Hund meiner Eltern...

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von nina1609 18.04.10 - 13:03 Uhr

Hallo!

Ich muss mich hier mal ausquatschen... Meine Eltern haben zwei Hunde (Cocker Spaniel), 6+7 Jahre alt. Der eine war schon immer recht agressiv, er knurrt wenn ihm was nicht passt, hat aber nie gebissen! Nun waren wir allesamt gestern im Garten und meine Tochter (20 Monate) geht auf den Hund zu um ihn zu streicheln, einmal hat er es sich gefallen lassen, das zweite Mal ist er ihr ausgewichen und das dritte mal ist er nach vorne gegangen und knurrend mit offenem Maul auf sie los... Glücklicherweise ist meine Tochter rückwärts umgefallen vor lauter Schreck, sonst hätte er sie mitten ins Gesicht gebissen! #zitter Meiner Tochter ist nichts passiert..
Nun habe ich mit meiner Mutter gesprochen, und meine Eltern sind sich einig, ihn in andere Hände zu geben, allerdings nur in fähige, die mit drm Hund klar kommen könnten, oder eben zur Not einschläfern lassen!

Was denkt ihr darüber?

Beitrag von schmurchen 18.04.10 - 13:18 Uhr

Hallo

Auch auf die Gefahr hin hier gesteinigt zu werden,aber wenn was passiert wäre wärst du allein schuld dran.

Du weißt das der Hund agressiv ist ,da muß man das Kind nicht noch 3 mal den Hund anfassen lassen.
Der Hund eindeutige Signale gegeben das er das nicht will.
Da hättest du so schlau sein müssen und das Kind weg nehmen.

Ich finde es schlimm das der arme Hund für die Unfähigeit mancher Menschen leiden muß.

Gruß Christina

Beitrag von connie36 18.04.10 - 19:23 Uhr

hi
danke das ich diese meinung auch mal noch lesen darf, habe ähnlich bei einem anderen thread geantwortet, und bin schier von den übermuttis gesteinigt worden.

da ging es darum, wenn ein kleines kind dauernd den hund haut. ich habe gesagt, und dazu stehe ich, das wenn das kind dabei erwischt wird, den hund zu schlagen er einen klapps auf die finger bekommen soltle, um zu wissen, das es wehtut, jemanden zu hauen.
der hund wäre wenn er sich denn mal wehrt (und das geht nunmal am besten mit dem maul) nämlich der leidtragende und würde als beisser ins tierheim oder zum einschläfern gebracht werden.

ich bin auch der meinung,d as man als mutter die verantwortung für so ein tier trägt. und wenn man schon einen agressiven hund kennt, muss man doch nciht sein 20 monatiges kind zu ihm lassen.
deshalb finde ich es ja auch so wichtig, kindern respekt vor den tieren beizubringen.
denn die können sich nun mal hauptsächlich nur durch beissen wehren.

lg conny

Beitrag von fraz 18.04.10 - 13:20 Uhr

Hallo

Als Hundebesitzerin macht es mich wütend, wenn Tiere weggegeben oder eingeschläfert werden, nur weil die Hundehalter sich nicht wirklich um eine gute Erziehung ihrer Tiere kümmern!
Wieso kommt der Hund nicht einfach an seine Leine, wenn du mit der Kleinen bei deinen Eltern bist?
Und auch du hast eine Verantwortung: Dein Kind muss lernen, dass ein Hund kein Plüschtier ist und darf den Hund nicht einfach anfassen.


Bitte seid euch eurer Verantwortung bewusst, ein Hund ist kein Konsumgut, das einfach entsorgt wird, wenn es nicht mehr passt.....


#hund Fraz

Beitrag von sastneluni 18.04.10 - 13:23 Uhr

Hallo,

sie wollen den Hund einschläfern lassen, weil er deine Tochter angeknurrt hat? Wie hätte er den deiner Meinung nach sagen sollen dass er das nicht möchte?

Eigentlich sollte man deinen Eltern den zweiten Hund dann auch gleich abnehmen.
Alternativ würde ich es mal mit einem Hundetherapeuten/trainer probieren. Wirkt Wunder, da lernt Mensch den Hund verstehen und dann klappt das auch mit dem Zusammenleben.

Liebe Grüße
Sabine die zwei Hunde hat, einer davon hat sogar (mich) schon mal gebissen. Die dann aber erstmal die Fehler bei sich sucht und nun super harmonisch mit Kind und Hunden lebt.

