Kinder und Alkohol - nur mal probieren...

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von ylenja 19.04.10 - 08:39 Uhr

Hallo,

probieren Eure Kinder auch mal Alokohol ?

Also, ich muß mal so anfangen:
Wir waren vor kurzem bei einer befreundeten Familie. Wir saßen gemütlich zusammen, und tranken dann auch ein Likörchen.
Die Tochter (6 Jahre alt) der anderen Familie kam dann, und fragte, ob sie auch mal probieren darf. Gesagt - getan.
Zwar nur "nippen" - aber trotzdem.
Überhaupt fällt mir auf, dass Kinder öfter mal am Bier ect. probieren dürfen. Ich weiß, früher durften wir das auch, und ich bin keine Alkoholikerin geworden.
Trotzdem bin ich da richtig konsequent.
Unser Sohn darf Alkohol überhaupt nicht probieren und er fragt auch nicht danach. Mit knapp 8 muß es auch noch nicht sein - meine ich.
Ich mache auch keine Kuchen oder Essen mit Alkohol, bei dem er mitessen könnte.
Meine Meinung ist einfach, dass Kinder sich teilweise da schon "Geschmack" holen, und das muss nicht sein.

Noch mal: Es geht nicht darum, dass Kinder Alkohol trinken, sondern einfach um das "daran nippen", den letzten Tropfen probieren der im Glas ist...

Wie seht Ihr das ?
Bin ich da zu überempfindlich ?
Würde mich wirklich mal interessieren.
Also her mit Euren Meinungen :-D

LG

Ylenja

Beitrag von metalmom 19.04.10 - 08:42 Uhr

Ich dachte erst, Du wärst ein Fake.
Nein, meine Kinder dürfen nicht probieren. Auch nicht mal nippen.
Ich weiss nicht ob es überhaupt legal ist, seine Kinder Alkohol probieren zu lassen. Wohl eher weniger, nehme ich mal an.
Krass. Weiss gar nicht was ich dazu noch schreiben soll. Auf was für Ideen manche Eltern kommen ist mir unbegreiflich. #klatsch

Beitrag von maggelan 19.04.10 - 09:17 Uhr

Nein, finde ich nicht besonders gut. Und bei DROGEN kann man gar nicht überempfindlich genug sein.

Auch wenn ich so aufgewachsen bin, ich bin da absolut dagegen.
Wir haben gerade jetzt das Problem mit der Konfirmation und dem Rundgang der Konfirmanten.
Alle bringen was "zu saufen" mit. So war das hier schon immer und wird auch wohl so bleiben.

"Früher" waren die Geburtstage der Familie im Nebel. Denn alles hat geraucht was es ging, es wurden sogar Zigarren und Pfeifen in der Wohnung geraucht und ich fand es toll durch den Nebel zu spazieren. Ich habe mir immer vorgestellt im Himmel auf den Wolken zu sein.

Käsekuchen gabs mit nem ordentlichen Schuß Rum oder eingelegten Rumrosinen und ich habe ihn geliebt:
Aber wenn Oma den Kuchen macht dürfen meine den nciht essen, denn da ist wirklich ordentlich Alkohol drinnen der nicht beim Backen verpufft ist.

Nippen durfte ich auch, es wurde mir sogar angeboten und an Silvester gabs für mich Sekt aus den kleinen Likörschwenkern, die wie Champagnerkelche in Miniformat aussehen.

Klar wollen die Kinder gerne mal das gleiche haben wie Erwachsene, aber die Folgen?

Meine Mutter redet sich alles schön. Egal obs Rauchen in der Schwangerschaft ist oder das Kleinkinder Alkohol bekommen.

Aus uns ist ja auch was geworden:-[

Beitrag von kathrincat 19.04.10 - 09:37 Uhr

nein, und schon überhaupt nicht in den alter, vielleicht mit13. klar früher haben wir das wohl fast alle gemacht, ich mag auch keinen alkohol
ich habe einen kuchen der mit bier gemacht wird, da kommt halt alkohlfreise ran. sonstiges essen wird nicht mit alkohl gemacht.

Beitrag von snoopster 19.04.10 - 09:39 Uhr

Hallo,

ich weiß nicht, warum, aber ich bin seit ich Kinder habe wirklich empfindlich bei dem Thema Alkohol.

