Rollentausch

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von joshua0709 18.04.10 - 10:57 Uhr

Hallo zusammen,
wer hier im Forum hat auch die Rollen getauscht? Gibt es hier Paare, bei denen der Mann zu Hause bleibt und die Frau arbeiten geht? Welche Gründe gab es und wie funktioniert es? Wo seht ihr Probleme und Chancen?
Bei uns ist mein Mann ist mit beiden Kindern (jetzt 2,6J und 17 Monate) zu Hause und ich arbeite Vollzeit seit die Kleine 1 Jahr alt ist, so gut 1/2 Jahr also.
Wir wollten dieses Modell beide mit der Prämisse, dass keines der Kinder in irgend einer Form leiden soll. Die frühe Fremdbetreuung für beide Kinder, so dass wir hätten beide arbeiten können, wollten wir nicht.
Bin auf eure Antworten gespannt!
Werde erst heute Abend antworten können.
Joshua0709

Beitrag von pizza-hawaii 18.04.10 - 11:28 Uhr

Bei uns ist das zwar nicht so, dennoch würden wir es machen wenn ich besser verdienen würde als er!

Probleme sehe ich da keine, ich gehöre nicht zu den Müttern die glauben ohne sie liefe nichts zuhause, und mein Mann ist Vater mit Leib und Seele, nicht nur wenn unser Sohn gute Laune hat ;-)

pizza

Beitrag von joshua0709 18.04.10 - 22:00 Uhr

Hallo pizza,
genau so sah und sehe ich das teilweise noch. Ich hatte gar kein Problem mit dem Rollentausch an sich und auch keines damit, Kompetenzen in Bezug auf die Betreuung unserer Kinder an meinen Mann abzugeben. Es gab ein paar Dinge, die mir wichtig waren, weil ich eben schon gute 2 Jahre zu Hause war und keine Anfänger babies hatte, so dass ich mit mehreren Schwierigkeiten klar kommen musste (wie das grand der Mütter, deren Kinder eben viel getragen werden wollen und viel weinen) und so sehr viele Rahmenbedingungen geschaffen hatte, die einer gewissen Routine bedurften. Aber wie so oft: Viele Wege führen nach Rom und eine andere Sicht der Dinge ist manchmal nicht so verkehrt! (Auch eine Chance übrigens).
Aber man ist eben nur eine Person und kann nicht allem gerecht werden. das muss man glaube ich einfach akzeptieren. Für mich gab es keine andere Option als 100% wieder zum arbeiten anzufangen, weil ich vorher nicht lange dort gearbeitet hatte und ich meine Arbeit gerade während der Bereitschaftsdienste als zu anspruchsvoll für eine 25% Stelle empfinde. Einer musste aber Vollzeit arbeiten, einfach wegen der Finanzen.
Joshua0709

Beitrag von fraz 18.04.10 - 13:10 Uhr

Hallo

Ich habe während 9 Jahren zu 100% gearbeitet, mein Mann hat unsere Kinder betreut. Ich hatte damals keine Wahl, da mein Mann arbeitslos wurde und es in seinem Beruf sehr schwierig war, wieder etwas zu finden. Zum Glück habe ich eine gute Ausbildung, sodass ich genug verdient habe.
Meine Kinder haben sicher nicht gelitten, im Gegenteil. Mein Mann war schon immer der häuslichere Typ und hat gerne gekocht und Haushalt gemacht. Ich jedoch habe schon unter der Situation gelitten. Den ersten Schritt, das erste Wort meines Sohnes habe ich verpasst. Eine Zeit lang wollte er sich von mir nicht wickeln oder füttern lassen, das tat weh.
Mittlerweile arbeiten wir wieder beide 50% und für mich ist diese Situation sehr viel befriedigender. Auch fanden wir es im Nachhinein eher fahrlässig, dass mein Mann nicht früher wieder ins Berufsleben eingestiegen ist, denn als langjähriger Hausmann hast du keine Pluspunkte in der Bewerbung.
Das muss sich Mann wirklich bewusst sein! Ein Wiedereinstieg kann unter Umständen sehr schwierig werden, die Jahre zuhause mit Kind und Haushalt gelten nicht!
Im Nachhinein gesehen war es zwar notwenig, dass einer von uns das Geld reingebracht hat, doch ich würde es freiwillig nicht wieder machen wollen.
Nicht, weil mein Mann seine Sache nicht gut gemacht hätte, nein, er hat es sehr gut gemacht, aber ich kam zu kurz. Emotionell konnte ich nicht abschalten und habe mich damit absolut überfordert.
Arbeit, Kinder und Haushalt zu teilen finde ich super, auch wenn es immer wieder einige organisatorische Hürden zu umschiffen gibt.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass dies in den meisten Berufen nicht möglich ist und geniesse es deshalb umso mehr, dass wir das so verwirklichen konnten.

