Umfrage: Allgemeinbildung, Kunst und Kultur für Kinder?

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Beitrag von juliane1978 19.04.10 - 11:36 Uhr

Hallo,
mich würde mal interessieren, wie wichtig Euch für Euere Kinder die Erziehung in Kunst und Kultur und Allgemeinbildung ist. Und wie Ihr das so macht.
Mir ist es wichtig, das meine Kinder ein Instrument lernen. Wir hören öfter mal klassische Musik, gehen ab und zu mal in ein Museum oder besichtigen eine Burg oder Kirche. Sie kennen einige Märchen. In der Schule haben sie jetzt was über Mozart und die Zauberflöte gelernt. Wir gehen auch öfter mal in den Zoo usw. Malen können und dürfen sie zu Hause jederzeit.
Bin mal gespannt auf Euere Antworten.
LG,
Juliane

Beitrag von mel1983 19.04.10 - 11:45 Uhr

Hallo Juliane,

Allgemeinbildung hat bei mir einen sehr hohen Stellenwert. Ich weiß, dass Kunst und Kultur da schon dazugehören, aber diesen "Teil" vernachlässige ich bei meiner Tochter (leider).

Ich hab selbst jetzt mit klassischer Musik wenig am Hut, deswegen fällt es mir schwer, meiner Tochter da was zu vermitteln.

Besuche in Museen jedoch gehören bei uns dazu. So waren wir neben den ganzen Naturkundedingen auch schon das Museum der Bildenden Künste (umgangssprachlich Bildermuseum) besuchen.
Ebenso sind Zoo- und Wildparkbesuche doch ein fester Bestandteil. In einer Kirche waren wir noch nie (finde ich aber auch nicht weiter schlimm).

Meine Tochter malt nicht gern. Sie ist eher die "Praktische". Rechnen und Wissen stehen bei ihr hoch im Kurs.

Ob das alles im Gesamten nun gut oder schlecht ist, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass ich meiner Tochter in Sachen Allgemeinbildung doch einiges vermitteln kann und bisher auch habe.

Grüße

Beitrag von metalmom 19.04.10 - 11:47 Uhr

Wir gehen oft in Museeen, besuchen Burgen, sind mehrmals die Woche in der Bücherei, oft im Zoo, malen, basteln, gehen auf den Spielplatz oder ins Schwimmbad. Mein Sohn kann schon sehr gut lesen, rechnen und schreiben, kennt sehr viele Tiere und weiss sogar die latainischen Namen vieler Dinosaurier.
An Musikinstrumenten hat hier niemand Interesse. Ich würde meine Kinder auch in diese Richtung fördern, aber es besteht keine Nachfrage. Ich persönlich finde es eh unwichtig, es sei denn man will Rockstar werden oder sich ein paar Euro in der Fußgängerzone verdienen.
Meinen Kindern liegt das Mittelalter, Bücher und Tiere. Und das fördern wir sehr. Sie in irgendeine Richtung zu schubsen möchten wir nicht.
LG,
Sandra

Beitrag von stubi 19.04.10 - 11:57 Uhr

Eigentlich schon wichtig. Eigentlich deshalb, weil wir trotzdem etwas zu wenig darauf achten.
Wir gehen ebenfalls in Museen oder besuchen Burgen, Parks u.ä. und erklären natürlich auch. Unsere Tochter spielt wie ihr Papa Trompete, unser Sohn lernt hoffentlich auch mal ein Instrument (wir werden ihn aber nicht zwingen).
Märchen sind wichtig, unsere Tochter kennt natürlich den Großteil der klassischen Märchen und der Kleine bekommt sie ebenfalls regelmäßig vorgelesen.
Ansonsten kennen unsere Kinder bedingt durch unser Hobby sämtliche Oldtimer, hauptsächlich Militärfahrzeuge, wissen wo man beim Auto Öl nachfüllt, kennen die meisten Ersatzteile, die so kaputt gehen können usw. zählt das auch? ;-)
Tiere sind klar, wir wohnen auf dem Dorf, da kommt die Milch nicht nur aus dem Tetrapack und die Kuh sieht nicht lila/weiß aus.
Was bei uns etwas vernachlässigt wird, ist die Politik, klar weiß unsere Tochter, wer Bundeskanzlerin ist und welche Parteien es gibt und wer gerade aktuell regiert. Aber ich glaube, da hört es auch schon auf, da politische Themen bei uns daheim eher selten vor den Kindern angesprochen werden, machen wir lieber abends, wenn wir unsere Ruhe haben, da mal etwas zu diskutieren.
Außerdem lege ich viel Wert auf höflichen Umgang, deutliche Aussprache und eine anständige Rechtschreibung, was aber nicht heißt, dass sie mit Freundinnen nicht "anders" reden und schreiben darf.

