Kleinkind mit im Bett?!?!?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von diana760 19.04.10 - 10:16 Uhr

Hallo zusammen,

als Nicht-Mutter, bitte ich mal um euren Rat in folgender Situation:

Mein Freund und ich sind seit ca. 6 Monaten ein Paar. Er hat eine Tochter, die jetzt 18 Monate alt ist.
Samstags oder Sonntas holt er sie ab. Jetzt ist es so, dass sie mal bei uns schlafen soll. Naja, und da weiß ich nicht genau weiter. Er meint, sie könnte dann mit im Bett schlafen, zwischen uns, damit sie nicht herausfällt. Naja, erstens bin ich der Meinung, dass sie sich besser an ihr eigenes Bettchen gewöhnen kann, und sie dann morgens zu uns kommen kann. Zweitens habe ich Angst, dass, wenn sie zwischen uns liegt, ich auf sie draufrolle... Ich schlafe gerade sehr unruhig...

Naja, er sagt, sie kennt das von der Mutter so, dass sie dort mit im Bett schläft.

Was soll ich machen?

Ich glaube, wenn wir es nicht von Anfang an so handhaben, wird es ewig dauern, bis sie sich an ihr Bett gewöhnt.

Ich möchte dem Spruch: "Bekomm du erstmal eigene Kinder" aus dem Weg gehen...

Danke vorab!
Diana

Beitrag von biene81 19.04.10 - 10:22 Uhr

Meine Tochter schlaeft seit dem Babyalter ab und zu bei uns im Bett (sie ist jetzt 3) und das kein Problem.
ABER - es ist ja auch mein Kind.
Wie gut ist Deine Beziehung zu der Kleinen?
Ich glaube nicht das DU Dich da draufrollen wirst. Da hat man ein Gefuehl fuer, im Unterbewusstsein. Auch als Nicht-Mutter.
Das Argument mit "ans eigene Bett gewoehnen" ist Schwachsinn. Das machen sie irgendwann von ganz allein.
Ich finde es immer schrecklich daran zu denken, dass mein ein so kleines Kind dazu "zwingt" allein zu schlafen, waehrend man es selbst ja nicht tut.
Meine Tochter geht jeden Abend von allein in ihr Bett und kommt dann etwa jede 2 Nacht irgendwann zu uns weil sie kuscheln will.

LG

Biene

Beitrag von diana760 19.04.10 - 10:35 Uhr

Unsere Beziehung steht noch relativ am Anfang.
Es wird immer besser würde ich sagen. Die ersten Monate war es schlimm für mich, weil ich immer nur so daneben stand. Fühlte mich ziemlich "über"
Letzte Woche kam sie zu mir und machte einen Kussmund. Habe ihr einen Kuss auf die Stirn gegeben. Dann kam sie wieder und ich gab ihr einen Kuss auf die Nase. Sie hat sich gefreut...
Ich habe gedacht, einen Kuss auf den Mund zu geben steht mir nicht zu. Ich bin ja schließlich nicht die Mutter. Gestern war der schönste Tag. Sie war auf 4 Stunden verteilt, bestimmt eine Stunde mit mir alleine. Sie war gut zufrieden. Also es wird besser...

Ich weiß, das hört sich blöd an, wenn ich sowas sage. Natürlich kann sie gerne zwischen uns schlafen. Ich hätte ihm nur vorgeschlagen, dass man sie evtl in ihr Bettchen legt, wenn sie eingeschlafen ist, und wenn sie nachts wach werden würde, könnte man sie ja zu uns holen. Wäre das vielleicht ein Kompromiss???

Ich weiß ja auch nicht. Vielleicht bin ich auch noch etwas überfordert mit so einer Situation. Vielleicht sollte ich die beiden in der Nacht alleine lassen und heim fahren. Aber eigentlich möchte ich das auch nicht. Möchte nur alles richtig machen.

Glaub nicht, dass ich ein kalter Mensch bin. Ich wünsche mir selber Kinder und würde sie nicht zu etwas zwingen. Ich bin immer für Kompromisse. Es ist nur etwas anderes, da es nicht mein Kind ist. Vielleicht bin ich ja auch eiffersüchtig?!?!