Beitrag von nina1609 18.04.10 - 13:31 Uhr

Meine Eltern wissen ja, dass der Erziehungs-Fehler bei ihn liegt! Das Problem ist aber, dass meine Mutter seit 5 Jahren nun wieder voll arbeiten geht und nun die zwei hunde den ganzen Tag über von meinen Großeltern betreut werden, die leider sehr unkonsequent sind und beide Hunde seitdem keiner einst angelernten Erziehung (2 Jahre Hundeschule) mehr gehorchen! Aber die Kleine hat ein ganz liebes Wesen und tut keiner Fliege was zuleide... Der Große hat selbst in der Hundeschule es dem Trainer sehr schwer gemacht! Bei einer Hundepsychologin haben sie bereits angerufen, sie ruft zurück...
Meine Großeltern sind sich keiner Schuld bewusst und würden mit dem Hund auch nicht in Therapie gehen, was aber wohl die einzige Chance wäre!

Beitrag von nina1609 18.04.10 - 13:32 Uhr

Er hat allerdings geknurrt und gleichzeitig versucht zuzubeißen!

Beitrag von windsbraut69 21.04.10 - 13:15 Uhr

Ja, beim 3.(!) Versuch Deiner Tochter, ihn anzufassen.
Wo wart IHR denn während dessen?

Es genügt doch, wenn Ihr das Kind nicht alleine an den Hund heran laßt!

Gruß,

W

Beitrag von dominiksmami 18.04.10 - 13:28 Uhr

Hallo,

knurren...ist nicht unbedingt aggressiv. Es ist ein deutlicher, ja eigentlich überdeutlicher Hinweis des Hundes das er in Ruhe gelassen werden möchte.

Ich finde es viel besser wenn ein Hund knurrt oder sich sonstwie äussert, als das er sofort beisst.

Meist passiert das sofortige Beissen dann, wenn man als Mensch den gravierenden Fehler macht und die Hunde ausschimpft wenn sie knurren.

Gestern wart ihr also ALLE im Garten. Der Hund war, obwohl er ja angeblich aggressiv ist, tapfer und hat es sich sogar einmal gefallen lassen dass deine Tochter ihn anfasst.

Da ist Fehler Nr. eins passiert. Wiso geht deine Tochter, wenn ich richtig verstehe alleine, einfach so auf diesen Hund zu und fasst ihn an, wenn ihr Erwachsenen alle drum herum seid und wisst das der Hund lieber seine Ruhe hat?

Da hätte ein Erwachsener dem Hund helfen sollen. Nämlich in dem er in die Situation eingreift mit der kleinen Maus zusammen einmal streichelt und ihr dann lieb sagt das der Hund nun aber seine Ruhe haben darf.

Dann tut der Hund etwas, rein Hundesprachlich gesehen, sehr, sehr deutliches...er weicht ihr aus.
Er ZEIGT also überdeutlich das sie ihm zu viel wird, das er seine Ruhe haben will und das sie ihn NICHT anfassen soll.

Wieder passiert ein Fehler...KEIN Erwachsener greift ein. Aller, aller spätestens hier hätte der Hund geschützt werden müssen.

Nun aber kümmert sich keiner der Zuständigen darum, das Kind möchte ihn weiter anpacken und er sieht das er sich auf euch nicht verlassen kann, weil niemand von euch das Mädel zurückruft. Also geht er zum nächst deutlicheren Signal über er knurrt und geht auf das kind zu.

Fraglich ob er wirklich beisen wollte, ich denke eher das da ein Rempeln, zurecktweisen draus werden sollte, dummer Weise haben Kinder aber oft ihre Gesichter auf Hundeschnauzen höhe.

Wenn er ernsthaft hätte beissen WOLLEN, dann wäre ihm das rückwärts umfallen eher entgegen gekommen, es hätte ihn aber definitiv nicht vom Biss abgehalten, denn Hunde können blitzschnell reagieren und tu n das auch wenn sie es möchten.
Er wollte aber nur abwehren.


Ihr, bzw. deine Eltern, müsst wissen was nun mit dem Hund passiert. Aber aus Hundekenner sicht hat er vollkommen richtig gehandelt.
Es muß nicht jeder hund Kinder mögen und nicht jeder Hund muß sich immer anfassen lassen.
Er scheint ein guter Körpersprachler zu sein und drückt seine Gefühle deutllich aus.

Das Pech ist das niemand auf seine Wünsche reagiert.

Kindern muß man so früh wie möglich beibrigen das sie Hunde nicht einfach anfassen dürfen, schon gar nicht wenn diese brummen, ausweichen oder dergleichen.

Das ist bei so kleinen Mäusen wie deiner sehr, sehr anstrengend, das weiß ich...ruhig im Garten sitzen ist da kaum möglich, aber es MUSS definitiv sein.