Beitrag von agostea 19.04.10 - 12:12 Uhr

Wenn überhaupt, spielerisch und nur bei bekundetem Interesse. Kinder sind Kinder - und das sollen sie so lange bleiben, wie es geht. Ohne Zwang, ohne in Vorgaben gepresst zu werden. Das haben sie später noch genug.

Gruss
agostea

Beitrag von gingerbun 19.04.10 - 12:42 Uhr

Seh ich auch so. Mein Kind sollte beispielsweise kein Instrument lernen nur weil ich das will. Aber leider gibt es viele Eltern die in diese Richtung laufen.
Gruß, Britta

Beitrag von hedda.gabler 19.04.10 - 12:19 Uhr

Hallo.

Ich finde das immens wichtig ...

... ich selber bin als Kind geradezu "zugeballert" worden mit kulturellen Angeboten ... regelmäßig in die Oper und ins Theater (auch in anderen Städten), später kamen die großen Musicals dazu, ins Museum sind wir fast wöchentlich gegangen und Urlaube wurden immer mit Kultur und Landesgeschichte kombiniert. Dazu habe ich diverse Musikinstrumente gelernt und habe klassisches Ballett getanzt (zum Ausgleich gab es noch Hockey und Tennis).

Regelmäßige Besuche im Zoo, Zirkus und Familienausflüge gehörten zum Alltag ... auch gerne mal Kurztrips, um Freunde zu besuchen.

Natürlich gab es auch mal Phasen, in denen man keine Lust hatte, aber gerade in die Oper und ins Theater bin ich immer gerne gegangen.

Ich selber habe das als Erwachsene weiter so betrieben, wenn ich Zeit (und Geld) hatte ... bin manchmal zu besonders interessanten Ausstellungen in andere Städte gefahren und als Christo den Reichstag verpackt hat, war ich mehrere Tage in Berlin.

Meine Kleine hat ihre erste Oper erlebt, als ich mit Ihr hochschwanger war;-)

Von all dem, was meine Eltern mir in diesem Bereich geboten haben, zehre ich bis heute ... und habe ein eigenes Interesse an diesen Dingen entwickelt, so dass ich mich auch außerhalb der Angebote meiner Eltern weiterbelesen etc habe.

Mit einer der Gründe, warum ich trotz Kind versuche, beruflich weiterzukommen, ist das nötige Kleingeld für solche Unternehmungen zu verdienen.
Ich möchte meine Kleine sicherlich nicht mit all diesen Dingen überfrachten (ist bei mir auch nicht passiert, ich konnte auch noch ganz viel Kind sein), aber die Möglichkeit haben, ihr diese Angebote zu machen ...

... sie wird jetzt 3 Jahre alt und wir fangen gerade langsam an: wir waren schon im Museum und hören ab und an klassische Musik (z.B. "Peter und der Wolf" oder "Karneval der Tiere") ... und Mozart findet sie ganz toll, hat sie schon als Baby zum Einschlafen gehört;-)

Und wir werden altersgerecht weitermachen ... dazu kommt nämlich auch, dass das Aktivitäten sind, die mir selbst wirklich Spaß machen;-)

Gruß von der Hedda.

