Würdet ihr so ein altes Haus kaufen?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von melody27 19.04.10 - 05:53 Uhr

Guten Morgen Ihr Lieben,

mein Partner und ich wollen nun endlich zusammen ziehen und ein Haus kaufen. So, jetzt wird seit einiger Zeit ein Haus fast direkt neben meiner Wohnung verkauft. Es hat 6 große Zimmer, zwei Etagen, Garten und einen riesen Keller. Es ist von 1932, Heizungsanlage und Strom ist fast neu. Es müssten wohl auf zwei Etagen neue Fenster gemacht werden, einige Türen erneuert werden und natürlich komplett die Zimmer renoviert werden. Das Haus sollte eigentlich 159000 Euro kosten, kann man aber jetzt für 135000 bekommen. Was meint ihr, würdet ihr es kaufen bzw. wer hat so ein altes Haus und kann seine Erfahrungen berichten?

Danke schon mal an euch.

LG von Melody

Beitrag von daniko_79 19.04.10 - 07:21 Uhr

Hallo

das Haus ist zu teuer .. 110.000€ -120.000€ wäre angemessen für das Haus weil noch viel gemacht werden muss . Meine Freundin möchte gerne ein Reihenhaus kaufen , 140m² 12 Jahre alt und der Mann möchte gerne noch 175.000€ aber jede Bank hat bis jetzt gesagt das Haus ist noch viel zu Teuer er müsste noch 10-25.000€ runter gehn dann wäre der Preis entsprechend . Und sie müssen nichts mehr Renovieren ist alles recht neu und war davor ein Musterhaus .

Jetzt kommt es bei Euch noch drauf an , wie gross das Grundstück zu dem Haus ist .

Dani

Beitrag von andrea87 19.04.10 - 10:17 Uhr

"Das Haus ist zu teuer" -> Weißt du in welcher Gegend das Haus steht? Für unsere Gegend wäre das günstig. Hier bekommt man für 110000 - 120000 € grad mal ein gescheites Grundstück ab 600 qm.

LG

Beitrag von pizza-hawaii 19.04.10 - 10:45 Uhr

Das kann man wohl kaum beurteilen wenn man das Haus nebst Grundstück sowie die Lage nicht kennt!

Und Renovieren muss man doch fast immer, schliesslich will man es ja so haben wie es einem selbst gefällt und nicht dem Vorbesitzer, Du meinst bestimmt Sanieren!

pizza

Beitrag von tattletale 19.04.10 - 13:46 Uhr

Ich fiinde deine Antwort leider auch reichlich unqualifiziert, s.o.

Beitrag von ayshe 19.04.10 - 14:00 Uhr

allerdings.

ein gutachten, ohne das haus und die lage überhaupt zukennen #rofl
wahrscheinlich ist sie wahrsagerin.

Beitrag von tragemama 19.04.10 - 21:52 Uhr

In unserer Gegend gibts für das Geld nicht mal ein leeres Grundstück...

Beitrag von cahahi 19.04.10 - 07:33 Uhr

Hallo Melody!!

Na ja, so pauschal kann man das nicht sagen, dass das Haus zu teuer ist.
Du hast ja nicht erwähnt wie groß (qm) das Haus ist, wie groß das Grundstück, wo das Haus überhaupt steht (Stadt/tiefste Wildnis). Das sind ja alles Faktoren.

Hast du eventuell jemanden, der sich super mit Häusern und Bausubstanz auskennt?
Wenn nicht, beauftrage einen Gutachter, der mit euch das Haus besichtigt. Diese Leute schauen sich das Objekt anders an als ein "normaler" Mensch. ;-)


LG Carmen

Beitrag von kathrincat 19.04.10 - 08:14 Uhr

ja würde ich, wenn der preis ,i.o. ist, kommt ja immer auf die lage an und da grundstück.

Beitrag von wemauchimmer 19.04.10 - 08:42 Uhr

Prinzipiell wäre ich nicht vor einem alten Haus zurückgeschreckt, wir hatten z.T. auch solche Objekte näher in Betracht gezogen. Du mußt halt grob wissen, was Du noch reinstecken mußt bis das Haus Deinen Vorstellungen enstpricht. 1932 hat man halt noch ganz anders gebaut, meist sehr kleine Zimmer, dämmtechnisch eine Katastrophe usw. Du mußt anhand der Bodenrichtwerte den Wert des Grundstücks ungefähr kennen. Du kannst auch überlegen, ob sich ein Abriß und Neubau rechnet, evtl kann auch der Keller wiederverwendet werden.
LG

Beitrag von reethi 19.04.10 - 09:04 Uhr

Hallo!

Ich würde einen Gutachter bestellen und drüber gucken lassen, der dann auch schätzen kann was für Kosten auf Euch zu kommen.

Grundsätzlich bin ich ein Fan von alten Häusern, eben weil sie so alt etwas besonderes sind. Und- so finde ich es zumindest -ist die Wohnatmosphäre eine ganz andere als in den 08/15 Fertighäusern von heute. So Häuser haben einfach eine Geschichte :-)

Zimmer musst Du immer renovieren. Und neue Fenster sind nicht so teuer. Wie ist es denn mit dem Dach?

