Evtl. Übernahme Gasthaus- Zuschüsse??

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von pharaonenfrau 18.04.10 - 18:33 Uhr

Hallo zusammen, vielleicht kann mir ja jemand von Euch ein wenig weiterhelfen. Mein Mann, mein Bruder mit seiner Frau , meine Mama und ich haben eventuell die Möglichkeit, ein Gasthaus bei uns im Ort zu übernehmen, wo wir auch grosses Interesse dran haben, sofern die Bank mitspielt. Bevor wir den Banktermin haben, wollte ich mich erstmal ein wenig informieren. Wen ich die Konzession beantrage, muss ich mich automatisch auch privat versichern?? Und gibts da irgendwelche Zuschüsse, die man ausschöpfen könnte, läuft das schon unter Existenzgründung??? Im Moment stehe ich in einem normalen Arbeitsverhältnis. Wenn jemand etwas weiß, wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüsse Melanie

Beitrag von jeannylie 18.04.10 - 19:55 Uhr

Hallo,
ich habe vom Gastgewerbe keine Ahnung, aber es gibt ganz sicher verschiedene Anmeldungen die Du tätigen mußt - nicht verwechseln.
Die Konzession bedeutet ja nur dass Du ein Gastgewerbe führen darfst, so von Amtswegen/ Hygiene/ Abends öffnen usw. oder sehe ich das falsch?

Was Du auf jeden Fall machen mußt ist ein Gewerbe anmelden. Wer soll den Inhaber sein?? Oder gründet Ihr eine GbR?
Beim FA mußt Du ebenfalls angeben dass Du Einnahmen aus Gewerbebetrieb hast. Bist Du umsatzsteuerpflichtig? (Gehe mal davon aus).
Es gibt also nicht nur die Krankenversicherung zu bedenken. Ich kann Dich aber beruhigen, wenn Du auch Arbeitnehmer bist, dann bleibst Du in der Pflichtversicherung.

Noch Fragen zur selbstständigkeit? Fragen, googlen oder Existenzgründerseminar besuchen :-)

LG
Jeannylie

Beitrag von pharaonenfrau 18.04.10 - 20:15 Uhr

Hallo Jeannylie, vielen Dank für Deine Antwort. Du hast natürlich Recht, klar ist die Konzession nur die "Erlaubnis", eigentlich meinte ich auch Gewerbe anmelden. Das sollte vermutlich auf meinen Namen passieren. Umatzsteuerpflichtig werden wir sein, aber darum wird sich ein Steuerberater kümmern. Muß ich mich als "Chef" (ich drücke das einach mal platt so aus) privat versichern #schein, da bin ich mir nicht so sicher. Weisst Du denn, ob es vom Staat spezielle Zuschüsse gibt, ich hatte da mal so eine tolle Seite gefunden, die ich jetzt natürlich nicht mehr finden kann...

Beitrag von jeannylie 18.04.10 - 21:42 Uhr

Nein, das ist wahrscheinlich auch ein Gedankliches Missverständniss.
Du mußt Dich ja nie privat versichern, soll heißen du könntest Dich auch als Gewerbetreibende bei der GKV anmelden. Ist aber teurer und deswegen macht das (fast) keiner!

Da du aber eh angestellt bist, mußt Du nicht (bei der KV) nicht zusätzlich versichern. Eigentlich sehr praktisch - Geld gespart.

Nach Förderungen würde ich bei der IHK oder Handwerkskammer fragen, da gibt es spezielle Berater für.
Sei aber vorsichtig bzw. informiere Dich genau, manche Förderungen erheben Abhängigkeiten, d.h. man verpflichtet sich zu gewissen Sachen. Keine Ahnung wie das im Gasgewerbe ist.
Ich kann Dir nur ein Beispiel aus dem Handwerk geben, da war es z.B so dass wenn man bestimmte Fördrungen genommen hätte, man Angestellte in einer gewissen Art und Weise anmelden muss die Einzahlungen in bestimmte SV Kassen erfordern. das ist im Endeffekt teurer als keine Förderung zu bekommen.
Mein Mann war 7 Jahre selbstständig und ich kann Dir nur raten - Holzauge sei wachsam :-)

Beitrag von werner1 19.04.10 - 08:14 Uhr

Hallo,

#Da du aber eh angestellt bist, mußt Du nicht (bei der KV) nicht zusätzlich versichern. Eigentlich sehr praktisch - Geld gespart#

Das ist nicht richtig.
Wenn es mehr als nur geringfügig ist, richtet sich der Beitrag nach dem Gesamteinkommen.

Kleines Beispiel:
Als Arzthelferin 600 Euro
als Wirtin 6000 Euro,

da würde sich die Krankenkasse nicht mit 15 % von den 600 Euro zufrieden geben.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von jeannylie 19.04.10 - 18:25 Uhr

Ja vielen Dank, man lernt nie aus :-)

Beitrag von manavgat 19.04.10 - 09:22 Uhr

Mit einem Gasthaus pleite zu gehen ist eine einfache Angelegenheit. Zumal wenn man keine Ahnung hat.

Wer die Konzession beantragt ist derjenige, an den sich alle (z. B. Finanzamt) halten.

Warum behälst Du nicht deinen festen Job?

Ich würde Euch allen ein Existenzgründungsseminar (IHK z. B.). empfehlen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von smurfine 19.04.10 - 10:16 Uhr

Heute machen wirklich viele Gastronomiebetriebe so schnell wieder zu wie sie eröffnet wurden. Gerade wenn man ahnungslos von der Sache ist hat man keine Vorstellung wieviel Zeit man da reinhängen muß. Und rechne mal durch wieviel Gewinn das Gasthaus abwerfen muss, damit man die von Dir aufgezählte Personenschar durchfüttern kann, und dabei auch an die Sozialversicherungsabgaben denken. Ich kenne einige Gastronome die liebend gerne ihre Selbstständigkeit gegen ein festes Angestelltenverhältnis tauschen würden, dann hätten sie nämlich oft mehr Zeit und Geld.

LG;
fina

Beitrag von wasteline 19.04.10 - 20:17 Uhr

Habt Ihr Erfahrungen in der Gastronomie?

Beitrag von pharaonenfrau 20.04.10 - 16:01 Uhr

ja so teils, teils, meine schwägerin hat erfahrungen im service und meine eltern hatten früher einen laden. oder was meinst du genau???

Beitrag von wasteline 20.04.10 - 20:04 Uhr

Mit diesem Background finde ich es äußerst riskant sich in der Gastronomie selbständig zu machen.
Es reicht nicht ein Bier auf dem Tablett balancieren zu können, Gastronomie ist ein hartes Geschäft und Pleiten sind an der Tagesordnung.