Beitrag von mansojo 19.04.10 - 12:21 Uhr

Hallo,

seid Ihr als Kinder gern ins Museum gegangen

also ich nicht
auch kein anderes Kind das ich kenne

mein Sohn findet Museen öde
dabei hat er riesen Interesse an Dinos,Mineralien(hat selber eine ordentliche Sammlung)
Käfer und Getier jeglicher Art hochinteressant

aber ins Museum? keine Chance
nur einmal war er mit Begeisterung dabei bei einer Burgführung
und zwar die Burg Kulmbach
wir hatten den Burgführer für uns ganz allein der hat 1000 Geschichten erzählt
leider ist soetwas ein Glücksgriff


aber Ausstellungen wo dei Exponate in Vitrinen liegen die man nicht mal anfassen darf neeeee

in Berlin gibt es das Labyrinth
http://www.labyrinth-kindermuseum.de/
wer mal in Berlin ist kann ich nur empfehlen
alles zum mit und selber machen

keine schimpft über kleine Fingerabdrücke auf Glas


LG Manja

Beitrag von valentina.wien 20.04.10 - 10:16 Uhr

Ich bin als Kind nicht immer gerne ins Museum gegangen. Manchmal haben meine Geschwister und ich auch gefluch. Zum Beispiel wenn unsere Eltern uns bei 40 Grad im Schatten in Barcelona durchs Picasso-Museum geschleppt haben, obwohl wir lieber im Meer spielen und Eis essen wollten.

Aber generell bin ich immer schon gerne ins Museum gegangen.

Wir gehen mit unserer Tochter auch oft ins Museum. Vor allem weil wir selbst die aktuellen Ausstellungen sehen wollen. Sie geht sehr gerne!
Vor allem für Videokunst kann sie sich begeistern (no na). Aber ihr wird auch nicht langweilig beim Betrachten von Gemälden und Installationen.
Wir nehmen sie zu Vernissagen und Performances mit und meistens hat sie auch ihren Spaß.
Wenn sie nicht herumschauen mag, kann sie ja auch durch die Gänge laufen und spielen.

Ins Naturhistorische Museum und ins Technische Museum gehen, soweit ich weiß, alle Kinder gerne.

Ins Theater sowieso.
Burgen (zu meinem Leidwesen) und Kirchen werden auch immer gerne besichtigt. Allerdings ohne Führung.

LG

Beitrag von gingerbun 19.04.10 - 12:40 Uhr

Hallo,
Allgemeinbildung bekommt unser Kind von uns mit da wir ihr die Welt erklären. Ein Instrument lernt sie wenn sie das will und ihr das wichtig ist.
Gruß, Britta

Beitrag von similia.similibus 19.04.10 - 12:44 Uhr

Hmmm...ich weiß gar nicht. In Museen geh ich selber nicht so gern und ich kann meine Kinder dafür nicht begeistern also schleppe ich sie auch nicht hin. Beide Kinder bekamen die Chance, ein Instrument zu lernen. Der Junge hat es nicht weit gebracht und schnell das Interesse verloren am Selberspielen, das Mädchen spielt/lernt Klavier. Beide Kinder sind sehr sportlich und können ihren sportlichen Interessen nachgehen. Immer wenn Interesse an einem Thema aufkommt, wie z.B. letztens bei meiner Tochter am Mittelalter, versuchen wir so gut es geht, Fragen zu beantworten und uns gemeinsam damit zu befassen. Oft besorgen wir dann Lektüre, die wir - je nach Machart - gemeinsam durchgehen oder das Kind liest allein. Bei aktuellen Geschehnissen reden wir drüber, wenn das Kind nachfragt.
Ganz allgemein versuchen wir die Interessen zu fördern, so es uns möglich ist.
Tja...ob das zu wenig ist?