Alles Gute


Fraz

Beitrag von joshua0709 18.04.10 - 14:19 Uhr

Hallo,
erst mal vielen Dank für deine Antwort, schreibe später mehr! Diese emotionale Problematik kenne ich auch. War zwar noch nie sehr gelassen, bin aber gerade ziemlich dünn- häutig.
Habe noch 1 Jahr so vor mir, dann tauschen wir die Rollen wieder.
LG
Joshua0709

Beitrag von fraz 18.04.10 - 18:40 Uhr

Ich denke, wenn von vornherein klär gewesen wäre, dass mein Mann z. B. in zwei Jahren wieder arbeiten geht, so hätte ich die Zeit besser überstanden. So aber befürchtete ich, bis 65 so weitermachen zu müssen und das belastete auch unsere Beziehung zusehends.

Beitrag von joshua0709 18.04.10 - 21:19 Uhr

Das ist nachvollziehbar! Mich rettet dieser Gedanke auch über so manche Tage, denn man kann nicht beide Bereiche (Familie und Arbeit) perfekt ausfüllen, Kompromisse werden unabdingbar und das schlechte Gefühl trägt so manchen Tag mit. Der Anspruch der Kollegen an meine Arbeit übt zudem Druck aus, den ich nicht gebrauchen kann, bzw. meine Vorstellung von meiner gewünschten Arbeitsleistung ist weit entfernt von der Wirklichkeit. Genau so zu Hause. Ich arbeite gerne und ich liebe meine Familie, ich habe mir beides ausgesucht und empfinde beides als Bereicherung und (schwer zu beschreiben) ich möchte beidem den größtmöglichen Respekt zollen. Mich für die Arbeit belesen, wenn die Kinder um 21:00 im Bett sind und das Chaos hier beseitigt ist, bzw. ausgeruht und konzentriert um 06:45 meinen Arbeitstag beginnen. Ich möchte meine Kinder nicht nur sehen, sondern auch intensiv Zeit nutzen. Manchmal bin ich aber auch müde, gestresst und unzufrieden mit meiner Leistung, so dass der Tag nicht gerade intensiv genutzt wird. Na ja, man muss auch etwas in die Partnerschaft investieren und was tun, was einem persönlich gut tut, auch wenn der Tag nur 24h hat!
Wünsche Dir alles Gute und Danke für Deine Antwort!
LG
Joshua0709

Beitrag von stormkite 18.04.10 - 15:18 Uhr

Hallo Joshua,

Wir hatten eine ähnliche Aufteilung: Nach der Geburt des Sohnes blieb mein Mann zuhause, ich arbeitete. Unsere Tochter kam 2 Jahre später, danach habe ich auf eine 2/3-Stelle reduziert, und mein Mann 19 Std. die Woche gearbeitet.

Nein, es hat nicht so besonders geklappt. Mein Mann war keine georene Hausfrau (ich übrigens auch nicht) und dementsprechend sah es bei uns aus.

Als die Kleine etwa 2,5 Jahre alt war hat mein Mann eine Umschulung angefangen, der später dann noch eine Ausbildung im Schichtbetrieb gefolgt ist.

So richtig wieder ans Arbeiten gekommen ist mein Mann erst nach 10 Jahren wieder - da war unsere Ehe allerdings auch schon hinüber.

