Alleinerziehende - grosses Kompliment

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von ronca37 19.04.10 - 17:01 Uhr

Liebe Alleinerziehende,
War grad 5 Tage mit 2 kranken Kleinkindern zu Hause. Wir hatten alle Magen-Darm-Virus - Details erspar ich Euch lieber. Ihr kennt das wohl eh alle.
Jedenfalls habe ich viel an Euch gedacht. Ich habe einen tollen Mann zu Hause, der glücklicherweise gesund geblieben ist. Er hat so viel mitgeholfen.
Und wenn ich dann nachts (selber war mir speiübel), die Kleine aus dem Bett geholt habe, weinend, und sie saubergemacht habe, frischen Pyjama angezogen, Gespucktes aus den Haaren gewaschen, und sie wieder parat war für zurück ins Bett, da hatte mein Mann schon den Boden aufgewischt, ihr Bett neu angezogen, und alles war bereit zum Weiterschlafen. Da habe ich gedacht, dass ihr das alles alleine machen müsst. Wenn das Kind wieder sauber ist, und nur noch zurück ins Bett will, dann muss man es irgendwo hinsetzen, und selber erst noch das Bett neu beziehen, Boden aufwischen, etc...
Oder auch wenn man dann ohne Energie selber im Bett liegt, und die Kinder langsam wieder fit werden, wie anstrengend das dann ist, schon nur Bücher mit ihnen anzukucken, geschweige denn mehr als das. Und wie froh ich da war, dass mein Mann da war.
Und das Einkaufen, Waschen, Wäsche hängen - einfach alles.
Alleinerziehende haben meinen vollen Respekt - eh schon, aber nach der Woche erst recht wieder.
Die "Gesellschaft" hat keinen Schimmer, was ihr leistet. Nicht in Ausnahmesituationen, wie bei Krankheit, aber auch nicht im Alltag.
Ich wünsche Euch viel Kraft, Freude und alles Gute!
ronca37

Beitrag von kleinesbambi 19.04.10 - 17:12 Uhr

Duck dich schon mal

Gleich wirds nett ;-)

Die AE´s mögen solche Threads hier nicht

LG

Beitrag von grundlosdiver 19.04.10 - 18:04 Uhr

Das hab ich auch gedacht! ;-)#liebdrueck
Ich hab schon öfter mein krankes Kind allein gepflegt, dafür muss man nicht AE sein... Da gibt es ganz sicher weitaus größere (mögliche) Schwierigkeiten als eine Woche ein krankes Kind!!!

P.S. Patchwork ist auch nicht einfach...

Beitrag von flotte-lotte01 19.04.10 - 18:05 Uhr

Huhuu,

ich find das super Klasse von dir #pro!!!!!

LG die Lotte

Beitrag von ohneplan 19.04.10 - 18:09 Uhr

hey dankeschön :) das ist ja lieb :)))

Beitrag von hexe3113 19.04.10 - 18:14 Uhr

Hallo,

war sicher gut gemeint von Dir...

..aber gut gemeint ist nunmal das Gegenteil von gut gemacht.

Solche Statements sind hier nicht so gerne gesehen...
...zu Recht, wie ich finde.

Hat so etwas von Kopf-Getätschel-bist-so-ein-armes-Hascherl-Getue. Bei manchen AEs hier ist ganz deutlich zu erkennen, dass die sich mit ihrem Familienmodell ganz wohl fühlen.

Nix für ungut.

Gruß,

Andrea

Beitrag von cliffi 19.04.10 - 18:22 Uhr

Ich find es immer wieder toll wenn jemandem auffällt was wir Tag ein, Tag aus leisten müssen....

Diese Threadersteller immer runter zu machen ist doch dumm. Seid doch lieber froh das wenigstens einige Leute anerkennen das wir es nicht so einfach haben!

Hat doch mit Kopfgetätschel nix zu tun, im Gegenteil, sie zollt uns ihren Respekt!

Beitrag von hexe3113 19.04.10 - 19:34 Uhr

Hallo,

schön, wenn Du das so sehen kannst...:-)

Für mich hat dieser Thread leider einen schalen Beigeschmack von Mitleid, und das hat ja bekanntermassen mit Respekt nichts zu tun...

In meiner Zeit als AE habe ich lieber einige "Unannehmlichkeiten" (die ich übrigens gar nicht als so tragisch empfand) in Kauf genommen, als meine tolle Kleinstfamilie in Form meiner damals zweijährigen Tochter so schnell wieder aufzugeben...