Nobody is perfect?! ;-)

Beitrag von ayshe 19.04.10 - 11:04 Uhr

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Ich hätte ihm nur vorgeschlagen, dass man sie evtl in ihr Bettchen legt, wenn sie eingeschlafen ist, und wenn sie nachts wach werden würde, könnte man sie ja zu uns holen. Wäre das vielleicht ein Kompromiss???
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theoretisch möglich, aber du kannst es nur in dem moment sehen. man weiß vorher nicht, wie sich ein kind verhält.
vllt solltest du dir gar nicht so viele gedanken machen, es bringt nichts. laß es auf dich zukommen.


naja, man kann nicht so von heute auf morgen "mutter" werden oder alles so machen, wie eine mutter.
das ist doch klar, laß dir zeit, laß die kleine mal machen und es wird schon.
sei offen für sie und versuche zu sehen, was sie braucht.
kinder geben meistens zeichen.

Beitrag von diana760 19.04.10 - 11:17 Uhr

Danke, du bist sehr nett!

Es ist nicht leicht, alles richtig zu machen, zumal das gar nicht geht.
Dass ich mir zu viele Gedanken mache, ist immer so. Gestern, bevor die Kleine zu ihm gekommen ist, habe ich angefangen zu zittern, weil ich Angst davor hatte, etwas falsch zu machen bzw. dass sie mich wieder nicht an sie ranlässt.
Ich wollte schon eine Ausrede finden, um gar nicht hinzufahren.
Naja, und was war dann???
Ich komme dahin, sie nimmt meine Hand, und alles war gut. ;-)
Das war so ein schönes Gefühl für mich.
Ich hab sie jetzt schon lieb und ich glaube, dass sich alles einspielen wird. Es braucht halt Zeit...

Also, ich werde jetzt einfach abwarten, und versuchen, mich auf die Tage zu freuen, wenn sie da ist.

Dass sie bei ihm schlafen soll ist wahrscheinlich wieder so neu für mich, dass ich auch da erst merken muss, dass alles halb so wirld sein wird ;-)

Danke!

Beitrag von ayshe 19.04.10 - 13:52 Uhr

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Dass sie bei ihm schlafen soll ist wahrscheinlich wieder so neu für mich, dass ich auch da erst merken muss, dass alles halb so wirld sein wird
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genau, es wird halb so wild sein ;-)

als ein enkel meines onkel und meiner tante das erste mal dort schlief, haben die beiden fast gar nicht geschlafen, waren zu aufgeregt ;-)

Beitrag von petra1982 20.04.10 - 10:12 Uhr

Die Kinde rmeines Mannes geben mir auch einen Kuss auf den Mund ;-) Denk wenn ihr eine feste Beziehung zueinander habt kommt das als selbstverständlich das das mal passiert :-)

Warte doch ab wie die Nacht wird ;-)

Beitrag von kruemlschen 19.04.10 - 10:31 Uhr

Hallo,

ich sehe das so wie Biene.

Mein Sohn wird jetzt 2 und er hat Anfangs nur bei mir im Bett geschlafen, nach und nach immer mehr in seinem eigenen.

Trotzdem kommt er noch jede Nacht zu mir, weil er eben die Nähe braucht.

Wenn er bei meinen Eltern schläft, dann schläft er auch erst im Reisebett, irgendwann in den frühen Morgenstunden kommt er aber auch ins Bett meiner Mama.

Grundsätzlich vertrete ich die Meinung, dass nicht immer überall alles gleich laufen muss, denn die kleinen merken sehr schnell dass es beim Papa z.B. anders läuft als bei der Mama, allerdings könnte ich mir vorstellen dass es für die Kleine auch leichter sein wird wenn sie bei Euch im Bett schlafen darf, weil sie ja schon mal die ungewohnte Umgebung überwinden muss, da hilft ihr die Nähe vom Papa bestimmt besser damit zu recht zu kommen.

Ich würde es einfach mal so ausprobieren und wenn Du dann tatsächlich so gar nicht damit zurecht kommst, könnt ihr Euch immer noch eine Alternative überlegen. Schließlich sollen sich dauerhaft ja alle mit der Situation wohl fühlen.

LG Krüml

Beitrag von bruchetta 19.04.10 - 10:40 Uhr

Früher habe ich so gedacht wie Du, mittlerweile sehe ich das ganz anders.
Dein Mann hat mit einer Nacht in der Woche nicht die erzieherischen Möglichkeiten wie die Mutter des Kindes.
Von daher ist dieses Argument haltlos, so finde ich.