Gruß, Kite






Beitrag von joshua0709 18.04.10 - 21:01 Uhr

Hallo Kite,

ja, bei uns gibt es auch einige Punkte die mich stören und die bei mir besser und runder gelaufen sind. Ich habe oft das Gefühl, mir könne man nichts recht machen, aber es gibt Tage, da läuft hier zu Hause nicht viel und wenn ich dann nach der Arbeit noch kompensieren muss, fehlt mir einfach der Humor. Eine gewisse Struktur ist mir wichtig und mein Mann (es gibt Stimmen, die behaupten, das beträfe alle Männer:-p) sieht so einiges eben nicht. "Das bisschen Haushalt"....mein Mann freut sich in jedem Fall wieder auf die Arbeit, auch wenn er jeden Mittag Siesta hält, wenn die Kinder schlafen.
Aber: Er hat einen entspannteren Umgang und hetzt nicht wie ich durch den Alltag. Er nimmt sich Zeit um mit den Kindern zu toben und geht ins Kinderturnen und in die Krabbelgruppe.
Es gibt aber viele Bereiche (Kinderkleidung, Autos säubern, Fenster putzen, Geburtstage organisieren....) die an mir hängen bleiben. Das kennt mit Sicherheit jede Mutter, die erzieht und arbeitet oder ein/e Alleinerziehend/er. Interessant ist zu sehen, wie schnell man die alte gewohnte Rolle ablegt und die Privilegien der neuen genießt (ausschlafen, weil man arbeiten geht, nicht kochen zu müssen) und welche Ansprüche aus der anderen Zeit man trotzdem behält (der arbeitende Partner nimmt die Kinder, wenn er nach Hause kommt).
Mir erschien es immer sehr anstrengend, wenn ich zu hause den Laden geschmissen habe (unsere sind ja nur 13,5 Monate aus einander) und dann meinem gestressten Ehemann noch eine Auszeit verpasst habe in dem ich die Kinder noch eine Zeit lang zu einem Spaziergang o.ä. entführt habe. Mein schlechtes Gewissen lässt das aber nicht in dem Maß zu, jetzt wo ich selber arbeite.
Fakt ist, dass vor lauter "Fokus Kind" sehr wenig gemeinsame Zeit bleibt.
LG
Joshua0709

Beitrag von ayshe 18.04.10 - 19:09 Uhr

im grunde ist es doch egal, wer arbeitet.
ich war nach der geburt 5 monate zuhause und dan wieder vollzeit arbeiten.


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Welche Gründe gab es und wie funktioniert es?
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gründe:
ich habe viel mehr verdient,
ich hatte einen befristeten job, den ich nicht verlieren wollte,
wir waren pleite, denn elterngeld gab es noch nicht.
es hat super funktioniert, keine probleme.


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Wo seht ihr Probleme und Chancen?
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naja, probleme evtl. in der ernährung des babys, wenn man stillt. meine tochter hatte nämlich die abgepumpte milch verweigert und pulvermilch ebenso.
wir hatten echt alles versucht und nach 3 woche n aufgegeben, aber dann aß sie brei, das ging also doch irgendwie.
chancen?
was für chancen und für wen meinst du denn?
#kratz

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Bei uns ist mein Mann ist mit beiden Kindern (jetzt 2,6J und 17 Monate) zu Hause und ich arbeite Vollzeit seit die Kleine 1 Jahr alt ist, so gut 1/2 Jahr also.
Wir wollten dieses Modell beide mit der Prämisse, dass keines der Kinder in irgend einer Form leiden soll. Die frühe Fremdbetreuung für beide Kinder, so dass wir hätten beide arbeiten können, wollten wir nicht.
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also bei uns war es anders.
mein mann blieb erstmal ein jahr zuhause, dann ging die kleine mit 17 monaten in die kita.
er hat dann erstmal an unseren eigenen dingen gearbeitet.