Wir selber wohnen in einem Haus aus den 20er und ich mag es. Wir haben auch kein Problem mit der Dämmung oder Feuchtigkeit. Ich schätze dafür sind die Häuser einfach zu alt ;-)

VG
Neddie

Beitrag von daddy69 19.04.10 - 09:07 Uhr

Hi,

zum Preis kann keiner eine Aussage machen - es kommt nicht nur auf die Lage, sondern auch auf die Substanz etc. an. Ich würde euch einen Gutachter empfehlen, der sich das mal anschaut.

Wir haben ein Haus von 1936 gekauft, die Bausubstanz ist sehr gut (Ziegelsteine). Heizungsanlage haben wir neu machen lassen.

Aktuell bauen wir gerade ein komplettes Stockwerk um, auch eine neue Raumverteilung, inkl. Trockenbau. Neue Fußböden, neue Elektrik (fast alles in Eigenarbeit). Im Erdgeschoss wird mal das gleiche passieren.

Du musst halt immer mit Überraschungen rechnen, ein bisschen handwerkliches Geschick sollte vorhanden sein.

Wenn Du mehr wissen willst, frag ruhig.

LG
Peter

Beitrag von weise-hexe 19.04.10 - 09:35 Uhr

Hallo,

ich kann Dir mal aus unserer Sicht screiben....

Wir haben ein Haus von 1900 gekauft.
Zimmer: 8 Zimmer + ausbaufähiger Boden
kein Keller
380 qm Garten
Ortskern
ruhige LAge
Fachwerk

Wir mussten folgende Dinge machen (die wir vorher schon wussten)
Fenster
Gas
Heizung
Dämmung

es kamen aber nich viele Sachen hinzu, die wir nicht geplant hatten. (ca 8.000 € Material)

Der Vorteil den wir hatten, meine Schwiegereltern haben ein Baugeschäft und mein Mann ist Maurer.
Er konnte fast alles (außer Gas und Heizung) selber machen und so hatten wir nur Materialkosten.

Die beliefen sich aber auf 35000 €.
Du musst Dir aber im Klaren sein, dass Du eine Zeit nur auf einer Baustelle lebst.

Meinen Mann sehe ich teilweise nur, wenn ich abends esse koche, sonst ist er nur am arbeiten (tagsüber Firma, abends hier)

Aber wir wollten ein so altes Haus unbedingt haben, da es einen gewissen Reiz hat.

LG
wh

Beitrag von joy1975 19.04.10 - 09:39 Uhr

Grundsätzlich würde ich das kaufen, ja, aber NIEMALS ohne Gutachter!!!!
Ihr könnt nicht sehen, welche versteckten Mängel es dort vielleicht gibt und manche (Schimmel, nasse Wände, Elektrik, Leitungen etc.) können richtig, richtig ins Geld gehen.

Beitrag von snoopster 19.04.10 - 10:51 Uhr

Hallo,

wir haben ein Haus gekauft, das ist Baujahr 1930.
Zum Preis kann ich nichts sagen, bei uns haben wir eigentlich nur das Grundstück bezahlt, weil das Haus renovierungsbedürftig war.

Wir haben es anschauen lassen, ob denn die Substanz stimmt, kein Schimmel, keine Feuchtigkeit.

Renoviert hat es dann mein Mann, wir haben alles gemacht. Dach, Fenster, neuer Putz, Elektrik, Heizung, Wasserrohre, Böden, Decken, irgendwie alles. Teilweise haben wir auch Wände raus und neu rein.

Wir sind eingezogen, obwohl noch viele nicht passt. Oben ist das zweite Bad nicht fertig, z.B. Die Fassade richten wir auch erst gerade. Türen kommen nächste Woche :-)
Aber ich bin einfach froh, hier zu sein. Der Platz, der Garten, das ist super und für mich auf alle Fälle besser als ne Mietswohnung im 2. Stock (wo wir vorher gewohnt haben).

So eine Renovierung - aber auch ein Neubau glaub ich - zehrt ungemein an den Nerven. Es gibt nicht umsonst genügend "Scheidungshäuser".

Viel Erfolg!!

LG Karin

Beitrag von tati_plus_wuerstchen 20.04.10 - 11:14 Uhr

Hallo Karin,

Dein Text hätte original von mir sein können. Sogar das Baujahr stimmt!

LG
Tati

Beitrag von snoopster 20.04.10 - 11:18 Uhr

Und?? Wann werdet Ihr fertig sein??

Bei uns dauerts wohl noch ein wenig.
Vor allem, da mein Mann letztes Wochenende beschlossen hatte, den Boden im KiZi neu zumachen.... Und morgen kommt erst der neue #augen...
Aber diesen Samstag ist fest die Fassade eingeplant... eine Seite sollte doch mal zu schaffen sein...