Wir haben auch selten einen zuhause, klar, stehen hier Flaschen Wein rum, die wir geschenkt bekommen haben, aber mein Mann hat ab und an mal ein Bier getrunken zum Abendessen, aber nicht mal das seh ich gern.
Bei der Taufe gabs Bier, klar, Sekt zum anstoßen, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, meine Kinder mal probieren zu lassen. In dem Alter nicht, und später auch nicht. Ab wann ichs zulassen würde kann ich nciht sagen.
Aber sie dürfen auch keine Getränke mit Koffein trinken, wenn ich mal ne Cola daheim hab, und meine Tochter sagt, was ich da trinke, dann sag ich Cola, und sie weiß, dass sie das nicht darf.

Aber nochmal zurück zum Alkohol:
ICh hab während meines Studiums wirklich viel getrunken, war oft aus, und hab ich nix ausgelassen, Party, Alkohol, aber ich denke, das war auch die Zeit dazu, und die ist jetzt rum.
Mein Mann darf ab und an mal weggehen, aber wenn der dann mit Fahne nach HAuse kommt darf er auf der Couch schlafen. Klar kann es mal passieren, dass man wo hängen bleibt, ein Gläschen kommt aufs nächste, und schon ist man voll, aber ich finde, mit den Elterndasein haben auch absichtliche Saufgelage und Treffen zum Zusaufen aufzuhören.
Für mich passt das alles nicht zusammen.

LG Karin

Beitrag von chicle 19.04.10 - 10:11 Uhr

"...mein Mann darf ab und an mal weggehen..." #schock...Darf?????...Daaarf????...Wie goldig ist das denn? #rofl

Klar sagt man dem Partner(in) Bescheid, muss sich arrangieren usw., aber fragen ob man(n) darf bzw. jemand erlaubt seinem Partner etwas zu dürfen...???...Ist er ein Kind?...Dein Eigentum?...*lach...oh man...da bekomme ich ne Krise.

Nun denn, egal wie, hab noch einen schönen Tag #sonne

Beitrag von snoopster 19.04.10 - 10:19 Uhr

Na, meinste, er sagt das andersrum nicht??
Und wenn mich jemand fragt ob wir mal ins Kino gehen wollen, sag ich auch, ich muss erst meinen Mann fragen.

Für MICH ist das die richtige Wortwahl. Denn obwohl er nicht mein Kind, und nicht mein Besitz ist, fände ich es auch irgendwie unangebracht, sich vor mich hinzustellen, und zu sagen: ICH gehe heute abend weg, egal obs passt, oder nicht, und DU bleibst bei den Kindern.

Von daher fragen wir, und erlauben uns gegenseitig, die Abendgestaltung außerhalb der eigenen vier Wände zu verbringen und den anderen damit auch mit den Kindern allein zu lassen!

Wäre denn ein "kann" in dem Zusammenhang für Dich besser gewesen??

Ja, und danke, ich hab noch nen schönen Tag, mit Erlaubnis meines Mannes auch :-)
Dir viel Spaß noch mit Deiner Krise.... #kratz

Beitrag von emmapeel62 19.04.10 - 11:44 Uhr

"ich muss erstmal meinen Mann fragen" ...

Echt Klasse ! Mrs. Pankhurst und ihr Mitstreiterinnen drehen sich vermutlich im Grabe um.

Ausserdem hast du geschrieben "er DARF auch mal weggehen" #augen Hört sich an wie an, als ob ein Diener gnädiger Weise ab und zu mal einen freien Abend bekommt und zum Dank dafür auf dem Sofa schlafen darf #rofl

Beitrag von carrie23 19.04.10 - 11:58 Uhr

Also ich fand die Wortwahl auch heftig.
Mein Mann muss mich nicht um Erlaubnis fragen, klar Bescheid geben denn ich mach mir ja auch Sorgen wenn er Stunden später erst heimkommt aber Fragen????

Beitrag von valentina.wien 20.04.10 - 10:58 Uhr

Mein Mann und ich finden es durchaus angebracht, dem anderen nur mitzuteilen, man gedenkt auszugehen.

Beispiele:
Letzter Freitag. Ich rufe meinen Mann im Büro an und teile ihm mit, dass er um spätestens acht Uhr zuhause sein muss, da ich dann weggehen werde.

