Zu viel...

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von sabine1984 19.04.10 - 12:48 Uhr

Hi!

Eigentlich möchte ich mich bloß ein wenig auheulen, weil ich sonst keinen habe... Sorry also fürs Silopo!

Ich kann zur Zeit echt nicht mehr. Ich habe mich getrennt von meinem Mann, und das das passiert war schon länger klar, weil einfach nix mehr gepasst hat. Er hatte eh nie Zeit für mich oder die Kinder, und wenn er mal am Sonntag da war, waren wir ihm eh zu viel, er hat die Mädels nicht gut behandelt und wollte nur seine Ruhe. Also war ich quasi eh immer alleinerziehend... dachte ich...

Ich hab im Netz einen anderen kennengelernt, ohne je aktiv einen anderen Partner gesucht zu haben, das ist einfach so bei einem onlinespiel passiert. Nachdem feststand, dass ich mich trenne, bin ich in die Nähe vom Neuen gezogen, mit den Kindern, 750 Km weit weg.
Ich vermiss so viel!
Ich vermisse meine Freunde, und vor allem meine Arbeit, die mir immer sehr viel Spaß gemacht hat. Für meine Kinder gibts keinen Kindergartenplatz, vorraussichtlich dieses Jahr nicht mehr. Kann so nicht arbeiten gehen. Und ganz besonders vermisse ich es, wenigstens mal eine halbe Stunde für mich zu haben! Früher, als ich noch bei meinem Ex war, da kam er um 21 Uhr heim. Die Kinder haben da schon geschlafen. Aber ich konnte um 22 Uhr noch eine Stunde joggen gehen! Jetzt schlafen die zwar auch um die Zeit, aber die Kleine wacht in der Nacht ca. alle 1,5 bis 3 Stunden auf - immernoch. Mit 14 Monaten! So kann ich nicht mal eben für ne Stunde gehen... Das macht mich fertig, und wegen dem Umzug hab ich immernoch so viel aufzuräumen, für die Große gar keine Zeit. Fühle mich wie die letzte Versagerin...
Langsam zweifle ich daran, ob es die richtige Entscheidung war. Die Ehe war kaputt. Aber ich hatte Arbeit, Kontakte und Betreuungsplätze. Jetzt ist es zu spät. "Freizeit" wie die Meisten anderen Allein erziehenden hab ich nie, weil der Weg einfach zu weit ist. Er kann nicht mal eben alle zwei Wochen 1500 KM fahren.
Und meine Laune macht die Neue Beziehung kaputt. Ich glaube, in diesem Leben werd ich nix mehr auf die Reihe kriegen. Der Neue wird mich auch verlassen und dann bin ich ganz alleine.
Er hat selber zwei Kinder und nicht unendlich Zeit für mich, gemeinsamer Urlaub quasi unmöglich. Zeit alleine, ohne Kinder, ein Traum fast ohne Chance wahr zu werden. Das wird er auch nicht ewig aushalten.
Ich hab Angst, fühl mich leer und würde mich am liebsten jeden Tag besaufen, wenn die Kinder nicht wären. Den ganzen Tag Lust zu heulen...
WIE MACHT IHR DAS???
So schwer hätte ich es mir alleine nicht vorgestellt, war es doch vorher auch nicht viel anders. Aber einmal am Tag durchatmen zu können, wenn er daheim war, und zu wissen, dass er ihr das Fläschchen in den Mund stecken würde, wenn sie aufwacht, das hab ich unterschätzt und vermisse es jetzt so sehr. Alleine raus gehen...

The Show must go on...
Danke fürs zuhören!

Beitrag von cliffi 19.04.10 - 13:10 Uhr

Sorry, aber warum ziehst du Hals über Kopf 750km weit weg ohne dir vorher ernsthaft Gedanken gemacht zu haben?

Mit 2 kleinen Kindern wär ich niemals allein so weit weg gezogen ohne Freunde oder Familie die einen unterstützen. Für keine Liebe der Welt! Denn wie du schon sagtest, irgendwann verlässt er dich vielleicht, wirklich viel Zeit hat er auch nicht für dich.... DAS überlegt man sich alles vorher! Und ich kann das auch nicht nachvollziehen.

Du hast sogar die Kita-Plätze und deine Arbeit für diesen Mann aufgegeben? VÖLLIG UNVERSTÄNDLICH FÜR MICH!

Ich hab da auch keinen Rat für dich, außer vielleicht im Internet mal nach Mama´s in deiner Nähe zu suchen um langsam Freunde zu finden. Öfter mal auf den Spielplatz gehen um dort vielleicht Leute kennenzulernen.

Wieso unterstützt dich dein neuer Partner nicht mal, nimmt die Kinder mal ne Stunde, oder passt eben nachts die eine Stunde auf in der du mal durchatmen und joggen gehen kannst?! So toll scheint er nicht zu sein wenn er das nicht macht...

LG

Beitrag von xyz74 19.04.10 - 13:54 Uhr

Das die Entscheidung recht unreif war, ist dir sicher inzwischen selber bewusst.
Frag Dich was Dich in Deinem Neuen Umfeld hält.
Zurückgehen ist keine Schande!

Aber vor allem solltest Du mal in Dich gehen und Dich fragen warum Du nicht allein sein kannst und stattdessen von einer Beziehung in die nächste fällst, statt Dein Leben mal allein in den Griff zu bekommen?

Beitrag von maschm2579 19.04.10 - 14:48 Uhr

Du bist ein Fake oder #schock

Sorry, aber bei soviel Naivität in Deinem Alter kann man kein Mitleid haben.