Mittlerweile hat sich das zwar schon seit längerem wieder geändert, aber ich konnte dieser Zeit durchaus positive Seiten (und das waren nicht wenige) abgewinnen.
Was ich zum Leben brauchte und vor allem wollte, hatte ich ja...;-)

In diesem Sinne.

Andrea

Beitrag von cliffi 20.04.10 - 11:45 Uhr

"In meiner Zeit als AE habe ich lieber einige "Unannehmlichkeiten" (die ich übrigens gar nicht als so tragisch empfand) in Kauf genommen, als meine tolle Kleinstfamilie in Form meiner damals zweijährigen Tochter so schnell wieder aufzugeben... "


Dieser Satz ergibt für mich keinerlei Sinn, von daher ist es auch sehr schwer den folgenden Absatz sinnvoll zu betrachten.


Sie hat nirgends geschrieben das wir ihr Leid tun, das heißt das es nichts mit Mitleid zu tun hat.

Aber mir scheint das manche Leute hier einfach so verbittert sind mittlerweile um nicht einmal mehr die positiven Seiten des Lebens zu betrachten und bei solchen gutgemeinten Kleinigkeiten dumm labern. Die TE hat sicher keinerlei böse Absichten gehabt beim schreiben und manche hier greifen sie trotzdem so übel an... Ich find diese Personen dumm, kindisch und wie bereits erwähnt verbittert.

Sicher haben wir mehr Problem als nachts nur die Kotze aufzuwischen, das weiß die TE sicher selber, aber ist doch schön wenn ihr das bei einer (für uns) solch einfachen Sache schon auffällt! Um so mehr Respekt hat sie erstmal wenn wir ihr unsere Storys so erzählen würden!

Beitrag von ronja74 19.04.10 - 18:45 Uhr

Schon wieder so ein "Kinderwagen-allein-durch-den-Schnee-schiebe-Thread"?? :-p

Ach Gottchen...

Beitrag von naddikiel79 19.04.10 - 19:08 Uhr

Schöner Text und er ging runter wie Öl ;-)
Danke!
Was man allerdings nicht kennt, kann man leider auch nicht vermissen.. einen fürsorglichen Mann und liebevollen Vater...

Hoffentlich geht es Euch jetzt wieder besser :)
Dir ebenfalls alles Gute!

LG

Beitrag von jeanie25 19.04.10 - 19:25 Uhr

Also eigentlich find ich es ja immer schön, wenn jemand auch mal nach links und rechts schaut und sieht was andere so leisten...


aber...

"Jedenfalls habe ich viel an Euch gedacht. Ich habe einen tollen Mann zu Hause, der glücklicherweise gesund geblieben ist. Er hat so viel mitgeholfen.
Und wenn ich dann nachts (selber war mir speiübel), die Kleine aus dem Bett geholt habe, weinend, und sie saubergemacht habe, frischen Pyjama angezogen, Gespucktes aus den Haaren gewaschen, und sie wieder parat war für zurück ins Bett, da hatte mein Mann schon den Boden aufgewischt, ihr Bett neu angezogen, und alles war bereit zum Weiterschlafen. Da habe ich gedacht, dass ihr das alles alleine machen müsst. Wenn das Kind wieder sauber ist, und nur noch zurück ins Bett will, dann muss man es irgendwo hinsetzen, und selber erst noch das Bett neu beziehen, Boden aufwischen, etc... "

Find ich echt unpassend....mag sein das ich überreagiere aber das ist einfach nur bescheuert.
Wenn das das einzigste Problem von Alleinerziehenden wäre, wären viele glaub überglücklich...

Naja trotzdem Danke...

Beitrag von sneafi21 19.04.10 - 21:16 Uhr

#pro

Beitrag von schnuki28 19.04.10 - 20:30 Uhr

na danke.ich bin mit 3kindern "alleine" und gehe noch 3mal die woche arbeiten.krankheit der kinder ist wohl das geringste als sorge.
frühförderung,sprachförderung,fußball für den 5jährigen.
tischtennis,zirkus ag für die 7jährige
kg für den 1jährigen.haus,garten usw!
ohne omas u opas in der nähe.da kann man schon mal ins schleudern kommen.da haut einem eine magendarmgrippe nicht aus den latschen.die wir 4 vor 2monaten ALLE hatten
aber trotzdem danke.
p.s nicht zu vergessen der streß mit dem ex der fauel aufm sofa sitzt,keinen unterhalt zahlt und immer alles besser weiß#schrei

Beitrag von schnuki28 19.04.10 - 20:33 Uhr

noch was vergessen.
in den gruppen wird man als "aussetzig"behandelt,grad von verheirateten frauen.frei nach dem motto die will uns die männer stehlen!so ein schwachsinn

Beitrag von arienne41 19.04.10 - 21:29 Uhr

Hallo

In welchen Situationen an AE´s denkst komisch ich hätte andere Sorgen.