Gestern. Mein Mann schreibt mir ein SMS, dass er noch was trinken geht.


Wir belegen abends Kurse, gehen zum Sport usw. Und Gott sei Dank müssen wir uns nicht um Erlaubnis fragen.
Einzig unsere Termine versuchen wir so zu koordinieren, dass wir uns da nicht in die Quere kommen- und sonst gibts auch noch Babysitter.

Beitrag von snoopster 22.04.10 - 09:26 Uhr

Das ist doch toll, dass Ihr das so handhabt, wir machen es eben anders.
Außerdem kann mein Mann mich auch anrufen, und sagen, es hat sich grad ein Freund gemeldet, er würde gern nach der Arbeit mit ihm was trinken gehen. Ist doch völlig okay. Ich sag dann halt trotzdem, dass er "gefragt" hat, Ihr sagt, er hat Bescheid gegeben. Alles eine Frage der Interpretation.

Ich finde es allerdings keine Art der Kommunikation, per SMS sein Fernbleiben mitzuteilen. Wenn wir was ausmachen, dann per Telefon oder von Gesicht zu Gesicht.

Beitrag von snoopster 19.04.10 - 13:24 Uhr

Ich frag mich langsam, wie sich ein paar hier über einen unüberlegten Satz von meiner Seite aufregen können.
Es ging hier um Kinder und Alkohol, nicht um das Zusammenleben von mir und meinem Mann.
Ich hab den Text kurz runtergeschrieben, weil meine Kleine auf meinem Schoß saß.

Wir haben ein glückliche und zufriedene Ehe, und wenn ich sage, ich frage, und er darf weggehen, dann sagen andere eben, dass sie sich absprechen! Außerdem hab ich mich hier vor niemandem zu rechtfertigen, wie wir es hier handhaben! Solange ich und mein Mann glücklich sind, hat das andere nicht zu interessieren!

Nein, ich würde es ihm nie verbieten. Hab ich noch nie und mach ich auch nicht. Und wenn meine Tochter bei uns im FB schläft, finde ich es falsch und deplatziert, wenn daneben ein volltrunkener Erwachsener schläft!

Das wars von mir!
Schönen Tag Euch!

Beitrag von emmapeel62 19.04.10 - 13:36 Uhr

Das nenn' mal Diskussionskultur #huepf

Beitrag von frauke131 20.04.10 - 12:17 Uhr

Oh Gott! Dein Mann ist erwachsen! Mein Mann und ich sprechen uns lediglich ab, wann wer weggeht, wegen der Kinder, aber wenn einer von uns mit ner Fahne ankommt, darf er trotzdem ins Bett.
Bloßm weil man Eltern ist, heißt es doch nicht, dass man nicht auch mal ein Glas zuviel trinken darf!

Beitrag von 17876 20.04.10 - 23:06 Uhr

#pro

Beitrag von perserkater 19.04.10 - 09:39 Uhr

Hallo

Da wir vermeiden vor unseren Kinder überhaupt Alkohol zu trinken stellt sich die Frage gar nicht. Mir ist es wichtig, dass meine Kinder Alkohol nicht als alltäglich erleben. Also das Bier am Abend, den Wein zum Essen, den Likörchen hinterher usw. gibt es hier nicht. Ich finde Gewohnheitstrinken richtig dämlich, besonders wenn es die Kinder von klein auf so vorgelebt bekommen. Das hieße ja es gehört dazu wie das Glas Wasser.

Auf die Idee meinen Kindern dann auch noch probieren zu lassen, mit 6?#klatsch Nee, sicher nicht.

LG

Beitrag von tschika1973 21.04.10 - 18:10 Uhr

#kratz

Gibt es nix mehr zwischen gar nicht und alltäglich ?

Beitrag von jazzbassist 19.04.10 - 10:05 Uhr

Ich oute mich jetzt mal: Also "nippen" darf mein Spatz schon. Wir fanden das nicht sonderlich tragisch. Ich denke, je mystischer Sie das Thema Alkohol gestalten, so eher machen Sie das ganze für Kinder interessant. Ist eigentlich mit allem im Leben so. Wir haben die Grenze immer da gezogen, wo es der Entwicklung/Gesundheit unseres Sohnes geschadet hätte. Beim "nippen" von Alkohol war das entsprechend (unserer Meinung nach) nicht der Fall.

