Frage zu schulischer Berufsausbildung

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Beitrag von crispy-der-2te 19.04.10 - 18:33 Uhr

Hallo,

habe auf der Suche nach einem Ausbildungsberuf festgestellt das es neben der klassischen dualen Ausbildung auch noch eine rein schulische Ausbildung an Berufsfachschulen gibt.

Nun hab ich mich mal näher über die schulische Berufsausbildung informiert.
Bei der schulischen handelt es sich um eine 24-Monatige Berufsausbildung wobei davon 7 Monate für Praktika vorgesehen sind. Ob das die praktische Erfahrung während einer betrieblichen Ausbildung aufwiegt weiß ich nicht. Die Ausbildung endet mit der Abschlussprüfung von der IHK. Es ist also ein staatlich anerkannter Berufsabschluss, somit auch vom Arbeitsamt gefördert.

Meine Frage ist nun ob die freie Marktwirtschaft einen solchen rein schulische erworbenen Berufsabschluss als gleichwertig ansieht wie einen durch betrieblich Ausbildung erworbenen Abschluss.

Hat jemand Erfahrung mit solchen Instituten?
Wie sind die Berufseinstiegschancen?
Ist der Stoffvermittlung und Lerninhalt gut und ausreichend oder sind die Schüler meist sich selbst überlassen?
Reicht ein solches Praktikum um in einem Betrieb Fuß zu fassen?

Danke schon mal im voraus .

Beitrag von honolulumieze 19.04.10 - 19:00 Uhr

Meine Freundin hat Abitur und anschließend noch an einer Akademie Sprachen gelernt. Kein richtiges Studium, aber auch keine richtige Berufsausbildung. Wie auch immer. Sie hat dort 2 Jahre drei Sprachen gelernt. Glaube, Englisch, Französisch und Spanisch und hatte direkt einen sehr gut bezahlten Job in einem der bekanntesten Unternehmen der Welt. Inzwischen hat sie gewechselt. Wieder in ein großes Unternehmen. Kann also, je nach Branche klappen.

Beitrag von bebbelchen 19.04.10 - 19:30 Uhr

Hallo,

ich habe nach dem Abi eine Dolmetscherschule besucht und dort erst eine Ausbildung zur Wirtschaftskorrespondentin gemacht, danach noch (abends) eine zur Übersetzerin.

Beklagen kann ich mich nicht - hatte bis jetzt nur supergute Jobs und werde nicht schlecht bezahlt.

LG
bebbelchen

Beitrag von wasteline 19.04.10 - 19:40 Uhr

Es mag sein, dass es im fremdsprachlichen Bereich nicht so schlecht aussieht. Generell mehr Aussichten auf Erfolg hast Du allerdings mit einer dualen Ausbildung

http://www.bmfsfj.de/Publikationen/genderreport/1-Bildung-ausbildung-und-weiterbildung/1-6-Uebergaenge-in-den-beruf/1-6-3-uebergaenge-aus-berufsfachschulischer-ausbildung.html

Beitrag von bruchetta 19.04.10 - 20:03 Uhr

Ich habe auch eine schulische Ausbildung gemacht (Wirtschaftsassistentin/Schwerpunkt Fremdsprachen).
Ich hatte nie Probleme damit einen Job zu bekommen, diese Ausbildung wurde im kfm. Bereich immer als sehr gut angesehen.

Beitrag von snowwhite1974 20.04.10 - 09:28 Uhr

Hallo,

die erste Frage die ich mir stelle ist: warum sollte eine schulische, eher theorielastige Ausbildung besser sein als eine betriebliche?

Ich kenne es häufig so, dass Schüler, die nicht die cleversten waren (ohne Dich jetzt angreifen zu wollen) und deswegen keinen "richtigen" Ausbildungsplatz bekommen haben, zu einem Träger gehen und die da machen. Solche Ausbildungen (z.B. im Handwerk) sind bei uns in der Region der Freifahrtschein für lange Arbeitslosigkeit, weil die Betriebe diese Azubis nicht haben wollen, weil sie nur das nötigste gelernt haben und das auch mit viel Unterstützung.

Sehr beliebte Ausbildungen wie Fremdsprachenkorrespondentin oder Wirtschaftsassistentin sind (und ich spreche wieder für die REgion die ich kenne)oft Köder der Schulen für Leute, die das Abi net gepackt haben und demzufolge nicht zum Studium gehen, die lernen dann lieber sowas. Im Vergleich zu den Studierten haben sie aber wieder schlechtere Chancen. Ist denke ich auch sehr abhängig von den Anbietern - aber im Grunde würde ich tendenziell unterstellen, dass sie halt schon jeden nehmen, der bereit ist zu zahlen...

Ich würde mich denke ich immer für eine betriebliche Ausbildung entscheiden.

Gruß snowwhite