Ich würde meine Tochter (5) jederzeit mit ins Bett nehmen, aber sie kommt leider nur morgens mal kurz, wenn sie ausgeschlafen hat.
Sonst möchte sie in ihrem Bett schlafen.

Schade, sie werden so schnell groß und können dann noch 60 - 70 Jahre in ihrem eigenen Bett schlafen. ;-)

Beitrag von diana760 19.04.10 - 10:44 Uhr

Also, ich habe mir gerade etwas überlegt...

Ich werde meinem Freund vorschlagen, dass wir es einfach mal ausprobieren. Wir besorgen ein Reisebett und stellen es ins Schlafzimmer.
Dann können wir ja gucken, wie sie einschläft und entweder wir legen sie ins Reisebett, oder sie liegt bei uns. Dann sehen wir weiter... Eine schlaflose Nacht werde ich wohl überstehen...

So langsam verstehe ich ja, dass man nicht nach Schema F vorgehen kann. Das ist auch so eine Sache, an die ich mich gewöhnen muss. Habe sonst immer alles genau nach Plan gemacht.

Wenn die Kleine älter ist, und ihr Zimmer fertig ist, wird sie foh sein, dorf schlafen zu können. Außerdem schnarcht ihr Vater... sie wird freiwillig "ausziehen" ;-)

Beitrag von bruchetta 19.04.10 - 10:50 Uhr

Oder Ihr kauft Euch ein richtiges Kinderbett und macht so einen "Balkon" an seiner Seite (sprich Stäbe an einer Seite entfernen und das Bettchen mit der offenen Seite an sein Bett stellen).
Dann haben alle genug Platz und die Kleine hat die Nähe, die sie kennt und wohl auch braucht.

Beitrag von nofoodbaby 19.04.10 - 12:26 Uhr

Hallo,

ich glaub das Schnarchen wird nicht stören. Unsere Kleine kommt auch nach Bedarf in unser Bett.... letztens bin ich dann auf's Sofa gegangen, Papa und die Kleine haben im Duett geschnarcht und sich nicht daran gestört.

Viele Grüße!

Beitrag von lieserle 19.04.10 - 14:27 Uhr

Hallo,

die Lösung mit dem Reisebett finde ich nicht schlecht. Dann könnt Ihr einfach ausprobieren, ob sie drin schläft. Wenn nicht, würde ich sie aber ohne tamtam einfach zu Euch holen.

Wir machen das mit unserer Tochter auch so, sie ist fast zwei. Abends geht sie in ihrem Bettchen schlafen und wenn sie nachts wach wird oder eben in ihrem Bett nicht schlafen kann, kommt sie zu uns, wenn sie will. Klappt ohne Probleme und meist schläft sie in ihrem Bett durch.

Man muss sich aber wirklich erst dran gewöhnen, dass es mit kleinen Kindern nicht immer gleich läuft. Jedes Kind ist anders und selbst bei meinem eigenen Kind bin ich immer mal wieder überrascht, wenn plötzlich was anders ist, was doch "immer so war". ;-)

Alles Gute
Lieserle

Beitrag von jans_braut 19.04.10 - 15:46 Uhr

Hallo,

du machst es jetzt schon richtig - und denkst schon wie eine Mutter.
Bei KLeinkindern kann man nichts planen. Kauft das Reisebettchen oder einfach schon ein normales Gitterbettchen. Und schaut einfach wie es so klappt.

Vielleicht fragt ihr die Mutti nach Einschlafritualen, besonderen Kuscheltieren oder Einschlafgebeten, bestimmte Musik, usw.

Gruss

Beitrag von nele27 19.04.10 - 10:45 Uhr

Hi,

ich bin derselben Meinung wie Biene... auch beim "fremden" Kind. Es ist ja noch ganz klein.

Wir mussten Anton damals mit einem Jahr ausquartieren, weil der Schlafrhythmus meines Mannes durch Schichtarbeit dermaßen versaut war, dass er ein sich ständig wälzendes Kind nicht ertragen hat und Anton sehr gut allein schlief. Aber wenn etwas war (krank, einsam etc.) durfte er trotzdem zu uns.