Beitrag von daddy69 19.04.10 - 12:47 Uhr

Naja, er ist erst knapp 3. Aber auch zukünftig werde ich viel Wert darauf legen, solange seine Freizeit, das freie, unbeaufsichtigte Spielen etc. nicht zu kurz kommt.

Er hat massenweise Bücher, weil er ein Interesse dafür entwickelt hat. Wenn es in eine andere Richtung umschlägt, werden wir das auch fördern.

Ich denke, ich habe eine recht gute Allgemeinbildung, meine Eltern haben das aber nie explizit gefördert. Es kam eben so mit, weil meine Eltern ähnlich "gebildet" waren. So stelle ich mir das bei unserem Sohn auch vor.

Wichtig ist uns nicht, was er in den ersten Jahren lernt, sondern die Lernkompetenz und die Auffassungsgabe, die sich entwickeln soll.

LG
Peter

Beitrag von similia.similibus 19.04.10 - 12:49 Uhr

#pro

Beitrag von rienchen77 19.04.10 - 13:11 Uhr

meine Kinder werden auch musich erzogen, die Große bekommt Gitarrenunterricht und die fünfjährige macht jetzt Ballett...sie hat es nicht mit den Instrumenten, tanzt lieber...

Allgeminbildung find ich wichtig.... quäle meine Kinder aber nicht mir langweiligen Kulturprogram... eher Mitmachaktivitäten...wie z.B. Freilichtmuseen... da ist immer was los...

Beitrag von daddy69 19.04.10 - 13:16 Uhr

>>quäle meine Kinder aber nicht mir langweiligen Kulturprogram... eher Mitmachaktivitäten<<

Genau. Kinder haben einen natürlichen Forschungsdrang. Wenn man den unterstützt, kommt die Lust an Wissen und Bildung fast von alleine.

Beitrag von molinalaja 19.04.10 - 21:59 Uhr

>Genau. Kinder haben einen natürlichen Forschungsdrang. Wenn man den unterstützt, kommt die Lust an Wissen und Bildung fast von alleine. >

Auf jeden Fall.
Ich war mit meiner Tochter schon mehrfach in solchen Anlagen mit physikalischen und cemischen Experimenten. Sie hat unheimlich viel Spaß daran (6 Jahre).

Beitrag von gunillina 19.04.10 - 19:03 Uhr

Mein Sohn lernt ein Instrument, seitdem er im letzten Kindergartenjahr ist.

Er interessiert sich sehr für Opern, also gehen wir ab und zu (1-2 mal im Jahr) in die Oper, er hat bisher die "Zauberflöte" und "Hänsel und Gretel" gesehen, dieses Jahr wollen wir die "Entführung aus dem Serail" schauen.
Ausserdem möchte er im Oktober zu David Garreth, mal sehen, ob wir ihm den Wunsch erfüllen...#augen (dieser etwas selbstverliebte Schönling, der hervorragend Geige spielt... der ist mir ein bisschen ZU "cool"...)

Wir gehen ins Kindertheater, zu Kinderlesungen, mit meiner Tochter war ich im Tanztheater.

Märchen gehören einfach dazu, momentan ist ausserdem übrigens die Odyssee interessant, sie haben das als Hörspiel, sehr schön.

Wir gehen eher selten in den Zoo, dafür aber regelmäßig in Museen (auch im Urlaub in anderen Städten, zu Ostern waren wir im Museum in London bei den Dinosauriern), in Kinderausstellungen oder in die Zwergenführungen hier vor Ort.

Wenn wir in der Gegend wandern gehen, informieren wir uns vorher über Besonderheiten, die wir dann den Kindern erzählen können, während wir unterwegs sind (Geschichten zur jeweiligen Burgruine etc.).

Wir haben das Glück, sehr interessierte Kinder zu haben und das Angebot auch nutzen zu können, bzw. sind wir froh, dass es bei uns überhaupt ein ordentliches Angebot gibt!