Du hast keine Ahnung von AE´s da ist das was du schreibst eine Nichtigkeit, ätzend blöd aber ist eben so.

Ach was wäre es schön und einfach nur solche Sorgen zu haben.

Der ganz normale Tagesablauf ist eigentlich so das einfachste.

Ich erzähle mal was an meinen Kräften zerrt.

Mein Sohn war 3 Jahre auf der arbeit klingelte das Telefon (meine Abrechnung war gerade fertig denn ich konnte eine viertel Stunde früher gehen).
Ich wußte sofort es ist was passiert.

Schnell nach Hause (meine Kollegin machte die Restarbeit damit ich los konnte) und mit meinem Sohn ins KH.

Warten , Untersuchen Röntgen warten Arzt kam meinte
.OP der Arm ist gebrochen . Er zeigte mir das RÖntgenbild ich sagte , nö nicht operieren. Er ging zum Chefarzt. Der gab mir recht.
Arm wurde mit einem Verband am Körper festgemacht unter betäubung (keine Narkose).
Dann schlief der Kleine ja und ich, ich war nervlich ziemlich fertig und weinte, es war spät und keiner da der mich in den Arm nimmt und mich tröstet mal sagt" es wird alles gut". Das fand ich schwer.
Um 23.30 Uhr waren wir zu Hause ich legte den Kleinen in mein Bett damit ich sofort da bin wenn was ist.

Es ist alles gut klar aber der Moment und die Tage danach da war es eben schwer.

Ich habe das alleinige Sorgerecht.

Er ist ein Kann Kind und ich allein muß die Entscheidung treffen ob ich ihn einschule oder nicht.

Ich habe mich für ja entschieden, aber ist es wirklich richtig. Ich weiß es nicht. Alle sagen ja aber die Verantwortung trage ich ohne Partner.

Wenn er in 20 Jahren seinen Weg geht, seinen Beruf hat egal ob Bäcker oder Professor, wenn er Selbstständig ist und einen ordentlichen Weg geht dann kann ich sagen ok hab ich gut hin bekommen und kann mir auf die Schulter klopfen.

Aber was wenn nicht?

Unser leben ist zu zweit sehr schön, mein Sohn ist recht pflegeleicht mit den Aussetzern die 5 jährige eben haben #schein:-D.

So nun hast du mal einen ganz kleinen Einblick


Beitrag von halvja 19.04.10 - 22:15 Uhr

Ich finde es nett, wenn auch mal jemand die eher "kleinen" Dinge im Alltag einer AE anerkennt. Jeden verdammten Handschlag macht man allein, das sieht nicht jeder...

"Was stellst Dich so an, bügel, wisch, koch, wasch... doch einfach, wenn dein Kind schläft!"

Niemand, der nicht in der Situation war oder ist, kann sich annähernd vorstellen, was wir jeden Tag wuppen. Wir tun es gern und wir tragen unser Päckchen meist stillschweigend ohne Murren. Umso mehr danke ich jenen, die zumindest versuchen, einen Funken Verständnis auszubringen!

Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wieso manche AE's nicht ihrerseits anerkennen, dass es Menschen gibt, die versuchen, sich in ihre Lage zu versetzen, sondern auch noch gutgemeinte Worte niedermachen müssen.... Mitleid will ich auch nicht, aber es tut doch ab und an mal gut, wenn jemand sagt "Hut ab, das machst du gut!"

Beitrag von juleslorchen 19.04.10 - 22:17 Uhr

Hallo,

also, ich finde das lieb von Dir! Zwar bin ich nicht soo richtig AE (mein Freund ist zwar nicht hier, aber im Herzen bei uns). Für mich ist da viel Wahres an deinem Text. Lieben Dank für den Zuspruch!!

Wir hatten neulich auch Magen - Darm. Erst sie, dann ich, dann wieder sie.
Während ich über dem Eimer hing, war hier keiner, der sie mal aus dem Zimmer nahm. Mit dem Kopf im Eimer versuchte ich sie zu beruhigen. Blöde Situation, kann ich dir sagen!

Aber auch als ich so starke Unterleibskrämpfe hatte, das bereits 2x der Notarzt kommen musste, musste Ida da mit durch. "Nimm mal eben, mir gehts beschissen!" geht nicht.

Naja, zum Glück sind das Ausnahmesituationen.

Liebe Grüße!!
Juleslorchen

Beitrag von ellinutelli 20.04.10 - 10:59 Uhr

Hi,

"Nimm mal eben, mir gehts beschissen!"