Also: Gönn es Deinem Freund und dem Kind - sie sehen sich doch so selten!

LG, Nele

Beitrag von diana760 19.04.10 - 10:48 Uhr

Nele,

danke für den Rat!
Würdest du es für richtig empfinden, wenn ich nach Hause fahre, damit die beiden Zeit für sich haben, wenn sie bei ihm schläft?

Oder ist es besser, wir gewöhnen uns alle sofort an die Situation?

Diana

Beitrag von nele27 19.04.10 - 12:03 Uhr

Ich würde sagen: Alle drei ins Bett ;-)

Du gehörst ja nun in sein Leben und das müsst Ihr nicht verheimlichen.
Trotzdem kann Dein Freund natürlich auch mal was mit ihr allein unternehmen, das macht ihr bestimmt Spaß und Du musst ja nicht überall dabei sein.
Aber extra nachts nach Hause fahren würde ich nicht, zumindest nicht, wenn Du normalerweise immer bei Deinem Freund schläfst.

LG, Nele

Beitrag von ayshe 19.04.10 - 11:01 Uhr

wenn das kind sowieso aus einem familienbett kommt, kannst du es nicht einfach in einer fremden umgebung ausquartieren,
wahrscheinlich wird sie total weinen.

##Naja, erstens bin ich der Meinung, dass sie sich besser an ihr eigenes Bettchen gewöhnen kann, und sie dann morgens zu uns kommen kann.
Ich glaube, wenn wir es nicht von Anfang an so handhaben, wird es ewig dauern, bis sie sich an ihr Bett gewöhnt.
##
so denken auch mütter, also MIT kindern ;-)

ich halte es für blödsinn.

wir hatten 4,5 jahre ein Fb und ich persönlich habe es auch nie bereut.

Beitrag von jenx 19.04.10 - 11:17 Uhr

Also ich habe drei Kinder, die alle bei uns im Bett schlafen. Und das finde ich auch sehr schön so. Aber...als unser Ältester noch ganz klein war, hatten wir die beiden Großen (damals 7 und 3) meines Mannes zu Besuch und ich fand es eher befremdlich mit den beiden in einem Bett zu schlafen. Vielleicht ist es bei 18 Monaten was anderes, aber mir war es einfach unangenehm. Auch das Anziehen vor den Kinder etc. mochte ich nicht besonders. Aber das mag eine persönliche Sache sein...

Ich würde es auch mit Reisebett versuchen und dann weitersehen...

LG
Jenny mit Jamie, Julie und Henri

Beitrag von salino 19.04.10 - 11:20 Uhr

Hallo,

ich sehe das etwas kritischer.

Ich würde dem Kind eine eigene Privatsphäre - sprich Bett - einrichten, weil ich auch meine eigene Privatsphäre haben wollte (in diesem Fall mit dem Freund).

Ich finde, Kinder gehören in ihr eigenes Bett, besser noch im eigenen Zimmer.

Meine 1. Tochter hat, bis sie 2 war, in unserem Schlafzimmer geschlafen, aber im eigenen Bett. Das lag daran, dass ihr Kinderzimmer noch nicht fertig gebaut war.

Meine 2. Tochter hat bis 1,5 Jahre bei mir im Schlafzimmer - im eigenen Bett - geschlafen, erst da wurde dann auch ihr Zimmer fertig (ich war inzwischen alleinerziehend).

Nachdem die Kinderzimmer fertig waren, gab es nur noch Ausnahmefälle, wo die Mädchen in mein Bett durften (und auch nur dann wollten): Gewitter, schlechte Träume, Krankheit oder vorher angekündigte geplante Kuschelnächte zu dritt im Bett.

Ich lernte dann mal einen Mann kennen mit 7-jähriger Tochter, die auch nachts auf ihn nicht verzichten wollte... #augen

Naja, bevor ich nicht mal nachts mit meinem Freund allein sein kann - denn die Woche über ist man ja schon genug mit Beruf, Haushalt und Kindern und sonstigem eingespannt - will ich lieber gar keinen Freund und habe dann mit dem Mann schnell wieder Schluss gemacht...

Ich habe nicht eingesehen, dass ich meinen Kindern beigebracht habe, im eigenen Bett zuschlafen und "MUSS" dann an meinen heiligen Wochenenden mein Bett mit einem "fremden" Kind teilen...