Ansonsten haben wir auch einfach Glück, dass wir Bekannte und Freunde haben, die z.B. am Theater arbeiten, Künstler/Maler sind, dass unser Friseur Ausstellungen im Salon organisiert, die die Kinder dann mit anschauen etc. Dann kommt man auch selbst eher mit Kunst und Kultur in Kontakt und hat es dann leichter, dies seinen Kindern als etwas Wertvolles zu vermitteln.:-)

Beitrag von gingerbun 19.04.10 - 22:39 Uhr

"Ausserdem möchte er im Oktober zu David Garreth, mal sehen, ob wir ihm den Wunsch erfüllen... (dieser etwas selbstverliebte Schönling, der hervorragend Geige spielt... der ist mir ein bisschen ZU "cool"...)"
Da musste ich jetzt echt lachen.. Du triffst es irgendwie (wiedermal) :-)
Britta

Beitrag von krokolady 19.04.10 - 19:09 Uhr

ich hab das meinen Kindern immer selbst überlassen.
Niemals hätte ich was von ihnen gefordert was sie nicht wollten/mochten - also in Sachen Hobbys/Freizeitbeschäftigung.

Natürlich wollten sie immer viel anfangen....z.B. Sportverein, Gitarre, Basteln etc........aber nach ein paar Mal was das Interesse verloren weil sie merkten es macht ihnen keinen Spass.

Hab z.B. auch versucht ihnen den christlichen glauben näher zu bringen ( ich selbst bin nicht gläubig).....hatten z.B. eine Kinderbibel.......aber wenn meine Kinder sagten sie wollten diese Geschichten nicht hören, dann hab ichs akzeptiert.

Das was sie wollten bzw. kennenlernen wollten hab ich gefördert/unterstüzt - aber wenn sie etwas nicht wollten war das absolut ok.
Zwänge oder Pflichten gab es nie

Beitrag von hezna 20.04.10 - 07:42 Uhr

Ich habe die Erfahrung gemacht, das Kinder sich von ganz allein für irgendetwas interessieren.

Mein Großer saugt zur Zeit alles wie ein Schwamm auf, das mit Sachkunde zu tun hat. Evolutionsgeschichte, Forschungen über das Gehirn, warum lachen wir usw. Da ich auf alle Fragen gar keine Antwort habe, kaufe ich ihm gern Hörbücher, die sich mit diesen Themen beschäftigen. Er hört abends vor dem Schlafengehen eine dieser CDs, wartet oft mit erstaunlichem Wissen auf und überrascht uns damit.

Dasselbe mit Forschern und Entdeckern. Wenn nun also Ausstellungen sind, wird er gern dorthin gehen, weil es ihn interessiert und er wird etwas "mitnehmen" daraus.

Mein Mittlerer liebt alles, was mit Rittern, Schlachten und Waffen zu tun hat. Also lese ich mit ihm Bücher über diese Dinge.

Ich achte einfach darauf, für was sich meine Kinder interessieren und fördere dieses Interesse. So werden sie ebenfalls in ihrer Allgemeinbildung gestärkt. Denn was man mit Interesse verfolgt, bleibt meistens auch hängen.

Kirchen oder Museen zu besichtigen, wenn sie das Thema null interessiert, halte ich für Quatsch. Sie werden nur genervt sein und fragen, wann wir endlich wieder gehen.

Gruß Hezna #klee

Beitrag von valentina.wien 20.04.10 - 10:23 Uhr

Wie schon geschrieben:

Unsere Tochter macht unser Kulturprogramm grundsätzlich mit. Zumindest in Bezug auf Ausstellungen etc.
Ins Kino und Theater gehen wir natürlich alleine.

Sie geht aber sehr gerne ins Kindertheater- mit uns und auch sehr oft mit dem Kindergarten.

Sie spielt Geige. Auf eigenen Wunsch. Mein Mann und ich spielen beide Instrumente und ich finde Musik ist in jedem Fall eine Bereicherung.

Wir lesen ihr sehr viel vor, reisen viel und erklären ihr nebenbei sehr viele Dinge.