Was hast Du denn gedacht was passiert? Du kommst dort und findest sofort einen Job, ne kita und neue Freunde?
Hast Du nicht erst einen Job gesucht bevor Du so einen Schritt wagst?

Sorry, aber das ist der absolute Oberhammer und unverständlich #klatsch

Beitrag von birkae 19.04.10 - 14:49 Uhr

Hast du die Möglichkeit eine "Leihoma" zu suchen? Internet, Zeitungen?
Gibt es Krabbelgruppen, in denen du Kontakte knüpfen kannst? Gibt es Tagesmütter, damit du einen Job machen kannst?
Mach in Kinderarztpraxen Aushänge, dass du Kontakte knüpfen willst, oder Betreuungsmöglickeiten suchst.
Mache irgendetwas, aber stecke den Kopf jetzt nicht in den Sand.

Ich schreibe bewußt nicht, was ich von deinen bisherigen Veränderungen halte, weil das nichts mit der Situation zu tun hat. Das hilft dir nicht. Und würde dich nur noch mehr ins Loch der Verzweiflung ziehen. Und das ist nicht meine Absicht. Jetzt versuche das beste aus der neuen Umgebung zu machen. Halte dich nicht an der Hoffnung fest, dein neuer Freund greift dir unter die Arme. Sondern werde selbst aktiv.
Suche vielleicht sogar im WKW oder anderen Bekanntschaftsplattformen Gruppen aus deiner neuen Region, selbst auch hier im Freundschaftsforum kannst du suchen. Beim Jugendamt kannst du auch eine Liste von eingetragenen Tagesmüttern bekommen ( so habe ich hier mal gelesen).


LG und viel Glück
Birgit

Beitrag von flesh 19.04.10 - 20:07 Uhr

Hallo!

Habe vor einiger Zeit meinen "neuen Freund" im Internet kennengelernt. Derzeit trennen uns noch fast 800km voneinander.

Er hat keine Kinder und ist erst 23. Ich habe ihn also von jetzt auf nachher aus seinem "Party-Saufen-Hurra-Leben" gerissen.

Inzwischen ist sein Versetzungsantrag durch und ab Oktober wird er fest bei uns sein. Übrigens nennt mein Sohn ihn Papa und wir erwarten unser zweites Kind.

Diese "Wie-konntest-Du-Nur"-Reaktionen wie in den anderen Antworten bekam er natürlich auch zu Hauf von Familie und Freunden, dennoch hat er sich nicht beirren lassen und sich für uns entschieden. Wir sehen uns zwei Tage die Woche, was ihn monatlich über 500 Euro Fahrtkosten kostet.

Auch wenn das vielleicht eine andere Geschichte ist, ähnelt sie sich mit deiner doch ein bischen. Wir lieben uns, und ich wäre genauso zu ihm gezogen, wenn das mit der Versetzung nicht geklappt hätte.
Vielleicht liegt das wirklich an unserem furchtbar naiven Alter! :-D

Du wirst sicher Anschluss finden, es gibt doch überall Krabbelgruppen, oder was ist denn mit der Familie von deinem Freund? Seinem Freundeskreis?

Ich bin davon überzeugt, dass du das alles schaffen wirst!

Liebe Grüße und Alles Gute!
Tanja

Beitrag von parzifal 20.04.10 - 11:27 Uhr

Dein Freund hat auch nur über sich allein entschieden.
Ferner lässt er sich versetzen und hat weiter Arbeit.

Ist dies wirklich vergleichbar mit der Hau-Ruck-Entscheidung der
TE?

Im Übrigen: dass dem Vater der Umgang zu seinen Kindern fast unmöglich gemacht wird (750 km wegziehen!) ist niemandem einen Einwand wert.

Beitrag von cliffi 20.04.10 - 11:51 Uhr

Ich denke auch das man das NICHT vergleichen kann...

Ihr neuer Freund scheint sich auch wenig zu kümmern, sie hat KITA und Arbeit einfach aufgegeben und ist Hals über Kopf mit den Kindern von Familie, Freund und Mann weggezogen.

Sie hat vorher einfach nicht überlegt, hat die rosarote Brille aufgesetzt und sich was zurechtgeträumt von dem sie jetzt auf harteste Weise erwacht.

Das hat eigentlich schon nichts mehr mit Naivität zu tun, sondern wirklich schon mit Dummheit. Auch wenn ihr das nicht wirklich weiterhilft.

Entweder versucht sie da jetzt selber nen Freundeskreis aufzubauen oder sie zieht halt wieder zurück und hat wieder alles was sie braucht bis auf ihren Freund der sie scheinbar eh nicht unterstützt.

Beitrag von ellinutelli 20.04.10 - 13:42 Uhr

---Also war ich quasi eh immer alleinerziehend...---

Diesen Satz liebe ich besonders...:-[

Beitrag von sabine1984 21.04.10 - 15:32 Uhr

Nur zur Info: Eine Familie, die mich unterstützen könnte, gibt es nicht. Nur einen Bruder, der aber schon lange und noch ewig im Ausland ist.

Und ich nehme meinem Ex die Kids nicht weg, er war voll und ganz damit einverstanden, dass wir umziehen und freut sich, dass er jetzt ab 21 Uhr seine Ruhe hat. Einmal wöchentlich, meistens Sonntags ab 15 Uhr - wenn er ausgeschlafen hat - ruft er an.

Um Kita-Plätze hatte ich mich schon letztes Jahr gekümmert, Onlineantrag.

Trotzdem danke.