Zumal das Kind im Altern von meinen war und die 3 Mädchen schön zusammen im Kinderzimmer hätten schlafen können.....im Sinne von "Kinder-Schlafparty".

Du musst wissen, ob dir die Privatsphäre mit deinem Freund wichtig ist oder nicht und ob du dir "sowas" antun willst. Wenn das Mädchen größer ist und vielleicht die Kindesmutter noch ein wenig "hetzt", habt ihr schnell eine verwöhnte Göre, die weiß, wie sie ihren Vater im Griff hat und dich verletzen kann.

Vielleicht ist ja dein Freund auch so ein Vater, der an den Besuchstagen alles aufholen will und seine Tochter zur Prinzessin auf der Erbse macht und dich hintenan stellt.

In den Nächten nach Hause fahren würde ich auf keinen Fall, somit lässt du es zu, dass ein kleines Kind DIR den Platz streitig macht..... IHR müsst über dem Kind stehen und ein Kind gehört nun mal ins Kinderzimmer und Eltern (oder Stiefeltern) ins Schlafzimmer!





Beitrag von biene81 19.04.10 - 11:27 Uhr

>>weil ich auch meine eigene Privatsphäre haben wollte (in diesem Fall mit dem Freund).<<

Aha, Du also mit Deinem Freund. Warum hat das Kind nicht das Recht auf Naehe zu seinem Vater?
Du kannst doch die beiden Situationen nicht vergleichen!
Das Kind hat den Vater fuer 1 Nacht in der Woche. Sonst nicht.
In dieser einen Nacht hat das Kind meiner Meinung nach das Recht die Vaternaehe zu spueren und man muss als Frau mal seine eigenen Beduerfnisse zurueckschrauben.

Wieso ueberhaupt Privatsphaere? Was macht ihr im Bett. was ihr woanders nicht machen koennt?

Beitrag von salino 19.04.10 - 11:39 Uhr

Ich finde, die Kinder können auch am Tag mit den Eltern/Vater/Mutter kuscheln etc. Also ich z. B. habe viel Zärtlichkeiten am Tag mit meinen Kindern. Sie kommen einfach mal an, wollen in den Arm, wenn wer das Haus verlässt, gibt es Umarmungen, Küsse usw.

Beim Zu-Bett-Bringen gibt es Rituale, die auch kuscheln beinhalten. Aber danach sollen sie schlafen (und zwar richtig und ohne Störung, um für den nächsten Tag fit zu sein) und ich will meinen "Feierabend" genießen, meine Zeit als Frau und nicht mehr als Mutter! (es sei denn, es liegt eine Krankheit vor oder ähnliches).

Klar kann ich Sex auch außerhalb des Bettes haben, aber wenn ich dann irgendwann ins Bett gehe, will ich kein Kind in der Mitte haben, was mich daran hindert, zusammen mit meinem Freund Arm in Arm einzuschlafen!

Ich lebe ja inzwischen auch wieder mit einem Mann zusammen und mein kleinstes Kind kommt auch mal ins Bett (hat oft Bronchitis), aber dann verkrümeln mein LG und ich uns auf die eine Seite und mein Kind liegt auf der anderen Hälfte (haben ein 2 m breites Bett).

Bis zu dem Zeitpunkt, wo der Kindstod noch eine Gefahr darstellte, hatten meine Kinder Narrenfreit, was mein Schlafzimmer/Bett anbelangt, weil ich immer tierische Angst hatte und selber nicht viel geschlafen habe und immer auf die Atmung gehört habe (trotz Angelcare), aber danach ist die Zeit gekommen, Abschied vom Elternbett zu nehmen...

Ich möchte einfach nicht 24 Std. am Tag MUTTER sein, ich bin auch noch Frau und Geliebte.

Beitrag von biene81 19.04.10 - 11:47 Uhr

>>Ich möchte einfach nicht 24 Std. am Tag MUTTER sein, ich bin auch noch Frau und Geliebte.<<

Emmm, ja. Ich auch.
Warum muss das Kind zwangsweise zwischen einem liegen? Es kann auch auf einer Seite liegen und die Eltern auf der anderen.
Ehrlich gesagt, ich wuerde so und so keinen Sex im Schlafzimmer haben, wenn mein Kind im gleichen Zimmer ist. Egal ob im gleichen Bett oder im eigenen Bett.