Beitrag von joshua0709 18.04.10 - 21:38 Uhr

Hallo Ayshe,

#was für chancen und für wen meinst du denn? #

Na, z.B. solche Dinge, wie die Weiterbildung oder ein Studium, oder das bessere Gehalt eines Partners. Für viele Paare kommt diese Rollenverteilung ja auch gar nicht in Betracht, weil die Frau weniger verdient oder der Mann zurück gestuft würde bzw. Einbußen zu verzeichnen wären. Bei uns war das gut mgl. da wir beide im gleichen Bereich arbeiten und in etwa das gleiche verdienen, da ich aber Dienste mache, ist es bei mir etwas mehr.
Probleme sehe ich in der fehlenden oder gerade beginnenden Bindung der Kinder zum Vater bzw. der fehlenden Nähe der Mutter. Mein Mann hat sich schon sehr einbringen müssen und trotzdem hängen beide sehr an mir, v.a. wenn es ihnen nicht gut geht. Nachdem ich ja jetzt weniger zu Hause bin, kompensieren sie diese Zeit dann durch besonders viel Liebesbedürftigkeit, so dass ich meinen Mann sonst theoretisch wenig unterstützen könnte. Wie ich weiter unten geschrieben habe, schaffe ich es aber nicht beidem so wie ich mir wünschen würde, gerecht zu werden.
Danke für Deine Antwort!
Joshua0709

Beitrag von ayshe 19.04.10 - 10:49 Uhr

hallo,

ach so, naja wir hatten beide unser studium schon lange beendet und auch schon ein paar jahre gearbeitet.
also weiterbildung usw. war nicht nötig.
und zum verdienst hatte ich ja schon geschrieben, ich hatte deutlich mehr als mein mann.


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Probleme sehe ich in der fehlenden oder gerade beginnenden Bindung der Kinder zum Vater bzw. der fehlenden Nähe der Mutter. Mein Mann hat sich schon sehr einbringen müssen und trotzdem hängen beide sehr an mir, v.a. wenn es ihnen nicht gut geht. Nachdem ich ja jetzt weniger zu Hause bin, kompensieren sie diese Zeit dann durch besonders viel Liebesbedürftigkeit, so dass ich meinen Mann sonst theoretisch wenig unterstützen könnte.
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also die bindung meiner tochter zu meinem mann war von anfang an sehr stark, er war erstmal zuhause und hat sich auch sonst vom ersten tag sehr stark einbezogen und siehr viel gemacht.
das war bei uns kein problem.

aber das andere, was du sagst, ja, das kenne ich auch.
meine tochter hat meine abwesenheit auch kompensiert, durhc extremes nächtliches stillen und stillen überhaupt. sie war ein totaler junkie.
ich denke, es hat ganz sicher damit zu tun.
und wenn sie krank war, hing sie auch mehr an mir, war ich arbeiten, ging es aber auch genauso gut, aber sobald ich zur tür reinkam, war ich gefordert ;-)

Beitrag von joshua0709 19.04.10 - 20:49 Uhr

#und wenn sie krank war, hing sie auch mehr an mir, war ich arbeiten, ging es aber auch genauso gut, aber sobald ich zur tür reinkam, war ich gefordert#

genau das meine ich. Da wollen dann beide auf meinen Arm und getragen werden. Meine Kleine stillt nicht mehr seit sie 9 Monate alt ist, somit ist das kein Problem. Ich hatte da schon die schlimmsten Befürchtungen, weil sie von Anfang an so geklammert hat, aber es war besser als gedacht.

Als Chance hatte ich übrigens noch vergessen:
Die Gelegenheit einmal alle Vor-und Nachteile der anderen Seite kennen zu lernen. Am eigenen Leib zu erfahren, dass es eben nicht nur"das bisschen Haushalt" ist, oder dass der arbeitende Part auch mal 5 Minuten für sich verdient hat.


Beitrag von baltrader 18.04.10 - 23:21 Uhr

Ich bin nach der Geburt der Kinder sofort wieder in meinen Beruf gegangen, bzw. nach der Geburt der ersten erstmal zurück in die Ausbildung.
Anfangs haben mein Mann und ich beide im Schichtdienst gearbeitet, bis die Große 17 Monate alt war, später wurde mein Mann arbeitslos und ich hatte keine Wahl und mußte weiter im Schichtdienst bleiben, ok, verdiene auch mehr als er, aber hätte ich die Wahl, würde ich nun eher halbtags arbeiten wollen.
Die Kinder sind inzwischen 7 und 3 Jahre alt, da wäre auch für ihn sicher ein Halbtagsjob möglich, aber der Herr ist zu bequem und bekommt den Hintern nicht hoch.
Der Haushalt ist an manchen Tagen eine Katastrophe, der PC ist dann wichtiger, wenn die Kinder in Schule und Kindergarten sind.
Einkaufen, Kinder hin- und herfahren, all das erledige ich zwischen den Schichten, da mein Mann keinen Führerschein hat. Es nervt alles ein bißchen zur Zeit, ob ich da zufriedener wäre ganz zu Hause zu sein? Sicher nicht, aber ein bißchen mehr Zeit mit den Kindern wäre schön.