Beitrag von ayshe 20.04.10 - 12:20 Uhr

kunst, kultur und allgemeinbildung.

weißt du, das kann irgendwie eine ganze meng sein, eine sehr große spannweite.

sicher ist es wichtig.


hier habe ich ein bißchen den eidnruck, daß einige bei ihren kindern das sehen wollen, was sie selber haben oder machen, zb das hier:
##
Mir ist es wichtig, das meine Kinder ein Instrument lernen.
##
warum?

man kann sich auch durchaus für musik, auch klasische und überhaupt alles interessieren, ohn selber wirklich musikalisch zu sein.

ich komme aus einer völlig unmusikalischen familie, nichtmal verwandte sind musikalisch.
mein mann spielt zwei instrumente oder auch drei, wie man will.
aber ob nun unsere tochter eine schwäche dafür hat, weiß ich nicht, bisher zeigt sich nur das normale einfache kindliche interesse, das morgen wieder vorbei ist.
mir ist es völlig egal, ob sie ein instrument lernt oder nicht.

bisher mag sie schon einiges an klassischer musik, nimmt sich auch CDs und hört sie eben.

ich nehme sie einfach so, wie sie ist und versuche ihre interessen zu erfüllen.

bisher interessiert sie sich sehr stark für eher physikalische und technische dinge, will dauernd experimente machen, kristalle wachsen lassen, einfluß von pflanzenwachstum durch licht und all solche dinge.
in dieser richtung machen wir viel, sie will es eben so.
aber mein mann und ich sind beide aus der technikschiene, vllt ist es wirklich auch veranlagung.

solche experimentierlandschaften sind für sie der absolute hammer, da ist sie oberglücklich.


und ja, wir waren auch oft in museen und in burgen.
aber ich suche museen heraus, bei denen ich weiß, daß sie nicht zu trocken sind, ggf. heimatkunde mit tieren, kindergerechten knopfdruckspielchen und solchen dingen. das mag sie auch sehr gern und schlägt auch selber solche besuche vor.

kirchen fand sie bisher alle langweilig, ein kurzer blick und schnell weg.


ich weiß nicht genau, auf was du hinaus willst.
märchen? malen? #kratz
ist doch alles ganz normal oder nicht?

Beitrag von mel-t 20.04.10 - 19:48 Uhr

Natürlich erklär ich meinen Kindern so gut ich kann die Welt...für mich ist das Allgemeinbildung.

Also schauen wir uns im Wald auch mal die Blätter an und finden heraus welcher Baum das ist. Im Zoo lesen wir uns auch die eine oder andere Tafel durch und reden darüber wo die Tiere herkommen und wie sie da so leben....also im Alltag eingebunden.

Musikalisch gesehen habe ich selbst leider wenig Ahnung, aber wir singen gerne und viel, auch Volksgut und Kinderlieder, meine Tochter liebt die Little Amadeus CDs und hat darüber auch etwas über klassische Musik gelernt. Auch geht sie in die Musikschule und kann gerne, wenn sie später will ein Instument lernen.

Über Themen wie Ritter, Dinosaurier, den menschlichen Körper, Natur, die Erde, Religion, Geschicht....erfahren meine Kinder dann mehr, wenn sie sich für das Thema interessieren, dann lesen wir gerne "Was ist Was" Bücher oder gehen zu Ritterspielen, zu Dinoausstellungen, ins Aquarium usw.

Wo meine Kinder sicherlich später gut Bescheid wissen, sind Märchen und Kinderbuchklassiker, wir haben bald alles durch: Astrid Lindgren, Ottfried Preußler, Erich Kästner, Michael Ende....usw. Macht mir selbst einfach viel Spaß diese Geschichten vorzulesen.

Aber am wichtigsten finde ich: Ich beantworte ihre Fragen. wenn ich es selbst nicht weiß, finden wirs heraus.

Mfg
Mel-t (die einfach hofft, das ihre Kinder später keine Dummbären werden)