Wenn ihr das nicht leisten könnt oder wollt, dann wäre es für den Hund und auch für euch sicherlich besser er käme in andere Hände.

In einschläfern zu lassen...finde ich persönlich eine sehr ( ums nett auszurdrücken) unbedachte Idee.

lg

Andrea

Beitrag von nina1609 18.04.10 - 13:38 Uhr

Also mein Mann stand dabei! Der Hund kam schwänzelnd auf die beiden zugelaufen.. Mein Mann und meine Tochter haben ihn gestreichelt! Alles ok soweit! Kurz darauf selbes Spiel. Er kommt schwanzwedelnd auf sie zu, wird zusammen von beiden gestreichelt, dabei kehrt er ihnen dann den Rücken, meine Tochter einen Schritt vor und erneut gestreichelt... Da kam dann meines Erachtens ohne jegliche Vorwarnung(Knurren) der Schnapp in ihre Richtung! Warum ist er denn nicht weg gelaufen? Er war meiner Ansicht nach nicht in Bedrängnis... Meine Tochter weiß schon, dass sie Hunde nicht einfach so anfassen darf...

Beitrag von dominiksmami 18.04.10 - 13:47 Uhr

das stellte sich eben anders dar.

Der Hund ist bei deinen Eltern zu Hause, also wird er es nicht einsehen das ER weglaufen muß.

Dieses Schwanzwedeln müßte man sehen können...denn es drückt sicher keine Freude aus. Wedeln kann vieles bedeuten...Unsicherheit, Beschwichtigung, Anspannung und so weiter und so fort. Freundlichkeit und Freude drückt es viel seltener aus als die meisten Menschen denken.

Er wird sich aus irgendeinem Grund bedrängt gefühlt haben, sei es das dein Mann sich über ihn gebeugt hat...oder er die Bewegung deiner Tochter falsch, bedrohlich, wahrgenommen hat oder sonst etwas in diese Richtung.

Wie gesagt, bis ein Hund ernsthaft beisst muß meist viel passiert sein. Gern aber knuffen und rempeln Hunde mit geöffnetem Maul als Abwehr etc.

Wie ich unten schon schrieb, es wäre wichtig das die Hunde und natürlich gerade der eine, vernünftig trainiert und positiv auf Kinder konditioniert werden.

lg

Andrea

Beitrag von nina1609 18.04.10 - 14:16 Uhr

Danke dir! Ich hoffe, dass diese Hundetrainerin und psychologin bald zurück ruft, wir fühlen uns gerade alle unwohl bei dem Gedanken, ihn weg geben zu müssen. Leider haben meine Eltern mittlerweile (war beim Kauf der beiden Hunde anders) beide einen Vollzeitjob und wenig Zeit! Wie ich eben schonmal schrieb sind die Hunde tagsüber bei meinen Großeltern die sicherlich total überfordert sind mit einem etwas 'schwierigerem' Hund! Dort darf er alles tun und lassen, Hauptsache er beschwert sich nicht! Er scheint den Platz das Alpha-Männchens eingenommen zu haben... :( Das sagte uns vor ca. 2 Jahren mal ein Hundetrainer, den wir um Hilfe gebeten hatten, da der Große sich nur von meinem Vater sauber machen lässt und bei allen anderen knurrt und sich zur Wehr setzt!
Dieser Trainer damals hatte angeboten mit meinen Großeltern zusammen mit den Hunden mal raus zu gehen, um Tipps und Erziehungsmethoden zu geben! Leider lehnten das meine Großeltern schlichtweg ab, sie würdennix falsch machen... :(

Beitrag von dominiksmami 18.04.10 - 16:57 Uhr

Ja ich hab schon gelesen wie sich die Situation für die Hunde verändert hat.

Aber in dem Fall, so leid es mir tut, wäre es für beide Hunde sicherlich besser sie kämen woanders hin.

Das muß jetzt nicht heißen das deine Eltern sie unbedingt verkaufen/hergeben müssen, aber vielleicht lässt sich, mit ein wenig Organisation und Geduld eine andere Betreuung finden.

Hunde die, aufgrund der "Unfähigkeit" der Betreuungspersonen, alles machen dürfen was sie wollen, werden früher oder später zu tickenden Zeitbomben, das ist klar.