Macht Ihr auch so viel selbst??

LG Karin

Beitrag von tati_plus_wuerstchen 20.04.10 - 13:16 Uhr

Hallo Karin,

wir haben anfangs einiges selbst gemacht, aber haben dann doch mehr und mehr an Handwerker deligiert. Was aber auch nicht weniger nervenaufreibend ist. Da erlebt man ja echt Sachen....!#schock Anfangs war ich noch zuhause (Elternzeit), aber jetzt arbeiten wir beide viel (er 100%, ich 80%), so dass wir einfach keine Zeit haben.
Fertig? Puh, ich glaube, hier wird es immer was zu tun geben.... :-p
Es fehlen zum Beispiel noch fast alle Lampen, die Übergangsleisten am Boden (an Türen), im Schlafbereich sind die Türen noch nciht neu lackiert.... Aber alles in allem kann man hier gut wohnen. Und (wie Du schon sagtest) der Garten ist halt toll für die Kinder! Puhm ich sehe gerade, Deine Kinder sind ja vom Alter dicht zusammen und Du bist schwanger. DU hast ja gute Nerven, Hut ab! #blume

Wir haben auch noch Wohnungen im Haus vermietet, die neu gemacht werden mussten, alles sehr stressig.

Wie schafft Ihr das in Eigenarbeit???

LIebe Grüße
Tati

Beitrag von snoopster 20.04.10 - 13:52 Uhr

Hallo,

ach ja, die Große wird nächste Woche schon drei, die kann schon relativ viel selber machen und kommt ja auch in den KiGa wenn Nr.3 kommt.... Alles halb so wild :-)

Mein Mann hat ca. ein Jahr lang alles selbst gemach thier. Er war wirklich nur am arbeiten. Jedes Wochenende, immer im Urlaub. DAs war schon echt hart. Die alte Wohnung war winzig, und ich war wieder schwanger....
Vor einem Jahr sind wir dann eingezogen. Es funktioniert ja alles. Wir konnten kochen, baden, duschen, Heizung hatten wir auch, von daher wars ja halb so schlimm. Unten fehlen ja nur noch die Türen an Esszimmer und Wohnzimmer, die Bodenleisten, und ein wenig Kosmetik....

Nachdem wir ja auch mit den NErven fertig waren haben wirs hier erstmal ein wenig gelassen... Nach und nach nerven halt dann Dinge, und die machen wir jetzt. Im Winter wars schon immer ein wenig kälter, und mit Dämmung hoffen wir, die Heizkosten auch ein wenig zu drosseln. Aber zuerst war kein Geld da und dann im Winter selbst konnten wirs nicht machen...

Der Garten ist auch benutzbar, aber nciht schön- das kommt irgendwann.

Es wird!

Habt Ihr ein Mehrfamilienhaus??? Unseres ist nur E+D. War aber auch ein ZFH.... Früher lebten sie ja noch eher bescheiden ;-)

LG Karin

Beitrag von ayshe 19.04.10 - 10:52 Uhr

hallo,
grundsätzlich kann man alles kaufen, kommt eben immer darauf an, wie hoch der preis und wie der zustand in dem zusammenhang ist.

wir haben 2 häuser, die mehrere hundert jahre alt sind, warum nicht?


es ist nur sehr wichtig, daß man wirklich den zustand ermittelt (meinetwegen per gutachten) und die summe für den sanierungsstau.
diese muß mit dem wert und der kaufsumme harmonieren.

und man sollte sich überlegen, wie hoch die kosten sind, ob nun per fremdausführung oder selbst.

Beitrag von manavgat 19.04.10 - 11:22 Uhr

Ich würde ein Gutachten in Auftrag geben - vor dem Kauf.
Das kostet zwar erst mal Geld, spart aber vielleicht eine Menge Ärger und Kosten.

Gruß

Manavgat

Beitrag von zanadu 19.04.10 - 15:44 Uhr

Hallo, wir haben auch ein altes Haus (1928). Das Haus hat zwei vollgeschosse und war schon renoviert.
Wie sieht es mit Küche und Bad aus. Zur Zeit planen wir eine neue Küche und die neugestaltung der Wasser und Abwasserrohre. Das ist bis irgendwann Pflicht.

Beitrag von puschi08 19.04.10 - 16:25 Uhr

Hallöchen!

Wir haben uns auch ein Haus gekauft Baujahr: 1900
Es ist Traumhaft (jetzt!!!)#verliebt
Aber ich rate dir, kauft euch das Haus nicht wenn ihr nicht noch etwas Geld in der hinterhand habt.
Eigentlich war auch bei uns recht viel neu gemacht am schluss kam die Feuchttigkeit, dann der Schwamm und dann standen auf einmal nur noch die Grundmauern.
Da sind schnell mal 50 tausent verschwunden die nicht zusehen waren aber sie waren aufeinmal weg.
Hätten wir nicht das geld gehabt, wären wir jetzt wohl richtig im #putz!

Ich würde so ein projekt nur starten mit genügend geld im rücken.

Lg