Zur Familie selbst: Meine Frau trinkt am Wochenende, wenn wir uns mit dem Essen mal etwas mehr Mühe gegeben haben, sehr häufig einen Wein dazu; haben wir auch vor unserem Sohn nie versteckt. Ich trinke Abends gerne mal einen Single Malt. Auf die Gesundheit hat das eine rein positive Wirkung. Unser Sohn hat uns noch nie (an-) oder betrunken erlebt; noch wenn wir Besuch zu Hause hatten, bei uns im Haus andere "Erwachsene". Ich denke, Kinder lernen so einen ganz natürlichen und ungefärhlichen Umgang. Kinder/- Jungendliche werden zwangsläufig in der Gesellschaft ohnehin mit Alkohol konfrontiert werden; da ist es mir lieber, wenn er sich uns zum Vorbild nimmt, als 14-Jährige, die sich ins Koma saufen.

Beitrag von schwarzbaer 19.04.10 - 10:15 Uhr

Meine Große (6) darf nippen - bei Dingen, wo ich weiß, daß sie ihr nicht schmecken werden. Sozusagen zur Abschreckung. Z.B. mein geliebter extratrockener Sekt, oder trockener Rotwein - aber auch schon mal meinen Kaffee (ohne Milch, sonst schmeckts ja :-))
Hat gewirkt, sie hat bisher immer genau 1 x genippt und beschlossen, daß ich ekliges Zeug trinke und sie lieber bei ihrem Kindersekt (bei Parties) bleibt.

gruß, schwarzbaer

Beitrag von tadeya 19.04.10 - 21:00 Uhr

Hallo du schwarzbaer,

ich kann dir sogar aus der Kind-Perspektive bestätigen, dass dein "Rezept" wirkt: Ich durfte als Grundschulkind bei meinem Papa einmal am Bierglas nippen - iiiiiih,wie habe ich mich geekelt! Ich wollte NICHTS mehr von Bier wissen!

:-)

LG
Tadeya

Beitrag von marion2 19.04.10 - 21:02 Uhr

Hallo,

ich kann genau das Gegenteil berichten.:-D

Hmmmmm - das war lecker.

LG Marion

Beitrag von frauke131 20.04.10 - 12:20 Uhr

Ich habe als 2Jährige einen Schnaps getrunken (aus Versehen, habe mich vertan). Das war so eklig, dass ich nie gefragt habe, ob ich nippen darf. Lediglich Bierschaum, weil der so lecker aussah- aber ebn nur lecker aussah#schock

Beitrag von katjafloh 19.04.10 - 10:18 Uhr

Bei uns stellt sich die Frage auch überhaupt nicht, da wir gar keinen Alkohol trinken. Mein Mann höchstens am WE abends zum Fernsehen ein Bier, da sind die Kids aber schon im Bett. Zu Geburtstagsfeiern gibt es höchstens mal ein glas Sekt. Und ehrlich meine Kinder haben mich auch noch nie gefragt ob sie kosten dürfen. Außerdem gibt es bei mir dann die Antwort: Nein, darfst Du nicht, daß ist nur für Erwachsene und gut ist. DAs übrigens auch bei Cola. ;-)

Lg Katja

Beitrag von ayshe 19.04.10 - 10:54 Uhr

ich sehe und mache es wie du.

meine tochter ist 6, hat null interesse und ich wüßte nicht, warum ich ihr welches einreden sollte.

Beitrag von juliane1978 19.04.10 - 11:30 Uhr

Hallo,
nippen habe ich meine Beiden (6 + 4) noch nicht lassen - denen hat immer das Riechen schon gereicht, damit Sie Alkohol für eklig eingestuft haben.
Ich gehöre jetzt nicht zu denen die den Alkohol verteufeln. Kindern sollen einen gesunden Umgang damit sehen. Im Sommer trinken wir öfter mal zum Abendessen einen "Russen" oder auch mal ein Glas Wein. Zu Geburtstagen gibts Sekt. Ich frag dann immer ob sie riechen wollen. Manchmal tun sie es und der Geruch schreckt sie schon ab.
LG,
Juliane