>>Bis zu dem Zeitpunkt, wo der Kindstod noch eine Gefahr darstellte, hatten meine Kinder Narrenfreit, was mein Schlafzimmer/Bett anbelangt, weil ich immer tierische Angst hatte und selber nicht viel geschlafen habe und immer auf die Atmung gehört habe (trotz Angelcare), aber danach ist die Zeit gekommen, Abschied vom Elternbett zu nehmen...<<

DAS finde ich schlimm. Nach dem Thema "Oh, nun kannste mir nicht mehr so schnell wegsterben, nun aber raus hier".

Und wieder kann man die Situationen nicht vergleichen. Haette ich mein Kind nur 1 Nacht die Woche, wuerde ich darauf bestehen das es neben mir schlafen kann und ich es so oft wie moeglich in meiner Naehe haben kann.

Ich bin auch der Meinung das NICHTS die Eltern-Kind-Beziehung so gut foerdert wie das gemeinsame nebeneinander schlafen. Fuer mich gibts auch kaum etwas schoeneres als morgens von meinem Kind geweckt zu werden welches sich an mich kuschelt.
Und das erst recht, wenn ich es nur 1 Mal die Woche sehe.

Beitrag von silbermond65 19.04.10 - 11:44 Uhr

Du musst wissen, ob dir die Privatsphäre mit deinem Freund wichtig ist oder nicht und ob du dir "sowas" antun willst. Wenn das Mädchen größer ist und vielleicht die Kindesmutter noch ein wenig "hetzt", habt ihr schnell eine verwöhnte Göre, die weiß, wie sie ihren Vater im Griff hat und dich verletzen kann.


In den Nächten nach Hause fahren würde ich auf keinen Fall, somit lässt du es zu, dass ein kleines Kind DIR den Platz streitig macht..... IHR müsst über dem Kind stehen und ein Kind gehört nun mal ins Kinderzimmer und Eltern (oder Stiefeltern) ins Schlafzimmer!


Wie bist du denn drauf?
Die Kleine ist 18 Monate alt ,kennt von zu Hause Familienbett ,soll jetzt anscheinend das erste mal beim Papa schlafen und wird dann plötzlich alleine in ein Bett gesteckt.
Was meinst du wohl ,wer in dieser Nacht schlafen wird ? Keiner ! Dann ist es erst recht Essig mit der "Privatsphäre".
Meine Tochter wird jetzt 3 ,schläft in meinem Bett und das wird auch so bleiben bis sie von sich aus in ihr Bett umzieht.
Und nun stell dir mal vor,ich habe doch tatsächlich noch "Privatsphäre" mit meinem Freund,denn meine Wohnung besteht nicht nur aus dem Bett im Schlafzimmer.


Vielleicht ist ja dein Freund auch so ein Vater, der an den Besuchstagen alles aufholen will und seine Tochter zur Prinzessin auf der Erbse macht und dich hintenan stellt.

Meine Kinder stehen für mich auch an erster Stelle ,damit muß mein Partner leben oder er sucht sich besser jemanden kinderloses.
Und hätte ich es anders gewollt,hätte ich mir einen Hund angeschafft statt der Kinder.Dann könnte ich meine Bedürfnisse und die meines Partners mal locker an erste Stelle stellen.

Beitrag von diana760 19.04.10 - 11:57 Uhr

Ganz ruhig... bitte...

ich bin diejenige, die um Rat gebeten hat. Bin für jeden Rat dankbar. Aber trotzdem hat jeder seine eigene Meinung im Punkto Kindererziehung- die sollte er auch vertreten dürfen.

In meinem Fall kann ich sagen, dass ich wirklich schon viel zurückstecke. Aber irgendwo muss es auch fair bleiben. In einer "normalen" Familie stehen die Kinder auch nicht immer im Vordergrund. Natürlich möchten wir, dass es der kleinen gut geht. Aber alles hat Grenzen. Ich möchte sie zu nichts zwingen, aber denke, dass wir einfach mal probieren, wie es überhaupt klappt und dann kann man sie langsam an ihr Bett gewöhnen.

Ich finde, der Partner sollte nicht ganz hintenan gestellt werden. Schließlich möchte man irgendwann eine "Familie sein"...

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