Das geht bei den meisten Nichtalleinerziehenden auch nicht.

Meistens ist da der Vater auch erst abends da. Also das sind wirklich die kleinsten Probleme.

Ich hasse es, wenn ich jemanden sagen höre "Ach ich bin auch fast Alleinerziehend, mein Mann/Freund ist nie da"...

Dieser Mann/Freund sorgt aber in der Zeit für das Einkommen. Und DAS ist das größte Problem der Alleinerziehenden.

Nicht ein bischen Kotzerei und Durchfall. Da müssen andere auch durch.

Ella

Beitrag von backtoblack 20.04.10 - 20:00 Uhr

kompliment angenommen. danke anke.... auch wenn du nicht den blasseseten shimmer hast, was es bedeutet ae zu sein. machtabernix :)

Beitrag von tweety74 20.04.10 - 23:29 Uhr

Ich freu mich auch :-)
Bin zwar nicht mehr AE, war es aber über 3 Jahre lang. Hatte zwar immer Hilfe vom KV oder den Großeltern, aber nachts war man doch immer allein und mußte sich über "freie Tage wenn Kind krank" Gedanken machen. Oder wenn man selbst krank war.
Ich bin schon lang bei urbia und hatte mal vor meiner Zeit als AE auch so einen Thread geschrieben.
Am schlimmsten wars immer wenn er erbrochen hatte. So wie du beschrieben hast. Aber wenn man die Nerven behält gehts :-). Ruhe wirkt sich ja auch aufs Kind aus.

Beitrag von clautsches 21.04.10 - 11:14 Uhr

Danke! :-)

Ich denk, so eine Magen-Darm-Geschichte ist einfach NIE lustig - egal, wieviele Leute im Haus sind. ;-)

Und ja, alleinerziehend zu sein erfordert schon einiges an Nerven - aber als so tragisch, wie manche hier tun, empfinde ich es bei weitem nicht.
Ist wohl alles eine Sache der Organisation... ich persönlich finde alleinerziehend sein jedenfalls klasse und würde mit niemandem tauschen wollen. :-)

LG Claudi

Beitrag von jillrips 21.04.10 - 23:49 Uhr

Danke :)

Ich finde, dass es nett geschrieben ist. Selber bin ich zwar auch seit ein paar Monaten nicht mehr AE, aber ich war es knappe 4 Jahre. Ehrlich gesagt fand ich es aber nicht so schlimm, wie manch andere hier. Ich bin auch immer noch täglich 7 Stunden arbeiten gegangen und wir haben viel unternommen.

Natürlich, in Ausnahmesituationen ist es mehr als schwer und einsam dazu. Allerdings kenne ich genug Frauen, die mit einem Mann zusammen leben, der die meiste Zeit arbeitet und der Haushalt und alle anderen Alltagsaktivitäten an der Frau hängen bleiben. Sobald der Mann dann zuhause ist, hat er natürlich seine Ruhe verdient. Oder macht dieses und jenes für sich selbst, weil er ja den ganzen Tag arbeiten war.
Frau fühlt sich dann auch wie AE, nur niemand hört mehr zu, weil sie ja einen Mann hat.

Ich denke nicht, dass man da unbedingt mit einer Messlatte kommen sollte... Jeder ist anders belastbar und hatte andere Vorstellungen vom Leben.

Liebe Grüße #klee

Beitrag von bambela86 22.04.10 - 10:48 Uhr

danke ..ja manchmal ist es echt nicht einfach...

aber wenn es mir dann wirklich mal schlecht geht bin ich froh das meine Mama dann immer so lieb hilft.
;-)

Beitrag von ..fruchtzwerg.. 23.04.10 - 23:27 Uhr

Also ich finde es schön das du mal siehst was wir so leisten…
Solch eine Anerkennung bekommt man selten…
Hier hat eben jemand geschrieben ohne oma und opa in der nähe würde das nicht klappen…
Ich muss sagen also krankheits-bedingt muss ich das den meine Mutter würde nicht auf die Idee kommen wenn ich mal wieder Migräne habe mir meinen Sohn mal 3 stunden abzunehmen da sich was ruhe habe… „ihre Kommentare immer ich musste damals mir dir und deinem Bruder auch durch“ (mein Vater war ja arbeiten)
So was finde ich dann schlimmer.. wenn man doch weis wie schwer es ist ich würde später meinem Sohn dann helfen wenn ich es könnte….
( schade das meine Mutter nicht mal erkennt was ich hier immer leiste nee sie hackt lieber auf mir rum was und wie schlecht ich doch sei)

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