ich bin mir nicht zu schade einen unterbazhlten Job anzunehmen nur weil er nicht meinen erlernten Fähigkeiten entspricht, ich bin einfach nur glücklich Arbeit zu haben und kann so manche nicht verstehen die Jobangebote ablehnen nur weil der Lohn nicht entsprechend ist.


Ich würde schon aus politischen Gründen davon abraten einen derart schlecht bezahlten Job anzunehmen. Mit "zu schade sein" hat das gar nichts zu tun.

In meinen Augen sind nicht die ALG2-Empfänger asozial, die unter diesen Bedingungen nicht arbeiten wollen, sonder die Arbeitgeber, die sich diese völlig unterbezahlten Jobs vom Steuerzahler über ALG2 quersubventionieren lassen.

Hätten wir einen Mindestlohn, dann muss dieser zwingen über 8 Euro liegen (zum Vergleich: 8,20 Tariflohn Putzfrauen = angelernte Arbeit ohne Ausbildung).

Und netto ist keine Diskussionsgrundlage. Die Steuerklasse 5 (und somit auch die 3) gehört für mich abgeschafft. Wieso muss ich als Allein erziehende die Ehefrauen subventionieren?

Gruß

Manavgat

Beitrag von petunia72 18.04.10 - 12:52 Uhr

Sehe ich genauso!

Man muss nicht stolz sein auf die Tatsache, dass man sich hat ausbeuten lassen müssen!

LG Tina

Beitrag von nakiki 18.04.10 - 14:05 Uhr

Sehe ich genauso!

Mir wäre es sogar recht, wenn die 400-Euro-Jobs abgeschafft werden.

Gruß nakiki

Beitrag von nele27 19.04.10 - 09:55 Uhr

So ist es !

Ich bin zwar gerade Nutznießer der Stkl. 3 - dagegen bin ich trotzdem :-)

Und solche Firmen, die sich Lohn per ALG2 subventionieren lassen, werden erst damit aufhören, wenn sie keinen Blöden mehr finden, der ihren Dreck dafür wegmacht.

Also: Weg mit den Hausfrauensteuerklassen, her mit dem Mindestlohn und Sozialversicherungspflicht ab dem 1. Euro!

LG, Nele

Beitrag von dropsi_2 19.04.10 - 10:29 Uhr

"In meinen Augen sind nicht die ALG2-Empfänger asozial, die unter diesen Bedingungen nicht arbeiten wollen, sonder die Arbeitgeber, die sich diese völlig unterbezahlten Jobs vom Steuerzahler über ALG2 quersubventionieren lassen. "

Genau das ist der Punkt! Es war nie einfacher für AG zu sagen: "Wie, das ist Ihnen zu wenig Geld? Dann gehen Sie doch zur ARGE und lassen aufstocken!"

Tust Du das nicht, kriegt wer anders den Job! So einfach ist das und solange das so einfach ist, wird es diese Jobs geben.

Aus Sicht der Firmen doch super luxeriös.

LG

Beitrag von mini-bibo 18.04.10 - 13:06 Uhr

Hallo!

Ich würde auch für 5 Euro arbeiten, wenn ich KV wäre! Ich hätte gerne einen 410 Euro Job... :-)

Aber wie Du schreibst, es kommt meines erachtens auch auf die Ausgangssituation an!

VG mini