Kommt also alles ein bißchen auf den Mann an, der hinter einem steht.

Lg,

Mimi

Beitrag von joshua0709 19.04.10 - 10:23 Uhr

Hallo Mimi,
Respekt, direkt nach der Geburt wieder in den Beruf einsteigen, finde ich sehr anstrengend. Wie haben das deine Kleinen aufgenommen? Stelle ich mir schwierig vor, weil du ja bestimmt in der Zeit in der du zu Hause warst viel hast an Nähe und Zeit investieren müssen/wollen.
Bei uns war es eine freie Entscheidung, drohte keine Arbeitslosigkeit. Auch bei uns ist der Haushalt manchmal nicht gerade ordentlich, aber dabei handelt es sich meist um so Sachen wie Staub wischen, Kleidung sortieren, Spielzeug ordnen usw. Die Dinge, die nicht sofort ersichtlich sind. Mein Mann legt den Schwerpunkt auf Wäsche waschen, einkaufen und Essen kochen und ich muss sagen, dass ich es genieße bekocht zu werden, ein Luxus, den man erst zu schätzen weiß, wenn man selber nicht dafür verantwortlich ist und abends Hunger hat.
Ich konnte und wollte nicht jeden Tag kochen (Kleinstkind und Dauerstillkind- no way!)
Aber die Knöpfe werden so schnell groß, unglaublich!
Alles Gute euch
Joshua0709

Beitrag von baltrader 25.04.10 - 13:30 Uhr

Hallo!

Die Kinder sind es ja so gewohnt gewesen, die Zeit, die ich dann zu Hause bin genießen wir zusammen.
Es ist aber ganz schön anstrengend, das geb ich zu und eigentlich möchte man ja auch mal einfach für sich sein.

Lg,

Mimi

Beitrag von joshua0709 26.04.10 - 06:02 Uhr

Hallo Mimi,
das stimmt....und dann kommt das schlechte Gewissen auf. Zumindest ist es bei mir so. Die Nächte sind gerade wieder ein weiteres Problem. Ich soll da sein, wenn die Kleine wieder mal nicht schlafen kann und nachts weint (ist z.Zt. der Fall), aber ich brauche eben meinen Schlaf auch und bin dann nicht gerade begeisterungsfähig für nächtliche Beruhigungsaktionen. Mein Mann kümmert sich schon, aber sie will dann meine Nähe und schreit sich bei ihm regelrecht ein.
Das finde ich sehr anstrengend!
Wenn ich dann neben der Arbeit 2 mal die Woche (früher nahezu tgl.) zum Sport möchte, habe ich das berühmte schlechte Gewissen!
Selbst Schuld..ich hätte ja auch einfach zu Hause bleiben können, wie das eine gute Mutter nun mal so macht (zumindest bekommt man das so aufs Brot geschmiert)
Alles Gute
Joshua0709

Beitrag von risala 19.04.10 - 14:19 Uhr

Hi,

wir haben auch "vertauschte Rollen".

Ich war - dadurch, dass ich eine Abfindung erhalten habe, das erste Jahr zusammen mit meinem Mann zu Hause. Mit 1 Jahr ging Fabian dann in die KiTa und mit nicht ganz 2,5 Jahren in den reg. Kindergarten.

Bei uns gab es 2 Günde:

1. arbeite ich gerne und kann mir nicht vorstellen "nur" Hausfrau und Mutter zu sein

2. habe ich die besseren Verdienstmöglichkeiten

Mittlerweile ist mein Mann 7 Jahre zu Hause - und unserem Sohn tut es sehr gut, ihn als feste und regelmäßige Bezugsperson zu haben (weder im KiGa noch in der Schule gab/gibt es männliche Bezugspersonen). Bereut haben wir es nie. Und mein Mann wird auch noch eine ganze Weile zu Hause bleiben, wenn er nicht irgendein besonderes TZ-Stellenangebot bekommt.

Gruß
Kim