Ich würde definitiv dafür sorgen das deine Großeltern die Hunde nicht mehr betreuen. Zwar bin ich sicher das sie das nicht alles aus Böswilligkeit falsch machen, aber sie machen es eben falsch und das ist für ALLE Beteiligten schlecht, wie dein Töchterchen jetzt leider erleben mußte.

liebe Grüße

Andrea

Beitrag von biene81 18.04.10 - 14:13 Uhr

Sorry, aber da stimmt doch was nicht. Eben hast DU das vollkommen anders geschildert!
Vielleicht solltest Du nun nicht Deine Geschichte aendern um euch in einem besseren Licht darstellen zu koennen.
Ich bin mir sicher das sich die Geschichte genau so abgespielt hat, wie zuerst beschrieben.
Und EURE Fehler hat euch Dominiksmami ja schon vollkommen richtig erklaert.

Beitrag von nina1609 18.04.10 - 14:29 Uhr

Im ersten Text hatte ich mich kurz fassen wollen und da scheint die Situation falsch rüber gekommen zu sein! Ich habe mit keinem Wort erwähnt, dass wir unschuldig sind! Jeder von uns hat sicherlich zur aktuellen Situation was beigetragen!

Beitrag von biene81 18.04.10 - 14:47 Uhr

>>Nun waren wir allesamt gestern im Garten und meine Tochter (20 Monate) geht auf den Hund zu um ihn zu streicheln, einmal hat er es sich gefallen lassen, das zweite Mal ist er ihr ausgewichen und das dritte mal ist er nach vorne gegangen und knurrend mit offenem Maul auf sie los...<<

Was kann man daran falsch verstehen??

Beitrag von janamausi 18.04.10 - 16:01 Uhr

Hallo!

Alle haben Fehler gemacht, aber der Hund muss dafür büßen und weg... :-(

janamausi

Beitrag von dominiksmami 18.04.10 - 16:58 Uhr

Hallo,

muß ein Hund, der auf Grund der Situationsveränderung tag täglich falsch betreut wird, wirklich büßen wenn er in fachkundige Hände kommt? Oder wäre es für die Hunde nicht sogar besser?

Ich bin selber jemand der einen Hund nicht mal eben so abgeben würde, aber dennoch ist die Abgabe letztendlich nicht immer der falsche Weg.

lg

Andrea

Beitrag von windsbraut69 21.04.10 - 13:29 Uhr

Auch, wenn es seitens der Halter schäbig ist, ist es für den Hund vielleicht gar nicht sooo verkehrt, vorausgesetzt, er landet in kompetenteren Händen.

Beitrag von tykat 18.04.10 - 14:55 Uhr

Super geschrieben und erklärt!#pro

Ich bin zu wütend um es so sachlich wie Du zu erläutern:-[

LG

Beitrag von dominiksmami 18.04.10 - 16:54 Uhr

danke.

Wut bringt einen nicht weiter, selbst wenn sie noch so verständlich ist.

Gerade im Umgang mit unseren Tieren lernen wir das doch, oder?

Nach 14 Jahren Reitstall, dem 4. Hund, 3 Katzen und etlichen Kleintieren ( Hasen, Meerschweinchen, Hamster, Mäuse) habe ich das recht gut verinnerlicht...denke ich *grins*

lg

Andrea

Beitrag von losel 18.04.10 - 18:39 Uhr

Ich muss sagen 1A geschrieben, besser konnte mans nicht ausdrücken.

#pro

Losel

Beitrag von rmwib 18.04.10 - 19:49 Uhr

#pro

Beitrag von frauke131 19.04.10 - 12:03 Uhr

Ick hätts nicht besser schreiben können.


Nun ist der arme Hund schuld! Statt man auf seine Signale geachtet hätte, nein, der Hund MUSS ja bedrängt werden!

Beitrag von maddytaddy 18.04.10 - 13:30 Uhr

Was ich drüber denke? Wenn man unfähig ist zu verhindern, dass der Hund eben keinen Kontakt mit kleinen Kindern hat, dann ist das nicht die Schuld des Hundes! Meine mag kleine Kinder mit Bobbycars oder Trettraktoren, auch nicht besonders, aber dann kommt sie eben an die Leine wenn uns beim Spazieren sowas begegnet. Mittlerweile hab ich mit ihr geübt, dass sie ruhig bleibt wenn wir Bobbycar und Co. begegnen, wieso machen deine Eltern nichts dagegen?

Wieso kommt der Hund für die Zeit des Besuchs nicht in einen separaten Raum oder an die Leine? Das wär ja das mindeste was man machen kann. Wenn ich wüsste, dass mein Hund aggressiv reagiert, würd ich ein so kleines Kind nicht an ihn heran lassen.

Jeder Tierarzt, der den Hund deswegen einschläfert macht sich strafbar. Ich find so ne Einstellung zum Kotzen: Hund macht Probleme? Weg damit! Was soll das?! Ich versteh nicht, wie man so faul sein kann sich kein bisschen um sein Tier zu bemühen.

LG